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Was wirst Du tun ?

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14.06.2003
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Was wirst Du tun ?

Was wirst Du tun ?

Was wirst Du tun, wenn die Masse dich erdrückt ? Wenn sie Dir langsam aber sicher die Luft zum Atmen nimmt ? Es kommt die Zeit in der Du an dir selbst und deinem Tun zweifelst. Jeden Tag zwängst Du dich in die Maschinerie die Leben genannt wird und die es einem ermöglicht zu leben. Angeblich. Jedenfalls wurde Dir dieses bis zum heutigen Tag von allen Seiten eingeredet.
Du stehst an der Haltestelle und wartest auf den Bus und jemand spricht Dich an. Er versucht Dich von etwas zu überzeugen. Das noch etwas anderes hinter dieser Fassade des alltäglichen steckt. Du folgst dem Gespräch genauso intensiv wie der Beschallung im Kaufhaus. Sie interessiert Dich nicht und der Mann verschwindet aus Deinem Blickfeld als Du den Bus besteigst. 8 Stunden später hast Du für heute deinen Dienst an der Gesellschaft geleistet und fährt wieder nach Hause.

Kühlschrank auf und ein köstliches Minutengericht zubereitet was Du im Stehen hinunterbringst.
Die TV-Gesellschaft schlägt Dich für ein paar Stunden in ihren Bann bis Du endlich den Weg ins Bett findest. Der nächste Morgen dasselbe Spiel. Auf dem Weg nach Hause schaust Du in Deinem Briefkasten nach und entdeckst eine Paketkarte mit dem Hinweis „ Bitte heute nicht mehr abholen, sondern morgen zwischen 08.00 – 18.00 Uhr. Am nächsten Tag nimmst Du den Umweg zu Post in Kauf und nimmst von einer gesichtslosen Person das für Dich bestimmte Paket in Empfang. Zuhause angekommen öffnest Du langsam und vorsichtig dieses Paket. Nachtrag: Der Absender ist Dir unbekannt. Zum Vorschein kommt ein Schnellfeuergewehr mit Zielfernrohr und der passenden Munition. Außer diesen beiden Dingen befindet sich nichts im Paket .
Du bist im ersten Moment geschockt über dieses „Geschenk“ und schiebst es weit von Dir. Du schließt es schlußendlich im Keller ein und sagst zu Dir selbst das Du es am nächsten Tage der Polizei übergeben wirst.

Nachts wälzt Du dich unruhig hin und her und findest trotzdem keinen Schlaf. Du schreckst von kurzen Traumsequenzen geplagt immer wieder hoch, bis Du anfängst ruhelos in der Wohnung hin und her zu laufen. Immer wieder gehen Deine Gedanken in den Keller und hin zu dem Objekt was Du dort unten eingeschlossen hast. Nach mehreren Stunden des Nachdenkens wagst Du den Schritt und gehst in den Keller und holst das Gewehr heraus. Wieder in der Wohnung angekommen betrachtest Du es noch einmal ganz genau und nimmst es in die Hand. Welches Gewehr und welche Marke es ist spielt für Dich keine Rolle, Du könntest es sowieso nicht unterscheiden. Es übt eine Art Magie aus und Du merkst das Du es gerne anfaßt. Immer wieder gleiten Deine Finger über das leicht ölige kühle Metall. Die Patronen lassen sich seltsam leicht ins Magazin einführen und Du bist erstaunt über die Fingerfertigkeit die Du dabei an den Tag legst. Der Morgen graut bereits und Du hast keine Minute geschlafen, was sich aber in keinster Weise bei Dir bemerkbar macht. Die üblichen Dinge des Morgens sind schnell erledigt und eine gewisse Hektik macht sich in Deinem Gehirn breit. Ohne weiter darüber nachzudenken läßt Du deinen Aktenkoffer stehen und nimmst anstatt dessen das Gewehr und die Patronen an Dich. Entgegen Deiner sonstigen Gewohnheit nimmst Du heute den Wagen und deponierst das Gewehr im Kofferraum.

Wie jede Stadt hat auch Deine einen Aussichtsturm der um diese Uhrzeit nicht sonderlich frequentiert ist. Die Karte für den Aufgang ist schnell gelöst und der Aufsichtsbeamte macht auch keinen sonderlich frischen Eindruck. Es führen entweder ein Aufzug oder ein paar geschwungene Treppen bis hin zur Plattform. Du entscheidest Dich für die Treppen, denn Du hast heute sicher nichts anderes mehr vor. Oben angekommen registrierst Du mit einem kurzen Rundumblick dein Alleinsein an diesem Ort. Wind ist kaum spürbar und Du fängst an Dir einen guten Platz zu suchen. Soviel Auswahl ist hier oben nicht, also entscheidest Du Dich für die Stelle direkt hinter der Tür.

Das Gewehr ist schnell ausgepackt und das Magazin rastet mit einem kurzen Klick ein. Du lädst die Waffe und schaust ruhig durch das Zielfernrohr und siehst durch das Fadenkreuz die unter Dir laufenden Menschen. Die Atemzüge werden immer ruhiger und auch das anfängliche Zittern in den Händen läßt nach. Die Menschen unter Dir sind plötzlich nicht mehr so entfernt wie sie es mit normalen Blick sein sollten und Du kannst Einzelheiten auf ihren Gesichtern erkennen. Du weißt nicht wie lange Du dort oben sitzt und die Menschen beobachtest und doch ist es Dir so als Du nicht mehr alleine bist. Ruckartig drehst Du dich um und hast dabei immer noch das Gewehr im Anschlag.

Er steht hinter Dir, die Hände hinter dem Rücken verschränkt und schaut Dich einfach an. Er sagt nicht und beobachtet Dich einfach nur. Dann hörst Du eine Stimme in deinem Kopf ohne das der andere seinen Mund öffnet. Sie fragt Dich nur einen Satz.

WAS WIRST DU TUN ?

 

hi fenris,

was wirst du tun? die idee ist natürlich ganz reizend. quasi nüchtern erzählst du den angesprochenen in eine bestimmte erzählung hinein. bis der schlusssatz ihn auffordert, diese geschichte individuell für sich weiterzuerzählen. das ist das, was ich für gelungen halte.

stilistisch ist das einigermassen solide. nicht wirklich packend und nicht wirklich flüssig und wenig unterhaltend. eher trocken - na ja eben nüchtern. es kann natürlich absicht gewesen sein - weil du glaubst, dass diese nüchternheit zur geschichte gehört; aber meiner meinung nach hätte spannung keinen abbruch getan.

einige textbezüge zum stil:

Jeden Tag zwängst Du dich in die Maschinerie die Leben genannt wird und die es einem ermöglicht zu leben.

"die Leben genannt wird" und "ermöglicht zu leben" ist ein selbstschluss.

Der nächste Morgen dasselbe Spiel.

das ist ein unglücklicher satz. besser "Am nächsten Morgen das selbe Spiel." Oder wenigstens ein Gedankenstrich hinter "Morgen".

Nachtrag: Der Absender ist Dir unbekannt. Zum Vorschein kommt ein Schnellfeuergewehr mit Zielfernrohr und der passenden Munition.

nachträge sind armutszeugnisse der geschichtenschreiber *smile*

was deiner geschichte ebenfalls nicht gut tut sind die viel zu vielen fehler. zeichensetzung scheint nicht deine stärke zu sein. die kommas sind aber meistens sehr wichtig, um deine sätze auf anhieb verstehen zu können.

also, ich denke mal, alles in allem eine gute idee, an deren umsetzung aber gerne noch gefeilt werden darf.

bis dann

barde

Es kommt die Zeit in der Du an dir selbst und deinem Tun zweifelst.

hinter "Zeit" ein komma

Jeden Tag zwängst Du dich in die Maschinerie die Leben genannt wird und die es einem ermöglicht zu leben.

hinter "Maschinerie" und besser auch vor "und" ein komma

Er versucht Dich von etwas zu überzeugen. Das noch etwas anderes hinter dieser Fassade des alltäglichen steckt.

warum trennst du diese beiden sätze mit einem punkt? ist das stilistisch gewollt?

"Das" >> "Dass"

Du folgst dem Gespräch genauso intensiv wie der Beschallung im Kaufhaus. Sie interessiert Dich nicht und der Mann verschwindet aus Deinem Blickfeld als Du den Bus besteigst.

"Sie" ich glaube, du solltest "Es" verwenden, denn es geht ja um das Gespräch.
hinter "Blickfeld" ein komma

8 Stunden später hast Du für heute deinen Dienst an der Gesellschaft geleistet und fährt wieder nach Hause.

schreibe zahlen besser aus.
"fährt" >> "fährst"

Kühlschrank auf und ein köstliches Minutengericht zubereitet was Du im Stehen hinunterbringst.
hinter "zubereitet" ein komma

Die TV-Gesellschaft schlägt Dich für ein paar Stunden in ihren Bann bis Du endlich den Weg ins Bett findest.

hinter "Bann" ein komma

Der nächste Morgen dasselbe Spiel.

"dasselbe" >> "das selbe"

Am nächsten Tag nimmst Du den Umweg zu Post in Kauf und nimmst von einer gesichtslosen Person das für Dich bestimmte Paket in Empfang.

"zu" >> "zur"
"nimmst" ist unschön doppelt

Du schließt es schlußendlich im Keller ein und sagst zu Dir selbst das Du es am nächsten Tage der Polizei übergeben wirst.
hinter "selbst" ein komma
"das" >> "dass"

Immer wieder gehen Deine Gedanken in den Keller und hin zu dem Objekt was Du dort unten eingeschlossen hast.

hinter "Objekt" ein komma
besser "das" anstatt "was"

Welches Gewehr und welche Marke es ist spielt für Dich keine Rolle

hinter "ist" ein komma

Es übt eine Art Magie aus und Du merkst das Du es gerne anfaßt.

besser: Es übt eine Art Magie an Dir aus, und Du merkst, dass Du es gerne anfasst.

Immer wieder gleiten Deine Finger über das leicht ölige kühle Metall.

hinter "ölige" ein komma

Die Patronen lassen sich seltsam leicht ins Magazin einführen und Du bist erstaunt über die Fingerfertigkeit die Du dabei an den Tag legst.

vor "und" und hinter "Fingerfertigkeit" jeweils ein komma

Ohne weiter darüber nachzudenken läßt Du deinen Aktenkoffer stehen und nimmst anstatt dessen das Gewehr und die Patronen an Dich. Entgegen Deiner sonstigen Gewohnheit nimmst Du heute den Wagen und deponierst das Gewehr im Kofferraum.

hinter "nachzudenken" ein komma
"nimmst" ist so dein lieblingswort, oder? *smile*

Wie jede Stadt hat auch Deine einen Aussichtsturm der um diese Uhrzeit nicht sonderlich frequentiert ist.

hinter "Aussichtsturm" ein komma

und Du fängst an Dir einen guten Platz zu suchen.

hinter "an" ein komma

Du weißt nicht wie lange Du dort oben sitzt und die Menschen beobachtest und doch ist es Dir so als Du nicht mehr alleine bist.

hinter "nicht" ein komma

 

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