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philosophisches

Genre: philosophisches

  1. Rock und Metal

    Rock und Metal Einst gab es zwei Schwestern namens Rock und Metal. Sie waren unzertrennlich, nicht zuletzt, weil sie Schwestern waren, sie teilten diese eine Gemeinsamkeit: Sie waren anders. Und zusammen rebellierten sie gegen alles. Wenn andere geblümte Blusen anzogen, trugen Rock und Metal...
  2. 11:11- Der Nachtbeginn

    Vor 11:00 PM Von ihrem kleinen Balkon aus konnte sie die roten Wangen des Horizonts noch so erhaschen. Verschwitze Fassaden mit müden Terrassen enthielten ihr den Abschied von Tag und Nacht vor. Kreischende Autos unter ihren Füssen übertönten die Zikaden und Vögel. Und doch wenn sie ihren Kopf...
  3. Eine Geschichte der Schöpfung

    "Hallo, ist da jemand?", rief sie in das Nichts hinein, das sie zu umgeben schien. "Ich bin so einsam und habe Angst!", klagte sie in die Leere, nicht wissend, ob sie jemand hörte. Doch ich hörte sie, was die junge Dame allerdings nicht ahnen konnte. Ihre Welt war ohne Inhalt, ihr Blick war...
  4. Soul Café

    Camara schrie, wie man noch nie einen Menschen hat schreien hören. Es war kein „normales“ Schreien, nicht etwa kurz und durch Erschrecken verursacht. So wie das spitze Aufschreien, wenn man plötzlich eine Spinne unter dem Bett hervorkrabbeln sieht. Oder wenn man sich beim Brotschneiden den...
  5. Sandanien

    Dänemark...Westküste...Der Sand mit seinen unzählbar vielen Körner wiederspiegelt die Emsigkeit der Natur und deren unerreichte Schönheit. Ein hölzerner, gepflegter und majestätischer Dreimaster sticht in die dunstige Weite des Atlantiks. Die Antwort, wohin er segeln wird, bleibt einem verwehrt...
  6. Straßenlicht

    Die Straßenlaterne glühte ein letztes Mal auf, bis sie endgültig erlosch. Der Weg war von tiefer Finsternis umschlossen. Ängstlich schlich ein Junge durch den undurchdringbaren Schleier der Dunkelheit. Er setzte verzweifelt einen Fuß vor den anderen. Den Blick gebeugt. Die Hände hangelten sich...
  7. "Wie Schade"

    Das Mädchen sitzt auf der anderen Seite des kleinen Cafés in Stuttgart. Sie kritzelt Notizen in ein schmales Buch und rührt gelegentlich mit gleichermaßen abwesender aber auch konzentrierter Miene in ihrem Kaffee. Warum sie wohl hier ist? Es ist spannend, darüber nachzudenken, dass jedes...
  8. Der Sinn des Sisyphus

    Es war gestern, als ich wieder einmal abends auf der Bank unter der alten Birke saß und darauf wartete, dass etwas passiert. Vor mir lag die Sonne hinweg über Wiesen und Felder tief im Horizont. Als letzten Akt für diesen späten Herbsttag gab sie allen, die zuschauten, eine letzte Kostprobe...
  9. An der alten Eiche

    Und wieder saß der alte Mann, umgeben von dem restlichen Grün eines ehemaligen hübschen Hains auf seiner halbmorschen Holzbank, während über ihm mächtig seine ihm lieb gewordene alte Stadteiche thronte und er nichts weiter tat, als besorgt das Treiben der Masse zu beobachten. Grausam produzierte...
  10. Laufen lassen

    Er hatte es laufen lassen. Immer schon hatte er es laufen lassen. Es genügte ihm, immer dort zu sein, wo die anderen es verlangten. Es genügte ihm, immer das zu tun, wonach die anderen begehrten. Mehr wollte er nicht vom Leben, mehr hatte er nicht erwartet. Also ließ er es laufen. Alles ließ er...
  11. Kleine Kartoffeln

    Farblos war sie. Grau, farblos und hatte schon viel durchgemacht. Sie hatte einen Krieg überstanden, aber musste stätig um ihren Erhalt kämpfen. Früher hatte sie ein buntes Muster und Charakter. Sie sprühte vor Lebenslust, selbst mit steigendem Alter. Vor ihr standen Menschen und bewunderten...
  12. Landgang

    Der Tisch, an dem ich saß, mochte einmal laminiert gewesen sein. Jetzt bestand sein Muster aus Ringen, die von Gläsern stammen mussten, aus denen billiger Gin getrunken wurde wie mein dritter oder vierter heute. Ich sah auf den Fluss hinaus, tauschte den Geruch nach Fisch und Abwasser gegen den...
  13. Spuren der Zeit

    Seine Atemzüge beschlugen das Fensterglas, der hoffnungslose Versuch zurück in die Freiheit zu finden. Er war mit der Zeit gegen die Geräusche in seinen Ohren taub geworden, dennoch ließen sie ihn nachts nicht schlafen. Er hatte keine Anteilnahme an seinen Atemzügen. Der Tag ermüdete daran ihn...
  14. Lachen und Weinen

    "Jetzt lach doch mal" sagte sie und schaute ihn auffordernd an. Doch er blieb still und starrte nur zurück. Ohne ein Lachen, ohne eine Regung. Und nicht, weil ihm nicht nach Lachen zumute war; er wollte sogar sehr gerne lachen. Über jeden noch so dummen Witz der Personen um ihn rum, die er seine...
  15. Wo der Himmel liegt

    Sein Fang bekannte sich erst zum Verlust seiner Freiheit, als er nicht mehr atmen konnte. Der Wasserspiegel zog die Grenze zwischen Kampf und Kapitulation. Der geschwächte Fisch wog weniger als die Kraft, die es brauchte, um ihn aus dem Wasser zu ziehen. Er war Fischer, das nötige Zubehör einer...
  16. Adam und Eva in der Schule

    Carmen wachte eines morgens auf und konnte sich an ihren Traum von letzter Nacht erinnern. Sie war gerade kurz vor dem Abitur und wusste noch nicht recht, was sie danach studieren oder tun wollte. Das zermürbte sie ein wenig aber sie freute sich über den Traum, den sie hatte und erzählte ihn in...
  17. Die Nachtigall

    Im Auge der Nachtigall spiegelten sich die Menschen, die mit der Hoffnung auf Glück gekommen waren. Neben ihr auf der Bühne stand der Erfinder, lächelnd, mit erhobenen Händen, wie ein Zirkusdirektor vor seinem Publikum. Als er sie im Wald aufgesucht hatte, sah er schon einmal in dieses dunkel...
  18. Der alte Reiter

    Es war sein letzter Winter.Er spürte es. Sein Frühstück war das Selbe, wie immer. Eine Scheibe Pumpernickel und einen kalten Tee. Kalt, wie sein Lebensende. Er ging aus dem Haus. Auch draußen war es kalt. Wie sich doch alles verband, dachte er. Als er an einer Straße vorbeikam, sah er einen...
  19. Die Kaffeemaschine

    Der Wecker klingelte. Er stand auf und wankt in die Küche. Der Flur, durch welchen er geht, könnte wieder einmal gereinigt werden, denkt er sich. Doch wozu? Er kocht Kaffee. Der Kaffee schmeckt gut, sagt er seiner Frau. Drecksplürre, denkt der sich. Er zieht sein Hemd an. Das Hemd, welches er...
  20. Ich glaub, ich hab Angst.

    ''Ich glaub, ich hab Angst.'' Manchmal sag' ich das. ''Ich glaub, ich hab Angst.'' Ich weiß gar nicht, warum. Warum hab ich Angst? Oder, warum glaube ich, Angst zu haben. Wovor hab ich Angst? Was gibt es denn, wovor ich Angst haben könnte? ''Vielleicht vorm Leben.'' Das ist dann immer...

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