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Die Fortsetzung wäre interessanter

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17.09.2010
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Die Fortsetzung wäre interessanter

Es ist ein träger Frühlingsmontag, der aber immerhin den ersten angenehm warmen Abend des Jahres bietet. Wir sitzen also vor unserer Stammkneipe und spielen gegen die Zeit. Man sagt uns: "Gebt eurem Leben endlich einen Sinn!" Wir antworten: "Akzeptiert endlich die Sinnlosigkeit des euren!" Eigentlich denkt man ja schon gar nicht mehr darüber nach. Aber man fände es halt schade, einen solch schönen Abend nicht unabhängig vom jeweiligen Wochentag nutzen zu können. Ich nippe an einem Glas trockenen Weißwein, im Hintergrund meiner Gedanken läuft ein Frank Zappa-Lied und ich analysiere dabei beiläufig die Tischgespräche.
"Die zugrundeliegende Idee ist dem Konzept der Katharsis prinzipiell schon ähnlich, nur geht es eben weit darüber hinaus: Das Stück soll ohne dramaturgische Umwege direkt in das Unterbewusstsein des Zuschauers eindringen und sein tradiertes Weltbild mit einem Schlag komplett in Frage stellen. Eine unblutige Revolution, nicht nur der Kunst, sondern des Lebens an sich!"
"Ah, na dann ist gut."
Meine einstige Vermutung, dass die Anzahl bereits durchlebter, gescheiterter Pläne möglicherweise einen Einfluss auf das Ausmaß zukünftiger haben könnte, verwerfe ich mehr und mehr.
Die Stunden vergehen auf gewohnte Weise, ich trinke noch ein paar Gläser und bleibe schweigsam, genieße jedoch die Atmosphäre dieses Abends immer mehr; es muss wohl die noch ungewohnt warme Abendluft sein, doch alles wirkt vetraut und sympathisch, selbst die Gesichter der vorbeilaufenden Menschen sehen heute nicht desinteressiert und uninteressant aus, und wie ich die Gruppe meiner Freunde beim Diskutieren und Leben beobachte, spüre ich unsere fast vergangene Jugend unbesiegbar aufglimmen und fühle für uns alle die Hoffnung auf eine große, blühende Zukunft ohne Feindseligkeit von außen und die alte Trauer im Inneren.
Meine entrücktes Gefühl erreicht seinen Höhepunkt, als wir gegen Mitternacht unsere Runde auflösen, da die Besitzerin abschließen möchte und sich keiner von uns für weitere, private Bewirtung anbietet, und ich zusammen mit Laura zu der Straße laufe, in der wir beide wohnen (nicht zusammen). Laura ist zwei Jahre älter als ich, 25, und versucht, nachdem sie ihr Studium vor einem halben Jahr abgebrochen hat, sich nun eine Existenz als Schriftstellerin aufzubauen. Natürlich hatte sie bis jetzt damit noch praktisch gar keinen materiellen Erfolg, doch sie ist schön, eigensinnig und voller unbrechbarem Optimismus, und gleichzeitig in der Lage, die anmutigsten und melancholischsten Geschichten zu schreiben, die ich kenne. Als wir nebeneinander durch die um diese Uhrzeit immer leeren Straßen unserer Kleinstadt laufen und uns über Miles Davis und über die Filme Fassbinders und seinen tragisch frühen Tod unterhalten, wird mir plötzlich bewusst, wie sehr ich sie bewundere, für ihren Charme, für ihre Klugheit, für ihre Lebenslust.
Schließlich bleiben wir vor dem Haus, in dem sich meine Wohnung befindet, stehen und ich bekomme das irritierende Gefühl, dass ich heulen müsste, wenn wir uns jetzt verabschiedeten.
Plötzlich sehr verunsichert, fällt mir, wie so oft in Situationen, in denen es darauf ankäme, spontan nichts Originelles ein:
"Du hast nicht zufällig Bock, nochmal mit hochzukommen?"
"So lange du nicht darauf bestehst, dass wir jetzt Kaffee trinken."
"Nein, mir geht es dabei selbstverständlich nur um Sex."
Sie lacht. Ich bin erleichtert.

Zehn Stunden später räume ich das Frühstücksgeschirr weg und bin ich doch wieder alleine. Ich nehme mir meine zweite Tasse schwarzen Tee an diesem Morgen, setze mich auf den Balkon, drehe mir eine Zigarette und versuche, mein Lächeln zu bewahren. Laura meint, dass konventionelle Beziehungen fast immer sexistische Strukturen schaffen. Ich weiß nicht, ob ich ihr da so ganz zustimme, aber ich halte prinzipiell ebenso wenig von diesem System des gegenseitigen Einengens und Zurechtbiegens, das ich darunter verstehe. Ironischerweise läuft gerade ein junges Paar mit Kinderwagen vor sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Sie sehen glücklich aus. Ernsthaft glücklich. Die Art von Glück, die einem als Außenstehenden das Gefühl gibt, schlecht und unzulänglich zu sein. Ich zünde mir die Zigarette an, lege den Kopf nach hinten und beobachte, wie sich der aufsteigende Rauch zwischen meine Augen und die Wolken schiebt.

 

Mein erster Kommentar in diesem Forum. Ich bin über den Titel deiner Geschichte gestolpert, das ist ja immer schon mal prima, wenn der neugierig macht. Also los:

Es ist ein träger Frühlingsmontag, der aber immerhin den ersten angenehm warmen Abend des Jahres bietet. Wir sitzen also vor unserer Stammkneipe und spielen gegen die Zeit. Man sagt uns: "Gebt eurem Leben endlich einen Sinn!" Wir antworten: "Akzeptiert endlich die Sinnlosigkeit des euren!" Eigentlich denkt man ja schon gar nicht mehr darüber nach. Aber man fände es halt schade, einen solch schönen Abend nicht unabhängig vom jeweiligen Wochentag nutzen zu können.

Das ist zwar sehr atmosphärisch, ich habe Bilder im Kopf. Aber mir persönlich ist es zu langsam. Es passiert zu lange nichts. Eine so kurze Geschichte müsste für meinen Geschmack etwas schneller los legen. Der Text ist ja eigentlich Ich-Perspektive. Mir erschließt sich nicht wer jetzt "man" ist - die Allgemeinheit, die Kneipenbesucher, die Welt? Sind es nur Floskeln, die für den weiteren Text nicht wichtig sind? Vielleicht möchtest du kurz darüber nachdenken, was passiert wenn du diesen ganzen Teil löschen würdest. Ich persönlich meine: die Geschichte würde gewinnen. Falls du ihn lässt: das "also" und "halt" und "jeweiligen" sind überflüssig und machen die Sätze schwächer.

Ich nippe an einem Glas trockenen Weißwein, im Hintergrund meiner Gedanken läuft ein Frank Zappa-Lied und ich analysiere dabei beiläufig die Tischgespräche.
"Die zugrundeliegende Idee ist dem Konzept der Katharsis prinzipiell schon ähnlich, nur geht es eben weit darüber hinaus: Das Stück soll ohne dramaturgische Umwege direkt in das Unterbewusstsein des Zuschauers eindringen und sein tradiertes Weltbild mit einem Schlag komplett in Frage stellen. Eine unblutige Revolution, nicht nur der Kunst, sondern des Lebens an sich!"
"Ah, na dann ist gut."

Das Lied läuft im Hintergrund seiner Gedanken? Irritierend. Die Gedanken müssen glaube ich aus dem Satz raus. Musik halt ;) Und ich würde die Formulierung Frank Zappa-Lied ändern in "ein Song von Frank Zappa". Dann kommt das Tischgespräch und das macht mich endlich neugierig auf deine Geschichte. Ist dieser phänomenale Satz irgendwo her gemopst? Der wirkt so geschliffen. Falls es deiner ist: Spitze! Auch schön, wie der Prota kurz und sehr umgangssprachlich reagiert. Toller Kontrast.

Meine einstige Vermutung, dass die Anzahl bereits durchlebter, gescheiterter Pläne möglicherweise einen Einfluss auf das Ausmaß zukünftiger haben könnte, verwerfe ich mehr und mehr.
Die Stunden vergehen auf gewohnte Weise, ich trinke noch ein paar Gläser und bleibe schweigsam, genieße jedoch die Atmosphäre dieses Abends immer mehr; es muss wohl die noch ungewohnt warme Abendluft sein, doch alles wirkt vetraut und sympathisch, selbst die Gesichter der vorbeilaufenden Menschen sehen heute nicht desinteressiert und uninteressant aus, und wie ich die Gruppe meiner Freunde beim Diskutieren und Leben beobachte, spüre ich unsere fast vergangene Jugend unbesiegbar aufglimmen und fühle für uns alle die Hoffnung auf eine große, blühende Zukunft ohne Feindseligkeit von außen und die alte Trauer im Inneren.

zukünftiger was? In dem Satz fehlt das Substantiv. Nach "Weise" würde ich einen Punkt setzen, damit du den Leser im Bandwurmsatz nicht abhängst. Ebenso nach: mehr, sympathisch, aufglimmen und Zukunft. Kurze Sätze erhöhen das Lesetempo, das Verständnis und bilden Sinneinheiten. Mein Bild des Protas wird ein wenig schärfer, er sieht auf seine Vergangenheit zurück, ist also schon etwas älter und er hat eine "alte Trauer". Für wen alle er was genau erhofft wird mir nicht klar genug und auch die Trauer würde ich hier noch ein wenig deutlicher machen.

Meine entrücktes Gefühl erreicht seinen Höhepunkt, als wir gegen Mitternacht unsere Runde auflösen, da die Besitzerin abschließen möchte und sich keiner von uns für weitere, private Bewirtung anbietet, und ich zusammen mit Laura zu der Straße laufe, in der wir beide wohnen (nicht zusammen). Laura ist zwei Jahre älter als ich, 25, und versucht, nachdem sie ihr Studium vor einem halben Jahr abgebrochen hat, sich nun eine Existenz als Schriftstellerin aufzubauen. Natürlich hatte sie bis jetzt damit noch praktisch gar keinen materiellen Erfolg, doch sie ist schön, eigensinnig und voller unbrechbarem Optimismus, und gleichzeitig in der Lage, die anmutigsten und melancholischsten Geschichten zu schreiben, die ich kenne. Als wir nebeneinander durch die um diese Uhrzeit immer leeren Straßen unserer Kleinstadt laufen und uns über Miles Davis und über die Filme Fassbinders und seinen tragisch frühen Tod unterhalten, wird mir plötzlich bewusst, wie sehr ich sie bewundere, für ihren Charme, für ihre Klugheit, für ihre Lebenslust.

Auch hier: ein Sinnabschnitt=ein Satz. "anbietet" ist so ein Moment. Da muss der Satz enden, da passiert danach was Neues. Der Einschub in Klammern ist etwas unglücklich. Vielleicht opferst du einen Satz um diesen Sachverhalt zu erklären. Oder du änderst die Straße in ein Viertel. Und dann bin ich vom Stuhl gekippt - der Prota ist 23? Und er sitzt in einer Kneipe und trinkt Weißwein während er über das Leben und die Traurigkeit an sich philosophiert? Kommt mir nicht plausibel genug vor. Nach Optimismus fehlt mir auch ein Punkt. Die Art wie der Prota Laura beschreibt gefällt mir super. Ich finde sie mit ihm gemeinsam direkt toll und bewundernswert! Du könntest es noch unterstreichen indem du nicht schreibst, dass sie "natürlich noch keinen Erfolg" hatte - ich hätte erwartet, dass sie "bisher noch nichts" verdient hat.

Schließlich bleiben wir vor dem Haus, in dem sich meine Wohnung befindet, stehen und ich bekomme das irritierende Gefühl, dass ich heulen müsste, wenn wir uns jetzt verabschiedeten.
Plötzlich sehr verunsichert, fällt mir, wie so oft in Situationen, in denen es darauf ankäme, spontan nichts Originelles ein:
"Du hast nicht zufällig Bock, nochmal mit hochzukommen?"
"So lange du nicht darauf bestehst, dass wir jetzt Kaffee trinken."
"Nein, mir geht es dabei selbstverständlich nur um Sex."
Sie lacht. Ich bin erleichtert.

Hier steht ja "meine Wohnung" - da wird eh klar, dass sie nicht inderselben wohnt. Dann kann die Klammer oben einfach ersatzlos weg. Vielleicht ist es sogar spannend, wenn der Leser da noch nicht weiß, ob die zwei zusammen sind. Das Gefühl ist doch nicht wirklich "irritierend", oder? Wenn er gleich heulen muss ist es vielleicht... beängstigend? peinlich? Oder du wirfst das Adjektiv einfach weg. Und das wäre ein schöner Satz für die Regel "zeigen statt beschreiben". Vielleicht hat er einen Kloß im Hals und schluckt schwer. Vielleicht steigt ihm ihr Duft in die Nase oder ein Detail ihres Aussehens fesselt ihn und hindert ihn an der Abschiedsszene. Der Dialog ist toll. Spontan, ehrlich - genau so hätten Charaktere in der Situation reagieren können und diese Stelle ist mein Lieblingsmoment in deiner Geschichte!

Zehn Stunden später ...

... las ich und mir schoss durch den Kopf - man verzeihe es mir - "was für ein Hengst!"

räume ich das Frühstücksgeschirr weg und bin ich doch wieder alleine.

Schade! Vielleicht möchtest du diese Erkenntnis erst etwas später verraten. Lass doch diesen Moment etwas auf den Leser wirken. Vielleicht eine kürzere Nacht und die Aussicht, dass er Laura doch ins Bett gekriegt hat, bevor du dieses Dilemma enthüllst.

Ich nehme mir meine zweite Tasse schwarzen Tee an diesem Morgen, setze mich auf den Balkon, drehe mir eine Zigarette und versuche, mein Lächeln zu bewahren. Laura meint, dass konventionelle Beziehungen fast immer sexistische Strukturen schaffen. Ich weiß nicht, ob ich ihr da so ganz zustimme, aber ich halte prinzipiell ebenso wenig von diesem System des gegenseitigen Einengens und Zurechtbiegens, das ich darunter verstehe. Ironischerweise läuft gerade ein junges Paar mit Kinderwagen vor sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Sie sehen glücklich aus. Ernsthaft glücklich. Die Art von Glück, die einem als Außenstehenden das Gefühl gibt, schlecht und unzulänglich zu sein. Ich zünde mir die Zigarette an, lege den Kopf nach hinten und beobachte, wie sich der aufsteigende Rauch zwischen meine Augen und die Wolken schiebt.

Was sind denn "sexistische Strukturen"? Das Kinderwagenpaar ist glücklich - gleich zwei Mal. Das ist ein wenig Holzhammer. Wenn die junge Mutter den stolzen Vater verliebt anlächelt ist alles gesagt. Das letzte Bild ist seeehr mysteriös. Er raucht, das Wetter ist nicht mehr warm und sonnig, er hat das Mädchen nicht bekommen. Das große Finale ... bleibt leider aus. Die gesamte Handlung ist: er schleppt ein Mädchen nicht ab. Ich finde das inhaltlich etwas dünn. Deinem Text fehlt Handlung und ein schlüssiges Ende, auf das ich als Leser hin fiebern kann. Ich würde mir wünschen, dass er schon in der Kneipe und auf dem Heimweg mehr für den Abend tut. Ganz kurz flammte das an meiner Lieblingsstelle auf. Deine Art zu schreiben hat mir gefallen. Ich könnte mir vorstellen, dass eine echte Abenteuergeschichte aus deiner Feder mir Riesenspaß machen würde, dieses hier war gut geschrieben, aber inhaltlich zu matt.
Trotzdem Danke für die vergnügliche Lesezeit.

 

Vielen Dank für den ausführlichen Kommentar. Freut mich, dass ich anscheinend zumindest schon mal einen gelungenen Titel gefunden habe.
Ich finde deine Kritikpunkte zum größten Teil nachvollziehbar und auch sinnvoll. Die, welche mir besonders wichtig erschienen, habe ich jetzt nachfolgend noch mal kommentiert und es mir auch herausgenommen, ein paar wenige von dir genannte Kritikpunkte ein wenig zu verteidigen (aber nur ein ganz klein bisschen. ;) ).

Das ist zwar sehr atmosphärisch, ich habe Bilder im Kopf. Aber mir persönlich ist es zu langsam. Es passiert zu lange nichts. Eine so kurze Geschichte müsste für meinen Geschmack etwas schneller los legen. Der Text ist ja eigentlich Ich-Perspektive. Mir erschließt sich nicht wer jetzt "man" ist - die Allgemeinheit, die Kneipenbesucher, die Welt? Sind es nur Floskeln, die für den weiteren Text nicht wichtig sind? Vielleicht möchtest du kurz darüber nachdenken, was passiert wenn du diesen ganzen Teil löschen würdest. Ich persönlich meine: die Geschichte würde gewinnen. Falls du ihn lässt: das "also" und "halt" und "jeweiligen" sind überflüssig und machen die Sätze schwächer.
Du hast recht, man könnte die Geschichte auch ohne diesen Teil erzählen, wobei ich persönlich doch geneigt bin, trotz allem daran festzuhalten, da ich finde, dass er doch eine gewisse Atmosphäre setzt, und das ist etwas, was ich generell bei Kurzgeschichten (also auch von anderen Autoren) sehr gerne habe. Die Redundanz der Füllwörter sehe ich allerdings ein.

Dann kommt das Tischgespräch und das macht mich endlich neugierig auf deine Geschichte. Ist dieser phänomenale Satz irgendwo her gemopst? Der wirkt so geschliffen. Falls es deiner ist: Spitze! Auch schön, wie der Prota kurz und sehr umgangssprachlich reagiert. Toller Kontrast.
Vielen Dank für das Lob, vor allem da ich guten Gewissens behaupten kann, dass der Satz nicht geklaut ist.

zukünftiger was? In dem Satz fehlt das Substantiv.
Das "zukünftiger" bezieht sich zurück auf das Substantiv "Pläne", wobei ich da selbst gerätselt habe, ob dadurch das Adjektiv jetzt substantiviert wird, oder eben nicht. Hab mich, wie du siehst, für Letzteres entschieden, bin jetzt aber noch mehr verunsichert, ob das wirklich so stimmen kann (oder habe ich mich da doch eher für letzteres entschieden? Gar nicht so einfach...). Vielleicht ist ja jemand im Forum hier so nett, mich da aufzuklären - besonders, da ich auch nach Einsatz von Google keine hundertprozentig zufriedenstellende Antwort finden konnte, obwohl ich mittlerweilen schon zu Großschreibung tendieren würde.

Und dann bin ich vom Stuhl gekippt - der Prota ist 23? Und er sitzt in einer Kneipe und trinkt Weißwein während er über das Leben und die Traurigkeit an sich philosophiert?
Naja, ich hab auch 'ne ganze Zeit lang nachgedacht, welches Alter ich ihm geben soll - letztendlich hab ich dann das Meinige gewählt. Und immerhin trink ich auch gerne mal ein Glas trockenen Weißwein. ;)

Du könntest es noch unterstreichen indem du nicht schreibst, dass sie "natürlich noch keinen Erfolg" hatte - ich hätte erwartet, dass sie "bisher noch nichts" verdient hat.
Da hast du völlig recht, ich finde meine Formulierung im Nachhinein auch ziemlich deplaziert und frage mich, wieso mir die abwertende Konnotation vorher nicht aufgefallen ist.

... las ich und mir schoss durch den Kopf - man verzeihe es mir - "was für ein Hengst!"
:D Genial!

Was sind denn "sexistische Strukturen"?
Meiner Definition nach ist eine sexistische Struktur (im Kontext von Beziehungen) die Unterdrückung eines Partners durch den anderen durch eine Vorrangstellung, die dieser sich durch sein jeweiliges Geschlecht und die für ihn daran geknüpften, angeblichen "Rechte", die er als naturgegebene, und somit völlig legitime Gesetzmäßigkeiten betrachtet, herausnimmt.

Deine Art zu schreiben hat mir gefallen. Ich könnte mir vorstellen, dass eine echte Abenteuergeschichte aus deiner Feder mir Riesenspaß machen würde, dieses hier war gut geschrieben, aber inhaltlich zu matt.
Trotzdem Danke für die vergnügliche Lesezeit.
Vielen Dank. Es freut mich sehr, dass dir das Lesen Freude bereitet hat. Wer weiß, vielleicht findet man ja hier noch mal irgendwann eine echte Abenteuergeschichte aus meiner Feder. :)

 

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