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Einfach nur peinlich...

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08.06.2003
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Einfach nur peinlich...

Nach der Pause kam ich zurück ins Klassenzimmer. Meine Klassenkameraden alberten herum und kicherten, doch es war nicht so wie sonst. Ich merkte, dass mich alle ansahen, einige tuschelten und es war offensichtlich, dass das alles mir galt.
Starr vor Schrecken fiel mir sofort mein Tagebuch ein, dass ich, um es vor den Augen meiner ziemlich neugierigen Mutter fernzuhalten, in meiner Schultasche versteckt hielt.
Hatte etwa jemand beobachtet, wie ich das Buch vorhin der Gisela, mit der ich mein Geheimnis teilte, gezeigt hatte?
Gisela hatte sich genau wie ich, unglücklich verliebt, sie in einen viel älteren Lehrer, ich in unseren 15 Jahre älteren Lehrmeister J.S.
Sobald wir beiden Mädchen uns sahen, schwärmten wir von diesen tollen Männern und niemand ahnte etwas davon. Ich galt wohl eher als Streberin. Dass ich nur für ihn so fleißig lernte und dem Unterricht so interessiert folgte, konnte ja keiner ahnen.
Nun war etwas Furchtbares geschehen. Wie ich später erfuhr, hatte Mary mir während meiner Abwesenheit das unverschließbare Tagebuch aus der Schultasche genommen
und den Lehrlingen aus meiner Gruppe daraus vorgelesen.
Das Schlimmste aber war, dass einer der Jungen meine eigentlich so braven Schwärmereien ungehörig fand und das Buch wichtigtuerisch an J.S. abgegeben hatte.
Ich habe wohl damals nicht das Ende der Stunde abgewartet und bin aus der Klasse gestürmt. Der gerade hinzugekommene J.S. erfaßte wohl sofort die Situation und ich hörte noch so halb seine Worte: "Du kommst um 17 Uhr ins Lehrmeisterzimmer, dann unterhalten wir uns darüber."
Wie in Trance muss ich heimgelaufen sein, zum Glück war niemand da. Ich warf mich aufs Sofa und weinte und schluchzte hemmungslos. Der erste Gedanke, der mir wieder kam, war: "Nie wieder gehe ich in diese Klasse, nie wieder getraue ich mich unter seine Augen."
Heute nach vielen Jahren, kann ich über die ganze Sache natürlich nur schmunzeln und freue mich noch heute über die gelassene Reaktion von J.S., die es mir ermöglicht hat, ohne große Probleme weiter in der Klasse zu sein. Die platonische Liebe hatte sein Ende gefunden und das Interesse galt ab nun eher den gleichaltrigen Jungen.

 

Hallo Existence,

erstmal freue ich mich über eine Reaktion zu meinem ersten Beitrag.
Deine Bemerkungen sind überlegenswert. Ich glaube, ich habe eher einen Ausschnitt aus einer längeren Geschichte gebracht. Eine Kurzgeschichte muß wohl einen
Abschluss haben. Ich arbeite daran und bringe demnächst eine verbesserte Version.

Vielen Dank !

Stauni

 
Zuletzt bearbeitet:

Hallo Stauni!

Erstmal herzlich willkommen :)
Jetzt hab ich die Geschichte noch in der Rohfassung gelesen...wenn Du sie noch umschreiben willst, vielleicht helfen Dir die Anmerkungen.
Zunächst, die Idee, unerfüllte Schwärmerei, Tagebuch, und dann, die Entdeckung duch andere. Das gefällt mir gut, ich glaube, man kann einiges draus machen. Dazu könntest Du noch mehr auf die Gefühle der Protagonistin eingehen, nicht im Sinne von: "ich war traurig und wütend" sondern, dem Leser eher unbewusst vermitteln, ihn die Gefühle spüren lassen. Ich glaub,d as würde die Geschichte ien ganzes Stück stimmiger machen.
Ausserdem sind mir noch ein paar Sachen aufgefallen...

"Gisela hatte sich genau wie ich, unglücklich verliebt, sie in einen viel älteren Lehrer, ich in unseren 15 Jahre älteren Lehrmeister J.S." - der Satz ercheint mir sehr holprig. Ausserdem würde ich J.S. ausschreiben...

"Das Schlimmste aber war, dass einer der Jungen meine eigentlich so braven Schwärmereien ungehörig fand und das Buch wichtigtuerisch an J.S. abgegeben hatte." - "ungehörig" passt nciht so ganz zu Deiner sonstigen Sprache...

"Ich habe wohl damals nicht das Ende der Stunde abgewartet und bin aus der Klasse gestürmt. Der gerade hinzugekommene J.S. erfaßte wohl sofort die Situation und ich hörte noch so halb seine Worte
Die platonische Liebe hatte sein Ende gefunden und das Interesse galt ab nun eher den gleichaltrigen Jungen."- ich denke, die Prot kann sich an eine solche Situation sicher sehr gut erinner, muss nciht mutmaßen, ob sie wirklich aus der Klasse gestürmt sit... die wdh von "wohl" fällt auf.
Ausserdem sprichst du heir von platonischer Liebe, die IHR Ende findet, meinst aber Schwärmerei, verliebt sein. Das passt nicht! Dazu kommt... Gefühle kann man ja nciht ausknipsen, wenn sie verliebt war, dann wird das nicht durch ein Gespräch enden.

Ich bin gespannt auf Deine überarbeitete Version. :)

Du kannst die Geschichte übrigens editieren... mit dem Bearbeitenbutton unten rechts.

schöne Grüße
Anne

 

Hallo Stauni und auch von mir ein herzliches Willkommen!
Kann mich meinen Vorkommentatoren nur anschließen. Mir fehlt die Erklärung des Lehrers und wie es für sie war, ihm unter die Augen zu treten. Oder wie ist es abgelaufen? Denn du läßt mich hier fragend zurück, weil ich mir denke, das so eine Schwärmerei nicht einfach so weggeht...Also hoffe ich auf die bearbeitete Version und bin mal gespannt, was Du so herzauberst!!

LG Joker :bounce:

 

Hallo Existence, Maus und Joker,
danke Euch für die wertvollen Hinweise.
Eine Überarbeitung folgt ganz bestimmt, allerdings bin ich jetzt erst mal im Urlaub und komme erst Ende des Monats dazu. Hoffentlich vergessen mich meine Kritiker bis dahin nicht. Eine schöne Zeit für Euch.
Stauni

 

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