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Weniger reden, mehr Sex

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10.10.2006
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Weniger reden, mehr Sex

Sebastian wischte sich mit dem Schweißband über die Stirn, unter seinen Armen blitzten Gebüsche auf, so als hätte jemand ein Paar schlecht frisierter Pudel dort abgestellt. Er dribbelte den Ball. Einmal, zweimal. Wieder mit dem Schweißband über die Stirn. Er atmete ein, kniff ein Auge zu, visierte den Korb an und warf den Ball in die ungefähre Richtung des Korbes, viel zu hart, ohne jede Flugbahn, ohne Effet, eigentlich ohne alles. Es machte Klonk, als der Basketball vom Brett abprallte.
Sven hatte das vorausgeahnt, sprang mit dem rechten Fuß vom Boden ab, schraubte sich hoch und pflückte den abprallenden Ball mit einer Hand aus der Luft, zog die andere zur Hilfe heran, packte ihn nun mit beiden, landete wieder auf dem Hallenboden, bückte sich schützend über den Ball, ging dabei in die Knie, schleuderte mit dem Oberkörper nach rechts und links, wie ein Hund, der Wasser abschütteln will, und ließ die Ellenbogen fliegen. Sven präsentierte den Ball, indem er ihn mit einer Hand hielt – er hatte riesige Hände – und ihn triumphierend schwenkte.
„Scheiße“, sagte Sebastian. „Kein Wunder, dass du so viel Energie hast. Wenn ich mit so ner frigiden Ziege zusammen wäre, könnte ich auch einen auf Dirk Nowitzki machen.“
Svens Gesicht zog sich zusammen, als hätte er auf eine Zitrone gebissen.
Sebastian fasste sich an den Schritt und imitierte vorsichtig Michael Jackson. Svens Gesicht wurde zitroniger. Sebastian schnellte auf ihn zu und tauchte nach dem Ball. Er versuchte, ihn Sven aus der Hand zu schlagen, doch der drehte sich mit dem Ball zur Seite; Sebastian glitt ins Leere und rutschte bäuchlings auf seiner eigenen Schweißspur den Hallenboden entlang.
„Tu nicht so“, sagte Sven. „Wann hast du denn das letzte Mal einen weggesteckt? Da war doch Kohl noch Kanzler.“
Sebastian rappelte sich auf und murmelte zurück: „Was kann ich dafür, dass alle gute Frauen weg sind? Laufen doch nur noch Freaks draußen rum. Du triffst dich mit einer und sie bestellt eine Pizza Vier Jahreszeiten! Ich meine: Hallo? Vier Jahreszeiten. Da weiß ich doch schon alles. Das sind die, die früher immer Quaddro Stackione bestellt haben und dann hat sie der Kellner schief angeschaut und seitdem haben sie nen Knacks fürs Leben und bestellen nur noch auf deutsch. Da weiß ich doch schon alles!“
„Du bist doch nicht ganz knusper.“
„Ich hab einen Blick dafür“, sagte Sebastian und hielt seine Hände in perfekter Fangstellung vor seinen Brustkorb. Die Daumen berührten sich fast. Sven dribbelte auf ihn zu, sprang vor ihm ab, sein Bauchnabel war dabei auf der Höhe von Sebastians Nase, und warf im Sprung.
Sebastian drehte sich nicht um, er hörte das satte Swutsch auch so.

„Gestern hatte ich eine“, sagte Sebastian, während er nach Luft schnappte und sich mit beiden Händen auf den Knien abstützte, „American Werewolf, sag ich nur. Ich weiß nicht, was die auf ihrem Foto gemacht hat. Augenbrauen retuschiert oder vorher mit nem Mähdrescher drübergefahren, aber echt. Zusammengewachsene Augenbrauen, das geht mal gar nicht. Die sah aus wie so ein Bond-Schurke, du weißt schon, aus dem kalten Krieg.“ Sebastian fasste sich mit zwei Fingern an die Augenbrauen und drückte sie so fest zusammen, wie es ihm möglich war. Dabei rann Schweiß aus dem weißen Band an seinem Handgelenk seine Wange hinunter. „Die musst du echt bei Vollmond einsperren, sonst reißt sie Schafe, oder so.“
Sven warf derweil einen Korb, holte sich den Ball, sprang aus dem Stand nach oben, legte ihn sanft gegen das Brett und netzte ein.
„Oder die andere. Die sagt mir, ich hätte sehr gütige Augen. Hallo? Was ist das denn für ein Text? Die sieht mich und ihr fällt nichts Besseres ein, als zu sagen: Du hast gütige Augen? Ich bin doch kein Bernhardiner.“
„Ja, ja. Aber ewig mach ich das nicht mehr. Ich kann dich doch nicht bis zum Rest meines Lebens jeden Abend anrufen, nur damit du sagen kannst, dass deine Mutter Probleme mit dem Bauch hat. Wir sind doch keine achtzehn mehr.“
„Stell dich nicht so an, du musst ja nicht mit denen ausgehen.“
Sven ging wieder in Wurfposition.
„Du kannst dir doch jeden Abend schön die Patina von der Stoßstange lutschen lassen.“
Der Ball rollte ungünstig von Svens Fingerspitzen ab und heraus kam ein viel zu kurzer Wurf, der den Korb nicht einmal erreichte.
Sebastian gluckste und lächelte, bis Sven sich zu ihm umwandte und fragte: „Wie war das noch mit der einen, die nur Donnerstag in der Mittagspause Zeit für ein Date hatte?“
Sebastian winkte ab.

Sven stand schon fertig geföhnt und geduscht vor ihm, während Sebastian noch auskühlte. Er fand es wichtig, dass man nach anstrengendem Sport dem Körper erst einmal die Zeit gönnte, sich zu regenerieren, auch wenn man dabei stank wie ein Eber.
„Heute Abend wieder?“, fragte Sven.
„Ja, ja, und du gehst heute auch mal in die Offensive. Ich meine, wie lange ist das her? Zwei Wochen?“
Sven wandte sich zum Gehen.
„Zieh sie mal richtig durch. Knick-Knack und so. Lass dir nichts bieten. Du wohnst mit der zusammen, mein Gott! Du bist Sir Popp-a-lot, ein wildes Raubtier, der Sven-i-nator, der große, böse Wolf. Wooooooooooooooooohoooooooooo.“
Sven schloss die Tür hinter sich und Sebastians Heulen erstarb.

Sebastian wippte auf den Zehenspitzen auf und ab und zog an einer West-Ice. Die größte Erfindung der Menschheit. Rauchen und Zähneputzen gleichzeitig. Er schaute auf die Uhr. So langsam wurde es Zeit. Fünf Minuten Verspätung, da machte man sich nicht zum Affen, und konnte wenigstens ehrlich sagen: Nein, noch nicht so lange. Und wenn sie viel später kam, konnte man immer noch sagen: Die ist es ohnehin nicht wert. Und gleich gehen und nur das Wasser bezahlen. Sebastian zog noch einmal das Handy aus seiner Hosentasche und kontrollierte, ob er hier auch wirklich Empfang hatte. Er hatte. Und so drückte er die Zigarette in dem Steh-Aschenbecher aus und betrat das Schlachtfeld.
Luigi oder Alessandro - Sebastian hatte es nicht so mit ausländischen Gesichtern, für ihn sahen sie alle nicht gleich, aber doch äußerst ähnlich aus – führte ihn zu seinem Tisch. Und dort saß, mit dem Rücken zu ihm, die Hinterpartie einer Göttin. Langes, rotbraunes Haar, das ihr in perfekten Wellen vom Kopf fiel. Und Sebastian meinte auch sofort einen Duft wahrzunehmen. Rosenduft durchsetzt mit frischer Minze.
Er schluckte, wahrscheinlich Haarmodell und Gesichtsbaracke. Er schlich sich an sie heran, bis er hinter ihr stand, schaute dann vorsichtig über ihre Schulter – natürlich zwei, drei Handbreit Abstand lassend - und sie sah ihn an, aus grünen Augen. Ihre Brauen waren zwei vollkommene Striche und sie schenkte ihm ein Lächeln, für das andere Frauen töten würden: „Suchen Sie mich?“
Sebastian nickte einige Male und so wie seine Wangenmuskeln schmerzten, mussten ihm die Gesichtszüge zu einem Grinsen entgleist sein.
Kaum hatten sie sich gesetzt und in der Karte geblättert – sie hatte geblättert, Sebastian hatte über den Kartenrand gelinst und versucht, auszumachen, ob ihre Brüste gleichgroß waren – stand auch schon Luigi beziehungsweise Alessandro an ihrem Tisch und fragte, ob man schon gewählt habe. Noch während Sebastian „Laahsahnaggne dreikolohre“ hinausstotterte, entfleuchte ein gehauchtes „quattro stagione“ einem Mund, wie ihn Michelangelo nicht besser hätte modellieren können.
Sie sprach leise und zurückhaltend, hörte ihm aufmerksam zu und lachte an den richtigen Stellen. Als ihm ein kleines, wirklich nur winziges Fitzelchen Lasagne von der Gabel glitt, schaute sie aus dem Fenster, gerade lange genug, damit er seinen Fauxpas beseitigen konnte. Und unter dem Tisch drückte sie, sehr angenehm und unaufdringlich, mit dem rechten Fuß gegen seine Wade, scheinbar jederzeit bereit, höher zu gehen. Sehr viel höher.
Sebastian brach der Schweiß aus. Allein wie sie ihr Besteck hielt, diese Filigranität. Unglaublich. Und erst diese Nase und wie dezent alles an ihr war, aber doch verführerisch. Und wie sie ihn mochte! Er spürte es, vor allem an ihren Augen. Das war nicht so wie damals auf der Universität, als sich die eine mit ihm getroffen hatte wegen dieser dummen Wette. Die hier mochte ihn wirklich. Die Augen waren ganz warm und weich, nicht gütig, oder so.
In seiner Jacke spürte er das Vibrieren des Telefons.
„Entschul-ul-ul, würden Sie mich für einen Moment, äh, Sie wissen schon.“
Sie lächelte kokett und machte so ein Geräusch wie „Mm-Hä.“ Also praktisch ein mäusisches Geräusch der Bestätigung, das vor allem aus der Nase kam. Aus der Nase!
Erleichtert ging Sebastian mit dem Telefon in der Hand nach draußen.

„Gut, dass du anrufst.“
„Was ist es diesmal?“
„Ist doch egal. Aber - du heute. Sven-i-fiziere sie, ja? Tu es für mich, für Volk und Vaterland!“
Sven legte auf. In der Wohnung roch es nach Kerzen, ein schwarzer Slip lag auf dem Wohnzimmertisch. Mit viel Spitze.
„Kommst du?“, flötete es aus dem Schlafzimmer.
„Ich hab grade mit Sebastian gesprochen, ich muss noch mal dringend in die Firma. Tut mir leid.“ Sven musste nun lauter sprechen, da er schon an der Tür war. „Wirklich leid! Morgen, ja?“

 

Hey Quinn!

Sebastian wischte sich mit dem Schweißband über die Stirn, unter seinen Armen blitzten Gebüsche auf, so als hätte jemand ein Paar schlecht frisierter Pudel dort abgestellt.
Nein, dieses Bild geht mir einfach nicht ein. WIE groß ist dieser Typ denn? Und auch das mit den schlecht frisierten Pudeln gefällt mir nicht, das führt überhaupt nirgends hin.
Sebastian glitt ins Leere und rutschte bäuchlings auf seiner eigenen Schweißspur den Hallenboden entlang.
In der Halle gibt es Gebüsch? :susp: Oder meinst du die Haare auf seinen Unterarmen? ;)
dass alle gute Frauen weg sind?
guten
Oder die andere. Die sagt mir, ich hätte sehr gütige Augen. Hallo? Was ist das denn für ein Text? Die sieht mich und ihr fällt nichts Besseres ein, als zu sagen: Du hast gütige Augen? Ich bin doch kein Bernhardiner.“
Er schluckte, wahrscheinlich Haarmodell und Gesichtsbarracke.
:D
Zieh sie mal richtig durch. Knick-Knack und so. Lass dir nichts bieten. Du wohnst mit der zusammen, mein Gott! Du bist Sir Popp-a-lot, ein wildes Raubtier, der Sven-i-nator, der große, böse Wolf. Wooooooooooooooooohoooooooooo.“
:rotfl:
Sebastian hatte über den Kartenrand gelunst
gelinst, oder willst du eine neues Wort kreieren?
Als ihm ein kleines, wirklich nur winziges Fitzelchen Lasagne von der Gabel glitt, schaute sie aus dem Fenster, gerade lange genug, damit er seinen Fauxpas beseitigen konnte.
:D

Sehr unterhaltsame Geschichte! Die geheimnisvolle Angst richtiger Männer vor den Frauen ... Damit wäre der Inhalt wohl hinlänglich benannt. Aber wirklich sehr komisch umgesetzt. Die Pointe kam mir etwas zu schnell, hätte gerne noch weitergelesen. Und die Basketballszene ... Wolltest es wohl auch probieren, ob du das hinkriegst wie Updike? ;)

Gruß
die Robbe

 

Hallo Quinn,

Ich war an dieser Stelle mehr von deinem Schreibstil, als von der Geschichte angetan. Es liest sich sehr flüssig und deine Dialoge sind sehr gut ausgefeilt. Deine zwei Prot. passen bestens in die Alltags-Rubrik, weil sie so natürlich rüberkommen, keine übertrieben aufgeblasene Prolls oder sowas, wie ich es erst befürchtet hatte.

Bei deinen Beschreibungen der Basketballszene hatte ich allerdings noch ein paar Probleme. Ansonsten hast du teils Metaphern und Beschreibungen drauf, bei dennen ich nicht sagen kann, wo du sie verdammt noch mal hernimmst.

Gerne gelesen. :thumbsup:

Gruß
Bantam

 

Hallo Andrea,

Nein, dieses Bild geht mir einfach nicht ein. WIE groß ist dieser Typ denn? Und auch das mit den schlecht frisierten Pudeln gefällt mir nicht, das führt überhaupt nirgends hin.
In der Halle gibt es Gebüsch? :susp: Oder meinst du die Haare auf seinen Unterarmen? ;)
Die Achselhaare sind gemeint. ;) Wäre es mit einer Nena-Anspielung deutlicher?

gelinst, oder willst du eine neues Wort kreieren?
Bei uns sagt man "lunsen" statt "linsen", aber ich werde das mal um des lieben Friedens willen abändern.

Sehr unterhaltsame Geschichte!
Das liest man gerne.

Die geheimnisvolle Angst richtiger Männer vor den Frauen ...
Du findest, dass die beiden "richtige" Männer sind? ;)

Damit wäre der Inhalt wohl hinlänglich benannt. Aber wirklich sehr komisch umgesetzt.
Sollte auch nur ne kleine Geschichte zum Lächeln und Schmunzeln sein.

Die Pointe kam mir etwas zu schnell, hätte gerne noch weitergelesen.
Ach, es nutzt sich auch ab. Wenn man weitererzählen wollte, hätte es dann eine Veränderung geben müssen und Sebastian hätte erkennen müssen, dass es an ihm liegt und nicht an den Frauen und Svens Figur hätte deutlicher gezeichnet werden müssen (und nicht nur als: er sagt, es liegt an seiner Frau, aber es liegt an ihm-Figur) und dann wären wir bei einer romantischen Komödie über das Erwachsenwerden. Schreckliche Vorstellung. ;)

Und die Basketballszene ... Wolltest es wohl auch probieren, ob du das hinkriegst wie Updike? ;)
Um genau zu sein kopiere ich äußerst dreist eine Szene aus dem Film "25 hours" mit Phillip Seymour Hofman, der jeden Wurf versemmelt, und Edward Norton. ;)

Freut mich, dass dir die Geschichte gefallen hat, und ich bin mir sicher, alleine durch den Titel, der sich unterbewusst ins Hirn brennt, werde ich der männlichen Menschheit einen großen Dienst erweisen!
Quinn

Hallo Bantam,

Ich war an dieser Stelle mehr von deinem Schreibstil, als von der Geschichte angetan.
Hm, jo. Schade irgendwie, schöner wäre es natürlich, wenn beides zieht.

Es liest sich sehr flüssig und deine Dialoge sind sehr gut ausgefeilt. Deine zwei Prot. passen bestens in die Alltags-Rubrik, weil sie so natürlich rüberkommen, keine übertrieben aufgeblasene Prolls oder sowas, wie ich es erst befürchtet hatte.
Sehr schön, das war mir wichtig. Sollte auch nicht ins Klamaukige abrutschen.

Bei deinen Beschreibungen der Basketballszene hatte ich allerdings noch ein paar Probleme.
Zu viele Verben pro Satz? Kam mir auch komisch vor, vielleicht geh ich nochmal drüber.

Ansonsten hast du teils Metaphern und Beschreibungen drauf, bei dennen ich nicht sagen kann, wo du sie verdammt noch mal hernimmst.
Ich weiß es auch nicht, aber wie ich mich kenne, habe ich die alle irgendwo geklaut. ;)

Freut mich, dass du es gerne gelesen hast
Quinn

 

Hallo Quinn,

so ganz kapiere ich die Geschichte noch nicht, Sebastian ist ein Aufreisser, der aber Hemmungen hat, in medias res zu gehen und sich deswegen immer von Sven anrufen lässt. Und Sven hat eine Freundin, nutzt aber ebenso die Chance, den Anruf als Alibi für sexuelle Verweigerung auszugeben ?!

Mir gefällt der lakonische Humor, da hat die Geschichte eindeutig ihre Stärken, Andrea hat Dir schon auch eine meiner Lieblingsstellen zitiert, die mit der Lasagne, großes Kino. Und es ist nicht - oder zumindest nicht sehr lange - in der Nähe der Klamotte (Andrea findet

Zieh sie mal richtig durch. Knick-Knack und so. Lass dir nichts bieten. Du wohnst mit der zusammen, mein Gott! Du bist Sir Popp-a-lot, ein wildes Raubtier, der Sven-i-nator, der große, böse Wolf. Wooooooooooooooooohoooooooooo.“
zum kugeln, mit ist mindestens der letzte Brüller zu dicke, Geschmackssache halt)

Sven glitt ins Leere und rutschte bäuchlings auf seiner eigenen Schweißspur den Hallenboden entlang. [...] Sebastian rappelte sich auf und murmelte zurück:
hier drehst Du die Prots, oder steh ich schief vor dem Bild ?
Sebastian nickte einige Male und so wie seine Wangenmuskeln schmerzten, mussten ihm die Gesichtszüge zu einem seligen Lächeln entgleist sein.
muss es ausgerechnet ein seliges Lächeln sein ? Ein einfaches Lächeln würde den wirklich guten Satz durch Reduktion perfektionieren.

Insgesamt - auch wenn ich die Pointe noch nicht raffe - unterhaltsam, flüssig. Hat auch mich gespaßt, gelesen zu haben :)

Grüße
C. Seltsem

 

Hey C.Seltsem

Hallo Quinn,

so ganz kapiere ich die Geschichte noch nicht, Sebastian ist ein Aufreisser, der aber Hemmungen hat, in medias res zu gehen und sich deswegen immer von Sven anrufen lässt. Und Sven hat eine Freundin, nutzt aber ebenso die Chance, den Anruf als Alibi für sexuelle Verweigerung auszugeben ?!

Würde das aber nie vor seinem Freund zugeben. Genau. ;)

Mir gefällt der lakonische Humor, da hat die Geschichte eindeutig ihre Stärken, Andrea hat Dir schon auch eine meiner Lieblingsstellen zitiert, die mit der Lasagne, großes Kino.
Die mochte ich auch.

Und es ist nicht - oder zumindest nicht sehr lange - in der Nähe der Klamotte (Andrea findet zum kugeln, mit ist mindestens der letzte Brüller zu dicke, Geschmackssache halt)
Aja, wenn schon übertrieben, dann doch richtig. ;) Da kommt es jetzt auf ein "Glied" mehr oder weniger auch nicht an. Sebastian hat halt Spaß daran (und ich auch).

hier drehst Du die Prots, oder steh ich schief vor dem Bild ?
Nein, du hast recht. Das hatte ich schon gestern Nacht heimlich ausgebessert. ;)

muss es ausgerechnet ein seliges Lächeln sein ? Ein einfaches Lächeln würde den wirklich guten Satz durch Reduktion perfektionieren.
Und auch hier stimme ich dir zu.

Insgesamt - auch wenn ich die Pointe noch nicht raffe - unterhaltsam, flüssig. Hat auch mich gespaßt, gelesen zu haben :)
Das ist doch das wichtigste.

Danke dir fürs Lesen und Kritisieren
Quinn

 

Hallo Quinn

selten so gelacht.

Wie macht der Wolf???

Grüße
Matt

 

Hey matt,

freut mich, dass du lachen musstest (das "selten so gelacht" war doch wohl hoffentlich kein Sarkasmus ;) ).

Wie der Wolf macht, kann ich auf Anraten meines Hausarztes nicht vormachen. Hatte beim Schreiben an der Stelle schon einen sehr schmerzhaften Stimmbandriss.

Gruß
Quinn

 

Hi Quinn,

mein Kommentar zu deiner Story deckt sich sehr mit dem von Bantam. Die Geschichte als solche ist eigentlich nicht sooo der Bringer, die Pointe finde ich na ja - gelesen habe ich sie aber trotzdem gerne. Und zwar deshalb, weil du einfach schreiben kannst. Kommt alles flüssig und kompakt, die Dialoge sitzen, die "Hauptdarsteller" wirken echt und glaubhaft, und wer mit einer Passage wie

Sebastian wippte auf den Zehenspitzen auf und ab und zog an einer West-Ice. Die größte Erfindung der Menschheit. Rauchen und Zähneputzen gleichzeitig.
:lol: :lol: :lol:

aufwarten kann, kann eigentlich eh kein Schlechter sein.

Gruß,
Hardcore13

 

Hallo Quinn,

ich werde angesichts der obigen Kommentare jetzt nicht meine Interpretation der Geschichte darlegen, denn ich habe den Eindruck, man kann hier durchaus Verschiedenes heraus- oder hereinlesen. Ich treffe mich aber schon gar nicht erst mit Unbekannten, denn die Konsequenz bei einer derart unirdischen Begegnung, wie du sie schilderst,wäre klar - da bewundere ich Sebastian (und Sven auch).
Gerne gelesen

Gruß

Jo

 

Hallo Hardcore13,

schön, dass dir zumindest die Form der Geschichte gehalten hat, wenn auch der Inhalt nicht so der Bringer war. Den Satz mit der West-Ice wollte ich schon lange mal bringen und hier bot es sich an.

Danke fürs Lesen und Kritisieren
Quinn


Hallo jobär,

du findest die Dates von Sebastian wirklich unterirdisch? Also ... hm, interessant. Aber weil du ja den Mantel des Schweigens über deine Interpretation bettest, bleibt mir nichts als zu sagen: Schön, dass es dir gefallen hat und Danke fürs lesen.

Quinn

 
Zuletzt bearbeitet:

Hallo liebe Quinn,
Deine Geschichte zu lesen, hat mir offensichtlich mehr Vergnügen bereitet, als Dir die meine.
"Er dribbelte den Ball. Einmal, zweimal. Wieder mit dem Schweißband über die Stirn. Er atmete ein, kniff ein Auge zu, visierte den Korb an und warf einen fürchterlichen Backstein direkt auf das Brett, viel zu hart, ohne jede Flugbahn, ohne Effet, eigentlich ohne alles. Es machte Klonk, als der Basketball vom Brett abprallte."
Einzig in diesem Abschnitt überforderst Du meine Vorstellungskraft ein wenig. Das heißt, ich muss über das Gelesene nachdenken, was mich aus der Handlung bringt.
Das Ende finde ich gut, aber noch ausbaufähig.
Am Besten fand ich das Achselhaarbild und die zusammengewachsenen Augenbrauen. Bin eben ein Fan des geschriebenen Bildes.
PS.: Ist es Absicht, dass die Namen sich ähneln (weil die Typen sich ähneln)? Musste so öfters überlegen, wer wer ist.
VlG Damaris :-)

 

Hallo Damaris,

freut mich, dass dir die Geschichte Vergnügen bereitet hat. Sollte so ein kleiner Snack zum Schmunzeln für zwischendurch sein.

Die Namen ähneln sich, weil die Typen sich auch ähneln - ja. Aber so ganz glücklich bin ich im Nachhinein damit auch nicht, weil man es beim schnellen Lesen (und dazu lädt der Text ein) oft durcheinanderbringt.

Bei dem von dir zitierten Abschnitt konnte ich nicht widerstehen und hab mein unglaubliches Basketball-Fachwissen ... ;) ins Spiel gebracht. Einen zu harten Wurf, der gegen das Brett knallt ohne Chance hineinzugehen, nennt man Backstein/Brick, das überlädt das Bild wahrscheinlich an dieser Stelle. Ich nehm's mal raus.

Vielen Dank für deinen Kommentar
Quinn

 

Viel besser, liebe Quinn!
Auf weitere konstruktive Kritik.... Damaris :-)

 

Tach Dr. Quinn,

geile story erstmal.

ich glaube, jeder von uns (richtigen männern) hat schonmal ein date beendet weil mann auf die frage "was hörste denn für musik?", PUR als antwort bekam.
das mit der pizza fand ich da sogar noch ein bisschen witziger.

gerade den anfang, indem sebastian sich über die "ehemaligen" auslässt fand ich sehr gut.

das ende kam für mich völlig überraschend, und daher auch sehr gelungen.

alles in allem,
schönes ding!

 

Hallo Kluth,

freut mich, dass dir das kleine Textchen so gut gefallen hat. Dass mit diesem Date-Rettungs-Dienst seh ich in letzter Zeit immer in ner komischen Handy-Werbung. Diese Säcke!

Gruß
Quinn

 
Zuletzt bearbeitet:

Hallo Quinn

ich fand die Geschichte auch sehr lustig und den Stil top. Allerdings frage ich mich, wie der Mensch, den du am Anfang beschreibst (Haare unter den Achseln), herablassende und feige Art gegenüber Frauen mit geringerem Marktwert und sabbernd-dämlich gegenüber einer Klassefrau, eben diese Klassefrau in die Kiste bekommen soll? Es handelt sich also hier um soetwas wie eine kleine Utopie oder prosaischer Stammtischseemannsgarn, richtig?
Gruß Claudio

 

Hallo Claudio,

ich fand die Geschichte auch sehr lustig und den Stil top.
Danke.

Es handelt sich also hier um soetwas wie eine kleine Utopie oder prosaischer Stammtischseemannsgarn, richtig?
Ja, klar. Er trifft die "perfekte Frau" als literarische Überspitzung und selbst an der stört ihn dann noch was, weil er eben nach Fehlern sucht, um sich nicht auf sie einzulassen. Das ist der "Gag" der Geschichte. Und damit sie "perfekt" ist, muss sie sich natürlich auch auf den ersten Blick in ihn verlieben.

Danke dir für deinen Kommentar, schön, dass es dir gefallen hat
Quinn

Hallo Basti,

Bei der letzten Sequenz, Sebastians Date, hatte ich aber, wie schon gesagt, ein paar Schwierigkeiten. Es läuft doch gut für ihn. Warum lässt er sich, wie in so einem Base-Werbespot, von Sven 'retten'?
Der Base-Werbe-Spot kam aber deutlich nach dieser Geschichte. Die ist ja schon ein halbes Jahr alt. :)
Das "mäusische Geräusch der Bestätigung" verjagt ihn vom Tisch. Er sucht halt irgendeinen Fehler, um sich nicht auf sie einlassen zu müssen.

Danke auch dir für deinen Kommentar, schön, dass es dir gefallen hat
Quinn

 

Hallo Quinn,

ich kann mich dem Jubel der Vorherigen nicht ganz anschließen, denn zwei Dinge fehlen mir: Der Durchblick und eine saubere Ausarbeitung des Textes. Für ersteres bin ich zuständig, für zweiteres du.

Sebastian wischte sich mit dem Schweißband über die Stirn, unter seinen Armen blitzten Gebüsche auf, so als hätte jemand ein Paar schlecht frisierter Pudel dort abgestellt.
Das liest sich wie ein unbedingt gewollter Witz, der für mich humorlos ist. Aber da sind die Geschmäcker ja verschieden.

Zur Ausarbeitung:

Er dribbelte den Ball. Einmal, zweimal. Wieder mit dem Schweißband über die Stirn. Er atmete ein, kniff ein Auge zu, visierte den Korb an und warf den Ball in die ungefähre Richtung des Korbes, viel zu hart, ohne jede Flugbahn, ohne Effet, eigentlich ohne alles. Es machte Klonk, als der Basketball vom Brett abprallte. Sven hatte das vorausgeahnt, sprang mit dem rechten Fuß vom Boden ab, schraubte sich hoch und pflückte den abprallenden Ball mit einer Hand aus der Luft, zog die andere zur Hilfe heran, packte ihn nun mit beiden, landete wieder auf dem Hallenboden, bückte sich schützend über den Ball, ging dabei in die Knie, schleuderte mit dem Oberkörper nach rechts und links, wie ein Hund, der Wasser abschütteln will, und ließ die Ellenbogen fliegen.
Sven präsentierte den Ball, indem er ihn mit einer Hand hielt – er hatte riesige Hände – und ihn triumphierend schwenkte.
Nee, soviele Bälle brauchts nicht, auch wenn ein Ballspiel beschrieben wird.

Sebastian gluckste und lächelte, bis Sven sich zu ihm umwandte und fragte. „Wie war das noch mit der einen, die nur Donnerstag in der Mittagspause Zeit für ein Date hatte?“
fragte:

Luigi – oder Alessandro, Sebastian hatte es nicht so mit ausländischen Gesichtern, für ihn sahen sie alle nicht gleich, aber doch äußerst ähnlich aus –
Ein Gedankenstrich ist falsch gesetzt.
Luigi oder Alessandro - Sebastian hatte es nicht so mit ausländischen Gesichtern, für ihn sahen sie alle nicht gleich, aber doch äußerst ähnlich aus –


Er schluckte, wahrscheinlich Haarmodell und Gesichtsbarracke.
Gesichtsbaracke

Er schlich sich an sie heran, bis er hinter ihr stand, schaute dann vorsichtig über ihre Schulter – natürlich zwei, drei Handbreit Abstand lassend - und sie schaute ihn an, aus grünen Augen.
WW

Sebastian nickte einige Male und so wie seine Wangenmuskeln schmerzten, mussten ihm die Gesichtszüge zu einem Grinsen entgleist sein.
Schräges Bild. Gesichtszüge entgleisen zum Negativen, d.h. es verliert jegliche Spannung, Grinsen erfordert Anspannung, also keine Entgleisung ;).
In der Wohnung roch es nach Kerzen,
Duftkerzen - oder meinstest du Kerzenrauch?

Einige Dialog sind topp, keine Frage, ich habe mich auch teilweise darüber amüsiert. Aber ich verstehe die KG schlichtweg nicht. Kannst du mir das erklären, was die zwei umgetrieben haben? - ich bin ja nur eine Frau :D

Liebe Grüße
bernadette

 

Hallo Kind,

jetzt bin ich echt zutiefst enttäuscht
die ganze poesie, welche bei der antilope überzeugt hat
ist hier im bierglas zersprudelt worden
Ich schreib ja auch nicht an einem 80teiligen Roman, und wenn man alle Kurzgeschichten von mir aus den letzten 2 Jahren in x-beliebiger Reihenfolge liest, entsteht dann ein komplettes Gesamtwerk. Das ist ja Quatsch, ich hab schon Spaß daran, mal was anderes auszuprobieren.
Das hier sollte einfach eine leichte, lustige Geschichte für zwischendurch sein.

nun, das versteht ein nach uns geborener nicht mehr, vielleicht in einer fussnote erklärbar?
Nein, ich hege nicht den Wahn, dass meine Geschichten irgendeinen Test of time überdauern. Darüberhinaus wäre es dann Zeitkolorit.

im grunde dreht sich bei deinen geschichten alles ums ficken oder dessen verhinderung?
oder?
Nein, es dreht sich in einigen Geschichten ums Ficken, nicht in allen.
Aber cool, dass du mich so reduzieren kannst, da wacht man doch morgens gleich viel frohgemuter auf, wenn man einen festen Platz in der Welt.

Danke dir für deinen Kommentar
Quinn

Hey bernadette,
die Geschichte ist ja jetzt schon ziemlich genau ein Jahr alt, deshalb wollte ich nun eigentlich nicht noch wahnsinnig überarbeiten oder so. Also klar, paar Sachen kann ich noch ausbessern, aber tief in den Text rein werd ich nun nicht mehr gehen, ich hoffe, du verstehst das.

Nee, soviele Bälle brauchts nicht, auch wenn ein Ballspiel beschrieben wird.
Bei dem Rest stimme ich dir zu, hier bei den Bällen - die Diskussion hatten wir schon ein paar mal - da find ich das richtig so. Da geht es um die Hauptsache, um den Ball, der soll auch bildlich auftauchen, ich finde da kann das nie genug erwähnt werden.

Einige Dialog sind topp, keine Frage, ich habe mich auch teilweise darüber amüsiert. Aber ich verstehe die KG schlichtweg nicht. Kannst du mir das erklären, was die zwei umgetrieben haben? - ich bin ja nur eine Frau.
Beide spielen sich oder dem jeweils anderen etwas vor. Sven tut so, als hätte er eine frigide Freundin, die ihn nie ranlässt (dabei will er offensichtlich nicht). Sebastian behauptet, er würde ja händeringend eine Frau zu suchen, aber die seien alle absolut daneben (während er in Wirklichkeit jeden Scheiß als Anlass nimmt, um selbst die Attraktivsten noch zu vertreiben, während er sich bei den Dates wie eine ziemliche Lusche benimmt).
Das ist eigentlich der Gag der Geschichte. Kommt jetzt nicht so wahnsinnig als Paukenschlag daher und ist vielleicht auch nicht angemessen für so einen eher komischen Text, ohne echte Pointe auszukommen.

Danke für deinen Anmerkungen zum Text, ich übernehme sie dann und auch danke für den Kommentar; schön, dass du ab und an ein wenig schmunzeln konntest
Quinn

 

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