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Genre: jugend

  1. Kollaps

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    Ich zog mir noch schnell das weiße Pulver von der Spiegelablage, bevor ich die Toilette verließ. Es war der ordentliche Rest aus Megans Blechdose und die Mischung aus Pulver, Alkohol und Strobo-Licht sorgte dafür, dass ich auf der Tanzfläche anschließend die Orientierung verlor. Der kleine Club...
  2. Drei Tage

    Das Aroma meines morgendlichen Kaffees liegt mir in der Nase, als ein Tropfen eben jenes schwarzen Kaffees auf meinem kirschroten Filzuntersetzer landet. Ich räume wie jeden Morgen eine Tasse in die Spüle, verlasse das Haus, steige in die Bahn, steige aus, nicke ein paar bekannten Gesichtern zu...
  3. Ein perfekter Auftritt

    Tausende Augen schauen mich an, tausende Münder lächeln mir zu. Ich stehe auf der Bühne und bewege mich nicht, betrachte die Menschen in der ersten Reihe. Ergraute Männer tragen Anzüge und Fliegen; ihre Frauen teure Kleider und Ohrringe, die im Licht glitzern. Sie alle sind gekommen, um mich...
  4. Bilo-Bilo

    Als Edna schwanger war, konnte ich mich vor Neugierde und lästigen Fragen nicht mehr retten. Schier unglaublich, was die Leute alles wissen wollten. Und kam ich nach Hause, ging es weiter: „Na, Bärle, wie geht’s eurer baldigen Mutter?“, bohrte meine Frau, „Könnt’s zwar auch in der Zeitung...
  5. Mama

    Dampfend fließt das heiße Wasser in meine Tasse, umspült den Teebeutel, den ich schon hineingehängt habe. Gedankenverloren setze ich mich an den Küchentisch. Schließe die Hände um das heiße Gefäß. Ich denke, ich müsste mich verbrennen. Doch ich spüre nur eine dumpfe Wärme. Überhaupt ist alles...
  6. Braune Haare

    Braune Haare. Funkelnde Augen. Kleine weiche Nase. Ihre Gesichtszüge sind atemberaubend. Ich drehte mich langsam und leise im Bett, um sie ja nicht zu wecken. Sie verdient ihren Schlaf. Leise stand ich auf. Bevor ich runter ging, gab ich ihr noch einen sanften Kuss auf ihre Lippen. Jedes Mal...
  7. Freiheit

    Meine Haare wehen mir ins Gesicht und ich wische sie beiseite. Der Wind hier oben ist stark. Weiße Gischt spritzt hoch, als die reißende Flut über die rauen Steine spült. Der Fluss ist laut, ein Rauschen, das alles übertönt, Geräusche und Gedanken. Das ist gut. Jetzt noch einmal gut nachzudenken...
  8. Unerwartet

    Tief ein- und ausatmen. Immer wieder. Emily hasste es zu warten. Aber manchmal musste man da durch. Heute war einer dieser Tage, an denen man einfach warten musste, auch wenn es zum Haare rausreißen war. Sechs Minuten standen auf ihrem Timer, den sie sich gestellt hatte. Ohne den Kopf zu...
  9. Von Afrikanerinnen und anderen Kuriositäten

    Facebook ist doch ein schöner Ort. Ein Ort voller hipper Prankster, Fake-News-Journalisten, Sozio- und Psychopathen, Katzenliebhabern, Pädophilen, „Politikexperten“ und verzweifelten Heranwachsenden. Ich gehöre übrigens zur letzten Kategorie. Jahrelang hab ich versucht, der Anziehungskraft des...
  10. Nicht immer hilft Farbe

    Wir stehen vor dem Spalt in der Hainbuchenhecke der Gärtnerei und mir zittern die Beine. Der eisige Wind treibt uns die Tränen in die Augen, das Rascheln der Blätter an der Hecke übertönt jedes Geräusch und Julia legt mir beruhigend eine Hand auf die Schulter. „Komm schon, Florian! Diesmal wird...
  11. Monotonie

    Ich schreibe über Rene Descartes, seinen Lebensanfang, wo er wohnte, seine Lebenswerke und schlussendlich dessen Tod. Links neben mir sitzt eine graue, schimmernde Gestalt, den Kopf nach unten gesenkt und sie probiert verzweifelt den Stift zu halten, zu schreiben. Ich schreibe über Friedrich...
  12. Wiesland

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    Aus dem Alter waren sie ja raus: von den Ferien erzählen. Aber Frau Keye, das war so eine, die hatte das noch nicht bemerkt, deshalb fragte sie in der Vertretungsstunde genau das: Was habt ihr denn in den Ferien gemacht? Sie schaute Marian an: „Na?“ Er war mit den Eltern auf einem...
  13. Alle lieben Anna, wenn sie es will

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    »Mitternacht bist du wieder zu Hause«, sagte Mama. »Vielleicht«, sagte Anna. »Nicht vielleicht. Ich meine es ernst.« »Ich auch!« Anna stürmte hinaus, hinter ihr fiel die Tür krachend ins Schloss. Mama zuckte zusammen, gemeinsam lauschten wir dem Hallen von Annas Absätzen auf den Betonstufen...
  14. Mr. Jupiter

    Lukas lauschte, aber alles, was er wahrnahm, war ein Summen, das in seinem Kopf festhing wie ein feiner Nachgeschmack. Der Nachgroove dieser schönen Nacht. Je mehr er lauschte und sich darauf konzentrierte, desto greifbarer wurde er und ließ ihn mit dem Kopf nicken – Takt für Takt. Fast hörte er...
  15. Serie Manon und das Theater der Vampire

    Sternenklare Nächte hatten etwas Magisches. Junge Pärchen lagen Arm in Arm an der Rhône, zählten die Sternschnuppen und flüsterten sich Liebesschwüre zu. Die Alten schwelgten in Erinnerungen an längst vergangene Tage. Pläne für die Zukunft wurden geschmiedet oder man schaute zurück auf ein...
  16. Ich muss dir was erzählen

    Hör mal ich muss dir von einem Traum erzählen. Normalerweise neige ich dazu träume recht schnell zu vergessen und ich denke ich bin damit nicht alleine, aber diesen Traum würde ich gar nicht vergessen wollen - wirklich auf keinen Fall. Es sind manchmal diese unglaublich realen Träume in denen...
  17. Erstarrte Flammen

    Es ist mitten in der Nacht, doch sie kann wie immer nicht schlafen. Zu viele Gedanken strömen durch ihren Kopf. Sie steht auf, macht die Nachttischlampe an, zieht sich den Morgenmantel über und geht barfuß auf den Balkon. Dort zündet sie sich eine Zigarette an und blickt zum Mond, ihr einziger...
  18. Apollo

    Er wurde nach Apollo benannt, dem Gott der Kunst, der Heilung und des Lichts; er lacht darüber, als er Mary Jane raucht und blutige Striche auf seine Haut zeichnet. Vielleicht ist er doch Künstler. Aber wie kann er Gott der Heilung sein, wenn er sich selbst zerstört? Er liebt das Gefühl und das...
  19. Cool & entspannt

    Ich frage den Geist unter meinem Bett, wie es ist tot zu sein. Ich bitte ihn raus zu kommen und mir zu beweisen dass er existiert. "Lass uns spielen und eine neue Welt aufbauen.", sage ich. Zu viel, zu früh - ich gehe einen Schritt zurück und suche verzweifelt nach Raum. Meine Gedanken sind...
  20. Das verunglückte Experiment

    "Jasmin was ist denn los mit ihm", fragt Klaus- Felix etwas bedrückt als er ihn am Tisch sitzen sieht. Er und Jasmin stehen abseits und außer Hörweite von ihm. "Mit wem?", fragt sie verwirrt zurück. "Mit Stefan." "Ach so. Ja was soll mit ihm sein? Du kennst ihn doch mittlerweile länger als ich."...

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