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Mein Problem mit der Sonne

.K.

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03.05.2003
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Mein Problem mit der Sonne

Meine Beziehung zur Sonne war eigentlich immer recht ausgeglichen. Die meiste Zeit trieb sie sich zwar in suedlicheren Gefilden rund um den Aequator herum, aber sie besuchte mich oft genug, dass ich mich nicht beklagen konnte.

Diesen Fruehling ueberraschte sie mich, als ich eines morgens auf einer Bank in der Rheinaue sass, gaenzlich unerwartet in ihrer ganzen Pracht und Groesse. Ich hiess sie ueberschwenglich willkommen, streckte meine Glieder und genoss ihre Anwesenheit in vollen Zuegen. Die Hitze machte mich so richtig faul und traege, und ich kommentierte ihre Worte nur mit gebrummten "m-hm"s und "a-ha"s; bis mir ploetzlich auffiel, dass sie verstummt war.

Ich oeffnete blinzelnd die Augen und sie fuhr mich an "Du hoerst mir ja gar nicht zu!"

"Doch doch", erwiderte ich und kramte im meinem Kurzeitgedaechtnis herum, "Du sprachst gerade von Deinen Flecken."

"Ja, genau, was kann ich gegen die tun ?"

"Du musst nichts gegen sie tun, sie sind doch nicht weiter schlimm."

"Nicht weiter schlimm, nicht weiter schlimm", heulte die Sonne auf, "das kannst DU leicht sagen, Du musst ja nicht mit ihnen leben!"

Ich stoehnte. Klasse. Immer wenn mich jemand wunschlos gluecklich macht, beginnt diejenige, sich zu problematisieren. Ich setzte mich auf und rieb meine Augen.

"Deine Flecken sind doch nicht permanent. Sie kommen und gehen. Und sie werden mit einigen positiven Dingen in Verbindung gebracht, beispielsweise Wachstum. Wenn Du ein besonders fleckiges Jahr hast, wachsen die Pflanzen schneller und dichter."

Sie versteckte sich hinter einer Wolke und jammerte "warum kann ich nicht einen so schoenen, makellosen Himmelskoerper haben wie frueher, als ich noch jung war. Ohne Flecken!"

"Niemand ist perfekt", sagte ich. "Und ausserdem interessieren Deine Flecken auf der Erde nun wirklich niemanden ausser ein paar abgedrehte Astronomen und Physiker, die eh keinen Plan haben, worauf es wirklich ankommt."

"Der Mond", ergaenzte ich, "hat ueberall Flecken und niemand behauptet, die seien unattraktiv."

Die Sonne wurde zornig-rot und kam unter der Wolke hervor. Sie machte sich bereit zu gehen. Geschockt sah ich sie an, fuehlte mich schwaecher werden und fluesterte "Was ist denn los? Warum gehst Du?"

"Du hast Dich gerade verraten. Du triffst Dich hinter meinem Ruecken mit anderen Planeten."

"Ja, stimmt", gab ich zoegernd zu, "aber was soll ich dagegen machen ? Jeder, der nachts einen Spaziergang unternimmt, trifft zwangslaeufig auf den Mond. Von Zeit zu Zeit zumindest."

Liebevoll fuegte ich hinzu "er ist ja nicht immer da, so wie Du."

Das Gesicht der Sonne verfinsterte sich. "Ach so ist das. Wenn ich einen auf 'hart zu kriegen' machen wuerde, faende man meine Flecken vielleicht auch auf einmal so furchtbar inrteressant. Was bin ich doch naiv gewesen! Ich dachte, wenn ich mich sieben Tage die Woche, zweiundfuenfzig Wochen im Jahr, tausend Jahre im Millenium zur Verfuegung stelle, wuerde ich beliebt und gewuerdigt, waehrend die Leute sich die ganze Zeit ueber nur fuer dieses billige Flittchen interessieren, die noch nicht mal selbst strahlt, sondern ihr ganzes Licht von mir klaut! Aber ich habe meine Lektion gelernt. Von jetzt an werde ich nur noch alle zwei Wochen aufgehen, vielleicht findet man dann meine Flecken dann auch so schoen."

Sie meinte es toternst, und haette es auch durchgezogen, wenn ich nicht meine ganze Ueberredunsgkunst aufgeboten haette. Ich sprang auf, ich kniete mich hin, sprach mit Engelszungen und wutentbrannt, ich bettelte und flehte, machte ein Kompliment nach dem anderen und log zum Schluss, dass sich die Balken bogen (von wegen, es sei ein elektromagnetisches Phaenomen, das sich heilen liesse), alles nur, um die Sonne zum Bleiben zu bewegen.

Schliesslich lenkte sie ein, statt voll Wut nur noch voll Sorgen, und sie wird morgen wieder aufgehen. Ich jedoch werde nie wieder so gluecklich in der Sonne baden koennen. Statt fuer ihre Strahlen interessiert sie sich nur fuer ihre Flecken und gibt mir die Schuld daran.

[Nach Bardes Beitrag einige Rechtschreibfehler und Formulierungen korrigiert.]

 

Hallo K.

nun ich habe deine Geschichte jetzt zweimal gelesen und muss gestehen, dass sie mir nicht so besonders gefällt. Wohl deshalb nicht, weil ich nach wie vor nicht rausbekommen habe, was du aussagen willst oder auch nicht!

Wenn ich den Vergleich dann wiederum mache Sonne = Person und dann eventuell, dass jemand jemanden für irgend etwas verantwortlich machen will ...

Also wie du siehst, grüble ich über deinen Text nach.

Liebe Grüße

Ev

 

Hallo .K.,
Hm, ich weiss ehrlich gesagt auch nicht so recht, was ich zu Deiner Geschichte sagen soll. Vom Stil her hat sie mir gut gefallen.
Aber was willst Du damit aussagen? :confused:
Ich würde jetzt mal interpretieren, dass die Sonne eine Frau darstellt, die sehr oberflächlich ist und nur auf ihr Äusseres bedacht ist und andere für ihre Fehler verantwortlich macht???
Ein paar Kleinigkeiten sind mir noch aufgefallen:
...wie z.B. wachstum - Wachstum
Sie versteckte sich hinter einer wolke... - Wolke
...wirklich niemanden, ausser ein Paar - ein paar
Wenn ich mich rar und einen auf hart zu kriegen machen würde - finde ich nicht so schön formuliert
...auch auf einmal so furchtbar inrteressant - interessant

Ich nehme an, dass Du keine deutsche Tastatur benutzt (ich übrigens auch nicht), weswegen du immer ae statt ä ,usw. schreibst.

Liebe Grüsse
Blanca

 

Hallo .K.!
Deine Geschichte ist vom Stil her gut, vom Inhalt her eigentlich auch. Aber was willst Du genau sagen? Sprichst Du von einer Frau, die, wie Blanca sagte, nur auf ihre Schönheit fixiert ist. Oder, dass man sich viel zu wenig um Kleinigkeiten kümmert und erst, wenn auch das Grosse weg sit, die Kleinigkeiten vermisst? :confused:
Bitte klär mich auf!

Liebe Grüsse,
Marana

 

Hallo zusammen,

ich habe Eure Kritiken gelesen, muss aber gestehen, dass sie mir nicht sonderlich helfen, da ich die zentrale Aussage nicht verstehe.

Ja, das ist jetzt sarkastisch, aber auch ernst gemeint.

Mir faellt (unangenehm) auf, dass hier auf kg.de eine recht bizarre Obsession mit "zentralen Aussagen" ihr Unwesen treibt. Ebenso werden Autoren hier regelmaessig gezwungen, ihre eigenen Geschichten zu interpretieren (das empoert mich im besonderen! wozu sind die Leser denn da?).

Ich fuerchte dass ihr, wollt ihr konstruktive Kritik ausueben (ich wuerde sogar sagen: wollt ihr Literatur als solche ueberhaupt wuerdigen koennen), zuerst von beidem Abstand nehmen muesst.

Liebe Gruesse,
K.

 

Hallo .k.,
ich will Dich keinesfalls zwingen, Deine eigene Geschichte zu interpretieren, wenn es Dich so sehr empört. Ich wollte eigentlich nur interessehalber wissen, was Du mit Deiner Geschichte aussagen willst, um zu schauen, ob ich sie richtig interpretiert habe.
Ausserdem habe ich Dich noch auf ein paar Rechtschreibefehler aufmerksam gemacht, (was ja auch zu einer konstruktiven Kritik gehört).
Ich bin der Meinung, wenn Leser versuchen, Deine Geschichten zu verstehen, ist dass doch ein gutes Zeichen, dass sie sich damit auseinandersetzen.

Viele Grüsse
Blanca

 

Geschrieben von Blanca
ich Dich noch auf ein paar Rechtschreibefehler aufmerksam gemacht, (was ja auch zu einer konstruktiven Kritik gehört)

Da hast Du Recht. Danke!

Ich wollte eigentlich nur interessehalber wissen, was Du mit Deiner Geschichte aussagen willst, um zu schauen, ob ich sie richtig interpretiert habe.

Es gibt keine richtige und keine falsche Interpretation; was die Interpretation einer Geschichte angeht, hat der Autor auch nicht mehr Autoritaet als jeder beliebige Leser.

Ich finde, dass ein Text in dem Moment, wo man ihn in einer "zentralen Aussage" erschoepfend zusammenfassen kann, aufhoert, Literatur zu sein.

Ich bin der Meinung, wenn Leser versuchen, Deine Geschichten zu verstehen, ist dass doch ein gutes Zeichen, dass sie sich damit auseinandersetzen.

Das stimmt, und dafuer bin auch dankbar. Ich finde jedoch, dass ein Leser genung Vertrauen in sein eigenes Urteil haben muss. Den Autor nach "des Raetsels Loesung" zu fragen ist dabei jedoch "the easy way out".

Goethe und Kafka kann heute auch niemand mehr fragen, was sie denn "damit sagen" wollten. ;)

Will mich jetzt aber auch nicht in einer solchen Diskussion festbeissen. Es ist nur, das Kommentare wie "ich mag Deine Geschichte nicht, weil ich nicht weiss, was Du mir damit sagen willst" mich etwas frustrieren. Nichts fuer ungut.

Freundliche Gruesse,
K.

 

Hi .K.!
Nun, ich finde nicht, dass Dich das frustrieren sollte. Goethe und Kafka kann niemand mehr fragen, denn die sind ziemlich tot, aber Du ja nicht. Du bist hier und kannst uns helfen, Deine Geschichte zu verstehen. Mich frustriert es auch, wenn ich eine Geschichte lese und nicht nachkomme, was der Autor damit sagen will. Dann finde ich die Geschichte meist nicht sooo gut, denn ich weiss ja nicht, was ich denken soll (am besten gar nichts :D). Und dann mach ich mir Gedanken, und wenn ich immer noch nicht begreife, was der Sinn ist, frage ich mal nach.

Für Deine Geschichte hier nehme ich jetzt mal meine zweite Interpretationsmöglichkeit, denn sie erscheint mir besser als die mit der Frau. :)

Liebe Grüsse,
Marana

 

Hallo .K.,

vielleicht hätte ich Goethe und Kafka auch gefragt, wenn sie noch leben würden :D .
Ich finde aber schon, dass man eine Geschichte falsch interpretieren kann.
Aber o.k., da gehen unsere Meinungen halt auseinander.

Übrigens habe ich gar nicht geschrieben, dass mir Deine Geschichte nicht gefallen hat, weil ich sie nicht verstanden habe.;)
Aber wie Du schon sagst, wir wollen jetzt hier keine grosse Diskussion anfangen.

Werde trotzdem noch Geschichten von Dir lesen. :)
Viele Grüsse
Blanca

 

Hallo .K.!

Ich gebe zu, ich habe auch keine Aussage gefunden. Ich habe auch nicht danach gesucht. Es ist mir nämlich völlig egal, ob die Geschichte eine Aussage hat oder nicht.

Ich fand sie nämlich einfach nur amüsant und sehr, sehr süß. :D
Muss sie auch gleich nochmal durchlesen. Dass Umlaute fehlen, stört ein bisschen; ebenso ein paar Groß- und Kleinschreibungsfehler.
Aber das kann man ja ändern.
Und deine Geschichte hat mir den Tag ein bisschen sonniger gemacht. :lol:

Mfg
xka

 

Goethe und Kafka kann heute auch niemand mehr fragen, was sie denn "damit sagen" wollten.

LEIDER!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :cool:

hi k,

stelle deine kritik an die kritiker bitte ins forum, damit alle davon profitieren können. dann könnten die kritiker und autoren, die du noch nicht kennst, sich mit diesem satz:

Mir faellt (unangenehm) auf, dass hier auf kg.de eine recht bizarre Obsession mit "zentralen Aussagen" ihr Unwesen treibt.

auseinandersetzen :p

im allgemeinen sollte (hauptintention) ein autor seine texte so verfassen, dass seine zielgruppe sie verstehen und grob auch so interpretieren, wie der schreiber sich seine eigene interpretation dazu vorstellt. das ist zumindest die theorie. es passiert mir bei meinen geschichten auch dauernd, da schreibe ich sie mit einer eher leichten interpretation, und trotzdem kommt sie einfach zu oft bei den individuellen leser tiefgründig an. tja, in erster linie liegt es dann an meiner geschichte.

bei den kritiken zu deiner geschichte ist etwas interessantes aufgetreten. hier scheinen sich die unterschiedlichsten leser einig zu sein - fast unfassbar. und auch ich sehe es vollkommen genauso. keine leitthese - keine aussage - aber guter, parodischer erzählstil, der mich 2 mal zum schmunzel gebracht hat (und das will was heissen, denn der barde lacht NIE :D )

der schluss fällt aus dem erzählerischen rahmen und zerstört den positiven gesamteindruck.

Aber ich werde nie wieder so gluecklich mit der Sonne sein. Die Sonne interessiert sich nur fuer ihre Flecken anstatt fuer ihre Strahlen und macht mich verantwortlich dafuer.

er passt nicht zum stil. die ganze zeit hast du schön einen charakter zu der sonne personifiziert, und daraus eine parodie gemacht. am ende kommt ein ernstes resumee. wenn ich das resumee in den kontext der geschichte einflechte, dann ist das ganze wiederum keine parodie sondern eine metapher. gegen eine metapher spricht aber, dass du dem leser keine aufklärung gibst. *verwirrend*

meine persönliche meinung, wenn ich die mal zum abschluss der sachlichen analyse geben darf, ist, dass ich die geschichte für misslungen halte, weil die intention nicht deutlich wird, weil zwei verschiedene, nicht miteinander harmonierende erzählstile verwendet wurden und weil für diesen kurzen text einfach zu viele schreibfehler drinstecken, die du noch nicht einmal korrigiert hast *smile*.

es tut mir leid!

bye

barde

voellig unerwartet in ihrer ganzen Pracht und Groesse. Ich hiess sie ueberschwenglich willkommen, streckte meine Glieder und genoss ihre Anwesenheit in vollen Zuegen.

irgendwie merkt der leser dieses doppelspil doch: "voellig" "vollen"

wie z.B. wachstum

ich würde "z.B." ausschreiben
"wachstum" gross

Sie versteckte sich hinter einer wolke und jammerte "Warum kann ich nicht einen so schoenen, makellosen Himmelskoerper haben

"wolke" gross
hinter "jammerte" ein doppelpunkt


ausser ein Paar abgedrehte Astronomen und Physiker

"Paar" hier klein

"Ja, stimmt", gebe ich zoegernd zu, "aber was soll ich dagegen machen ?

"gebe" >> "gab"

Liebevoll fuege ich hinzu "er ist ja nicht immer da, so wie Du."

"fuege" >> "fügte"

"Ach so ist das. Wenn ich mich rar und einen auf hart zu kriegen machen wuerde, faende man meine Flecken vielleicht auch auf einmal so furchtbar inrteressant.

hinter "Ach" ein komma.
der 2, satz ist etwas schwieig zu verstehen, besser "hart zu kriegen" in hochkommas einklammern.

machte ein Kompliment anch dem anderen

"anch" >> "nach"

abschliessend solltest du mal versuchen, deinen text zu formatieren. bist du im ausland, so dass du keine umlaute und kein ? schreiben kannst? vielleicht solltest du dann einen freund bitten, dir zu helfen.

lieblingssatz:

"Du hast Dich gerade verraten. Du triffst Dich hinter meinem Ruecken mit anderen Planeten."

 

Geschrieben von Barde
LEIDER!

Und was waere, wenn Du Kafka fragst, was er mit "Die Verwandlung" "sagen wollte", und er praesentiert Dir eine voellig andere Interpretation als die Deinige???
Findest Du den Text dann schlechter? Oder Dich duemmer, weil Du es "nicht gerafft" hast? :confused:

Hallo Barde,

wenn Du mir sagst, welches Forum Du meinst (Workshop?), kopiere ich die Diskussion gerne dorthin.

im allgemeinen sollte (hauptintention) ein autor seine texte so verfassen, dass seine zielgruppe sie verstehen und grob auch so interpretieren, wie der schreiber sich seine eigene interpretation dazu vorstellt. das ist zumindest die theorie.

Uff. Hundert Jahre Literaturtheorie mit einer laessigen Handbewegung vom Tisch gewischt. Was Du dort beschreibst, ist sicher nicht "die" Theorie, sondern lediglich "eine", und eine recht Bizarre dazu.
Wer sich mit der (Post)Strukturalismus- und der Dekonstruktionsdebatte auseinandersetzt, stellt schnell fest, dass ein solcher Anspruch der direkten Kommunikation in der Literatur schon in der Theorie/im Keim scheitern muss. Literatur lebt doch gerade von dem Pluralismus von Lese/Interpretationsmoeglichkeiten. Sonst kann man ja gleich nur die These hinschreiben.

Es passiert mir bei meinen geschichten auch dauernd, da schreibe ich sie mit einer eher leichten interpretation, und trotzdem kommt sie einfach zu oft bei den individuellen leser tiefgründig an. tja, in erster linie liegt es dann an meiner geschichte.

Was Du hier beschreibst passiert nicht nur Dir bei manchen Geschichten, sondern das "passiert" jedem, immer, bei allen Geschichten. Es nennt sich Lesen/Interpretieren. Passiert es Dir bei Deinen eigenen Geschichten nie, das Du selbst nach etwas zeitlichem Abstand etwas anderes darin liest, als Du urspruenglich intendiert hattest?

keine leitthese - keine aussage - aber guter, parodischer erzählstil

Danke fuer den letzten Punkt. Die ersten beiden halte ich fuer problematisch, weil hier, meines Erachtens, ein rational-wissenschaftlicher Diskurs (These, Aussage, Fazit?) schablonenhaft auf einen literarischen Text gelegt wird. Eine Kurzgeschichte ist keine wissenschaftliche Abhandlung ueber ein Thema.

Ich fuerchte, dass ich hier den Eindruck erwecken koennte, ich sei nicht kritikfaehig. Das ist nicht der Fall. Ich veroeffentliche meine Geschichten ja hier, um mich durch Kritik zu verbessern. Ich habe nur das Gefuehl, dass die Kritik hier am Ziel vorbeischiesst...

er passt nicht zum stil. die ganze zeit hast du schön einen charakter zu der sonne personifiziert, und daraus eine parodie gemacht. am ende kommt ein ernstes resumee. wenn ich das resumee in den kontext der geschichte einflechte, dann ist das ganze wiederum keine parodie sondern eine metapher. gegen eine metapher spricht aber, dass du dem leser keine aufklärung gibst.

Kann das sein, dass Du hier Stil und Genre/Stilmittel vermischt? Ich habe das Gefuehl, dass Du hier mit schablonenhaftem Kategoriendenken herangehst, und mich dann kritisierst, dass ich diese nicht einhalte/teile.

Ich [halte] die geschichte für misslungen , 1. weil die intention nicht deutlich wird. 2. weil zwei verschiedene, nicht miteinander harmonierende erzählstile verwendet wurden und 3. weil für diesen kurzen text einfach zu viele schreibfehler drinstecken, die du noch nicht einmal korrigiert hast

zu 1. siehe oben. Dann muesstest Du 90% der Weltliteratur fuer misslungen halten.

2. das kann ich schon eher nachvollziehen, ich finde den letzten satz auch nicht wirklich gelungen und werde ihn ueberarbeiten. Er wird aber ernsthaft bleiben, denn die Sache ist ja ernsthaft, und nicht (nur) lustig.

3.ja, daran muss ich noch arbeiten. aber eine Geschichte als misslungen zu bezeichne, weil Rechtschreibfehler drinstecken, finde ich jedoch recht harsch. Was waere denn, wenn ich dir die Geschichte am Telefon vorgelesen haette?

es tut mir leid!

Mir auch! :)

Bis denne
K.

 
Zuletzt bearbeitet:

na ja, ich weiss schon, was du versuchst zu erklären. aber um überhaupt kritisieren zu können, brauchen wir ja ein muster. ansonsten müsstest du ja sagen, dass nichts kritisierbar ist.

ich habe da ein interessantes beispiel: ich mag keine abstrakte kunst - ich sehe nichts in ihr und finde sie alle für misslungen (persönliche vorliebe). sie passt nicht in mein muster für schöne malerei. ich bin voreingenommen.

so voreingenommen behaupte ich bei geschichten nachdrücklich, dass die hauptintention für einen schreiber, der geschichten für eine lesergruppe schreibt, ist, zu unterhalten. und ich vermute einfach mal, dass die besucher von kg.de genau das bieten und auch suchen. so also brauchen wir leitgedanken, konkretisierungen, unterhaltungsmodule - irgendwas, was für uns einen sinn hat, die geschichte zu lesen - woher sonst soll denn die motivation kommen???
deshalb .. schema :)

Und was waere, wenn Du Kafka fragst, was er mit "Die Verwandlung" "sagen wollte", und er praesentiert Dir eine voellig andere Interpretation als die Deinige???

ich hätte goethe lieber etwas über seinen faust gefragt - ich kenne nämlich verschiedene, politische und sozialpolitische interpretationen (es gibt sogar eine kommunistische interpretation *unfassbar*) ich hätte ihn gerne mal gefragt, ob er sich das alles sooo vorstellte *huahuahua*.

Ich veroeffentliche meine Geschichten ja hier, um mich durch Kritik zu verbessern. Ich habe nur das Gefuehl, dass die Kritik hier am Ziel vorbeischiesst...
stelle doch gezielte fragen - das mache ich auch manchmal. (achte besonders mal auf die reaktionen *smile*)

übrigens - ich möchte dir eine meiner geschichten empfehlen -Ich bin eine Geschichte - normalerweise mache ich das ja nicht, aber ich habe so das gefühl, dass du damit etwas anfangen könntest, bevor du dann ein neues thema im forum eröffnest.

du kannst übrigens rechts oben bei "diskussionen" auf "autoren" klicken und dort ein neues thema anbieten.

ich hoffe, ich konnte ein wenig hilfreich sein.

bis dann

barde

 
Zuletzt bearbeitet:

Hm, ich fand die Geschichte interessant, die Idee sehr gut und den Stil auch ordentlich.

Ansonsten halt ich es zu hundert Prozent mit Herrn K. :).

Ich fand meine eigene Interpretation und damit gebe ich mich zufrieden.

Literatur dient dazu, zum Denken anzuregen, sich selbst den Spiegel vorzuhalten und eigene Interpretationen zu entwerfen, Assoziationen zu seinem eigensten Selbst zu bilden ...

Das ist genau der Umstand, welcher Literatur vom Sachbuch trennt.

critics: Auch mir gefallen die letzten beiden Sätze nicht wirklich.

 

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