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Ich hatte mal ein weisses Pferd
Der Regen hat Angst vor der Erde. Vor dem Trockenen. Deswegen kommen ur oft die Straßenwäscher bevor es regnet. Sie arbeiten für den Regen. Sie machen die Strassen nass für ihn, damit er keine Angst haben muss.
Nicht die, die mag ich nicht. Erzähl eine Andere.
Ich hatte einmal ein weißes Pferd. Es konnte fliegen. Es war ein entlaufenes Aeroflot-Pferd. Es hieß Ario Doppelmembran Hausübung. Es trug mich überall hin. Zu den Elefanten und zu den Turnschuhkindern, zu den Dicken und zu den Ballnähern.
Einmal waren wir am Schottentor in Wien, und eine Frau weinte. Sie war gerade blind geworden. Wir konnten ihr nicht helfen. Nicht wirklich. Wir sagten, ok, na dann gehen wir für sie einkaufen.
Im Laden waren viele Leute. In der Schlange vor uns war ein etwas dümmlicher junger Bauarbeiter. Er trug viele Getränke in seinen Armen. Er litt offensichtlich, weil es schwer war und seine Arme brannten. Jemand hatte sie angezündet. Ich löschte das Feuer und half ihm mit den Getränken. Er bedankte sich und dann hatten wir uns nichts mehr zu sagen.
Die blinde Frau bedankte sich auch und lud uns zu sich ein für Samstagabend. Wir gingen dann hin, mit einem etwas mulmigen Gefühl allerdings. Aber es war schön und wir tranken Pfirsicheistee mit Erdbeeren. Ihre Freunde waren leckere geschmeidige Menschen.
Dann passierte etwas dermaßen furchtbares, dass es einfach nur dermaßen furchtbar war. Die Armee der Finsternis kam herbei geflogen auf Mutanten aus frisierten Kopiergeräten und Sumpfkuhkettensägen. Sie metzelten und massakrierten fast alle. Nur mich nicht.
Verstört und am Ende meiner Menschlichkeit trug ich den Kopf von Ario Doppelmembran Hausübung in meinen dicken Armen. Ich weinte. Ja, tatsächlich - ich weinte.
Aber niemand konnte mir helfen. Ario Doppelmembran Hausübung sollte von den Geiern der Finsternis gegessen werden. Seinen Kopf verkaufte ich dann. Für das Geld kaufte ich mir ein Schwert, welches drei Meter Lang war. Nach drei Tagen ging in noch mal ins Geschäft und tauschte es um, gegen zwei Krummsäbel.
Dann ging ich weit weg, ins Land der Würste. dort gab es einen Tunnel der ins Reich der Finsternis führte. ich baute die größte Taschenlampe der Welt und nahm sie mit auf meine Letzte Reise. Nun war sie gekommen, die Zeit der Rache.
Ich ging durch den Tunnel und dann war ich im Reich der Finsternis. Ja, dort. ich sagte zu den Arschlöchern, bringt mich zu eurem Häuptling. Sie verstanden kein Wort und holten einen Übersetzer. Der hieß Philipp Möhrwald und war ein gesund gewordener Psychopath und Trottel.
Ich hackte ihm schon mal den Kopf ab. Dann leuchtete ich das Reich der Finsternis einfach aus und das Böse verbrannte.
Danke du Spinner, du lieber lieber Spinner. Sie küsste mich auf die Wange, und es fühlte sich doch irgendwie gut an.