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Ein letzter Anruf......

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17.05.2003
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Ein letzter Anruf......

Der Tod ist ein Teil des Lebens, behaupten die meisten, aber ist nicht der winzig kleine Abschnitt den man als Leben bezeichnet im eigentlichen Sinne der Tod? Und die Ruhe und der Frieden das Leben?

Maja ist 17 Jahre alt, ein ganz normales Mädchen wie viele sagen würden, rücksichtsvoll, hilfsbereit und verantwortungsbewußt und vielleicht etwas ergeiziger als andere Mädchen in ihrem Alter.
Erfahrungen mit dem "Tod" hatte Maja zu diesem Zeitpunkt noch nicht gehabt, es waren lediglich Gedankenspiele mit denen sie sich ab und zu befasste, die aber weiterhin keinerlei Bedeutung für sie hatten.

Als Tochter einer mittelständigen Familie hatte Maja nicht viele Wünsche, Ziele und Träume ja,... aber Wünsche..? Vielleicht einen, der war zwar etwas ausergewöhnlich aber nichts desto trotz weniger wertvoll als ihre Ziele die sie im Leben erreichen will..
Dieser außergewöhnliche Wunsch war nicht etwa ein Fallschirmsprung, eine Weltreise oder eine Radtour über die chinesische Mauer, nein, es war ein Wunsch der nicht für sie bestimmt war, sondern für eine liebenswürdige Person, der die Erfüllung dieses Wunsches den Frieden und die Ruhe bringen würde die sie schon seit mehreren Jahren zu verdienen schien...

Paula war dieser liebenswürdige Mensch, ihr Erfahrungsschatz und ihre aufopfernde Art reichten bis an das Ende der Welt. Sie war eine Person die man schwer beschreiben konnte, aber man mußte sie einfach gerne haben.
So wie ein Erdbeben droht die Welt zu verschlingen, so drohte Paula die Wahrheit, - die in ihr steckte und sich langsam und schmerzhaft in ihr ausbreitete, sie von innen zu zerreissen. Krebs, ist eine Krankheit die man durch Chemotherapie behandeln kann, wo es eine vielzahl an Menschen gibt die heute wieder völlig gesund sind, wußte Maja aus Erfahrung, jedoch kam für Paula jede Hilfe zu spät. Nach zwei Amputationen der Brüste war die Krankheit nicht mehr aufzuhalten. Eine zusätzliche Chemotherapie war das letzte was Paula wollte.
Immer wenn Maja bei Paula war, dachte sie daran wie es wäre wenn....
Bestimmt würde es ihr besser gehen als jetzt! Davon war Maja überzeugt. Ihre Schmerzen die sie den Tag über begleiten wären einfach nicht mehr da, sie wären einfach weg, und Paula könnte in Ruhe und Frieden Leben...

Maja dachte des öfteren über diesen Wunsch nach und hoffte immer wieder, daß sich dieser bald bewahrheiten würde. Jemandem den Tod zu wünschen, ja sogar einem Menschen den man von Herzen gerne hat, war nicht die "feine englische Art", dass wußte auch Maja, aber dieser Wunsch war angesichts der Tatsachen berechtigt, wie ihr schien.


Februar 2002; Das Telefon klingelte, Bernd, Maja´s Vater ging zum Telefon und hebte den Hörer ab, es war Joachim, der ehemalige Mann von Paula. Nach einem untypisch kurzem Gespräch legte Bernd den Hörer auf, ein paar Sekunden später betrat er das Wohnzimmer, wo auch Maja, - eingekuschelt in einer Decke, gerade ein Buch am lesen war.
Als Maja ihn anblickte und sich fragte was los sei, sagte Bernd, - mit einer tiefen, traurigen Stimme, das Paula wohl im Krankenhaus sei und falls wir sie noch sehen wollen möchten, diese Woche vorbei kommen sollten. Majas Blick erstarrte, ihre Augen wurden glasig und eine Träne rollte über ihre rechte Backe...
Mein Wunsch...Mein Wunsch geht in Erfüllung... Maja konnte nicht aufhören an ihn zu denken.. War es richtig sich soetwas zu wünschen, fragte sie sich.. War sie schuld das Paula jetzt im Krankenhaus liegt?.....

Bernd erzählte Maja das sie wohl in der Küche gefallen sei und ohnmächtig wurde. Die Küche hatte einen angrenzenden Balkon,- während sie dort lag war die Tür die zum Balkon führte geöffnet, was so gut hieß wie, das Paula die ganze Nacht auf dem eisigen Küchenboden lag....Bis zum nächsten Morgen!
Als Joachim dann morgens ihre Wohnung betrat entdeckte er sie... Sie lag einfach so da, als würde sie schlafen...Ihre Hände waren bereits zyanotisch, Joachim rufte direkt einen Notarzt..........

Maja war ganz benommen, nicht mehr sie selbst. Bernd nahm seine Tochter in die Arme und sagte ihr leise ins Ohr das sie morgen direkt ins Krankenhaus fahren würden.


Am nächsten Tag: Die Nacht war einfach schrecklich für Maja, sie hatte kein Auge zugemacht, weil sie mit ihren Gedanken immer bei Paula war...
Das Telefon, es klingelt ,sagte Maja... Vielleicht war es auch Einbildung von Maja aber das Geräusch des Telefons war genau dasselbe wie am Abend zuvor... Es hatte so einen komischen Klang, so als ob es eine schlechte Nachricht geben würde oder ob irgendwas schlimmes passieren würde......
Wieder hebte Bernd den Hörer ab....es war Joachim! Die Stimme mit der Bernd antwortete, erschreckte Maja...Sie fragte sich warum sie nicht schon gestern Paula besuchen gefahren ist.. Vielleicht ist es jetzt schon zu spät... Vielleicht war es auch besser sie nicht zu besuchen, sondern sie so in Erinnerung zu behalten wie sie war, und nicht wie sie an Schläuchen gefesselt da liegt und sich nicht bewegen kann... Wieder dachte sie an ihren Wunsch..... Der Wunsch!


Drei Tage später: Als der Pfarrer vor Maja und Paulas Verwandten, Bekannten und Freunden stand, und etwas über Paula erzählte, weinte Maja, weil sie zum einen traurig war so einen liebenswürdigen Menschen verloren zu haben, und zum anderen glücklich war das Paula von nun an endlich wieder leben kann. In Ruhe und Frieden.

 

Hi Xeniana!

Erstmal zu dem Positiven an deiner Geschichte. Ich hab auch viele Leute kennengelernt, die Krebs haben bzw hatten und manche haben echt kein lebenswertes Leben mehr geführt. Vor allem welche mit Hirntumoren. Deshalb stimme ich dir zu, dass es manchmal besser ist zu sterben als ne Chemo zu machen, die sowieso nur 10 - 20 % von den Leuten hilft. Deshalb fand ich das Thema deiner Geschichte gut.
Der Stil, die Rechtschreibung, die Grammatik und die Zeichensetzung dagegen setzen deine Geschichte sehr herab. Du musst unbedingt nochmal drüberlesen und nach Fehlern und Unstimmigkeiten schauen.
Liebe Grüsse
Judy

P.S.: Hier handelt es sich wohl um eine stark biographische Geschichte, oder?

 

Um eine biographische Geschichte handelt es sich nicht! Ich bin Krankenschwester und habe schon einige Leute sterben sehen.... Die Geschichte ist zwar wirklich passiert, jedoch nicht mir...
Danke für Deine Antwort...

Liebe Grüße
Xeniana

 

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