Was ist neu

Was über Malta gesagt werden muss

Mitglied
Beitritt
05.05.2012
Beiträge
2

Was über Malta gesagt werden muss

Malta. Hier gibt es jede Menge Mülltonnen, aber man sucht vergeblich nach einer Müllverbrennungsanlage. Auf dieser Insel im Mittelmeer landete der Apostel Paulus im Jahre 61 eher unfreiwillig, ein Schiffbruch war die Ursache dafür. Im März 2012 hatte es mich zum ersten Mal für drei Wochen freiwillig nach Malta hin verschlagen. Wer hier, wie bei uns, auf der Straße rechts fährt und erwischt wird, muss das Knöllchen in EURO bezahlen. Linksverkehr und den EURO als Landeswährung ist eine Mischung, die nicht so einfach zu finden ist. Vielleicht ist er bald schon gar nicht mehr zu finden, unser EURO. Es gibt genug Experten, die ihn zum Teufel wünschen.

Malta ist ein Archipel mit vielen kleinen Inselchen. Klein war auch mein Zimmerchen im Hotel. Der Balkon war winzig, das Bad auch und das Bett. Die Sauberkeit im Zimmer war für meine Verhältnisse okay, es wurde ordentlich geputzt und Handtücher gab es rechtzeitig frische. Der Schimmel an der Wand um die Balkontür hat mich nicht gestört, genau wie der Fernseher, der ab und zu von ganz alleine den Kanal gewechselt hat. Aber ich fahr nicht in Urlaub, um mich vor die Glotze zu setzen und dann noch Rosamunde Pilcher anzuschaun, denn von EUROSPORT abgesehen war das ZDF der einzige deutsche Sender, welcher zu empfangen war. Schon bei den Werbeunterbrechungen im Vorabendprogramm des Zweiten Deutschen Fernsehens geht es um Kieselerde Plus Granatapfel gegen dünnes Haar, Magnesiummangel bei Muskelkrämpfen und um weniger Müssen müssen. Produkte aus der Apotheke halt. Dies spricht mit Sicherheit keine jüngere und gesunde Menschen an. Die Zielgruppe liegt eher bei über 50. Da bin ich zwar auch schon angekommen, und bei einem eventuellen Herz-Kreislaufkollaps warte ich nicht bis 16:10 Uhr auf „Die Rettungsflieger“, sondern hoffe auf ein rasches Eintreffen vom Malteser Rettungsdienst.

Noch unappetitlicher wäre das ZDF-Programm, wenn dieses Dschungelcamp dort laufen würde. Das Schlimmste daran ist die erschütternde Tatsache, dass alle, die da drinne waren, auch wieder rauskommen. Wie zum Beispiel diese Katzenberger. Daniela Katzenberger ist für mich eine Frau, die wiedermal bewiesen hat, dass wenig Hirn und eine passable Figur mit viel Titten sehr schnell zum Erfolg führen können. Viel begabte Studentinnen ohne intellektuelle Defizite mit Körbchengröße 70A träumen von so einer Karriere. Denen fehlen halt die Schlüsselreize und bleiben für Männer nur harmlose visuelle Stimuli.

Genügend Schlüsselreize bieten italienische Sender, die die Flimmerkiste empfangen konnte. Medien-Mogul Berlusconi wusste ganz genau, was seine Landsmänner gerne sehen möchten. Nämlich Belangloses, aber mit bildhübschen Frauen, die nach Möglichkeit nur spärlich bekleidet sind. Michelle Hunziker ist ein Rezept dafür, da braucht man kein Italienisch zu verstehn, da schaut zumindest Mann einfach hin und genießt. Und wenn Fußball läuft, z. B. Champions League Chelsea gegen Neapel, kann man sich das natürlich ebenfalls angucken, da braucht man keine Kommentare groß zu verstehen.

1998 heiratete Michele Hunziker Eros Ramazzotti. Der war verzaubert von ihrem Äußerem. Wie bei italienischen Casanovas so üblich, wurde Micheles komplexe Persönlichkeit vom Popsänger schnell auf sexuelle Verwert**barkeit reduziert. Es war ja auch die Zeit, da Frau Hunziker das heißeste Hinterteil ihr Eigen nannte und die Werbeabteilung einer Dessousfirma nutzte dieses, um mit Stringtangas winzige Quadratmillimeterchen ihrer vier Buchstaben mit Stoff zu verdecken. Als Schweizerin spricht Michele Hunziker nicht nur Italienisch, Französisch und Deutsch, sondern dazu noch ausgezeichnet Englisch sowie Niederländisch. Äußerst bemerkenswert.

Ebenfalls etwas sehr Bemerkenswerteres hat eine flüchtige Bekannte von mir geschafft, eine aus der ehemaligen Sowjetunion stammende Frau, die geistig so anspruchslos war wie eine durchschnittliche Folge vom Sandmännchen. Bevor sie nach Deutschland kam, ließ sie sich zunächst im Osten preisgünstig chirurgisch aufpäppeln. Dieses Weib hat sich in einem Großkonzern innerhalb von nur 48 Stunden von der Putzfrau zur obersten Etage hoch geludert. Das lag gewiss mit an ihrem vorzüglichen Französisch. Äußerst bemerkenswert. Dabei konnte sie nur Russisch und fragmentarisches Deutsch. Um keinen Schaden anzurichten, war es ihr nur erlaubt, für die Führungskräfte koffeinstarken Kaffee zu kochen und die Ausgangspost zu frankieren. Tamara, meine Bekannte, wusste haargenau um ihre Talente und kultivierte ihre sexuelle Kompetenz. Es stimmt schon, dass ein Mann generell bereit ist, viel zu tolerieren, wenn ein hübscher Anblick und eine sexuelle Freizügigkeit dafür entschädigen. Dieses Jahr im Juni wird Tamara auf Ibiza versuchen, ihren eigenen Beischlafrekord der letzten Jahre zu toppen. Wer nichts zu tun hat und für den AIDS kein Thema ist, kann ihr gerne dabei helfen.

Chelsea ist ein Stadtteil von London, das wussten die meisten Hotelgäste, da sie aus England kamen. Denen geht es auch ohne EURO nicht gerade besonders. Italienische Gäste waren ebenfalls im Hotel und möglicherweise haben sie sich das besagte Fußballspiel angeschaut. Die Neapolitaner sind enttäuscht nach Hause gefahren, denn Chelsea hatte das Match gewonnen und war eine Runde weiter.

Mein Hotel befand sich auf einer Anhöhe und von dort oben hatte man einen wunderbaren Ausblick auf die Bucht Mellieha Bay. Partylöwen müssen sich eine andere Unterkunft suchen, sie sind hier falsch am Platz. Ich habe die Ruhe genossen. Der Einzige, der Krawall machte, war ein Alleinunterhalter, der abends seine Ständchen gab und so für Stimmung unter den Gästen sorgen sollte. Gottseidank kam der nicht jeden Tag.

Zum Schwimmen war es ein wenig zu kalt und der Swimmingpool diente den Katzen als Trinkquelle. Freunde von Stubentigern kommen hier auf ihre Kosten, jede Menge Miezen tummeln sich auf der Terrasse herum. Wer zum Strand runter gehen wollte, da wo sich bei schönem Wetter die zweibeinigen Miezen tummeln, der musste knapp eine halbe Stunde dafür kalkulieren.

Das Abendessen hat mir sehr lecker geschmeckt, man konnte wählen zwischen Fisch und Fleisch. Ich esse gerne Tiere, besser als umgekehrt. Beim Frühstück vermisste ich die Abwechslung. So wurden zum Beispiel die Eier als gekocht, am nächsten Tag als Rührei serviert und dann wieder als gekocht, und so weiter. Aber da waren noch andere Delikatessen, die insbesondere von den englischen Gästen mit Liebe verzehrt wurden, von mir jedoch gemieden wurden, weil sie dafür sorgten, dass die Cholesterinwerte schlagartig in die Höhe schnellten. Wer das Risiko auf Herz-Kreislauferkrankungen senken will, lässt wie ich, die Finger davon.

Der Speisesaal kann locker bei einem Designwettbewerb die rote Laterne gegen die schärfste Konkurrenz verteidigen. Metalltische mit Glasplatten sorgen mehr für eine kühle Atmosphäre. Schön ist die Seitenverglasung, die einen herrlichem Blick auf die Nachbarinseln Comino und Gozo sowie auf die Bucht ermöglicht, wenn man gerade dabei ist, Spaghettis zu schlürfen und Rotwein zu verkleckern.

Möchten Sie eines der letzten Abenteuer in Europa erleben? Dann werden Sie entweder Mitglied bei der FDP oder fahren Bus auf Malta. Ich verspreche Ihnen reichlich Adrenalin. Und zwar so viel Adrenalin, dass es Ihnen aus den Ohren herauskommt! Waghalsige Manöver mit abrupten Bremsungen sind nichts Ungewöhnliches. Gefährlich für die, die im Bus stehen müssen. Und die vielen Straßenschäden! Um den Bandscheiben einen Härtetest zu unterziehen, empfehle ich den Bus von der Blauen Grotte bzw. den Tempeln von Hagar Qim nach Rabat. Gesetz den Fall man ist unverzehrt in Rabat angekommen, kann man in der Kollegiatkirche St. Paul eine Grotte besichtigen, die an den dreimonatigen Aufenthalt des Apostels Paulus auf der Insel erinnert. Im April 2010 besuchte Papst Benedikt XVI diesen Ort.

Der Papst, das Oberhaupt der katholischen Kirche. Über ihn thront nur noch der liebe Gott höchstpersönlich. Wer dem Papst gern mal die Hand drücken möchte, fährt am besten nach Rom. Wer dem lieben Gott gern mal die Hand drücken möchte, dem bietet eine Autogrammstunde von Diego Maradona die beste Gelegenheit dazu. Wenn wir Deutsche nicht am 1. Juli 2012 in Kiew Fußballeuropameister werden sollten, so sind wir aber immer noch Papst. Ja – Wir sind Papst! Vorausgesetzt natürlich, der himmlische Vater holt nicht vorher den Josef zu sich.

Schmatz, schmatz, schmatz. Ach ja, von Hagar Qim wird bald nicht mehr viel übrig sein, weil ich Bösewicht beim großen Monolithen einige von Loriots Steinbeißern freigelassen habe, die ich extra aus der Heimat mit auf die Insel geschmuggelt hatte. Also beeilen Sie sich mit der Besichtigung dieser alten Tempelanlage, wo man bis heute nicht weiß, wie die das vor 5000 Jahren mit den dicken Steinen hingekriegt haben. Das wird für immer ein Rätsel bleiben.

Es soll Leute geben, die mit Steinen auf die Exekutive geworfen haben, um sich später in die Legislative wählen zu lassen. Die durch die Judikative erlassene Immunität garantiert ihnen Straffreiheit. Und solche Leute kommen ungeschoren davon, wenn sie weiter Steine auf wen auch immer werfen. So ist das mit der Demokratie. Haben Sie nichts vor? Ist Ihnen langweilig? Dann gehen Sie in die Politik. Machen Sie nach der Wahl aus einem Versprechen geschickt einen Versprecher. So sind Sie auf dem gleichen Level der Glaubwürdigkeit, als wenn die Rolling Stones hoch und heilig schwören würden, sie hätten in ihrem Leben noch niemals Drogen konsumiert.

Wo man auf Malta Drogen herbekommt, kann ich nicht sagen. Das Busticket zumindest kauft man beim Fahrer. Das Tagesticket kostet 2,60 EURO und ist gültig auf der ganzen Hauptinsel Malta. Wenn ich sage Insel, bedeutet das, wenn man zur Insel Gozo fährt, benötigt man natürlich ein neues Ticket. Wer es noch billiger haben möchte, kauft sich gleich für 12 EURO ein Wochenticket. Viele Touristen nutzen dieses preiswerte Beförderungsmittel, und deshalb sind Busse teilweise sehr voll und an der Haltestelle Wartende werden manchmal nicht mehr mitgenommen. Da hat man Pech gehabt und muss auf den nächsten warten, wenn der Bus einfach nicht angehalten hat. Das kann allerdings aber auch daran gelegen haben, das Sie dem Fahrer kein deutliches Zeichen gegeben haben, das Sie mitfahren möchten.

An Radfahrwegen mangelt es auf Malta wie der Berliner Hertha an Torgefährlichkeit. Wer sich von schnell fahrenden Autos überholen und von Bussen auf engen Straßen abdrängen lassen möchte, der kann sich den Sport gerne antun. Dazu lauern überall herbe Schlaglöcher, das macht das Fahrradfahren nicht gerade reizvoller.

Malteserkreuz Aquavit ist ein deutsches Produkt, das in Berlin seinen Ursprung hatte, und Ihnen das Leben angenehmer machen kann. Bis auf das Kreuz hat dieses Getränk nichts mit Malta zu tun. Bei manchen Kirchgängern verhält es sich ähnlich. Bis auf das Kreuz um den Hals haben sie nichts mit Christus zu tun, denn sie handeln nicht im Geiste Christi. Malteserkreuz Aquavit ist der ideale Begleiter für kulinarische Genüsse. Bitte nur in Maßen genießen, ansonsten kommt man in den Genuss, vom Malteser Rettungsdienst in die Entzugsklinik begleitet zu werden.

„Der Malteser Falke“ ist ein Roman von Dashiell Hammett aus dem Jahr 1930. Die bekannteste Verfilmung ist die von 1941 mit Humphrey Bogart als Schnüffelnase Sam Spade, einem hartgesottenen, zynischen Privatdetektiv, der bei der Jagd nach dem Malteser Falken ohne Ende auf zwielichtige Gestalten trifft, als wäre er heute auf Besuch in Berlin-Neukölln. Beim Malteser Falken handelt es sich um eine wertvolle, mit Edelsteinen besetzte Goldstatuette, die zum Zweck der Tarnung schwarz bemalt wurde. Genau wie Roberto Blanco. Der wurde aus marketingstrategischen Gründen nur dunkel angepinselt, in Wirklichkeit ist er Grönländer.

Im Verlauf der Geschichte „Der Malteser Falke“ oder auch „Die Spur des Falken“ wird es immer deutlicher, dass jeder Charakter in erster Linie seinen eigenen Vorteil sucht, ohne Moral oder Gesetze zu beachten. Humphrey Bogart gilt für viele als der größte männliche amerikanische Filmstar aller Zeiten. Es stimmt mich nachdenklich, warum der Vorname Humphrey heute so gut wie ausgestorben ist. Nach dem Riesenerfolg von „Kevin - Allein zu Haus“ erfreute sich der Vorname Kevin großer Popularität bei frisch gewordenen Eltern. Dadurch sind Namen wie Otto, Gustav, Heinz und Erich verdrängt worden und kaum noch zu finden. Teilweise verständlich, je östlicher man sich in Deutschland befindet, desto verpönter scheint zumindest der Vorname Erich zu sein.

Eine Hommage an alle billigen Krimis ist der Spielfilm "Pulp - Malta sehen und sterben." Freunde von bissigem Humor und derben Dialogen werden sich beim Sehen dieses Filmes totlachen.

Im Gegensatz zu Mallorca verstehen die meisten Inselbewohner kein Deutsch. Auf Malta wird Malti gesprochen, oder Englisch. Der Malteser, eine Mischung aus Italo-Sizilianer und Araber, ist aber keinesfalls mit einem heißblütigen Süditaliener zu vergleichen, der schnell sein Messer zückt, wenn jemand seine kleine Schwester zu lange mit großen Augen angestarrt hat. Italien war schon immer ein katholisches Land. Aber wenn Personen beseitigt werden, die dieser berüchtigten „Großen Familie“ im Wege waren, wie sollte dies in Einklang mit der christlichen Nächstenliebe stehen? Das wird für immer ein Rätsel bleiben. Der Italiener und streng katholisch? Dass ich nicht lache! Als ob der allmächtige, allwissende und allgegenwärtige Gott nicht wüsste, wo in welchem Betonfundament welches vermisste Mafiaopfer zu finden ist. Auch hier man kann man sagen: Der Glauben solcher Italiener ist genauso von zweifelhafter Qualität wie manche Zutaten seiner Pizzen.

Zum Charakter des Maltesers zurückzukommen, der hat mehr ein ruhiges Gemüt. Er liebt das Angeln oder sitzt im Straßencafé und diskutiert über seine Fußballnationalmannschaft, die seit August 2009 endlich wieder im Februar 2012 ein Länderspiel zu Hause gewinnen konnte, wenn auch nur gegen Liechtenstein. Der Hotelmanager ist das beste Beispiel für diese Spezies von Inselbewohner. Er sieht aus wie die Reinkarnation von Buddha in leider nicht ganz vollendeter Schönheit.

Wer auf Fußballspiele wetten möchte, kann dies auf Malta ganz legal in einem Wettbüro. Ich habe versucht, meine Urlaubskasse mit einigen heißen Tipps aufzubessern, erreicht habe ich leider das Gegenteil.

Sie möchten einiges von Malta sehen? Es gibt Sightseeing-Busse, die kosten am Tag 15 Euro. Dazu erhalten Sie gratis ein Ticket für eine Hafenrundfahrt ab Sliema Ferris. Diese Hafenrundfahrt ist ein Muss, und wenn Sie sich danach Valletta noch anschauen möchten, können Sie dafür gut einen Tag einplanen. Diese Sightseeing-Busse verkehren in einem 30-Minuten-Takt. Steigen Sie einfach aus, schauen Sie sich die Sehenswürdigkeiten an, lassen Sie Steinbeißer frei und verduften schnell wieder eine halbe Stunde später mit dem nächsten Bus.

Die Fähren nach Gozo fahren tagsüber alle 45 Minuten, die reine Fahrzeit beträgt circa 20 Minuten. Der Preis für die Fähre hin und zurück beträgt vier EURO und keine Ahnung wie viele Zerquetschte. Als ich in Gozo angekommen war, wollte ich mich wie tausend anderer Touristen mit in den öffentlichen Bus quetschen, um die Insel zu erkunden. Ich stellte mich brav an und bekam mit, wie Angestellte von Sightseeing-Bussen Urlaubern Tickets für fünf Euro statt 15 Euro anboten. Da hab ich natürlich direkt zugeschlagen und das war viel besser als mit dem Öffentlichen. Allerdings gab es für die fünf Euro nicht dieses Gratisticket für die Hafenrundfahrt dazu.

Die Hauptstadt Valletta steht komplett unter Denkmalschutz, ganz im Gegensatz zu unserem Berlin. Wenn man vom Busbahnhof kommend in die Geschäftstrasse biegt, wird man zunächst von einer peruanischen Pan-Flötenband begrüßt, die tapfer versucht, mit Hilfe von elektronischen Verstärkern gegen den Baulärm von der gegenüberliegenden Seite anzukämpfen. Ein tolles Klangspektakel!

Nun zu einem anderen Spektakel, dem Wetter. Laut Klimatabelle beträgt die Durchschnittstemperatur auf Malta im März 16 Grad. Das kommt hin. Als ich ankam, da lachte die Sonne. Einige Tage später zogen dunkle Wolken auf, es wurde stürmisch bei 14 Grad. Die letzte Hälfte vom Urlaub versteckte sich die Sonne nur noch selten, das Thermometer kletterte auf 18 Grad. Das Urlaubswetter erinnerte mich stark an eine banale Rosamunde Pilcher Geschichte. Zuerst finden sich zwei Glückliche und das frisch verliebte Paar strahlt vor Freude bis über beide Ohren. Dann ziehen dunkle Wolken auf und die Beziehung scheint auseinander zu brechen. Am Schluss wird alles wieder gut. Die zwei Herzen heiraten und wohnen glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende in einem feudalen Anwesen in der Grafschaft Cornwall. Es ist für mich immer wieder interessant, wie eine Geschichte das Wunschdenken des Autors widerspiegelt.

Raue, steile Felsen, die sich mit Stränden und malerischen Buchten abwechseln, prägen nicht nur die Küstenlandschaft Cornwalls, sondern findet man auch im Nordwesten Maltas um die Golden Bay herum. Zu diesem schönsten Strand von Malta konnte man gut von meinem Hotel zu Fuß hingehen.

Popeye, der Seemann mit dem harten Schlag, ist eine Musical-Komödie mit Robin Williams, gedreht auf Malta vor über 30 Jahren. Die Ernährung von Popeye ist noch abwechslungsarmer als das Frühstück im Hotel, sie besteht lediglich aus Spinat. Diese Pflanzenart aus der Gattung Spinacia innerhalb der Familie der Fuchsschwanzgewächse sorgt beim Matrosen für außergewöhnliche Kräfte, womit es ihm gelingt, seinen Nebenbuhler Käpt´n Bluto in Schach zu halten und das Herz von dessen Verlobten Olive zu erobern. Welche Kräfte der Verzehr von Spinat in Gegenwart von Olive noch so alles freisetzt, ist nicht bekannt. Viele Männer versteifen sich bei Performance-Versagen zu sehr auf künstliche Mittel. Wie das, welches das Liebesleben nicht nur älterer Herren revolutioniert hat, jedoch Nebenwirkungen und Risiken birgt, insbesondere für Leute mit Herz- und Kreislauferkrankungen. Der Verzehr von Spinat ist da wesentlich ungefährlicher. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte trotzdem Popeye oder Olive aus Sweethaven. Sweethaven, dieses romantische Piratendorf aus Holzhäusern und Plankenwegen, auch Popeye´s Village genannt, wurde als Filmkulisse errichtet und das kann man nach Zahlung von acht Euro besichtigen. Den Eintritt hab ich mir gespart, das Attrappendorf kann man wunderbar von der Straße aus bewundern.

Robin Williams ist nicht Robbie Williams. Robbie Williams ist, war, und ist wieder ein Mitglied der Boygroup „Take That“. Jede BRAVO-Leserin will oder wollte ihn zum Freund. Außer einer möglichen Schwangerschaft haben die meisten bei ihren Annäherungsversuchen nichts weiter erreicht. Nun gut, trotzdem sind sich die Mädels in einer Sache alle einig: Robbie hat das heißeste Hinterteil auf dieser Welt. Diesem Urteil schließen sich Guido Westerwelle und Elton John voll und ganz an.

Der Ort Mellieha, wo mein Hotel war, hat mir wesentlich besser gefallen als der recht lebhafte Urlaubsort St. Paul´s mit Bugibba und Qawra. Malta ist eine Reise wert auf jeden Fall. Mit vernünftiger Kommunikation können Probleme mit dem Hotelpersonal besprochen werden, aber wie gesagt, Grundkenntnisse in Englisch sind notwendig, ansonsten kann es sehr schnell zu Missverständnissen kommen. Wenn Ihr Englisch genau so schlecht ist, wie das Deutsch von Lukas Podolski, dann sind Verständigungsprobleme vorprogrammiert.

Ein zweites Mal werde ich wohl kaum Malta besuchen. Spätestens, wenn die Malteser herausfinden, dass ich das mit den Steinbeißern war, werde ich zur Persona non grata erklärt. Eine Persona non grata ist Günter Grass für Israel. Sei Gedicht „Was gesagt werden muss“ ist in deutliches Beispiel für die Macht von Worten. „Wer seinen Mund und seine Zunge behütet, der behütet sein Leben vor Drangsal“, so steht es in der Schrift. Und auch: „Die Zunge ist das gefährlichste Glied an unserem Körper.“ Dies wusste bereits der Apostel Jakobus und zum bereits erwähnten Paulus komm ich gleich. Bleiben wir bei Grass. Der Literaturnobelpreisträger sollte sich über dieses Einreiseverbot freuen, denn ich würde nie freiwillig nach Israel reisen, wo man bereits am Flughafen von einer Armee grimmig dreinblickender Soldaten empfangen wird. Allein für die ganzen Kontrollen, die aufgrund der vielen Anschläge notwendig sind, kann man bereits einen ganzen Urlaubstag vergessen. Auf Malta ist es wesentlich sicherer, es sei denn, man besteigt einen Bus. Ganz brenzlig wird´s in Israel, wenn man in Ihrem Gepäck etwas von Walther oder Glock findet, schlimmer noch eine AK 9.

Die Sicherheitshinweise vom Auswärtigen Amt für Reisen nach Israel entsprechen vom Textumfang den des 1. Buch Mose. Jerusalem ist die Hauptstadt des Staates Israels. In dieser Stadt wurde vor 2000 Jahren ein komplett Unschuldiger ans Kreuz genagelt. Es war Gottes Wille und mit dem Tod von Jesu war das Erlösungswerk für uns Menschen vollendet. Davon wusste der Apostel Paulus zu berichten. Er predigte drei Monate lang auf Malta die „Frohe Botschaft“ von der Vergebung der Sünden durch den Glauben an Jesus Christus. Einige behaupten jedoch, dass Paulus nie auf Malta gewesen ist, der Schiffbruch hätte sich in der Adria ereignet. Nichtsdestotrotz sind 98 Prozent der maltesischen Bevölkerung römisch-katholisch und man braucht deshalb keine Angst zu haben, in aller Herrgottsfrühe von einem Muezzin aus dem Schlaf gerissen zu werden. Oder bei irgendeiner morgendlichen Performance gestört zu werden, die man halt so machen kann, mit oder ohne Partner. Für Freunde von Schaumpartys ist der Aufruf zum Morgengebet unter Umständen der Startschuss für In-die-Kiste-zu-gehen.

Der Unterschied zwischen dem christlichen Glauben und anderen Weltreligionen ist folgender: Bei Letzteren sucht der Mensch Gott, bei der Christlichen hingegen sucht Gott den Menschen. Gott macht solche Personen zu Seinem Werkzeug. Wie beim Paulus. Der hieß zunächst Saulus und marschierte Richtung Damaskus, um gefangene Christen nach Jerusalem zu bringen. Unterwegs sprach Jesus vom Himmel herab zu ihm und fragte ihn, warum er Ihn verfolgt. Erschrocken fiel Paulus vom Pferd und es kam zu einer inneren Verwandlung, einer Umpolung. Daraufhin wurde aus dem bösen Saulus der warmherzige Paulus. Das war ungefähr so, als wenn heute der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff auf seinen Ehrensold verzichten und stattdessen Nachtportier in einem Hotel werden würde. Somit bräuchte er weiterhin die Hotelnächte nicht zu bezahlen. Um die Haushaltskasse ein wenig aufzubessern, jobbt zudem Ehefrau Bettina als Tabledancerin in einer Nachtbar auf dem Kiez. Der liegt, wie wir alle wissen, in Hamburgs bekanntesten Stadtteil St. Pauli, der nach dem Namen der St. Pauli Kirche und ihrem Namenspatron, dem heiligen Paulus benannt worden ist. So schließt sich der Kreis mit Paulus.

Es ist recht unwahrscheinlich, dass mich in den nächsten Jahren jemand für einen Literaturpreis vorschlagen wird. In etwa so, wie es abseits jeder Realität ist, wenn sich in naher Zukunft die Reinickendorfer Füchse für die Champions League qualifizieren würden. Paulus, ein Diener Christi, hat für mich den Literaturpreis verdient, denn es ist schon erbärmlich, dass ein Preisträger wie Grass von der Gefährdung des Weltfriedens spricht. Der Weltfrieden ist nichts anderes als eine unerreichbare Utopie, ein Wunschdenken und hat nicht das Geringste mit der Realität zu tun. Paulus wusste, warum es keinen ewigen Frieden auf dieser Welt gibt. Und warum ist das so? Weil der Mensch böse ist, ganz einfach. Und deshalb ist diese Welt finster und schlecht! Der Mensch war nur gut bis zum Sündenfall, da ist er vor Gott gefallen. Adam und Eva bekamen durch die Sünde ein schlechtes Gewissen zerstörten damit ihre Beziehung zu Gott: Sie mussten sich vor ihm verstecken. Ihr Schuldgefühl zerstörte ihre Beziehung zueinander, weil sie sich gegenseitig die Schuld zuschoben, zwischen ihnen herrschte kein Frieden mehr. Zum Streit gesellten sich im weiteren Stolz, Selbstmitleid, Bitterkeit, Neid, Eifersucht, Lust, Begierde, Trägheit und Angst. All das raubte der Welt den Frieden.

Nach dem Rauswurf von Adam und Eva aus dem Garten Eden kam es unter ihren Kindern zum ersten Mord. Wer will leugnen, dass Mord und Totschlag sich nicht wie ein roter Faden durch die Weltgeschichte ziehen? Außerdem ist unsere Erde bereits überbevölkert und je mehr Menschen es gibt, um so kleiner werden die Ressourcen für jeden Einzelnen. Der sogenannte Fortschritt hat keine Kehrseite, sondern ist selbst die Kehrseite und führte dazu, dass der Mensch diese Erde geplündert und verschmutzt hat. Daran wird sich nicht viel ändern, der Raubzug gegen die Natur geht unaufhörlich weiter. Kostbares Rohöl wird immer knapper und die Erderwärmung nimmt stetig zu. Wer will das leugnen? Aber die Natur schlägt erbarmungslos zurück. Naturkatastrophen, wie zum Beispiel extreme Wettersituationen, stehen im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Wie kann man von einem Weltfrieden sprechen, wenn eine Milliarde Menschen „friedlich“ an Hunger leiden? Der Horizont von einigen Leuten ist schon beängstigend klein. Wie die ganze Sache auf dieser Erde ausgeht, dazu braucht man sich nur die letzten Seiten der Heiligen Schrift durchzulesen, von Weltfrieden ist da weit und breit nicht die Rede. Menschen werden allzeit nach Macht und Geld streben, und dabei gehen sie über Leichen.

Möchten Sie, dass Gott zu Ihnen spricht wie damals zu Saulus? Nehmen Sie sich eine Bibel zur Hand und fangen Sie an, zu lesen. Dann spricht auch Gott zu Ihnen. Wir wünschen uns alle Frieden auf dieser Welt, insbesondere diejenigen, welche von Zukunftsängsten geplagt werden. Als Paulus ein Gefangener Roms war, ließ er den Kopf trotzdem nicht hängen. Er setzte sein Vertrauen nicht auf Menschen, sondern auf Gott. Und daran mangelt es in der heutigen Gesellschaft, an Gottvertrauen. Dies setzt zunächst ein Bewusstsein für Gott voraus, und der Nebel der Gleichgültigkeit gegenüber ewigen Dingen muss erst gelüftet werden.

Sie sind der Ansicht, in Deutschland herrscht kein Krieg? Fahren Sie mal über die Autobahn. Frieden muss man schließen mit sich selbst, mit anderen und natürlich mit Gott. Nur Jesus Christus, die vollkommene Liebe, bietet die Grundlage dafür. Der Tod ist stiller Zaungast, der an jeder Ecke lauert und der uns alle einmal ereilen wird. Wer will das leugnen? Und was dann? Himmel oder Hölle? Jetzt schön aufpassen, was das Evangelium dazu sagt! Menschen kommen nicht in die Hölle wegen ihrer bösen Taten, dann wären wir ja alle verloren, sondern sie werden in alle Ewigkeit mit dem Teufel dort schmoren, weil sie so dumm waren und Jesus Christus als ihren Retter nicht angenommen haben. Paulus wusste davon und deshalb lautet mein Lesetipp: Beschäftigen Sie sich mit dem Neuen Testament, damit Sie nicht irgendwann in der Hölle landen. Und werfen Sie die Blechtrommel am besten sofort zum Recyceln in die dafür vorgesehene Mülltonne.

 

Hallo,

Malta. Hier gibt es jede Menge Mülltonnen, aber man sucht vergeblich nach einer Müllverbrennungsanlage. Auf dieser Insel im Mittelmeer landete der Apostel Paulus im Jahre 61 eher unfreiwillig, ein Schiffbruch war die Ursache dafür. Im März 2012 hatte es mich zum ersten Mal für drei Wochen freiwillig nach Malta hin verschlagen. Wer hier, wie bei uns, auf der Straße rechts fährt und erwischt wird, muss das Knöllchen in EURO bezahlen. Linksverkehr und den EURO als Landeswährung ist eine Mischung, die nicht so einfach zu finden ist. Vielleicht ist er bald schon gar nicht mehr zu finden, unser EURO. Es gibt genug Experten, die ihn zum Teufel wünschen.
So fängt man keine Kurzgeschichte an, sondern einen launigen Beitrag für eine Mitarbeiterzeitung oder ein Reisetagebuch.
Das ist wirklich … was hier für Themen verwurstet werden: Mülltonne-Müllverbrennung; Apostel Paulus; dann 1 Satz Geschichte „Im März 2012 hatte es mich zum ersten Mal für drei Wochen freiwillig nach Malta hin verschlagen.“ Und dann wieder allgemeiner Comedy-Kram mit aktuellen Bezügen oder so. Also … wir sind doch hier auf einer Kurzgeschichten-Seite, da wäre es vorteilhaft dem Leser zu signalisieren: Du liest jetzt eine Kurzgeschichte; eine Kolumne, die einen „Ich-Erzähler“ als Aufhänger hat, um mal rumzulabern, ist was anderes …

Noch unappetitlicher wäre das ZDF-Programm, wenn dieses Dschungelcamp dort laufen würde. Das Schlimmste daran ist die erschütternde Tatsache, dass alle, die da drinne waren, auch wieder rauskommen. Wie zum Beispiel diese Katzenberger. Daniela Katzenberger ist für mich eine Frau, die wiedermal bewiesen hat, dass wenig Hirn und eine passable Figur mit viel Titten sehr schnell zum Erfolg führen können. Viel begabte Studentinnen ohne intellektuelle Defizite mit Körbchengröße 70A träumen von so einer Karriere. Denen fehlen halt die Schlüsselreize und bleiben für Männer nur harmlose visuelle Stimuli.
Das ist das eben, was ich meine. Eine Geschichte ist zusammenhängend, zu einem Thema. Den Absatz hier – und das ist ein ganzer Absatz – den kann ich rauskopieren und in ein beliebig anderes Szenario posten. Es würde nichts ändern.
Das sollte bei einer Geschichte nicht möglich sein. Der Zusammenhang ist wichtig. Einfach eine Erzählung als dürres Gerippe für ein paar allgemeine Comedy-Reflexionen zu geben … das ist schwierig.
Und wenn man sich dann ausgerechnet über das Dschungel-Camp und Katzenberger lustig macht … also „Daniela Katzenberger ist total doof und hat dicke Titten“. Wow. Breaking News.

Wirklich: Wenn man das Bedürfnis hat, sich allgemein zu jedem Thema zu äußern, das einem grad in den Sinn kommt, dann hat man ein paar Möglichkeiten. Man kann in ein „Community“-Forum gehen, wo über Gott und die Welt diskutiert werden kann. Man kann eine eigene Homepage aufmachen, Blog schreiben. (Diese beiden Modelle haben den Nachteil, das wahrscheinlich kaum einer den Kram liest). Oder man kann wirklich an sich arbeiten und dann entweder bei einem Comedy-Magazin anheuern, oder Standup werden oder Gagschreiber für heute-show oder keine Ahnung was (das wäre anstrengende Arbeit und das wollen unheimlich viele, und die Erfolgsaussichten sind minimal), und dann macht man Lohn-Kram.

Aber in einem Literaturform mit so einem gemogelten Format dann … das find ich nicht gut.
Sorry aber: In der Geschichte steht bis zum 3. Absatz: Ich musste nach Malta und hab da in ein Hotel eingescheckt. Und dann rede ich über Fernsehen, die EU, Dschungel-Camp und Katzenberger. In Geschichten ist vieles möglich, aber … wenn man nicht die Absicht hat, eine Geschichte zu schreiben, sondern ein Standup-Programm, dann … (und mit Verlaub: Die Leute kennen Stand-Up-Programme ohne Ende – um da was zu reißen, auch hier, muss man schon viel mehr bringen als paar lahme EU-Sprüche und Katzenberger …)

Gruß
Quinn

P.S.: Titel vielleicht ändern in "Es ist schon alles gesagt worden, nur noch nicht von jedem?"

 

Letzte Empfehlungen

Neue Texte

Zurück
Anfang Bottom