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Kämpfe, Jürgen! Kämpfe !

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06.05.2003
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Kämpfe, Jürgen! Kämpfe !

Kämpfe, Jürgen! Kämpfe!

Kämpfe, Jürgen! Kämpfe!

,,Kämpfe, Jürgen! Kämpfe! Kämpfe, Jürgen! Kämpfe! Ich werde kämpfen, verlassen sie sich drauf!’’
brüllt er in die unzähligen Mikrofone, die an dem Rednerpult angebracht sind. Seine sehr aggressiv wirkende Ansage steht im krassen Gegensatz zu seiner offensichtlichen inneren Anspannung. Den Tränen nahe flüchtet er aus dem Gebäude, Journalisten stürzen sich wie Aasgeier auf ihn und bombardieren ihn mit Fragen.

Nächste Szene:
Der Kanzler, Hans-Dietrich Genscher und irgendeine Schwuchtel mit Brille geben auswendig gelernte Beileidserklärungen ab. Sie versuchen seine Verdienste für Deutschland in den Vordergrund zu rücken und sprechen von seinen positiven Eigenschaften. Es fallen Worte, wie ,,Stehaufmännchen’’ und ,,Kämpfernatur’’.

Nächste Szene:
Ein Mitglied seines Fallschirmspringervereins erklärt die technischen Grundlagen. Er hatte zuerst den Fallschirm geöffnet und sich dann in einer Höhe von ca. 1000 Metern wieder ausgeklinkt. Augenzeugen berichten, dass es dafür keinen erkennbaren Grund gab.
,,Er hat nicht einmal versucht die Reserve zu ziehen! Für uns war er nie der erfolgreiche Politiker. Für uns war er Jürgen der Fallschirmspringer. Der erfahrenste unseres Vereins.’’

Nächste Szene:
Eine Pressekonferenz der Polizei. Man will noch keine genauen Erklärungen für den Vorfall abgeben. Es könnte sich um einen Unfall, Selbstmord oder eine Manipulation handeln. Es gab vor einiger Zeit bereits einen ähnlichen Zwischenfall, bei dem ein anderes Mitglied seines Vereins ums Leben kam. Damals glaubte man, dass es sich dabei um ein Attentat handelte und, dass eigentlich er sterben sollte. Andererseits sprechen viele Indizien für einen Selbstmord. Seine Karriere war beendet und am Morgen wurde sein Haus durchsucht, weil die Staatsanwaltschaft einen weiteren Spendenskandal vermutete.

Nächste Szene:
Der Ort seines Absturzes wird gezeigt. Man sieht Polizisten und Sanitäter. Es gibt keine Schaulustigen. Man sagt er wäre mit einer Geschwindigkeit von ca. 200 km/h aufgeschlagen. Er war sofort tot. Die Reportage ist zu ende.

Verschwörungstheorien und Parallelen zum mysteriösen Barschel Selbstmord werden morgen in der Bild Zeitung zu lesen sein. Es ist schon spät. In drei Minuten fangen die Simpsons an. Ich habe Hunger. Ich gehe in die Küche und hole mir was zu Essen. Ah, es kommt die Folge mit Itchy und Scratchy Land, die ist gut. Bäh, der Kuchen schmeckt scheiße, na ja der Hunger treibst hinein...

 

"Schwuchtel mit Brille" würde ich an deiner Stelle noch einmal überdenken. Das Nacherzählen von Meldungen einzelner Sender finde ich langweilig. Keine eigenen Gedanken. Aber man merkt schon, dass dir der Tod von Möllemann so ziemlich am Arsch vorbeigeht. Oder etwa doch nicht?

Kurzlebiger, wenn überhaupt, im Grunde genommen nicht auf dem eigenen Mist gewachsener Text.

Gruß,
Poncher

 

Ich muss sagen, dass ich mich über eure vorwiegend negative Resonanz freue, und zwar aus einem Grund: Diese Geschichte sollte nicht weiter, als die Widergabe eines alltäglichen Eindrucks sein, nicht mehr und nicht weniger.

 

Hallo Hardy,
Du hast die Berichterstattungen um Möllemans Tod herum wiedergegeben. Nichts neues, nichts besonderes, aber für mich trotzdem interessant, jede einzelne Gruppierung mit ihren Worten so zusammengefasst zu lesen. "Die Schwuchtel mit Brille" passt nicht zum übrigen Erzählstil. mit dieser Bezeichnung bringst Du Deine persönliche Meinung über den Anzugträger zum Ausdruck. Die Zeile "nächste Szene" hätte auch wegbleiben können.
Interessant wäre es gewesen, wenn Du die Stellungnahmen der FDP differenziert zu Papier gebracht hättest, die Wiedersprüchlichkeiten, auch wenn Du auf die Todesanzeige eingegangen wärst.
Grüße Heidi

 

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