Die Parallele
Eine neue Welt auf dem Grunde des Meeres.
Kleine freundlichstimmende Hütten.
Keine Sonne, und doch strahlende Lichtkegel über jedem Denken und jeder Handlung.
Eine Einheit aus Dunkelheit und dröhnendem Grollen des Meeres, genannt das Außerhalb, umgeben dieses übernatürlich friedliche Gelände.
Hier aber, von einer klaren Tiefenblase abgeschirmt, unendliche Ruhe, eine niegehörte.
Wesen, klein, und doch eine erhabene Schöpfung aus Liebe und Zuversicht. Der Glaube erlaubt Ihre Existens und Ihre Flucht ins Nichts, das an diesem Ort auf ewig alles bedeutet.
Kunst als Nahrung, aus Intelligenz und Sanftmut geboren, erblicken Sie als Ganzheit Ihr nie lebendigeres Reich.
Ihre Stimmen singen stumm vom unfaßbaren Glück, das Niemand Außerhalb erfaßt, noch in törichten Phantasien im Geiste formte. Blicke liebkosen untereinander Ihre reinen Seelen, nur um zu erfüllen.
Keine Mühe der Schritt, fast Schweben, in der Leichtigkeit der Wahrheit, in deren zeitlosen Stunden geschaffen sind die prächtigen Gemälde, einziger Schmuck der verästelten Wege und reizvollen Schluchten, führend zum Ich eines Gottes, der im inneren Himmel Ihrer formlosen Körper schlummert und einmal erkannt, zum ältesten der Götter gekrönt am Ende herrscht und behütet.
Ich sah Sie.
Ich sah Ihr Dorf heimlich von Außerhalb, mit zögerndem Schaudern, erfüllt mit Grauen.
Ihre Herrlichkeit wandelte sich auf dem Weg zu mir in das Zwielicht zu einem Schatten, der flüchtig dem Hauch des Todes ähnelte...
Aber ich hatte den unbegreiflichen Frieden in seiner makellosen Schönheit gesehen.