Gedanken kurz vor Mittag
Gedanken, Gedanken, viele Gedanken. Alle schwirren durch deinen Kopf. Es ist schrecklich. Wohin damit nur. Sie stören, lenken dich ab. Du wirst nervös, so schrecklich nervös. Und dann Chaos total. Die Schweißbildung läuft auf Hochtouren, deine Hände scheinen zu zittern, hoffentlich merkt es keiner. Wäre Peinlich. Hilfe. Ich bin verwirrt. Was soll ich machen. Ganz ruhig, ganz ruhig. Der Mann frisst dich nicht auf. In einer Zeitschrift haben sie ja geschrieben: ,,Keine Angst ihm geht es genauso!“ Und was ist wenn nicht? Ich will mich nicht wieder blamieren. Damals bei Anton das war blamabel. Ne, ne, ne ich will ihn und... Oh je! So aber nicht. Ich habe Angst mich zu versprechen und genau das ist aber der Grund warum ich alles Falsch mache. Ein bisschen mehr Mut könnte mir gut tun. Ja, ja und dann, dann ist alles aus. Er schaut mich dann vielleicht nicht mehr an. Toll, da kann man ja dann sagen: ,,Dann war er doch nicht der Richtige!“ Ich weiß für mich ist er der Richtige. Nirgends auf der Welt gibt es so einen netten, süßen Boy wieder. Ich verstehe ihn nicht. Versteht er mich. Man sagte mir: ,,Lass ihn doch! Es hätte sich schon was ergeben, wenn er was von dir wollte!“ Dagegen halte ich 3 Argumente. Ich habe mich ihm gegenüber nicht gerade so verhalten, als ob ich ihn so sehr mag. Also weiß er gar nicht ob ich eventuell wie er denke. Eine andere Sache ist, was vor kurzen meiner Freundin passierte. Da hat sie auf einmal einen Verehrer, der sie schon länger toll findet und sie hat nichts gemerkt. Ähm was war noch mal das dritte? Weiß nicht mehr. Und was mache ich jetzt nur. Oje da ist er. Ganz ruhig bleiben. Schön auf den Bildschirm starren, sonst könnte er in deinen Augen ein Zeichen sehen, dass dich verraten würde. Uh, er ist vorbei. Durchatmen. Moment mal, was habe ich blöde Kuh da eben gemacht? Scheiße, scheiße, scheiße... wo ist er hin? Weg auf Toilette. Was verrät die Uhr? Kurz vor Mittagspause. Hoffentlich bleibt er da. Hoffentlich stelle ich mich nicht so blöd an. ,,Mahlzeit“ ,,Mahlzeit“. Mittag. In meinen Magen tobt ein Feuerwerk. Und jetzt. Hilfe. Alle sind über Mittag verschwunden. Alle? Er auch?! Ich muss dringend auf Toilette um meine Gedanken zu ordnen. Da ist so ein schöner kühler Fußboden und so eine schöne kühle Wand. Hoffentlich kühlt das meine Gedanken. Ich glaube nämlich er ist noch da. Ich lasse mich an der erfrischenden Wand niedersinken. ,,Puh, puh“ Los aufstehen! Da wartet jemand auf dich. Lass ihn nicht fortgehen. Lieber gleich ohne lang zu überlegen. Ich stürzte mich in die Schlacht. Hoffentlich ist er noch da. Das kalte Wasser aus dem Hahn ist voll angenehm. Hoffentlich bin ich ihm auch angenehm. Mein Herz schlägt zusehends schneller je näher ich dem Raum komme, worin ich ihn erwarte. Ist er noch da? Wartet er auf mich? Nur noch die eine Ecke. Jetzt nicht zusammen brechen. Soll ich meine Augen schließen. Hilfe! Die Ecke. Der Blick...