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Ich bin die Macht

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10.03.2003
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Ich bin die Macht

"Ich bin die Macht, die Dir die Träume beschert!
Und ich habe Dich auserwählt, zu entscheiden, ob Du durch das große Traumtor schreiten willst.
Schließe zunächst Deine Augen. Siehst du das Tor?
Erkennst Du es wieder aus Deinen Träumen?
Und nun versuche, die Steinkreise zu finden, welche Dir das Tor öffnen werden.
Das Spiel von Licht und Schatten wird Dich zu ihnen führen.
Öffne Deine Augen, wenn Du ihr Summen vernimmst.
Laß Dich von ihnen leiten.....tritt heran.....näher!
Wohlan, sage mir, was Dein Herz erblickt!?"


Der Nebel lichtet sich, alles wird deutlicher.
Ich erkenne einen mir bekannten Raum mit Landebahnen für Sterne.
Viele Existenzen haben Spuren hinterlassen....wurden zu Geschichten.....von Trauer begleitet.
Aber verspüre etwas Großes auf mich zukommen..........noch zu unklar!


"Weiter!"


Ja, sogleich, warte!
Sehe etwas blinken, kaum wahrnehmbar.
Es ist eine funkelnde Existenz, die mit jedem Schritt, die sie näher kommt, mein Herz berührt.
Dieses Aufblitzen seines inneren Lichtes wird stärker, leuchtender, strahlender und.....
etwas in mir verändert sich!


„Konzentriere dich darauf!“


Mauern werden eingerissen, Dämme brechen, eine Flutwelle der Gefühle stürzt über mich herein, die Kummer und Sorgen fortspült.
Jetzt ist dieses funkelnde Etwas so nah, daß sein Licht meine Haut berührt und mich völlig umgibt, nehme Wahrheit und Reinheit wahr.
Bin völlig berauscht und fühle mich leicht und dem Erdboden weit entrückt.
Dieses Strahlen führt mich fort, trägt mich mit sich und flößt mir Wärme und Geborgenheit ein.
Es ist einzigartig auf seine Weise!
Unbekannte Lust und längst verschüttete Glücksgefühle lassen meine Seele tanzen.
Wiege mich, losgelöst von allem Irdischen und in völliger Hingabe, in diesem machtvollen Licht.
Ich wünschte, es würde nie erlöschen!
Schaue durch Tränen des Glücks zum Himmel, dem wir zustreben.


„Was ist es, was Dich so bewegt? Welche Bedeutung kommt ihm zu?"


Seine Gedanken sind meine Gedanken.
Seine Empfindungen sind ebenfalls meine.
Es ist, als seien wir zwei Körper und ein Gedanke, zwei Körper und eine Seele!
Als hätten sich unsere Wege in längst vergangenen Zeiten und in einem anderen Leben gekreuzt.
Erkenne seine zärtlichen Hände wieder, die mich wie Tautropfen berühren, seine samtene Stimme, die dem Rauschen in den Bäumen des Nachtwaldes gleicht, sein weises Wesen, das durch seine Augen spricht, seine wärmende Haut, die zur Glut werden kann, seine wahnsinnig große Liebe!
Und die Emotionen wachsen der Endlosigkeit entgegen.
Ein unausgesprochenes Versprechen, das mehr Wert in sich trägt als alle Schätze der Welt, verbindet uns auf ewig.


„Warum läßt Du dann den Kopf hängen?“


Weil ich weiß, daß ich mein Leben aushauchen werde, wenn er wieder geht,
und daß mein Dasein ohne ihn keinen Sinn mehr ergibt.
Er ist Teil meines Lebens, der zum Überleben notwendig!
Und somit ist Angst der Punkt, der mir Schmerz bereitet.
Warum tust Du mir das alles an? Warum läßt du es mich erkennen?


„Schau in den Himmel. Was geschieht dort?“


Sehe eine Sonne.
Aber ihre Strahlen sind im Begriff zu erkalten. Ihr Licht ist matt.
Ein Stern bewegt sich auf sie zu, langsam aber stetig. Nacht umgibt ihn.
Schon wandelt sich das Tageslicht und erscheint als Zwielicht.
Der Stern hat sie bald erreicht.
Er berührt sie.
Der Stern in seiner Dunkelheit berührt die sterbende Sonne, trifft sie in ihrer Mitte!
Grelles Aufleuchten!
Sie verschmelzen! Schau nur!
Tag und Nacht treffen aufeinander, ein gigantisches Schauspiel!
Sag, was bedeutet das?


"Du bist soweit!
Öffne das Tor mit Deinem Herzen, wenn Du nach allem noch willst und schreite getrost hindurch."
Vergiß diese Augenblicke nie.
Erinnere Dich Zeit Deines Lebens daran.
Du wirst wissen, wann es geschieht, wann Sonne und Stern verschmelzen.
Dann werden sich auch Tag und Nacht vereinen und Eins werden.
Und du sinkst in die befreiende Ewigkeit der zeitlosen Träume und das Versprechen erfüllt sich."

 

Hi Sossy!
Dein Text gefällt mir sehr gut! Es ist sehr bildlich dargestellt und diese Bilder sind schön. Besonders das Verschmelzen von Tag und Nacht berührt mich.

Nun dann, alles Gute!
Liebe Grüsse,
Marana

 

Hiho Marana,

freue mich über Dein Lob!
Glaubte schon, daß das Stück keine Beachtung findet.

Als ich es schrieb, hatte ich auch noch ein gutes Gefühl dabei. Es muß ein Omen gewesen sein.
Denn heute nenne ich es mein Todesurteil *g*

Dir auch liebe Grüße
Sossy

 

:eek1:
Wieso denn, wenn ich fragen darf? Das tönt ja ganz düster...

Alles Gute,
Marana

 

Hi,

am Anfang erschien es mir wie die bildhafte Beschreibung eines neuen Lebenswegs, vielleicht ein neuer Job?
Dort hast Du dann den Mann Deiner Träume getroffen, der mit einer anderen (Stern) durchgebrannt ist, und dann (befreiende Ewigkeit) hast Du Dich umgebr... arg! Du bist untot! Urk! :cool: :D

Naja, vielleicht liege ich mit dieser Interpretation auch total daneben, klär mich auf ;)

Uwe

 

Hoi Uwe (und auch Marana),

zu Beginn Deines Kommentars befindest Du Dich auf dem richtigen Pfad bezüglich des neuen Lebenswegs:
Eine Herausforderung, eine schwerwiegende Entscheidung, Abnabelung vom gewohnten und sicheren Leben, verursacht durch ein Medium, das unbekannt und verlockend, welches unterdrückte Phantasien neu aufleben ließ.
Das alles trug dazu bei, daß ein
"Wunsch erfüllt wurde". (Dabei sagt man doch, daß es keine Wunder mehr gibt.)
Du liegst auch richtig mit Deiner Vermutung, wenn Du behauptest, daß mein Prinz erschien *g*.
Nur durchgebrannt mit einer anderen ist er nicht.
Als ich das Stück schrieb, war alles in Butter, nur schon so weit vorangeschritten, daß es für die Gefühle zu gigantisch und zu perfekt war. So paßt sich der Schmerz der Größe der Liebe an und schleicht sich immer häufiger in das Herz. Man ahnt plötzlich, daß ein Ende vernichtend sein wird.

Ich habe in diesem Stück, den Herrn meines Herzens einmal bei der Begegnung als Licht beschrieben und später als Stern, denn er nannte mich "Sonne".
Die "befreiende Ewigkeit" ist hier Sinnbild für Selbstverwirklichung, Glaube an das endlose Glück, Erfüllung aller Träume, das Gefühl, etwas göttliches zu erleben.
Durch das "JA" zu diesem Schritt kann sich erst das gegebene Versprechen (vielleicht in Schottland bei den Steinkreisen)erfüllen.
Dieses Gekritzel habe ich erst nach einem Jahr als mein Todesurteil bezeichnet.
Der Sensemann war ständig in meiner Nähe, hat mich aber nicht erwischen können, dank meiner Feigheit, dem 1% Hoffnung (ohne diese man ja eh schon nicht mehr ist) und einiger Feunde! Besonders seien die erwähnt, die das Leid kannten und verstanden. Dank all diesen Schutzengeln ;-)))
Hey Uwe, sag mir, ob Du damit was anfangen kannst!?
LG
Sossy

 

Ich verstehe einiges, aber nicht alles. Aber das wird jetzt auch sehr persönlich. Ich erkenne den Glauben an die Erfüllung aller Träume, aber mir fehlt der Knick, der daraus das Todesurteil macht, welches der Sensenmann offenbar nicht vollstreckt hat. Aber dieser "Todesurteil"-Aspekt ist ja gar nicht Teil der Geschichte, sondern Du hast ihn in einem Kommentar ins Spiel gebracht, und wenn wir mal bei der Geschichte bleiben, dann: Ja, kann ich sie auch ohne die Wendung zum Üblen verstehen, sondern mit einer Steigerung in ein irreales, diffuses Ideal. Das passt auch dazu, dass die Geschichte nicht wirklich eine Pointe oder einen Knackpunkt hat, sondern eine Steigerung bis zum Schluss. Den Knick in den Tod habe ich wohl hinein interpretiert, weil ich automatisch einen Knick erwartet habe, obwohl gar keiner da ist, jedenfalls nicht in dem Sinne.

Uwe

 

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