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Die Kreuzung

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07.05.2003
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Die Kreuzung

Die Kreuzung

Einmal gab es einen Mann, der Edward hieß und eigentlich ein gutes Leben hatte. Obwohl er arbeitslos war, hatten seine Frau und er immer genug zu Essen und ein warmes Heim.
An diesem Septemberabend, an dem seine Geschichte beginnt, hatte er großen Streit mit seiner Frau Elisa. Sie meinte, sie könne ein so bescheidenes Leben nicht länger ertragen und würde ihn, falls er bis zum Ende der Woche keinen Job hätte, verlassen.
Also bewarb sich der Mann noch am selben Tag mit Hilfe einer Zeitungsanonce für einen Posten in einer Firma. Edward war gut ausgebildet und hatte so theoretisch gute Chancen, angenommen zu werden.
Doch am Morgen des entscheidenden Tages, klingelte Edward´s Wecker nicht. Er verschlief, und war sehr spät dran. Da sein Auto in der Reparatur war, musste er rennen. Er rannte so schnell ihn seine Beine trugen, und kam dann an eine Kreuzung.
Der linke Weg, führte ihn geradewegs dorthin, wo er hin wollte. Den rechten Weg zu nehmen, würde fünf Minuten länger dauern. Die erst beste Entscheidung die ihm einfiel, war, nach links weiter zu rennen. Er kam durch ein Wäldchen, wo ihm einige Räuber auflauerten. Sie schossen ihn am rechten Arm an, nahmen all das Geld das er bei sich hatte und verschwanden wieder.
Edward schaffte es nicht mehr rechtzeitig zu seinem Gespräch zu kommen. Als er am Abend Elisa alles erzählte glaubte sie ihm kein Wort, und verlies ihn im Glauben, er sei einfach faul.
Edward verkraftete diesen Verlust nicht leicht. Er lies sich arg hängen, versoff sein Geld, landete auf der Straße. Schließlich starb er, unter einer Brücke.

Betrachten wir diese Geschichte nun einmal genau. Es ist auffallend, das ein kleiner Gedanke genügt, um ein Leben zu verändern. Nehmen wir an, Edward hätte den rechten Weg genommen.
Dann währe er rechtzeitig gekommen, auch wenn es knapp gewesen währe. Die Firma hätte ihn angenommen und seine Frau hätte ihn nicht verlassen. Er währe in der Firma aufgestiegen und nach drei Jahren Arbeit dort, der Firmenchef geworden.
Er und Elisa hätten in einem Traumhaus gewohnt, und Millionen besessen. Zwei Kinder währen geboren worden, und diese...
Egal.
Es ist sicherlich gleich, was alles passiert währe, wenn Edward den rechten Pfad gewählt hätte.
Denn er wählte linken.

 
Zuletzt bearbeitet:

Hallo Satansbraut! (Witziger Name, hoffe ich komme nicht in die Hölle wenn ich mecker!:rolleyes: )

Also ich finde die Idee Deiner Geschichte sehr gut. Da kann man mal sehen, wie eine vermeintliche "richtige Entscheidung" falsch sein kann.

Ein Fehler ist mir aufgefallen:
"Sie schossen ihn am rechten Arm an, nahmen all das Geld das er bei sich hatte und verschwanden wieder.
Edward schaffte es nicht mehr rechtzeitig zu seinem Gespräch zu kommen. Als er am Abend Elisa alles erzählte glaubte sie ihm kein Wort, und verlies ihn im Glauben, er sei einfach faul."

(Edward wurde angeschossen-warum glaubt ihm Elisa dann nicht? Sieht sie die Wunde nicht?)


Dann noch ein Fehler:
"Dann währe er rechtzeitig gekommen, auch wenn es knapp gewesen währe "

(währe ohne h)

Hoffe Du nimmst mir die Bemerkungen nicht übel, sonst ist es wirklich eine gute Idee und Dein Schreibstil gefällt mir..

Gruß Ulrike

 

Was mir an dieser Geschichte absolut nicht gefällt, ist, daß es gar keinen Grund gab, den rechten Weg zu nehmen.

Wenn beide Wege gleich lang gewesen wären, wäre die Story perfekt.

r

 

Hallo Satansbraut,

ich muß mich meinen Vorrednern leider anschließen; ich habe auch nicht verstanden, welchen Grund es für Edward gegeben hätte, den rechten Weg zu gehen. Ich glaube, Du willst mit Deiner Geschichte aussagen, daß manchmal der längere Weg der bessere ist, auch, wenn es auf den ersten Weg nicht so zu sein scheint. Ähnlich wie beim Nachsitzen in der Schule; manchmal hilft es einem, ist es wichtig für einen persönlich, damit man erneut Anlauf nehmen und den Weg beschreiten kann. So ähnlich habe ich die Geschichte aufgefaßt und sie ist von diesem Standpunkt aus betrachtet auch nicht schlecht. Allerdings happert es dann ein bißchen an der Umsetzung; sie ist zu knapp, meiner Meinung nach. Du hättest beide Möglichkeiten ausführlich beschreiben können; genau beschreiben, was gewesen wäre, wenn der Gute diesen und wenn der Gute jenen Weg genommen hätte. Das wäre dann interessanter zu lesen gewesen.

Griasle,
stephy

 

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