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Eine Stunde meines Lebens!

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05.05.2003
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Eine Stunde meines Lebens!

Eine Stunde meines Lebens

Ich bin eine Mutter von 4 Kindern. Daniel ist 19 und arbeitet seit kurzem. Patrick ist 17 und hat eine Lehre angefangen. Rosanna ist 12 und geht in die 6te Klasse. Dominik, genannt Domschi, ist 7 und hat gerade mit der Schule angefangen. Ich will heute davon erzählen, wie es einer Mutter jeden Tag sofort nach dem Aufstehen ergeht. Ich hoffe, diese kleine Geschichte zaubert ein lächeln auf die Gesichter der Menschen, die sie lesen. Dann hat sie ihren Zweck erfüllt.


Uff, meine Nerven. Ich sag Ihnen, wenn meine Kids früh aus dem Haus sind, dann bin ich erst mal geschafft.
Ist das denn zuviel verlangt, einen fröhlichen Start in den Tag zu haben? Aber nein, nix. Ich stehe früh beim ersten Weckerklingeln auf, stürze in die Küche, noch bevor ich auf der To war, um Frühstück zu machen. Natürlich setze ich vorher meinen Kaffee auf, den ich morgens dringend benötige. Dann hüpfe ich schnell auf die To, begnüge mich mit einer Katzenwäsche und zum Haare kämmen komm ich meistens sowieso nicht. Fällt ja Gottseidank bei mir nie auf, da ich viele kleine Locken habe. So, während mein Kaffee läuft, springe ich in Daniels Zimmer, rufe ihn ein munteres "Guten Morgen mein Sohn" zu und ernte ein müdes Gähnen. Heimlich schiele ich zu Patricks Bett, ob er auch wirklich schon weg ist und nicht etwa verschlafen hat. Klar ist er weg. Auf ihn kann ich mich verlassen. Er steht alleine auf und das eine Stunde früher als ich.
Mit Missmut öffne ich die Zimmertür von Rosanna, meiner Tochter. Derselbe Schweinestall wie in Daniels und Patricks Zimmer erwartet mich. Überall liegen Klamotten auf dem Fußboden, die ich erst mühevoll gewaschen und gebügelt habe, ich Idiot. Trotzdem reiße ich mich zusammen und rufe auch ihr ein "Wunderschönen Guten Morgen mein Schätzchen, bereite Dich aufs Aufstehen vor" zu. Ein agressives: "Ja, gleich!", kommt zurück. Dann Funkstille. Sie schläft schon wieder. Nun gut, ich wecke sie ja immer 20 Minuten, bevor sie wirklich raus muß, sonst geht gar nichts bei ihr.
Leise öffne ich Domschis Zimmertür und flüstere: "Hallo, guten Morgen mein Mäuschen, Du mußt aufstehen. die Schule ruft". Zwei verschlafene Augen blinzeln mich von oben her an ( er hat ein Hochbett). Ich bekomme meinen wohlverdienten Guten Morgen-Bussi, er steigt auf meine Schultern und ich schleppe 25 Kilo ins Wohnzimmer. Was ich aber gerne tue. Ich setze ihn auf der Sessellehne ab. Zurück gehts in die Küche. Auf dem Weg dort hin, sage ich Dani noch mal. daß er aufstehen muß. Dasselbe Spiel mit Rosanna. Bei Dani habe ich schon Licht gemacht. Ich muß also nicht mehr in sein Zimmer gehen. Ein kurzer Blick zur Kaffeemaschine sagt mir, daß mein Kaffee natürlich noch nicht fertig ist. Der Filter ist noch bis obenhin mit Wasser gefüllt, ich werde mich also gedulden müssen. Also zurück ins Wohnzimmer mit Domschis Frühstück. Der hat sich derweil versteckt, wie jeden Morgen. Ich muß ihn suchen. Er liegt zwar immer unter meiner Bettdecke ( wegen Platzmangel schlafe ich im Wohnzimmer auf einer Schlafcouch), aber ihn gleich zu finden macht ja keinen Spaß. Also muß ich mir was einfallen lassen, wie ich ihn verbal suchen kann, denn er sieht ja nichts und will hören, wie ich suche. Allmählich gehen mir die Einfälle aus und ich wiederhole mich immer öfters. Heute mußte ich einen großen Knüppel holen, um den Geist, der sich unter meiner Bettdecke bewegt hat, zu vertreiben. Lächerlich, aber er findets gut. Naja, kein Kommentar. Ich lächle, als wenn mir dieses Spiel Spaß macht. Er setzt sich dafür wiederspruchslos hin und frühstückt. Alleine.Ich muß zu Dani und Rosanna. Bei ihr mache ich nun das Licht an, nachdem ich Dani noch einmal auf die Uhrzeit hingewiesen habe. Auweia, Licht, das kann meine Tochter am frühen Morgen nun gar nicht vertragen. Ärgerlich pflaumt sie mich an, ich soll das Licht gefälligst wieder aus machen, sie wollte grade aufstehen. Ich tus also und was passiert? Friedliche Stille und sie schläft wieder. Verdammt.
Mein Kaffee ist gleich fertig, aber ich habe noch Zeit, Domschis Klamotten rauszusuchen und sie ins Wohnzimmer zu bringen. Ich lege sie neben ihn, er ist schon wieder versteckt. Ich sage ihm, daß ich für solche Spielchen jetzt keine Zeit mehr habe und er gefälligst ins Bad soll um sich zu waschen und seine Zähne zu putzen. Vorher muß er mir noch sagen, was er mit zur Schule nehmen will. Cornflakes sind angesagt. Auf dem Rückweg zur Küche erinnere ich Dani und Rosi ans aufstehen. Welch Wunder, Dani ist bereit dazu, er hat schon ein Bein aus dem Bett. Ein gutes Zeichen.
Rosanna ist zugedeckt bis über die Ohren. Sie rührt sich nicht. Na warte. Aber erst mal in die Küche. Ich suche eine Schüssel mit Deckel, die auch in die Schultasche passt und nicht zerbrechlich ist. Ärgere mich darüber, daß ich gestern nach dem Abendessen nicht mehr abgewaschen habe und das später alles machen muß. Und dann gabs auch noch Spaghetti, eingeweicht habe ich die Teller natürlich auch nicht. Egal, habe wichtigeres zu tun. Ich mache die Cornflakes fertig, stülpe den Deckel drauf,drehe alles auf den Kopf und die ganze Milch läuft aus. Shit. Ich krame weiter, finde aber nichts passendes für Cornflakes. Ab ins Wohnzimmer, Domschi fragen, ob er auch Cornflakes ohne Milch mitnehmen will. Sind ja Zimtis, die isst er so auch gerne. Er will, gottseidank. Also in die Küche zurück, vorher in Danis Zimmer, er steht vorm Bett, Gut, um ihn brauche ich mich nicht mehr zu kümmern. Nur Mist das Domschi gerade das Bad besetzt. Gleich gibts Ärger.
"Rosannchen, steh auf.", rufe ich fröhlich. "Ja gleich!", schallt es unfreundlich zurück. Ich mache Domschis Brotzeit und verstaue sie gleich im Schulkoffer.
So, nun mein Kaffee. Deckel draufgedreht, ist ja eine Thermoskanne, sonst würde ich hier wahrscheinlich nur kalten Kaffee bekommen und die Kanne schon mal ins Wohnzimmer gestellt. Schnell mal an den Pc. Peter, mein Schatz, ist mit seinem Namen online. Ich klicke auf Namen wechseln, sehe, Rosanna hat 5 mal Post und freue mich. Schnell auf ihren Namen wechseln. Ich gehe zu Rosi, sage: "Du hast 5 mal Post und ich bin schon mit Deinem Namen online.", dann hau ich wieder ab. 2 Sekunden später steht meine Tochter im Wohnzimmer, natürlich im Nachthemd, aber sie ist hoch, hihi.
Die Mails die sie hat sind Sexmails, aber sie haben ihren Zweck erfüllt. Manchmal greife ich auch zu unerlaubten Mitteln und schreibe ihr schnell eine Mail, in der dann nur "Guten Morgen" oder so etwas ähnliches steht. Hauptsache sie hat Post.
Domschi ist mit Zähneputzen fertig. Daniel verschwindet im Bad, nicht ohne ihn vorher vorwurfsvoll anzublicken, aber er enthält sich jeglichen Kommentars, was eigentlich seltsam ist. Normalerweise meckert er immer rum, daß er sich schließlich beeilen muß. Aber gut, mir soll es recht sein.
Dominik zieht sich an. Rosanna verschwindet in ihr Zimmer und dreht die Musik auf. Volle Kanne natürlich, obwohl ich ihr schon 11000000 mal gesagt habe, daß hier auch noch andere Leute wohnen, die ihre Musik vielleicht nicht so toll finden wie sie. Aber egal, ich will jetzt einen Kaffee. Hab meinen Topf vergessen und eiere zurück in die Küche. Und da ich schon auf dem Weg dorthin bin, öffne ich auch die Tür meiner Tochter und sage ihr, sie soll gefälligst leiser drehen, was sie auch widerspruchslos macht.
Ich schenk mir einen Kaffee ein, Domschi zieht sich immer noch an, Rosi ist beschäftigt, also schnell auf meinen Namen wechseln, bevor Rosanna noch irgendwas einfällt, wie SMS schicken oder schnell eine Mail an irgendeinen ihrer Freunde schreiben. Dort seh ich, meine Schwester Karin hat geschrieben. Ich lese schnell, schiele zu Domschi, der zieht sich noch an. Ratzfatz schick ich eine Mail an sie, aber nach dem ersten Satz muß ich mit Domschi Memory spielen. Das ist nur ein kleines Spiel und er übt den Buchstaben R damit, also kann ich schlecht nein sagen. Danach schicke ich meine Mail ab. Ich habe zweimal gespielt. Bin stolz auf mich, daß ich ruhig geblieben bin.
Ich sehe, daß Rosi unter meinem Namen Post von Fabian hat, einen guten Freund von ihr. Also sage ich ihr das. Sie ist immer noch im Nachthemd. Ich lasse sie nicht an den Computer, erst wenn sie angezogen ist. Domschi hat noch 10 Minuten. Er ist in seinem Zimmer, spielt mit den Autos ( die ich nachher wieder aufräume).
Rosi geht und ist nach 1 Minute vollkommen angezogen zurück. Ich wundere mich, kontrolliere sie. Ein Pulli übern Nachthemd und den Rest in die Jeans gestopft. Ich schicke sie zurück, erst mal richtig anziehen. Okay, das tut sie und dann schick ich sie nochmal los, sich kämmen. Gehässig denke ich mir, wie schön es doch ist, daß es Mails gibt.
Rosanna ist fertig, ging schnell, aber naja, ich bin ja schon froh, daß sie so ordentlich aussieht.
Daniel kommt ins Wohnzimmer und fragt nach einem kleinen Rucksack. Wo soll ich sowas jetzt ganz schnell herkriegen? Da fällt mir ein, in Domschis Zimmer liegt noch einer rum. Ich gebe ihn Daniel, er mustert ihn abschätzend, befindet ihn für ausreichend modern, geht in die Küche, schnappt sich die letzte Flasche Apfelschorle, stopft sie in den Rucksack, sagt tschüss und verschwindet. Ich rufe ihn hinterher:" Wann kommst Du heute heim?" Das hätte ich mir sparen können, er weiß es nicht. Gut, dann werde ich so kochen, daß es gegen 17 Uhr fertig ist, wenn Patrick von der Arbeit kommt.
Domschi muß gehen. Ich also rüber zu ihm, sage, er soll seine Schuhe anziehen. Er geht zur Garderobe und kommt wieder. "Mama, alle Stiefel sind noch nass.", bekomme ich vorwurfsvoll zu hören. Klasse, denke ich mir, die einen waren gestern erst wieder trocken, eine Woche mußte ich die mit Zeitungspapier vollstopfen. Die Gummistiefel sind noch nass von vorgestern. Aber er hat ja 2 Paar. Also sage ich, er soll die anderen anziehen. Er antwortet" Das geht nicht, Mama, da bin ich doch gestern, als ihr einkaufen wart in Hunde...getreten. Die sind nicht sauber und stinken.
Danke, daß ich das auch mal erfahre und sowas steht nun seit gestern in der Wohnung rum. Ich habe keine Lust, die in den verbleibenden 2 Minuten zu säubern, pfui, da vergeht mir ja alles. Also sag ich ihm, zieh deine schwarzen Halbschuhe an. Nein, die will er nicht. Angeblich sind die zu eng. Ich mache seinen Schrank auf, fische ein paar uralte Turnschuhe heraus und gebe sie ihn. Voller Freude zieht er die alten Dinger an. Wieder vor zur Garderobe mit ihm, Mütze auf, natürlich krumm und schief. Aber Mist, wo ist denn meine Jacke??? Tja, die hat die Mama gestern in den Schrank gehängt, weil sie am Boden lag. Zurück in sein Zimmer, Jacke holen, ihn beim anziehen helfen, Reißverschluß zuziehen, Mütze richten, beim Schulkoffer drauftun helfen, Abschiedsbussi und tschüss.
Ihm fallen natürlich noch die Handschuhe ein. Die hängen noch am Trockenboden. Ich sage ihm, die gibts erst morgen, dann sind sie trocken. Er geht aus der Tür und murmelt:"Dann kann ich heute wieder kein Torwart sein".
Aha, deshalb ist er immer so dreckig, wenn er von der Schule kommt!!! Nun weiß ich das auch noch. 5 Minuten später geht Rosi.
Zufrieden lächelnd setze ich mich auf die Couch. Ich schenke mir eine Tasse Kaffee ein. Es dauerd keine fünf Minuten bis es klingelt. Ich öffne die Tür. Mein Sohn Patrick steht dort und grinst mich an. Wir haben es geschafft. Wir haben sie alle dran gekriegt. Heute ist Sonntag der 1. April.

 

Hi Fabienne!

Herzlich Willkommen auf kg.de!

Stilistisch fand ich deine Geschichte dem Inhalt angepasst - also man merkt, dass die Geschichte aus der Sicht einer Hausfrau und Mutter geschrieben wurde.
Allerdings sind noch ein paar kleine Fehler in der Geschichte (hauptsächlich "Punkt statt Komma") - schau einfach noch einmal drüber, dann werden sie dir auch auffallen. :)

Vom inhaltlichen Aspekt her fand ich, dass deine Story leider nur hin und wieder zu einem leichten Schmunzeln geführt hat. Du hast dir aber auch ein Thema ausgesucht, welches schon öfters für Geschichten verwendet wurde. Allerdings kann man selbst dann noch etwas aus der Geschichte machen (mit einer überraschenden Pointe am Ende, zum Beispiel). Vielleicht solltest du die Geschichte an ein paar Ecken noch ein wenig auspfeilen und am Ende mit einer echt guten Pointe den Leser zum Lachen bringen. Versuche es einfach mal, vielleicht gelingt es dir ja noch, aus der Geschichte was rauszuholen, denn als schlecht würde ich sie nicht bezeichnen, aber es fehlt auch noch ein gutes Stück bis es eine gute Story ist.

Also: lass den Kopf nicht hängen und arbeite noch ein wenig, dann klappt das auch!

Greetinx
Alisha

 

Hallo Fabienne!
Auch ein herzliches Willkommen von mir!
Nun ich stimme Alisha Devils zu.
Dein Schreibstil gefällt mir.
Es wäre vielleicht sinnvoll Absätze in deine Geschichte einzubauen, denn es liest sich schwer.

Mach bitte trotzdem weiter...das wird schon!
Gruß Joker

 

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