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Muttertag

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08.08.2002
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Muttertag

Ja. Ich bin bekennende Muttertagsbegeherin. Habe nie verstanden, warum sich viele Frauen dagegen wehren. Für mich sind es drei große Erfahrungen die eine Frau in ihrem Leben machen kann. Tochter, Geliebte und Mutter zu sein.

Ich war so gerne schwanger, dass ich meine Tochter gar nicht hergeben wollte, als die neun Monate um waren. Oder aber, sie war so fasziniert vom bequemen Parasitenleben, dass sie es als gar nicht so wichtig ansah, das Licht der Welt zu erblicken. Also fuhren mein Mann und ich nach zwei Wochen Überzeit ins Krankenhaus, um künstlich herbeizuführen, was keinen natürlichen Lauf zu nehmen schien. „Sie können ruhig noch nach Hause gehen“ sagte die Krankenschwester zu meinem Mann, „es dauert schon noch ein paar Stunden.“ Ich drehte mich um und erklärte, dass ich dann auch wieder gehe, denn ich bleibe hier sicher nicht alleine zurück und knallte die Tür ins Schloss. So erzwungen durften wir gemeinsam die von Schmerz, Vorfreude und Angst geprägte Wartezeit hinter uns bringen, bevor sich Andrea bequemte ihre Freiheit zu genießen und mir meine zurückzugeben. Die Hebamme flötete: „Das ist ja ein entzückendes, kleines Mädchen.“ Nachdem wie ich mich fühlte, hatte ich eben ein zweihundert Kilo wiegendes Elefantenbaby zur Welt gebracht.

Da hielt ich es also im Arm, das Kind, welches ich mir immer erwünscht hatte. Und es war mir ganz fremd. Ich begriff es nicht, es war doch gewachsen in mir, erwartet voll Ungeduld und nun das. Es schien als hätte ich eine Puppe zur Aufbewahrung übernommen.

Als sie vielleicht eine gute Woche alt war, rutschte sie mir beim Baden aus der Hand und tauchte kurz unter Wasser. Meine Hysterie kannte kaum Grenzen und ich rief sofort einen befreundeten Sanitäter an, der Mühe hatte, mich wieder zu beruhigen. Damals hatte ich erstmals das Gefühl, verantwortlich zu sein, einen richtigen Menschen vor mir zu haben. Und ich empfand erstmals Liebe für Andrea.

Diese wurde fortan auch gleich überstrapaziert. Kaum verließ ich das Zimmer, schrie sie. Ich war wahrscheinlich die einzige Frau in der Straße, die unter der Dusche stand und schwitzte. Bloß schnell wieder raus aus dem Bad und dem Baby zeigen, dass es nicht allein ist. Vor allem aber, um das Plärren nicht mehr hören zu müssen, es im Arm ruhig werden zu lassen, es lieb zu haben.

Andrea zeigte auch gerne ihre Zuneigung. Zum Beispiel, indem sie mit ihrer kleinen Hand wie ein Saugnapf an meiner Wange hing und mir alle fünf spitzen Babynägel einsetzte oder im Ansabbern meiner endlich wieder passenden T-Shirts. Wenn sie mich besonders liebte, riss sie mein Halskettchen ab, oder mit aller zur Verfügung stehenden Kraft an meinen Haaren. Was für ein kleines Monster hatte ich da bloß geboren, dachte ich, schmuste es ab, sog den Duft von Babyöl ein, streichelte zärtlich über die feine Haut.

Andrea war eines jener Kinder, die ansatzlos, das Sitzenkönnen einfach überspringend, laufen lernen. Und das möglichst weg von den Eltern. Ständig schlug sie sich irgendwo an oder fiel kerzengerade um, weil sie ja nicht sitzen konnte. Sämtliche Bücher von Montessori hatte ich inzwischen zerfetzt oder verschenkt. Hatte die nie richtige Kinder zum Üben? Stattdessen verfolgte ich die Kleine mit Argusaugen, um sie vor Verletzungen zu schützen und sie zu trösten, wenn es mir nicht rechtzeitig gelang einzugreifen.

Als Andrea größer wurde und wir viel im Freien unterwegs waren, schaute ich, wie andere Mütter ihre Kinder dazu bewegten, weiterzugehen, nicht stundenlang am Ort zu verharren. Sie spielten das allseits bekannte „Baba-a, die Mami geht jetzt“-Spiel. Nun, ich, die Mami, ging durch den halben Schönbrunner Schlossgarten, und es war meiner Tochter völlig wurscht. Sie saß, irgendwelche Krähen beobachtend, im Kies und wusste sichtlich ganz genau, dass ich schon wiederkäme, früher oder später. Mit der Zeit hatte sie mich gut erzogen und ich passte mich ihrem Gehrhythmus an. Wenn ich mit ihr ein Museum besuchte, dann ebenfalls in ihrem Schritttempo. Wir verbrachten vor den Objekten in Summe die gleiche Zeit wie andere Besucher auch. Nur durchstreiften wir die Säle dazu ungefähr zehnmal, während die anderen Menschen bloß einmal durchgingen, um alles zu sehen.

Wenn wir in Kärnten unseren Sommer verbrachten, liebte sie es ungemein, am Forellenteich beim Totschlagen der Fische zuzusehen. Es war ernüchternd, mit welch großem Interesse sie die Handlung verfolgte. Schauten wir uns aber einen kindgerechten weihnachtlichen Rentierfilm an, still und herzlich in seiner Machart, heulte sie vor Rührung den ganzen Heimweg, war durch nichts und niemand zu beruhigen.

Zum Geburtstag bekam sie jedes Jahr eine Torte und war jedesmal traurig, dass es die Lieblingstorte des Vorjahres war, denn heuer liebte sie doch eine andere. Über ihre Geschenke war sie aber dennoch immer ganz glücklich. Sie kuschelte sich dann mit ihrem warmen, weichen Körper an uns und busselte uns ab, bevor sie diese fast ehrfurchtsvoll in Besitz nahm.

Einmal holte ich sie mit der Rodel vom Kindergarten ab und erledigte am Heimweg Einkäufe. Sie hatte eiskalte Finger, und ich wollte ihr Handschuhe drüberziehen, um sie zu wärmen. Da brüllte sie los und wehrte sich, weil es ihr das Anziehen auf den klammen Fingern unangenehm war. Einmal mehr geriet ich ins Schwitzen, schimpfte und stapfte zornig durch den Schnee, sollte sie doch frieren. Nachdem ich eine Weile grollend heimwärts schritt, kam eine alte Frau auf mich zu und sagte: „Ihr Kind, also ihr Kind, wirft all ihre Einkäufe weg“. Als ich mich umdrehte, lag mein halber Einkauf wie eine Markierungslinie auf dem Gehsteig verteilt. Ich sammelte alles ein, zerrte die zornig schreiende Andrea nach Hause, drückte sie meinem Mann in die Arme und sagte: „Da – dein Kind“ und sperrte mich eine halbe Stunde heulend im Bad ein.

Auch in den Geschäften war der Einkauf mit ihr nicht einfach. Im Kaufhaus spielte sie mit den Kügelchen einer Hydrokultur und warf sie händeweise unter das kopfschüttelnde Publikum. Immerhin half sie mir beim Einsammeln, bevor sie plötzlich verschwand. Wir fanden sie letztlich in der Auslage, wo sie den Hereinschauenden Grimassen schnitt und ihre Wange an der Scheibe platt drückte.

Und ich liebte sie. Selbst wenn sie frühmorgens um fünf Uhr mir sonntags die Augen hochzog, damit sie sehen konnte, ob ich noch schlafe, oder in aller Stille am Fensterbrett sitzend, erst ihren Puppen und dann sich selbst einen amerikanischen Armeehaarschnitt verpasste, ich liebte sie.

In der Schule wurde sie, die mit zwei Jahren, kaum mehr als brabbelbrabbel und Luftabon sagte, wenn sie einen Luftballon wollte, zum Sprachrohr jener, die selbst den Mund nicht aufbrachten. Verteidigte die, welche unter dem Angriff der Lehrer oder anderer Mitschüler standen und verschaffte sich überall Achtung durch Aussprechen von Wahrheiten.

Jahrelange Kämpfe ums Lernen erledigten sich ganz von allein, als sie endlich, auf Teufel komm raus, lernen durfte, wie es ihr passte. Sie machte nichts. Und als ich dachte, jetzt geht alles schief, entwickelte sie einen Ehrgeiz der mich sprachlos machte. Sie war besessen und freute sich nach Monaten des Nichtstuns über den dadurch entstandenen Stress.

Als sich mein Mann und ich trennten, war sie sechzehn und wir brachten ihre komplette Umlaufbahn durcheinander. Sie musste sich in diesem Durcheinander ihre Gestirne selbst neu einrichten, ihre eigenen Fixsterne finden. Die geordneten Laden, die Schatullen in denen sie ihren Alltag einordnen konnte, gab es nicht mehr. Und aus dem Chaos ließ sie Neues entstehen. Sie erfand eigene Systeme das Leben auf ihre Art zu bewältigen, und sie entwickelte sich zu einer selbstbewussten und herzlichen jungen Frau. Ihr Gerechtigkeitssinn führt sie im Herbst auf die Uni, wo sie in Gesetztestexten die Maßstäbe und Regeln der Gesellschaft erlernen wird. Und mindestens die Hälfte davon wird sie gleichzeitig in Frage stellen. So ist sie eben.

Ich liebe sie, wenn sie sich wie ein Kleinkind die Augen ribbelt, wenn sie müde ist. Oder, wenn sie heimkommt, ihre Sachen in eine Ecke wirft, vor Mitteilungsbedürfnis schier zu platzen scheint. „Hör mir mal zu, Mama bitte, das musst du dir anhören“ lacht sie dann. Gestenreich und mit riesigen Augen berichtet sie dann über ihren Alltag. Von Dingen, über die sie sich minutenlang zerkugeln kann. Oder sie lehnt sich an mich und legt ihren Arm um meine Schulter und beredet all die Sorgen der ganzen Welt. Enden tun diese Gespräche meist mit befreienden Gedanken und letztlich mit herzlichem Lachen.

Und wenn sie wie, jetzt, wo ich in meinem Mutterglück zerfließe, die Kastentüre aus Plexiglas zuknallt und herumtobt wie eine geistig Verwirrte, bloß weil sie irgendeine Hose nicht findet, die vor ihren Augen hängt, dann liebe ich sie auch. Wenngleich mit hochgezogener Augenbraue und vorwurfsvollem Blick. Ich liebe es einfach, ihre Mutter zu sein.

 

Hallo Eva!

Ein sehr liebevoller Text, voller kleiner Details, die Du mir als Leser vermittelst. Man kann die Liebe im Text richtig spüren.
Du erzählst lebendig und locker, teils witzig von der Kindheit Deiner Tocher, und man kann richtig fühlen, wie gern Du eben Mutter bist. Du musst ja eine ganze Menge an Geduld haben... :)
Ich habe ihn sehr gern gelesenen... eigentlich wollte ich ein paar Stellen herausgreifen, die mir besonders gefallen, aber es sind zuviele...

"Oder, wenn sie heimkommt, ihre Sachen ich eine Ecke wirft," - ihre Sachen in, denke ich...

Liebe Grüße,
Anne

 

Hi Eva!

tja, schöne Erinnerungen, die Du hier erzählst. Wie Maus schon meinte sehr liebevoll und lebendig geschrieben. Den wirklich einzigen Tippfehler im ganzen Text hat sie auch schon angeführt.

Zuerst dacht ich ja: Oh, mal ein Text mit einer richtigen Handlung von Eva! Aber im Laufe des Lesens wurde ich dann doch wieder enttäuscht: Lediglich eine brav chronologische Aufzählung längst vergangener Ereignisse und auch noch ohne jeden nennenswerten Rahmen. Den Text "Muttertag" zu betiteln finde ich unpassend. Nur ganze zwei(!) Sätze, nämlich die ersten zwei, beziehen sich tatsächlich auf diesen. Alles weitere, wie gesagt, Aufzählungen. Der Titel weckte in mir andere Erwartungen als diejenige, die ich dann vorfand.

Da dem Text auch jede Dynamik fehlt (man wartet auf nichts, da der Verlauf bis zum Ende ja klar ist) läuft er ständig Gefahr allzu langweilig zu werden. Zum Glück hast Du es aber verstanden, durch teilweise wirklich amüsante Beschreibungen so gut zu unterhalten, dass Du damit vieles wieder wett machen kannst.

Einmal holte ich sie mit der Rodel vom Kindergarten ab...
Ich liebe sie, wenn sie sich wie ein Kleinkind die Augen ribbelt,
Rodel? ribbelt? Das ist für mich leider ausländisch! :confused:

lieben gruß
thomas

 

Hallo Eva! (dich nennen alle so, also geh ich mal davon aus, dass du so heißt ;))

:lol:
Das ist eine wirklich tolle Geschichte! *sich kringel* Ich finde, dass der Titel sehr gut zum Text passt, der eigentlich in Humor stehen müsste.
Fragt sich bloß, was meine Mutter mir erzählen würde, wenn ich sie nach ähnlichen Erfahrungen fragen würde... :hmm: Bei Zwillingen ist wohl alles noch schlimmer, hehe :D

Mfg
xka

 

hi eva,

ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir diese geschichte von dir wirklich sehr gut gefallen hat. ich bin sonst nicht unbedingt ein fan deiner anspruchsvollen texte, aber dieser hier ist wirklich sehr schön, humorvoll und stilistisch stark.
die mutter und die tochter kommen sehr sympathisch herüber - sehr menschlich und sehr authentisch.
also, wirklich schön!
leider weist deine geschichte eine vielzahl von zeichensetzungsfehler auf. falsch gesetzte oder nicht gesetzte kommas erschweren das verständnis des textes.

gute geschichte!

bye

barde

dass ich meine Tochter gar nicht hergeben wollte als die neun Monate um waren.
hinter "wollte" ein komma

dass sie es, als gar nicht so wichtig ansah

das komma ist hier falsch

Also fuhren mein Mann und ich nach zwei Wochen Überzeit ins Krankenhaus um künstlich herbeizuführen

vor "um" ein komma

„Das ist ja ein entzückendes kleines Mädchen.“

hinter "entzückendes" ein komma

Kaum verließ ich das Zimmer schrie sie.

hinter "Zimmer" ein komma

Ich war wahrscheinlich die einzige Frau in der Straße die unter der Dusche stand – und schwitzte

hinter "Straße" ein komma
der gedankenstrich, muss der sein?

Was für ein kleines Monster hatte ich da bloß geboren, dachte ich, schmuste es ab, sog den Duft von Babyöl ein streichelte zärtlich über die feine Haut.
vor "streichelte" entweder ein komma oder ein "und"

Andrea war eines jener Kinder die ansatzlos, das Sitzenkönnen einfach überspringend, laufen lernen.

hinter "Kinder" ein komma

Ständig, schlug sie sich irgendwo an oder fiel kerzengerade um,

hinter "Ständig" kein komma

Stattdessen verfolgte ich die Kleine mir Argusaugen um sie vor Verletzungen zu schützen

"mir" >> "mit"
hinter "Argusaugen" ein komma

Als Andrea größer wurde und wir viel im Freien unterwegs waren, schaute ich wie andere Mütter ihre Kinder dazu bewegten, weiter zu gehen, nicht stundenlang am Ort zu verharren.

hinter "ich" ein komma
"weiter zu gehen" zusammen
hinter "bewegten" ein komma

ging durch den halben Schönbrunner Schlossgarten und es war meiner Tochter völlig wurscht.

vor "und" hier ein komma

während die anderen Menschen bloß einmal durchgingen um alles zu sehen.
vor "um" ein komma

Es war ernüchternd mit welch großem Interesse sie die Handlung verfolgte.
hinter "ernüchternd" ein komma

Sie kuschelte sich dann mit ihrem warmen weichen Körper an uns und busselte uns ab,
hinter "warmen" ein komma

Sie hatte eiskalte Finger und ich wollte ihr Handschuhe drüberziehen um sie zu wärmen.

hinter "Finger" und vor "um" jeweils ein komma

Selbst, wenn sie frühmorgens um fünf Uhr, mir sonntags die Augen hochzog damit sie sehen konnte ob ich noch schlafe

bitte nimm beide kommas weg und verteile sie vor "damit" und vor "ob" *smile*

Und aus dem Chaos ließ sie Neues entstehen.

"Neues" klein? es bezieht sich doch auf "Chaos", oder?

Sie erfand eigene Systeme das Leben auf ihre Art zu bewältigen und sie entwickelte sich zu einer selbstbewussten und herzlichen jungen Frau.

vor "und" hier ein komma

Ihr Gerechtigkeitssinn führt sie im Herbst auf die Uni wo sie in Gesetztestexten die Maßstäbe und Regeln der Gesellschaft erlernen wird.

vor "wo" ein komma

Oder, wenn sie heimkommt, ihre Sachen ich eine Ecke wirft, vor Mitteilungsbedürfnis schier zu platzen scheint.

"ich" >> "in"

Von Dingen über die sie sich minutenlang zerkugeln kann.

hinter "Dingen" ein komma

Und wenn sie wie jetzt, wo ich in meinem Mutterglück zerfließe, die Kastentüre aus Plexiglas zuknallt und herumtobt wie eine geistig Verwirrte, bloß weil sie irgendeine Hose nicht findet, die vor ihren Augen hängt, dann liebe ich sie auch.
vor "jetzt" ein komma

 
Zuletzt bearbeitet:

Servus Anne!

Du hast dich wirklich gut reingelebt in die Geschichte. Ich fand es tatsächlich immer spannend und wunderbar Mutter zu sein. An solchen Tagen wie dem Muttertag, erinnert man sich gerne an die witzigen und die wachsamen Momente. Freut mich, wenn du auch die Liebe hinter all dem gespürt hast, sie ist der eigentliche Mörtel in der hier bunt zusammengetragenen Mauer.

Lieben Gruß an dich - Eva

Servus Thomas!

Muttertag war einfach ein auslösender Begriff um hinzuschauen, auf Kleinigkeiten. Ich kann nachvollziehen, dass dir dies unspektakulär erscheint, weiß um die vermisste Aktivität, die im Verborgenen aufgebaute Handlung. Sie ist da, aber leise, alltäglich eben. Schade, dass es dich "fast" langweilt. Wenn ich es aber noch wett machen konnte mit den einzelnen Passagen, dann bin ich ja grad noch mal davon gekommen, schwitz!

Rodel = Schlitten
ribbeln = äh, nehme an rubbeln, na so mit eingerollten Fingern halt den Sand aus den Augen reiben.

Lieben Gruß an dich - Eva

Servus xka!

Ich freue mich, wenn du es spaßig gefunden hast und in dir Gedanken um deine eigene Kindheit, die möglichen Erinnerungen deiner Mutter hervorgekommen sind beim Lesen. Frag sie doch einfach mal. Bei Zwilligen ist sicher einiges los gewesen. Wenn ich mir das so vorstelle, alles im Doppelpack ....
Danke für deinen herzliche Kritik.

Lieben Gruß an dich - Eva


Servus Barde!

Schön, dass du reingeschaut hast, trotz der sonst nicht so großen Vorliebe für meine Erzählweise. Wenn dir diese Geschichte aber auch noch gut gefiel, freut mich das ehrlich.

Deine viele Mühe mit meinen, mit lockerer Hand über das Ganze verstreuten Beistriche! Ich danke dir wirklich herzlichst. Ich hab dich richtig vor mir gesehen, wie du erst irritiert, dann fassungslos den Kopf schüttelst über mein Unvermögen diese blöden Dinger an den richtigen Stellen zu platzieren. Habe mich vertrauensvoll in deine Beistrichhände begeben und sie allesamt vertauscht, wie von dir geraten (und denke lieber gar nicht nach, wo ich sie in diesem Satz wieder verkehrt herum verwendet habe) ;)

Lieben Gruß an dich - Eva

 

Servus, Eva!

Eine gute Idee von Dir, den Muttertag einmal aus der etwas anderen Sicht zu behandeln! Wie auch die Kritiker vor mir erwähnten, ist die bedingungslose Liebe der Tochter gegenüber so stark beschrieben, dass sie mich an vielen Details teilhaben ließ und ich sie als Leserin spüren konnte. Das war mehr, als ich von dem Text erwartet hatte.

Danke, dafür!


Lieben Gruß
Antonia

 

Liebe Eva!

Die Gedanken Deine Tochter betreffend, finde ich sehr schön niedergeschrieben. - Ich hätte gern so eine Mutter gehabt.

Nur ist mir nicht ganz klar, wieso Du die Geschichte "Muttertag" nennst? Vom Muttertag ist ja - außer der Fragestellung am Beginn - gar nichts drin. "Mutterliebe" fände ich passender - ist aber nur meine persönliche Meinung und in keinster Weise als Änderungsvorschlag gedacht.

Auch das hier schreib ich alles nur, um es gesagt zu haben...:

"... ruhig noch nach Hause gehen“ sagte die
Krankenschwester"
- gehen“, sagte

"weil es ihr das Anziehen auf den klammen Fingern unangenehm war"
- das "es" würde weggehören

"Selbst wenn sie frühmorgens um fünf Uhr mir sonntags die Augen hochzog, damit sie sehen konnte, ob ich noch schlafe,"
- ich würde den Satz so umformulieren, denn wie er ist, liest er sich schlecht: Selbst, wenn sie mir am Sonntag frühmorgens um fünf Uhr die Augen hochzog, ...
- würde statt der Augen "Augenlider" schreiben, da sie ja nicht das ganze Aug hochzog

"„Da – dein Kind“ und sperrte mich"
- Kind“, und

"In der Schule wurde sie, die mit zwei Jahren, kaum mehr als brabbelbrabbel und Luftabon sagte,"
- der Beistrich nach "Jahren" würde weggehören

"Sie erfand eigene Systeme das Leben auf ihre Art zu bewältigen"
- nach Systeme würde ein Beistrich hingehören

"Ich liebe sie, wenn sie sich wie ein Kleinkind die Augen ribbelt, wenn sie müde ist."
- würde schreiben "weil sie müde ist"

"das musst du dir anhören“ lacht sie dann."
- anhören“, lacht

"Und wenn sie wie, jetzt, wo ich"
- sie, wie jetzt, wo

Habe nie verstanden, warum sich viele Frauen dagegen wehren.
Tun sie das denn? :shy:

Was mich betrifft, ich hatte noch nie einen richtigen Muttertag, obwohl ich ihn auch gern hätte.
Bei meiner Tochter war es gang und gäbe, daß wir gemeinsam der Oma einen Muttertag machen und bei meinem Sohn war und ist es so, daß ihm das noch nie jemand gelernt hat, was man am Muttertag macht. Sein Vater meint(e) immer: "Du bist ja nicht meine Mutter"
Auch heuer wieder wird er mit unserem Sohn bei seiner Mutter sein.
Muttertag ist Omatag... :crying:

Alles liebe,
Susi

 

Hallo schnee.eule,

ein wunderschöner Text, der Erinnerungen an alte Zeiten weckt und mich schmunzelnd und nachdenklich zugleich zurückläßt. Zwar ist die Sichtweise der Mutter beschrieben, aber glaube mir, ein Vater findet sich da auch irgendwo wieder. Beginnend bei der Geburt, während der man hilflos daneben steht, ein bißchen Schweiß von der Stirn der Mutter abwischt und sich während der Presswehen beschimpfen lassen muss :lol: bis hin zu den späteren Momenten, in denen man(n) nur laienhafte (von oben herab belächelt) Kommentare zu juristischen Problemstellungen beisteuern kann, wenn Tochter und Mutter fachsimpeln. Aber auch dann liebe ich es, Vater zu sein.

Deine Geschichte könnte folglich genauso gut Vatertag heißen.
Das übrigens habe ich ein klein wenig vermißt: der Vater wird nur sehr am Rande erwähnt. Aber das wird wohl mehr persönliche Gründe haben, bei denen mir eine Bewertung nicht zusteht. Whatever, sie hat mir auch so gefallen, ich glaub ich wiederhole mich da. :)

Gruß vom querkopp

 

Servus Antonia!

Danke fürs Reinschauen. Freut mich, wenn die Liebe spürbar wurde. Dass es mehr war als du erwarten konntest? Meinst du das auf den Titel bezogen?

Lieben Gruß – Eva


Servus Susi!

Muttertag deshalb, weil ich mir anlässlich dieses Tages ganz lose gestreute Gedanken über mein Muttersein machte. Im Rückblick auf kleine Mosaiksteine meines Lebens mit meiner Tochter ist die Liebe überall hervorgequollen, einfach weil sie da ist.

Mutterliebe - das wäre ein viel emotionalerer Text geworden und nichts wäre dem, was ich da alles fühle, wirklich gerecht geworden. Was da alles drinnen verborgen ist, Liebe, Kraft, Freiheit , Akzeptanz, Träume, Abnabelung, Authentizität und und und. Da hätte ich wieder gaaaanz tief rein gegriffen, in meine hierorts schon oft zerlegten Kitschmaltöpfe und es selbst gar nicht als solchen empfunden. Außerdem würde ich da sicher zum Herumphilosophieren anfangen über Gott und die Welt – und wäre wieder am Thema vorbei, ohne es aber zu verlassen. Du verstehst?

Dass du als Mutter selbst nie Muttertag gefeiert hast kann ich gar nicht glauben !!! Ich feiere den Muttertag meiner Mutter immer am Samstag. Da sind wir, also meine Geschwister und ich, die Kinder. Und die "Oma" ist an diesem Tag wirklich nur Mutter. Die Enkel sehen das sehr unterschiedlich und jeder macht da mit wie er will. Der Sonntag, der Muttertag selbst, ist der Tag an dem Andrea und ich ganz bewusst einen gemeinsamen Tag verbringen und ihn auch wirklich genießen, egal ob wir Quatsch machen oder gefühlsduselig sind oder grantig, oder sonstwas. Das ist sehr schön. Mochtest du selbst diesen Tag nie für euch beide in Anspruch nehmen? Denn zum Omatag musste der Tag ja eigentlich durch dich selbst werden, oder nicht?

Meine Einleitung, dass viele Frauen sich dagegen wehren? Das erlebe ich tatsächlich immer wieder. „Geh, Muttertag. Einmal im Jahr Blumen bringen, nur Geschäftemacherei, ich brauch das nicht, das Herumkarren zum Essen etc etc “ – das höre ich schon sehr oft und durch alle Altersschichten hindurch. Dass dies Rituale sind die man im Ablauf jederzeit verändern kann, wird oft gar nicht wahrgenommen.

Danke noch fürs Ausbessern, korrigiere ich noch.

Lieben Gruß an dich- Eva


Servus Querkopp!

Schmunzelnd und nachdenklich – ja so ließ mich mein Text selbst auch zurück. Ich finde es sehr angenehm wie du die Geschichte betrachtest und auch wie du mit deinem Vatersein umgehst und natürlich könnte die Geschichte auch die Erinnerung, das Hinsehen eines Vaters sein, geb ich dir vollkommen recht.

Der Eindruck des etwas abwesenden Vaters mag beim Lesen so empfunden werden und hat natürlich seine Gründe. Aber was dabei nicht zu vergessen ist, dies ist ausschließlich der Mutterblick. Der Tochterblick wäre ja vielleicht ganz anders ausgefallen und so wie der Vater am Geschichtenbeginn durch meine Perspektive sehr wohl präsent war, hätte er aus ihrem Blickwinkel auch später und jetzt vielleicht mehr Dominanz. Wäre jedenfalls schön. Denn ein Kind sollte ja nicht nur eine Mutter oder einen Vater, sondern Eltern haben.

Lieben Gruß an dich - Eva

 

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