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Der Weg zu mir...
Der Weg zu mir
Ich stehe direkt unter dem Leuchtturm. Der Wind pfeift mir um die Ohren. Dunkel ziehen die Wolken über den Horizont, verdrängen die Sonne hinter mir.
Schwarz liegt unter mir das aufgewühlte Meer, Schaumkronen tanzen über die Wellen. Diese donnern in der Tiefe gegen den Fels. Unheimlich... ja, unheimlich schön ist dieses Schauspiel. Eine Aufführung von feinstem Zusammenspiel von Wind, Sonne, Wasser, Stein – eine perfekte Harmonie der Natur in der sie ihre Macht demonstriert.
Ein Regentropfen fällt auf meinen Kopf, Regen, hier und jetzt, am Ende der Welt, ich, Natur und Mensch – ob ich zuviel gekifft habe?
Meine Schwester kommt hinter dem Leuchtturm hervor: „Ma sagt Du sollst die Kippe wegschmeissen und endlich kommen! Wir wollen zuhaus sein ehe wir klatschnass sind.“ Kleine Schwestern nerven, sagte ich das? Nicht? Für die ohne solche Lebensstrafen: Sie nerven gewaltig. Ich bin tolerant. Ich nehme es ihr nicht Übel. Sie wird nur dass, was meine Mutter aus ihr macht.
Langsam drehe ich mich um, ich werfe noch einen Blick auf das schwarze Wasser da unten und trabe zu meinem Fahrrad das am Leuchtturm lehnt. Natürlich werden wir nass werden...
Ich betrete den Speisesaal, meine Mutter und meine Schwester sitzen schon am Tisch und unterhalten sich übertrieben freundlich mit den Eltern der kleinen Blondine von gestern Abend.
Meine Mutter fand sie richtig nett - „Passt ihr aber gut zusammen!“ klar! - ich fand sie auch nett. Fickfleisch pur! Und gut hat sie sich auch angefühlt. Hatte nicht viel Erfahrung, aber die bekommt sie eh nur durch Leute wie mich. Ob sie Mami und Papi von dem schönen Abend in der „Strandbar“ erzählt hat? Ich muss innerlich grinsen. Unweigerlich, ich stelle sie mir so naiv vor.
„Guten Abend zusammen!“ Ich lächele freundlich in die Runde als ich mich setze. Und passend wie im Theater betritt sie den Speisesaal. Als sie mich erblickt bemerke ich wie ihre Mundwinkel zucken, sie nicht weiss ob sie lächeln soll oder nicht. „Lass es sein! Ich hatte dich, und du warst ok.“ denke ich mir, ich brauche Sie ja nicht, ich brauchte niemals jemanden, wozu auch?
Sie kommt an den Tisch und gibt mir einen flüchtigen Kuss auf die Wange. Ich lächele sie an, man bin ich gut!
Das Essen verlief schweigend. Nun laufe ich neben Ihr durch den Park Richtung Strand. „Was ist los mit dir?“ will sie wissen, hängt sich an meinen Arm. „Nix.“ Ich blicke geradeaus, sehe sie nicht an, zumindest will ich das nicht. Ich blinzele zu ihr, sehe ihr grinsen als ich schaue. „Blöde Pute, wenn ich mich angackern lassen will dann kauf' ich mir'n Huhn!“ denke ich, muss aber lächeln. „Das ging alles so schnell, ich will mehr Zeit mit dir verbringen. Ich mag dich besser kennenlernen.“ gesteht sie.
Ob es sie Überwindung gekostet hat? Zumindest ist sie jetzt verunsichert. Erinnert mich an eine meiner letzten Beziehungen, so vor sechs Wochen. Die vor der kleinen, brünetten Schlampe, oder die danach? War es die Brünette? Ich weiss es nicht mehr, doch vielleicht - die Brünette war mies aber... nein egal. Ich nehme mir eine Kippe aus der Schachtel und halte ihr auch eine hin. Zögernd nimmt sie, „Aber sag es nicht meinen Eltern, ok?“
Himmel! Nein, Mami und Papi! Die dürfen bestimmt auch nicht deinen Slip von gestern sehen, oder? Du bist doch bestimmt die ganze Nacht ausgelaufen, hab ich recht? War ja gar nicht so schlimm ohne Gummi, oder? Die kleine drogensüchtige Tochter unseres Stadtrats fand das auch nicht schlimm.
Ich gebe ihr Feuer, sage ihr es sei ok, sie solle nur ein Kaugummi nehmen wenn sie ginge. „Und dann im Hotel gehst du dir die Zähne putzen, dann merkt keiner was.“ Unsere Blicke treffen sich, kurz.
Sie zieht ungeschickt an der Zigarette und verzieht das Gesicht. Damit dürften ihre Eltern dann wieder ganz anderer Ansicht über meine Person sein.
Langsam wird es dunkel, der Regen hat aufgehört und die frische kalte Meeresluft umgibt mich, uns. Ich habe einen klaren Kopf wie lange nicht mehr, wie lange hatte ich schon keine Tüte mehr?
Zwei Tage? Hölle! Aber eigentlich auch ok.
Ich sitze auf der Mauer, an dem Steg an dem morgens die Fischer anlegen. Sie liegt in meinen Armen und zieht genüsslich den Rauch der Zigarette in die Lungen. Kann sie gut, nicht?
Meine Hand verschwindet in ihrem Hosenbund, klar ich will sie nochmal! Langsam gleite ich in ihren Slip, sehe zu ihr, bemerke den Ausdruck in ihren Augen und muss mich beherrschen. Ich will sofort in ihr nettes kleines Gesicht spritzen, aber langsam.
Vorsichtig stemme ich mich aus dem Sand, fummele meine Hose hoch und schaue auf ihr Gesicht. Gerötet und leicht erhitzt sieht sie aus, verdammt gefällt mir schon fast. Wieso gefällt sie mir auf einmal? Ich hab sie gehabt, yesss! Ein Schluck aus der Flasche und eine Zigarette, mir geht's fast wieder gut. Ausser dem Sand in meiner Hose. Ich muss jetzt gehen. Ich habe sie gehabt und gut ist. Obwohl neben ihr morgen aufwachen, ihre grünen Augen zu sehen, zu sehen wie sich ihr Brustkorb hebt und senkt wenn sie schläft, das blonde Haar in feinen Locken um ihr Gesicht spielt.
Hör auf du Weichei! Ich gebe mir beinahe selbst eine Backpfeife. Das ist nicht mein Stil, ich kann das ja nicht. Ich will das auch nicht. Was soll's?
Ich gehe in Richtung der Strasse und schlage den Weg zum Leuchtturm ein. „Wo willst Du hin?“ sie hüpft auf einem Bein, zieht sich ihren Slip an und kommt mir hinterher gelaufen. „Hey, zieh' dich erst einmal an, ok?“ ich drehe mich wieder um und will weiter traben, überlege es mir dann anders und sehe zu ihr. Sie zieht sich die Jeans gerade hoch. Sieht auch ganz nett aus, ihre festen handlichen Titten und der knackige Hintern in der Jeans, ja... wo war ich? Wollte gerade los.... ja, sie ist ja nicht wichtig, war sie doch nicht? Oder? „Wo ich hin will? ...zu Dir...“