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Raumklangpropheten

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Raumklangpropheten

Raumklangpropheten (19.05.2002)

Die JD-800 bog um die Ecke und verschwand im Andromeda-Nebel. Ziel des Raumschiffes war der ProMars. Es sollte dort analog den Bemühungen des virtuellen Schwesterschiffes JP-8080 auf dem Jupiter 6 subtraktiv synthetisieren.
Roland saß an den Tasten und modulierte den Tiefpass. Seine Güte war frequentiell erster Klasse und so dauerte es nicht lange, bis Kurzweil aufkam.
Dummerweise entwich just im Moment der ersten Arpeggien das Emu aus der orangenen Mikrowelle und so rappelte es gewaltig auf der Kuh-Basis. Man sollte halt keine Anhalter mitnehmen.
Roland versuchte noch, das Problem per Ultrapatch zu fixen, doch konnte er die Zerstörung des Pulses nicht mehr aufhalten.
Noch viel schlimmer, auch die Röhren des Multiband-Kompressors brannten durch, was die Release-Funktion unbrauchbar machte. Immerhin war das Gate nicht betroffen und so war unter Umständen noch ein Attack möglich.
Roland versuchte, mit zitternden Händen einen Exciter zu emulieren, was aus Ermangelung des E-5 kaum möglich war.
Die JD-800 raste auf den DarkStar zu und schon schallte der Vocoder Alarm.
Die Bodenstation des DarkStars drohte mit Neuronenbomben, falls die JD-800 nicht innerhalb kürzester Zeit abzufangen war. Hart, mann, sehr hart.
Roland rotierte ob der Worte und suchte fieberhaft nach einer Lösung. Wie konnte er nativ einen Exciter emulieren? Er erinnerte sich daran, dass irgendwo im Rack noch so ein alter silberner Kasten rumstand, den er früher mal benutzt hatte. Das müsste gehen.
Er schickte den Roboter los, den hybriden Exciter zu holen und hoffte, dass er halbwegs funktionstüchtig war. Nur ein Exciter konnte dem Schiff zu mehr Transparenz verhelfen nachdem der Kompressor fast gänzlich ausgefallen war.
Nachdem der Roboter das Teil besorgt hatte, verlötete Roland die wichtigen Interfaces mit der MIDI-Schnittstelle.
Die Operation gelang, obwohl die veralteten hybriden Schaltkreise kaum an virtuelle Strippen gereichten.
Das randalierende Emu wurde vor die Tür gejagt und per Dissonanz in den Orbit gejagt.
Die Reise konnte fortgesetzt werden.
Nach Ausfall des Pulses war natürlich keine Kommunikation mit dem ProMars mehr möglich, was die ganze Mission ernsthaft in Frage stellte.
Vielleicht besaß die Logic-Control noch einen Schaltplan des Pulses? Eine Anfrage verlief positiv, das defekte CV-Gate konnte repariert werden und die Spannung war auch wieder in Ordnung.
Nach wenigen Takten war der ProMars erreicht und Roland begann, den Puls in Bewegung zu setzen.
Leider war nur monophone Kommunikation möglich, was die Dauer der Übertragung sehr in die Länge zog.
Als der Auftrag abgeschlossen war, schaltete Roland alle Oszillatoren auf Sinus-Schub und tuckerte additiv in Richtung Heimat.
Das Emu, der eigentliche Held der Geschichte, ging in Virtualität auf und genoss dort seine Existenz, da alle (L)akaien längst vernichtet waren.

[ 20.05.2002, 04:43: Beitrag editiert von: hexachord ]

 

Du spielst hier den Petrus an der Himmelspforte, wenn ich das richtig verstanden habe, ja?
Nö, ich erdreiste mich nur, meine Meinung abzugeben.
Ich glaube auch sehr eingehend begründet zu werden, warum diese Geschichte mE nach keine SF-Geschichte ist.
Meinetwegen soll der Thread mit Nicht-SF zugepostet werden. Ich nehme mir trotzdem das Recht heraus, diesen Missstand aufzuzeigen.

 

Original erstellt von Rainer:

Ich glaube auch sehr eingehend begründet zu werden, warum diese Geschichte mE nach keine SF-Geschichte ist.
Meinetwegen soll der Thread mit Nicht-SF zugepostet werden. Ich nehme mir trotzdem das Recht heraus, diesen Missstand aufzuzeigen.
Wer hat Dich begründet? :rolleyes:

Vielleicht gehört das Ding eher in SciFi-Satire, iss abba au echal...

 

:lol: :lol: "....begründet zu haben.." hat er wohl gemeint... :lol:

Aber SF-Satire kommt sicher hin, denke ich, als Nicht-Fachfrau, so einfach nur mit Hausverstand... :cool:
Vielleicht sollte man ihn hin- und herschieben... :lol:

 

Hallo Rabenschwarz,

WIE IGNORANT SEID IHR EIGENTLICH???
Ziemlich. Ein Autor bringt einen mit Fachtermini gespickten Nicht-SF-Text im SF-Bereich eines eher auf ein allgemeines Publikum ausgerichtetem Forum. Nein, ich habe keine Probleme damit, mich unter diesen Bedingungen als Ignorant zu erkennen zu geben. Ich habe keine Probleme damit, Wörter, die ich nicht verstehe, nachzuschlagen. Aber ich habe auch keinen Bock darauf, zum Verständnis eines Textes intensiv in Fach-Wörterbüchern blättern zu müssen.

Klaus

 

hi,

kann mir mal jemand sagen was für ne sprache das ist?
ich hab null kapiert!
ich bin auf dem gebiet der sf-literatur kein neuling. ich möchte auch ernsthaft behaupten, ich habe "neuromancer" und "snow crash" verstanden, aber das schießt, meiner meinung nach, weit übers ziel hinaus. ich bin nicht faul, damit will ich sagen, ich mag anspruchsvolle literatur. wenn ich aber bei jedem satz fünfmal im duden nachschlegen muss, hab ich nach drei keine lust mehr.
wie die erste kritik schon aussagt: du schränkst dir deine leser gewaltig ein.
schade.

 

:read: :confused:
Hi

Also mein Geschmack war die Geschichte nicht so den erst nachdem ich die Kritiken gelesen habe,wurde mir klar das die Fremdwörter in deiner GEschichte Begriffe aus der elektronischen Musik sind.Sorry aber das ist nicht mein Geschmack

 

Ja, endlich hat jemand den Cybervisuellgalaktischen Zusammenhang zwischen Synthesizern und Raumkreuzern bewiesen und für alle die nörgeln: ob ich von einem Quantisierenden Tektonenphaser schreiber oder von meinem Cutoff das ich zusammen mit Delay, Distorsion und Resonance in meinem Sequenzer auf die quantisierten 303klänge lege, das macht doch fast keinen Unterschied.
SO!
Zum Autor: Ich hoffe da kommt noch mehr ;-)

 

@Sven:

THX!
Die Geschichte wird überarbeitet, weil aus dem elektrischen Lager Rufe nach noch mehr Gerätschaften in der Geschichte laut wurden. Den Plot muß ich auch etwas ausbauen und außerdem sollen noch Anspielungen auf SciFi-Klassiker rein. War schon ursprünglich geplant, ich habe aber nur den "Anhalter" untergebracht...

 

Tach!
Begin Senf:
Worüber regen sich hier eigentlich alle so auf??? :confused:
Wenn man nicht weiss, was all die Begriffe zu bedeuten haben, sondern man sie einfach so als (Kunst-)Worte hinnimmt, unterscheidet sich der Text m.E. stilistisch nicht wesentlich von einem x-beliebigen Star-Dreck...äh...Trek-Dialog. :D
Ich finde den Text recht originell und im Grossen und Ganzen auch unterhaltsam, obwohl ich als Laien-E-Musiker (kann nur Gitarren und sowas...) maximal 33% verstanden habe.
End Of Senf,
Horni

 

Servus,
auch mich hat das ganze eher an die Bedienung meines Multieffektgerätes (GFX 4) erinnert, als an eine Geschichte. Ich hab das Ganze allerfdings auch als lustige Parodie auf den neuen Star Trek kram empfunden, da ja dort auch nur für Normalmenschen unverständlich fachgesimpelt wird!

Innovativ und schräg.

greetz,
JAy !

 

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