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Unrecht

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02.06.2001
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Unrecht

Die Warteschlange rückte auf und ich mit ihr.
Vor mir standen nur noch zwei Personen. In Gedanken ging ich ein letztes Mal durch, wie ich mich zu verhalten hätte. Ich gehe nicht gern unvorbereitet den Weg des Kampfes.
Tatsächlich bedarf es außerordentlicher Ungerechtigkeiten, um mich aus der Höhle zu locken, wenn Sie verstehen, wovon ich spreche.
In der Schule nahm ich gelassen jene negativen Zensuren hin, die mich an einer Versetzung hinderten - und glauben Sie nicht, dass dies in irgend einer Form gerecht gewesen wäre. Oh nein! Vielleicht bin ich der klassische Märtyrer (Jung würde von einem Archetypus sprechen), der jegliche Demütigung huldigungsvoll hinnimmt, in der Hoffnung, Hilfe von außen zu bekommen.
Und wissen Sie was: Auf diese Hilfe können Sie Ihr halbes Leben lang warten und Tankladungen voll Tee schlürfen.

An diesem speziellen Tag erwartete ich keine Hilfe. Ich sah das Kommen von Roger Carrigan als Wink des Schicksals an, mich von der Schwere der Ungerechtigkeit zu befreien, die mir widerfahren war.
Endlich stieß ich an die Spitze der Wartenden vor und stand dem Mann gegenüber, der mein ohnedies armseliges Leben unerträglich gemacht hatte.
Stark, sehr stark, musste ich die Versuchung bekämpfen, ihm das Buch, das ich mitgebracht hatte, um die Ohren zu schlagen.
Es hätte außer einer Anzeige nichts eingebracht, nicht einmal Befriedigung meiner nach Rache dürstenden Seele.
Carrigan ahnte nichts von meinen dunklen Gedanken und sah müde oder gelangweilt zu mir auf. Seine Augen waren in ein sattes, aggressives Grün getränkt. Langsam streckte ich ihm das Buch entgegen: „Reign of Dark“, verfasst von Mister Roger Carrigan.

Dem Klappentext entnahm ich das übliche Gedudel: Sein Geburtsjahr- und Ort, Carrigans abgebrochenes Medizinstudium, Carrigans Vorliebe für Dark Fantasy und das Faktum, dass er in Südkalifornien seinem Schaffen nachging.
Fast alle biographischen Angaben wären auch auf mich anwendbar gewesen: Beide stammten wir aus New Jersey; Carrigan war nicht einmal ein Jahr älter als ich; auch ich konnte auf ein abgebrochenes Studium verweisen; ich war ein Bewunderer solider Fantasy; zu einem Wohnsitz im warmen Kalifornien hatte ich es allerdings nicht gebracht, denn Carrigan war schlauer als ich.
Oh ja, er war so entsetzlich schlau und verschlagen ... und nahm das Buch an sich, um es zu signieren.
Genau in diesem Moment entlud sich ein Teil meiner Wut und knüpfte eine auf Verachtung basierende Bande zwischen uns.

Ich kostete besagten Moment aus, wie den Duft, der sich einer zehn Jahre lang unberührten Flasche Whisky entlädt, wenn man diese behutsam öffnet. Nie hätte ich es für möglich gehalten, dass ich fähig wäre, zu grinsen, als ich sanft und ohne Verbitterung meinen Wunsch vorbrachte:

"Würden Sie bitte ‚Das gebrochene Siegel’ signieren? Sie müssen wissen, es handelt sich dabei um eine jener Geschichten, die Sie mir gestohlen haben."

Ich glaube nicht, dass er sofort den Sinn dessen registrierte, was ich da sagte.
Ich hatte ihn überrumpelt. Wehrlos lag er in den Seilen, den rettenden Gong herbeisehnend.
Wahrscheinlich gewann er deshalb so rasch seine Fassung wieder, weil er diesen Tag vorhergesehen, oder sollte ich sagen befürchtet hatte.
Jener Tag, der ihn als jenen gemeinen Dieb entlarven würde, der er zweifelsohne war. Ich konnte jedoch nicht umhin, seine Fähigkeit zu bewundern, peinliche Momente mit Bravour zu meistern.

"Seite 93", ergänzte ich und wortlos blätterte er auf diese Seite. Mit fahrigen Handbewegungen kritzelte er seine fast unlesbare Unterschrift in mein (mein!) Buch, wobei er mir keine persönliche Widmung zugestand.
Dann schlug er das Buch zu und retournierte es mit einem seltsamen Ausdruck in seinem Gesicht.
Ich bin kein Psychologe, aber ich denke, diese Miene hieß mich einen Verrückten, der die Wahrheit nicht verleugnet hatte.

"Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag", sagte Carrigan abschließend, ohne auf meinen Vorwurf im Geringsten einzugehen.

"Danke, Ihnen auch", lautete meine höfliche Erwiderung.

Niemand hinter mir hatte meinen Worten Gehör geschenkt. Es gab kein Murren, keine Ausrufe, nur ein atemloses Schweigen.
Rechts neben Carrigan befand sich ein Stapel Exemplare seines ersten Romans, welcher aufgrund des überraschenden Erfolges der Kurzgeschichtensammlung „Reign of Dark“ alle Chancen hatte, in die Bestsellerlisten einzudringen.
Ich ließ Carrigan in Ungewissheit darüber was ich wusste zurück.

Niemand schenkte mir besondere Aufmerksamkeit, als ich die Buchhandlung durch den Seitenausgang verließ.
In Händen hielt ich das Buch, welches nichts an materiellem Werte hinzugewonnen hatte, ungeachtet der Signatur seines Autors - des vermuteten Autors, um der Wahrheit die Ehre zu gereichen.
23.98 hatte mich das Hardcover-Exemplar gekostet. Ich hatte es bei Waldenbooks erworben, wie die meisten meiner anderen Bücher auch.
Ich umklammerte das Buch wie einen Rettungsanker, denn nachdem ich auf die Straße hinaus getreten war, stiegen die Wogen des Zornes erneut in mir hoch und drohten mich in unheilvoller Rage zu ertränken.
Mein Name hätte in großen, geschwungenen Lettern unter dem Buchtitel prangen müssen!
Mein Name!
Ich hätte es sein müssen, der hinter dem Tisch saß und mit einem schwarzen Parker-Kugelschreiber Bücher mit Widmungen versah.
Und ob dieser Gedanken fühlte ich Tränen meine Augen benetzen. Ich senkte meinen Blick und stapfte durch den kalten Schnee, vorbei an Menschen denen es egal war, welche Schmach mir zugestoßen war.
Tapfer hielt ich bis zu meiner Dreizimmerwohnung durch, wo ich endlich in Tränen ausbrach.

Ich habe mich geirrt, was meine Vermutung betraf, dass ich ein Märtyrer sei - Märtyrer beweinen sich niemals selbst.

Am nächsten Tag hielt Carrigan einen öffentlichen Vortrag am College. Es handelte sich dabei übrigens um jenes ehrwürdige Institut, welches ich wenige Jahre zuvor erfolglos frequentiert hatte.
Ich saß im Auditorium und ließ den Unsinn, den er in unreife Köpfe pflanzte, geduldig über mich ergehen.
Als es am Schluss die übliche Fragerunde gab, enthielt ich mich der ganzen Chose. Natürlich hatte man ihn beten, Bücher zu signieren.
Mit der selbstgefälligen Bescheidenheit des literarischen Frischlings beantwortete er Fragen und schrieb seinen wertlosen Namen in Bücher, die ihm gereicht wurden.
Ich wartete bis fast die gesamte Zuhörerschaft den Saal verlassen hatte, ehe ich ihn erneut mit der Wahrheit bedrängen wollte.

„Hallo", sagte ich nicht unfreundlich. "Können Sie sich an mich erinnern?"

Er musterte mein Gesicht und behauptete heuchlerisch, dass er mich nicht kenne.

"Das sollten Sie aber", meinte ich, darauf bedacht, meine Stimme nicht zu heben, "schließlich haben Sie meine Geschichten gestohlen."

Carrigan runzelte kurz die Stirn.

"Ach ja", begann er sich vorgeblich erst jetzt zu erinnern. "Sie sind der Kerl von gestern."

Ich machte eine eindeutige, zustimmende Geste.

"Hören Sie“, sagte Carrigan, während er sich daran machte, in einen Mantel zu schlüpfen. "Ich möchte Sie bitten, von diesen dummen Vorwürfen Abstand zu nehmen. Auf diesen Unsinn kann ich getrost verzichten."
Seine Worte schienen endgültig zu sein, aber ich glaubte Angst und sogar einen herben Schuss Unsicherheit in seiner Stimme zu vernehmen.
Ich ließ mich nicht so billig abspeisen.
Es gab eine Zeit, da hätte ich es getan. Ich hätte mich mit gebeugtem Kopf davon geschlichen.

"Ich sage Ihnen auf den Kopf zu, dass aus Ihnen lediglich das schlechte Gewissen spricht, das sich in Ihnen regt", bemerkte ich ruhig.

Carrigan seufzte hörbar und verstaute seinen Kugelschreiber - es war der gleiche, mit dem er tags zuvor in der Buchhandlung agiert hatte - in einer der Innentaschen des Mantels.

"Nun, das ist Ihr gutes Recht", entgegnete Carrigan, wobei er jeglichen Blickkontakt vermied. Ein Zeichen seines Schuldeingeständnisses.

"Es entspricht aber nicht Ihrem Recht, dies in aller Öffentlichkeit zu verbreiten. Und jetzt entschuldigen Sie mich bitte. Ich bin müde und werde mich zurückziehen."

Er wandte sich von mir ab und schritt Richtung Tür. Ich wollte ihn von hinten packen, ihn anbrüllen, kraft meiner knorrigen Faust seine Arroganz aus ihm prügeln.
Stattdessen begnügte ich mich damit, ihm nachzueilen.

"Sie haben meine Geschichten gestohlen und ich kann es beweisen", flüsterte ich ihm zu.

Er verlangsamte sein Schritttempo und schüttelte den Kopf.

"Das bezweifle ich, junger Freund."

Er wurde unverschämt. Aber ich hielt meinen Zorn in Zaum.

"Warum beraumen wir nicht einfach ein Treffen ein? Dann wird sich zeigen, wer von uns beiden einem Irrtum erliegt."

Und ich fügte beschwichtigend hinzu: "Sehen Sie, ich kann mir vorstellen, wie unangenehm es Ihnen sein muss, der Wahrheit ins Auge zu blicken. Aber versuchen Sie einmal meinen Standpunkt zu sehen."

Plötzlich hielt Carrigan inne.

"Okay", sagte er, "wenn ich bereit bin, mir Ihren Standpunkt anzuhören, versprechen Sie mir dann, mich künftig in Ruhe zu lassen?"

Wieder dieses herablassende und beleidigende Verhalten.

"So Sie Ihrerseits bereit sind, mir eine faire Chance zu geben, ja."

Er überlegte kurz. "Sagen wir um fünfzehn Uhr in dem kleinen Cafe hier um die Ecke?"

Ich stimmte zu und harrte fast zwei Stunden aus.
Zwei Stunden, in welchen ich erstmals Zweifel hegte, ob ich das richtige tat. Aber immerhin wollte ich Carrigan nicht des Geldes wegen unter Druck setzen, welches er unter Vorspiegelung falscher Tatsachen erlangt hatte.
Ich wollte nur Genugtuung.
Mit diesem Wort verbinde ich die amüsante Vorstellung eines Gentleman des 19. Jahrhunderts, der dem Unrecht Verübenden einen Fehdehandschuh auf die Wange klatscht und mit affektierter Stimme Satisfaktion fordert.
Ich war mir im Klaren darüber, dass es zu keinem Duell mit Schusswaffen kommen würde. Andererseits wusste ich jedoch, dass Carrigan leugnen würde und dies zwangsläufig zu Konsequenzen führen müsste.

Ich bereitete mich auf das Treffen vor, indem ich je eine Kopie der acht Kurzgeschichten, die Carrigan mir gestohlen hatte, in eine Mappe legte.

Die Zeit verging rasch, denn ich war in Vorfreude auf sein entsetztes Gesicht entbrannt und malte mir aus, wie es sein würde, die Verlagswelt und alle Leser und zahlenden Käufer seiner Kurzgeschichtensammlung „Reign of Dark“ von dem ungeheuren Frevel in Kenntnis zu setzen.

Ich verließ die Wohnung mit einem Lächeln auf den Lippen und einer Mappe brisanten Inhalts.

Wenn ich Carrigan etwas zugute halten konnte, dann betraf das seine Pünktlichkeit. Ich betrat das Café kurz vor drei Uhr.
Ich weiß das genau zu berichten, da ich zu jenen Menschen gehöre, die ständig auf die Uhr gucken, als wären sie in Gefahr, einen wichtigen Termin zu versäumen.
Carrigan hatte es sich bereits an einem Tisch gemütlich gemacht. Er trank Kaffee und trug eine getönte, dunkle Sonnenbrille. Natürlich, er hatte schließlich etwas zu verbergen und heißt es nicht, man könne Lügen in den Augen des Lügenden als solche entlarven?
Wir grüßten einander nicht, wie es der Anstand erfordert hatte.
Ich setzte mich kurzerhand ihm gegenüber und legte die dünne Mappe auf den Tisch, was mir innere Ruhe verschaffte. Wahrscheinlich dank des Umstandes, dass das Recht unzweideutig auf meiner Seite war.
Ich orderte eine Tasse heiße Schokolade, dann endlich brach Carrigan das Schweigen.

"Schön, da sind wir also. Wo sind Ihre Beweise? Etwa in der Mappe hier?"

Er deutete auf die rote Mappe und ich nickte. Das Ganze verlief für meinen Geschmack aber zu schnell und ich wollte doch die Süße des Triumphes auskosten.

"Nicht so hastig", sagte ich. "Lassen Sie mich ein paar einleitende Worte zum Grund unseres Treffens sprechen."

Carrigan murmelte "Okay" und lehnte sich im Stuhl zurück.

Er überkreuzte die Arme über der Brust und zum ersten Mal fiel mir sein dandyhaftes Gehabe auf. Ganz im Unterschied zu mir, der ich ein typischer Stadtbewohner bin, grau und unscheinbar. Man brachte mir das Getränk. Ich wärmte meine kalten Finger an der warmen Tasse, indem ich sie lose umfasste.

"Die wahre Geschichte handelt von einem Verlierer, der sein Leben lang mit hängendem Kopf umhereilt, in der Furcht, neue Schikanen des Schicksals erleiden zu müssen.
Er ist es gewohnt, Ungerechtigkeiten zu ertragen, so schmerzhaft sie in ihrer Konsequenz auch sein mögen. Unser Held, etwa Ihren Alters, kann an sich selbst nur eine geringe Begabung feststellen: Die Kunst des Schreibens. Hat er Talent hierzu? Vermutlich, aber das besagt nicht viel.
Talent ist eine billige Währung. Der Versager, von allen zeit seiner langweiligen Existenz stets verspottet, sieht eine reelle Chance, der Eintönigkeit seines Lebens zu entfliehen. Es gibt ein passendes französisches Wort für diesen Zustand. Es lautet Tristesse. Plötzlich, in der Einsamkeit seiner inneren Leere, vermeint er, weit ab in der Ferne ein kleines Licht der Hoffnung leuchten zu sehen. Unser Freund gibt sich Mühe. Hoffnung ist ein wunderbares Gefühl, und es dauert nicht lange, da entstehen die ersten Kurzgeschichten. Der Versager fordert das Schicksal heraus.
Er sendet Kopien seiner Manuskripte an diverse Verlagsanstalten. Er wartet geduldig Woche um Woche, Monat um Monat. Seine Geduld wird mit niederschmetternden Ablehnungsschreiben entlohnt. Manche dieser Briefe künden von der Arroganz ihrer Verfasser und ...
Ich schweife ab, verzeihen Sie. Wie dem auch sei, unser Held verfällt in betrübliche Stimmung. Er weiß, sein Leben würde sich niemals zum Positiven wenden, ohne eine außergewöhnliche Fähigkeit, die dies bewirken würde. Seine literarischen Ambitionen geraten in Vergessenheit. Er blickt nicht gerne zurück, denn was er in der Vergangenheit sieht, ist sein eigenes Versagen.
Eine seiner wenigen Freuden ist das Lesen von fiktionalen Büchern, hauptsächlich Dark Fantasy. Er erwirbt fast jedes Buch dieses Genres, das verfügbar ist, und verschlingt es wie ein literarischer Vielfraß gleich im Ganzen. Wie der Zufall so will, spielt ihm das Schicksal das Erstlingswerk eines unbekannten Nachwuchsautors in die Hände. Sofort macht sich unser Held daran, die erste Kurzgeschichte zu lesen. Nach Lektüre dieser macht er eine merkwürdige Feststellung: Die Geschichte entspricht fast exakt dem Handlungsablauf einer von ihm selbst verfassten.
Zufall? Er liest die zweite, dritte, vierte, und als er am Ende angelangt ist, fühlt er sich mental betäubt. Die meisten der in dem Kurzgeschichtenband enthaltenen Stories basieren auf seinen von sturen Redakteuren verworfenen Manuskripten.
Zufall? Nein, wird sich unser Held gewahr, man hatte ihn übel betrogen. Und abermals kommt ihm der Zufall zugute: Besagter Nachwuchsautor gastiert eines schönen Wintertages hier in der Stadt.“

Ich ließ die Sätze wirken und fügte als Bonmot hinzu: "Gäbe diese wahre Geschichte ihrerseits nicht eine vortreffliche Kurzgeschichte ab?"

Durch die dunklen Brillengläser konnte ich nicht erkennen, ob er in meine Richtung blickte, es trug den Anschein, dass dem so war.

"Durchaus", antwortete Carrigan auf meine abschließende Frage.

Er beugte sich vor und stützte sich mit den Ellbogen lässig auf der Tischplatte ab. "Leider würde diese Geschichte kein Happy-End aufweisen, denn der Held ist offensichtlich verrückt."

"Meinen Sie“, erwiderte ich. "Aber werfen Sie doch mal einen Blick in die Mappe. Sie werden staunen über das, was Sie darin vorfinden werden."

Ich schob die Mappe auf seine Hände zu und zögernd ergriff er diese und schlug sie auf.
Er entnahm die erste Kurzgeschichte, es war „Das Licht im Tümpel“, welches in „Reign of Dark“ unter dem Titel „Spiegelblut“ abgedruckt worden war. Von einigen Änderungen abgesehen - die Namen der Protagonisten, der Schauplatz, stilistische Korrekturen - war es meine Geschichte.
Carrigan begann das Manuskript durchzublättern.
Derweil schwieg ich und blies in die heiße Schokolade, auf deren Oberfläche sich eine dunkle Schicht gebildet hatte.

Höchstens 4 Minuten waren verstrichen, da klappte Carrigan die Mappe zu, nachdem er das Manuskript an den ursprünglichen Platz zurück gelegt hatte.

"Na?", sagte ich hoffnungsfroh.

Mein Getränk war inzwischen auf angenehme Temperatur abgekühlt und ich trank schluckweise davon.

„’Das Licht im Tümpel’ ist ‚Spiegelblut’ verblüffend ähnlich", gab Carrigan zu.

Ich muss gestehen, einen Moment lang hegte ich die Hoffnung, er würde seine Schuld bekennen.
Doch die zarte Blüte der Hoffnung wurde brutal zerstört.

"Ich weiß", merkte ich an und glaubte, Figuren in dem Getränk erkennen zu können. "Das bedeutet lediglich, dass Sie meine Geschichte abschrieben und einige Details veränderten."

Seine Stimme verriet Gereiztheit, die er jedoch bewundernswert mühelos kaschierte.

"Haben Sie auf das Datum geachtet? Ich schrieb die Geschichte drei Jahre, bevor sie in Ihrer Anthologie Eingang fand."

"Was nicht das Geringste beweist", sagte Carrigan grinsend. "Wäre Ihr Manuskript mit poststempelgesichertem Copyright versehen, würde ich Ihnen glauben. Aber so ..."

Außer uns beiden befanden sich mindestens zwei Dutzend Menschen in dem Raum. Niemand schenkte uns Beachtung, niemand nahm Notiz von dem Unrecht, das an mir begangen wurde.

"Mich des Plagiarismus zu bezichtigen heißt, mich in meiner Schriftstellerehre zu kränken", fuhr Carrigan fort und mit einem Mal nahm seine Stimme einen herablassenden Ton an.

"Wenn Sie sich hintergangen fühlen, warum erstatten Sie keine Anzeige gegen mich? Und wie hätte ich überhaupt an lhre Manuskripte herankommen sollen? Die Steigerung Ihrer Paranoia hieße Einbruchsdiebstahl: Ich schlich mich in Ihre Wohnung und stahl Ihre Meisterwerke, um davon Kopien zu ziehen und die Originale zurück in Ihre Wohnung zu legen.
Haben Sie nur den Hauch einer Ahnung, was Sie mir da vorwerfen? Anscheinend nicht, denn wenn dem so wäre, würden Sie davon Abstand nehmen."

Carrigan machte eine Pause, die ich zu meiner Verteidigung nützte.

"Nein, so war es nicht; es geschah diskret und meiner Unvorsichtigkeit wegen auf völlig legalem Wege."

Carrigan lachte leise und machte einen deutlich entspannteren Eindruck, als zu Beginn unseres Treffens.

"Wie war es denn?", wollte er wissen.

Und ich erzählte es ihm, obwohl er es selbst wusste, hatte er doch unmittelbaren Nutzen daraus gezogen.

Ich glaube, es geschieht tagtäglich. Das Gros jener, denen ähnliches Unrecht zustößt, schweigt aus Verdrossenheit oder falschem Schamgefühl.
Ich weiß wie es ist, und in euren Herzen wisst ihr es ebenso gut wie ich. In den Verlagshäusern erstellt man Kopien von Manuskripten, die man für vielversprechend hält.
Natürlich ist dies gesetzlich verboten, aber sie tun es dennoch. Und kommen damit durch. Wer nimmt schon die Mühe auf sich, seine Manuskripte mit einem Copyright versehen zu lassen?
Und dies nutzen die Verlage natürlich erbarmungslos aus. Oh, diese Wölfe im Schafspelz!

Die Redakteure geben die neu eingelangten und kopierten Werke an noch unbekannte, vielversprechende Autoren weiter, die sich diese Chance nicht entgehen lassen. Einige unbedeutende Änderungen verzerren die Geschichten und Romane fast kaum. Ich sprach bei fünf Redakteuren verschiedener Verlage vor - Niemand wollte etwas von meinen Manuskripten gewusst haben.
Natürlich existierten auch weder Kopien, noch Aktenvermerke. Oh. ihr Heuchler!
Carrigan dachte, ich hätte es auf Geld abgesehen. Was verstand dieser Amateur von Werten, Gefühlen, von Stolz und Demut vor der eigenen Leistung?
Ihm das Geld und der Ruhm, mir der Schmerz und die Einsamkeit.
Nein, man darf kein Erbarmen in einer Welt erwarten, die ihre eigenen Kinder zu Krüppeln schlägt und mit Armut um sich wirft.
Hilf dir selbst, denn keine Hilfe wird dir zuteil, Elender.

Inzwischen wuchs eine Menge Gras über die Angelegenheit.
Ich habe keine Lust, dieses Gras zu mähen und die Narben des Vergangenen zu betasten. Übrigens schreibe ich derzeit an einem Roman. Ich habe bereits fast zweihundert Seiten geschafft. Möglicherweise kann ich das Schlusskapitel in weniger als fünf Wochen beginnen.
Ich bin schlauer und vorsichtiger geworden. Ich werde euch weder Titel, noch Handlung des Romans verraten.
Ihr Redakteure hinter euren holzgetäfelten Schreibtischen – wartet ab! Ich bin sicher, ihr werdet nicht der Versuchung widerstehen können, meinen brillanten Roman an euch zu reißen.
Ich aber sehne diesen Tag herbei, denn dieser Tag wird der Tag meiner Rache sein.

Dann, ja dann, wenn sich erweist, dass ihr Unrecht begangen habt, wird die Rache mein sein.
Ich werde euch verklagen und fertig machen.
Ich werde euch zwingen, eure verdammten Ablehnungsschreiben, die ihr mir zugemutet habt, zu essen, und ich werde es sein, der den Gedemütigten des Literaturbetriebes zurufen wird: „Lasst uns unser Eigentum zurückholen!“
Und dann werden wir lachen - und lachen ...

Nein, ich bin kein Märtyrer. Ich habe nur gelernt, den Hieb des Feindes zu erwidern.

 

Sehr schöne Geschichte. Ein realistischer, nachvollziehbarer Gedankengang in die Seele eines Dichters und Denkers, der sich in etwas hineinsteigert und am Ende, deutlich gereift, sein Schicksal akzeptiert.
Insgesamt durchaus gelungen, auch wenn ich das subjektive Gefühl habe das etwa in der Mitte die Handlung und die Spannung etwas durchhängt. Dafür hab ich jetzt aber keine Beweise, das ist nur mein Eindruck.

 

Rainer, ich hoffe, es ist nicht deine eigene Paranoia, die du hier auf deinen Protagonisten überträgst. ;)

Die Idee der Geschichte ist nicht schlecht, die Darstellung des Loosers ist dir auch ganz gut gelungen, auch macht die Geschichte anfangs neugierig. Aber wie auch Triph schon festgestellt hat, wird's ab etwa der Mitte langweilig.
Die Anklage gegen Carrigan wäre besser gekommen, wenn du sie in wörtlicher Rede gemacht hättest, mit den wehleidig überspitzten Worten des (angeblich?) Betrogenen.
Es sind viele stilistische Mängel in deiner Geschichte.
Ich zähle sie nicht einzeln hier auf, da ich aus anderen postings von dir weiß, daß du deine Geschichten sowieso nicht mehr änderst, wenn sie erst mal fertig sind. Warum sollte ich mir also die Mühe machen?
Schade ist es aber doch, denn mit ein wenig Aufarbeitung könnte diese Geschichte noch ganz gut werden.
Kannst du damit was anfangen?


Gruß.....Ingrid

 

Danke erstmal für die Kritik. Was genau findest du langweilig? Dass er den Autoren nicht umlegt, oder so? Also zuwenig Action?
Und die Vorwürfe werden ja direkt an Carrigan gerichtet, nur die Schlussfolgerungen, wie es dazu kommen konnte, entstanden ausschließlich in seinem Gehirn!

Vielleicht kannst du mir doch zumindest ein Bsp. eines stilistischen Mangels geben?
Derweil danke ich erstmal für die Kritik! Ich kann mit JEDER etwas anfangen.

 

Na gut, Rainer, weil du es bist. :D

Vielleicht bin ich der klassische Märtyrer (Jung würde von einem Archetypus sprechen), der jegliche Demütigung huldigungsvoll hinnimmt, in der Hoffnung, Hilfe von außen zu bekommen.

Die Erklärung in Klammern ist unnötig. Sie zerstört mehr, als das sie nützt.

An diesem speziellen Tag erwartete ich keine Hilfe. Ich sah das Kommen von Roger Carrigan als Wink des Schicksals an, mich von der Schwere der Ungerechtigkeit zu befreien, die mir widerfahren war.
Endlich stieß ich an die Spitze der Wartenden vor und stand dem Mann gegenüber, der mein ohnedies armseliges Leben unerträglich gemacht hatte.
Stark, sehr stark, musste ich die Versuchung bekämpfen, ihm das Buch, das ich mitgebracht hatte, um die Ohren zu schlagen.
Es hätte außer einer Anzeige nichts eingebracht, nicht einmal Befriedigung meiner nach Rache dürstenden Seele.
Carrigan ahnte nichts von meinen dunklen Gedanken und sah müde oder gelangweilt zu mir auf. Seine Augen waren in ein sattes, aggressives Grün getränkt. Langsam streckte ich ihm das Buch entgegen: „Reign of Dark“, verfasst von Mister Roger Carrigan.

Dieser Absatz ist wirklich gut und hat mich auch neugierig gemacht, wie es weitergehen wird.
Hier stört mich nur der Ausdruck: in Grün getränkte Augen. Hört sich komisch an.

Dem Klappentext entnahm ich das übliche Gedudel: Sein Geburtsjahr- und Ort, Carrigans abgebrochenes Medizinstudium, Carrigans Vorliebe für Dark Fantasy und das Faktum, dass er in Südkalifornien seinem Schaffen nachging......

Da geht die Irritation schon los. Dem Klappentext entnahm ich...., das ist unglücklich ausgedrückt.
Der kennt den Klappentext doch schon auswendig, wette ich. Er hatte also schon entnommen, irgendwann...

Genau in diesem Moment entlud sich ein Teil meiner Wut und knüpfte eine auf Verachtung basierende Bande zwischen uns.

Den Satz versteh ich auch nicht. Die Verachtung ist doch vorläufig einseitig, wo kommt die Bande her? Was ist überhaupt eine Bande?

Ich kostete besagten Moment aus, wie den Duft, der sich einer zehn Jahre lang unberührten Flasche Whisky entlädt, wenn man diese behutsam öffnet. Nie hätte ich es für möglich gehalten, dass ich fähig wäre, zu grinsen, als ich sanft und ohne Verbitterung meinen Wunsch vorbrachte:

besagten Moment hört sich an, als ob er etwas aus der Vergangenheit betrachtet, dabei passiert es doch gerade in diesem Moment. Und einen Duft, der sich entlädt, kann ich mir auch nicht vorstellen, höchstens auf'm Klo.


Ich bin kein Psychologe, aber ich denke, diese Miene hieß mich einen Verrückten, der die Wahrheit nicht verleugnet hatte.

*nixblick

Niemand hinter mir hatte meinen Worten Gehör geschenkt. Es gab kein Murren, keine Ausrufe, nur ein atemloses Schweigen.

Ist das nicht ein Widerspruch? Wer nichts gehört hat, schweigt auch nicht atemlos, warum auch.

So geht es eigentlich weiter, den Rest zu finden, überlasse ich dir.

Und ich erzählte es ihm, obwohl er es selbst wusste, hatte er doch unmittelbaren Nutzen daraus gezogen.

Ich glaube, es geschieht tagtäglich. Das Gros jener, denen ähnliches Unrecht zustößt, schweigt aus Verdrossenheit oder falschem Schamgefühl.
Ich weiß wie es ist, und in euren Herzen wisst ihr es ebenso gut wie ich. In den Verlagshäusern erstellt man Kopien von Manuskripten, die man für vielversprechend hält.
Natürlich ist dies gesetzlich verboten, aber sie tun es dennoch. Und kommen damit durch. Wer nimmt schon die Mühe auf sich, seine Manuskripte mit einem Copyright versehen zu lassen?
Und dies nutzen die Verlage natürlich erbarmungslos aus. Oh, diese Wölfe im Schafspelz!


Auf diesen und die nächsten Absätze bezog sich meine erste Kritik. Hier verstehe ich nicht, warum du die wörtliche Rede aufgibst. Statt dessen wendest du dich plötzlich an den Leser: Ich weiß wie es ist, und in euren Herzen wisst ihr es ebenso gut wie ich.
Das ist ein break, der die ganze Spannung rausnimmt, statt der erwarteten Beschimpfungen eine langweilige Abhandlung.....gähn.
Außerdem fehlt hier ganz eindeutig das Ende des Gesprächs. Das der Phantasie des Lesers zu überlassen ist hier zu viel verlangt, denn gerade darauf zielt die Geschichte doch ab.

Ne, er soll den Autor nicht umbringen oder sowas, dazu ist er viel zu feige. Der Schluß ist schon ok, er steigert sich weiter in seine Paranoia hinein, vielleicht, wenn er so weitermacht, ist er in einigen Jahren soweit, endgültig den Bezug zur Realität zu verlieren und Mordpläne zu schmieden.

Wie ich schon sagte, mit ein wenig Aufarbeitung blablabla.... :D


Gruß.....Ingrid

 

Okay, jetzt kapier ich´s besser! Danke für die Mühe, die du dir gemacht hast!

Schreibst du eigentlich keine Geschichten mehr? Ich habe nur eine von dir mal gelesen, über den Führerschein. War das deine einzige?

 

Wieso fragst du, willst du dich etwa rächen? :D

Ich hab 3 Geschichten hier rumschwirren. Die Führerscheinprüfung hast du ja schon gelesen.
Die 2. Geschichte heißt Kaffee oder Tee und ist mein erster Versuch, eine Satire zu schreiben.
Die 3. Geschichte steht noch völlig unbefleckt von Lob oder Verriss in Gesellschaft, sozusagen eine leicht angestaubte alte Jungfer. :D
Sie heißt:Segler und drei kleine Dampfer

Seitdem ich kg.de im Internet entdeckt habe, ist es aus bei mir mit dem Schreiben. Ich bin nur noch am lesen und staunen....verdammte Sucht.
Naja, eines Tages mal wieder... :(


Gruß.....Ingrid

 

Tachchen.

Natürlich hatte man ihn beten, Bücher zu signieren.

Ich bete auch immer die Autoren an, wenn ich eine Signatur haben will. :D

Carrigans Vorliebe für Dark Fantasy

Da kommt die eigene Vorliebe heraus!

Ich fand die Geschichte ehrlich gesagt nicht so gut. Naja, bis zum nächsten Mal.

Mfg: Uffmucker

 

So, der peinliche Fehler ist ausgebügelt!

@ itschi Fühlst du dich nicht gerade dadurch motiviert dass du dir denkst, hey, das kann ich besser??? ;)

@ Uffmucker Kein Problem! Wie gesagt: Sorgen würde ich mir machen, wenn jeder meine Story lieben oder verabscheuen würde - dann wüsste ich, dass ich was falsch gemacht habe.
Aber so... :)

 

Lieber Rainer!

Eine gute Geschichte, die Du hier geschrieben hast, hat mir sehr gefallen! :)

Ob Dein Protagonist paranoid ist, oder nicht, mag ich nicht beurteilen. Tatsache ist, daß es immer wieder vorkommt, daß sich Leute mit fremden Federn schmücken...

Du hast in meinen Augen gut beschrieben, wie sich ein beklauter Autor wohl fühlen wird, wenn ein anderer sich mit seinen Geschichten im Ruhm sonnt. Gut beschrieben finde ich vor allem, wie er sich anfangs sicher fühlt, daß er alles beweisen wird können und schließlich nichts davon übrig bleibt, sich die Beweise nicht beweisen lassen...

Was mir seltsam vorkommt, ist, daß gleich alle seine Geschichten in einem Buch gesammelt vorkommen. Der Protagonist hat sie ja wohl einzeln und an verschiedene Verlage eingesandt, sodaß mir ein gesammeltes Werk dann doch eher unmöglich erscheint.
Aber darüber kann man auch hinwegsehen, es ist nicht das Um und Auf Deiner Geschichte. ;)

Ein paar Kleinigkeiten noch:

»Auf diese Hilfe können Sie Ihr halbes Leben lang warten und Tankladungen voll Tee schlurfen.«
- schlürfen (schlurfen heißt schleppende, schleifende Schritte machen, am besten mit Holzschlapfen...)

»Wahrscheinlich gewann er deshalb so rasch seine Fassung wieder, weil er diesen Tag vorher gesehen, oder sollte ich sagen befürchtet hatte.«
- vorhergesehen

»"Danke, Ihnen auch.", war meine höfliche Erwiderung.«
- Punkt weg (bei den meisten wörtlichen Reden hast Du ihn hier noch drin)

»Ich wollte ihn von hinten packen, ihn anbrüllen, ihm kraft meiner knorrigen Faust seine Arroganz aus ihm prügeln.«
- würde das erste „ihm“ rausnehmen

»Und ich fügte beschwichtigend hinzu: "Sehen Sie, ich kann mir vorstellen, wie unangenehm Ihnen sein muss, der Wahrheit ins Auge zu blicken, ...«
- fehlt da nicht ein „es“ zwischen „unangenehm“ und „Ihnen“?

»um 15 Uhr«, »harrte fast 2 Stunden aus«, »Kopie der 8 Kurzgeschichten«
- Zahlen ausschreiben ;)

»Ich war mir im klaren darüber, dass es zu ...«
- im Klaren

»indem ich je eine Kopie der 8 Kurzgeschichten, die Carrigan mir gestohlen hatte, in eine Mappe tat.«
- würde schöner finden „in eine Mappe legte.“

»Plötzlich also, in der Einsamkeit seiner inneren Leere, vermeint er ein kleines Licht der Hoffnung, weit ab in der Ferne, leuchten zu sehen.«
- würde den Satz umdrehen: ... vermeint er, weit ab in der Ferne ein kleines Licht der Hoffnung leuchten zu sehen.

»Er weiß, sein Leben würde sich niemals zum positiven wenden«
- zum Positiven

»denn was er in der Vergangenheit sieht, ist sein eigenes Versagen.
Eine der wenigen Freuden des Versagers ist das Lesen von fiktionalen Büchern, ...«
- vielleicht fällt Dir statt einem Versage* etwas anderes ein?

»und verschlingt es wie ein literarischer Vielfraß gleich im ganzen.«
- im Ganzen

»Besagter Nachwuchsautor gastiert eines schönen Wintertages in der Stadt des Betrogenen.“«
- „in der Stadt des Betrogenen“ klingt schräg in meinen Ohren – wie wärs mit „... Wintertages hier in der Stadt.“

»ich werde es sein, der den Gedemütigten des Literaturbetriebes zurufen werde: Lass ns unser Eigentum zurückholen!«
- zurufen wird
- uns


Alles liebe,
Susi

 

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