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Der Schneemann

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11.06.2003
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Der Schneemann

Mein Name ist Susan, ich berichte heute meine Geschichte, weil ich nicht vergessen, vergeben und schon niemals akzeptieren werde, was letzten Winter geschehen war.

Es war nichts typisches, typisch wie die Morde, Unfälle oder solche Intrigen wie man sie im Fernsehen täglich zu sehen bekommt. Auch hat niemand aus meiner Familie mir Schaden zugefügt, kein Bekannter oder fern Verwandter tat mir weh.
Ich habe noch immer einen wunderbaren Ehemann, sowie meinen treuen großen, starken Golden Retriever Rüden, der auf den Namen Mike hört. Doch ich fühle das Mike nicht mehr lange vor unserer Schlafzimmertüre wache halten wird.
Selten sieht er mir noch in die Augen, sein Schwanz ist ständig reuevoll eingezogen.
Seit dieser Nacht vor zwei Monaten höre ich Mike stöhnen, er kann es sich selbst nicht verzeihen, als Familienhund versagt zu haben.

Die Tragödie begann genau am 20.Dezember.
Meine Kinder, Sahra vier, Tom sechs, und Silvana zwei Jahre alt, bettelten nun schon den ganzen Sonntag morgen, mein Martin Martin sollte doch mit ihnen zusammen einen Schneemann im Garten bauen. Da Martin selten den Kindern einen Wunsch abschlagen konnte ließ er sich erweichen und ging mit den Kindern und Mike hinaus. Nach einigen Schneebällen, im Schnee sich gegenseitig einreiben, fingen die vier genau in der Mitte von unserem Garten einen Schneemann an zu bauen. Zwischen den Plätzchen backen konnte ich immer wieder einen Blick durch das Wohnzimmer hinaus in den Garten werfen.
In diesen Momenten dankte ich Gott für diese harmonische Familie, ich dankte ihm für die zweite Chance die Gott mir gab.

Niemand von meiner Familie kannte mein dunkles Geheimnis, nur Mike hatte einmal, noch vor Sahras Geburt, etwas gewittert. Damals war ich auf dem Speicher und schob gerade alte Kisten so in die Ecke das niemand ein kleines längliches Paket sehen konnte, Mike sah dieses Paket als ich es gerade zu verstecken versuchte, er knurrte wie wild, fletschte seine Zähne, nur durch ernstes lautes zurufen hörte Mike damit auf, er sah mich verwirrt an, konnte es nicht verstehen wie ich es ihm verbot mich zu warnen. Mich kostete es einige Minuten Mike zu überreden den Speicher zu verlassen.
Ich war schweißgebadet.

Als der Schneemann fertig war, riefen mich die Kinder um ihn zu begutachten. Ich war erstaunt , im ersten Moment sprachlos, sie hatten einen zwei Meter hohen und drei Meter breiten Schneemann gebaut. Martin stand stolz, mit seinem üblichen Lausbuben haften Grinsen hinter unseren Kindern.
Als die Kinder bereits schliefen und wir beide ins Bett gingen wunderten wir uns das Mike unruhig im Haus herum lief. Am zweiten Abend meinte meine Sarah, sie habe Angst vor dem Schneemann. Martin beruhigte sie wieder und brachte sie zurück in ihr Bett.
Am nächsten Morgen saß Mike vor dem Schneemann und starrte ihn nur an, seine Vorderpfoten waren tief in dem Schneemann eingegraben. Ich fragte Martin ob er die Terassentüre auf gemacht hat um Mike hinaus zu lassen, doch er verneinte, ich rief nach den Kindern, keines antwortete mir.
Da hörte ich Martin laut aufschreien, ich rannte zu ihm hinaus, hin zu dem Schneemann, dort sah ich nur noch Blut. Mikes Pfoten waren bis zu dem Teil was in dem Schneemann drin war abgerissen und im Maul hielt er noch einen kleinen Stoffetzen von meinem kleinen dunklen Geheimniss, die Vergangenheit und der Zorn dessen Eltern deren Kindern ich vor zehn Jahren im betrunkenen Zustand zusammen gefahren habe.

Beide Kinder waren sofort Tod.
Die Mutter hatte mir damals per Post einen Puppe mit einem Begleitschreiben geschickt, ich konnte die Worte nie entziffern. Doch ich wagte es nie die Puppe weg zu schmeißen. Auch nicht als ich selbst eine Familie hatte.

Am nächsten Tag war von dem Schneemann nichts mehr zu sehen, meine Kinder sind spurlos verschwunden, nur am boden wo der Schneemann gestanden hatte, lag meine Puppe. Martin meinte es sei eine von Sarah, ich sagte kein Wort, nahm sie auf, legte sie in meine Arme und brachte sie zurück auf den Speicher.

 

Huuhu!

Willkommen im Kreis der Schreiberlinge!
Und hier gleich in die Vollen:

Jeder Autor hat einen Hang zu Einleitungen. Aus meiner amateurpsychologischen Sicht ist das ein Zeichen der Unsicherheit. Weil man Angst hat, daß die Geschichte für sich allein vielleicht nicht so wirkt wie gehofft, versucht man, soviel wie möglich vorwegzunehmen, um dem Leser eine "weiche Landung" im Geschehen zu ermöglichen.
Halte ich aber für grundverkehrt.
Die ganze Einleitung bis einschließlich "Die Tragödie begann genau am 20.Dezember." würde ich weglassen.

So, weiter:

Zwischen den Plätzchen backen konnte ich
Schwere grammatische Schieflage!
Zwischen ergibt nur einen Sinn bei mehreren Objekten.
Warum nicht "beim" oder "während"?

Niemand von meiner Familie
AUS meiner Familie

so in die Ecke das niemand
so in die Ecke, dass niemand
Ein sehr häufig vorkommender Fehler in diesem Text!
Vor Nebensätze mit "als", "da", "weil", "ob", "wie", "dass" (mit "ss"!), "um" etc. kommt immer ein Komma!

ein kleines längliches Paket sehen konnte,
DAS kleine Paket (die Protagonistin weiß ja (hoffentlich), was es ist); und am Ende des Satzes ein Punkt, bitte.

Mike sah dieses Paket als ich es gerade zu verstecken versuchte, er knurrte wie wild, fletschte seine Zähne, nur durch ernstes lautes zurufen hörte Mike damit auf, er sah mich verwirrt an, konnte es nicht verstehen wie ich es ihm verbot mich zu warnen.
Hm, da helfen Einzelanmerkungen kaum noch:
Mike sah dieses Paket (daß es versteckt werden soll, weiß der Leser schon) knurrte wie wild und fletschte seine Zähne. Nur durch ernstes lautes Zurufen hörte er damit auf. Er sah mich verwirrt an, konnte nicht verstehen, warum ich ihm verbot, mich zu warnen.

Mich kostete es einige Minuten
Da die Betonung nicht auf "mich" lieg, sollte es besse heißen: Es kostete mich einige Minuten
Und schreib nicht soviel "Mike". Schreib auch mal "er"!

sie hatten einen zwei Meter hohen und drei Meter breiten Schneemann gebaut.
Äh...? Bist du bei diesen Abmessungen sicher?

Lausbuben haften
...für ihre Eltern :p
lausbubenhaften!

vor dem Schneemann und starrte ihn nur an, seine Vorderpfoten waren tief in dem Schneemann
Stil! 2 x Schneemann: nicht hübsch

Da hörte ich Martin laut aufschreien, ich rannte zu ihm hinaus, hin zu dem Schneemann, dort sah ich nur noch Blut. Mikes Pfoten waren bis zu dem Teil was in dem Schneemann drin war abgerissen und im Maul hielt er noch einen kleinen Stoffetzen von meinem kleinen dunklen Geheimniss, die Vergangenheit und der Zorn dessen Eltern deren Kindern ich vor zehn Jahren im betrunkenen Zustand zusammen gefahren habe.
Diesen Absatz habe ich fünfmal gelesen, bevor ich allmählich ein Bild vor Augen hatte.
Verstehen tue ich ihn inhaltlich allerdings immer noch nicht.
Stoffetzen der Puppe?
Wie kommt der da hin?
Wollte Mike ihn eingraben oder ausgraben?
Überhaupt, was hat der Schneemann damit zu tun?
Die Pfoten des Hundes sind abgerissen? Warum?

und der Zorn dessen Eltern deren Kindern
Das ist grammatisch unmöglich. Ich ahne mehr, was es bedeutet, als daß ich mir sicher wäre.

Beide Kinder waren sofort Tod
Der Tod ist der Sensenmann. Hier ist es ein Adjektiv (Eigenschaftswort) und muß heißen: tot.

Diese Geschichte ergibt keinen Sinn, sorry.

Ansonsten würde ich mir wünschen, daß du die Prot. etwas mehr ausgestaltest. Sie ist so - eigenschaftslos. Die Kinder auch. Du versuchst dramaturgisch korrekt zuerst eine Familienidylle zu schildern, die dann brutal zerfetzt wird, weil die Mutter mal in der Vergangenheit einen Fehler gemacht hat, aber die Charaktere bleiben trotzdem unpersönliche Statisten, die Story gerät zu einem trockenen Bericht. Mehr Eigenschaften, bitte. Zukunftspläne, Gefühle, Eindrücke. Hintergründe (Beruf, was war damals mit dem Autounfall etc.)

r

 

Hi Shimba,

ich fand deine Geschichte ziemlich schlecht. Erster großer Kritikpunkt ist dein Stil, der mir hier absolut nicht gefallen hat. Ein paar Beispiele...

Da Martin selten den Kindern einen Wunsch abschlagen konnte ließ er sich erweichen und ging mit den Kindern und Mike hinaus. Nach einigen Schneebällen, im Schnee sich gegenseitig einreiben, fingen die vier genau in der Mitte von unserem Garten einen Schneemann an zu bauen. Zwischen den Plätzchen backen konnte ich immer wieder einen Blick durch das Wohnzimmer hinaus in den Garten werfen.

Ich versuch dir diesen Absatz jetzt mal leserfreundlich zu gestalten.

"Da Martin den Kindern selten einen Wunsch abschlagen konnte, ließ er sich erweichen und ging mit ihnen und dem Hund nach draußen. Nach einer anfänglichen Schneeballschlacht beschlossen sie schließlich zusammen einen Schneemann zu bauen. Während des Plätzchenbackens konnte ich durch das große Küchenfenster immer ein Auge auf die kleine Rasselbande werfen."

. Mikes Pfoten waren bis zu dem Teil was in dem Schneemann drin war abgerissen und im Maul hielt er noch einen kleinen Stoffetzen von meinem kleinen dunklen Geheimniss
Stilistisch wahrlich keine Meisterleistung. "Mikes Pfoten waren bis zu dem Teil was in dem Schneemann drin war..."

die Vergangenheit und der Zorn dessen Eltern deren Kindern ich vor zehn Jahren im betrunkenen Zustand zusammen gefahren habe.
Häh? :drool:
Ich weiß was du meinst, aber bei diesem Satz steht kein Wort an der richtigen Stelle...

Ich war erstaunt , im ersten Moment sprachlos, sie hatten einen zwei Meter hohen und drei Meter breiten Schneemann gebaut
Wow, haben die den ganzen Schnee aus der Stadt zusammengetragen um das Teil zu bauen? :D

Was die Idee deiner Geschichte angeht. So fällt mir immer wieder eine King Verfilmung ein. Thinner-Der Fluch! Wobei mich das hier wirklich nur im entferntesten Sinne daran erinnert. Deine Charaktere wirken so blass und emotionslos wie die Schauspieler einer Soap Opera, wobei diese noch besser abschneiden würden.
Was ist mit deiner Protagonistin? Von Trauer über den Verlust ihrer Kinder nichts zu merken. Der Hund hat hier meines Erachtens nach noch die größte Rolle!

Außerdem kapier ich die Zusammenhänge (wenns denn welche gibt) nicht. Wie kommt die Puppe zum Schneemann? Warum wird ausgerechnet Jahre nach dem Unfall plötzlich ein Schneemann aktiv, um die Sünden der Frau zu bestrafen?

Ne beim besten Willen. Die Geschichte war nix! Ein bisschen mehr Logik...zwei Hände Spannung und glaubhafte Charaktere erwarte ich das nächste mal! :)

Christian

 

Hallo,

erst einmal, ich versuche besser zu schreiben.
Ob ich wohl besser weggekommen wäre, wenn ihr wüßtet, dies ist meine erste Kurzgeschichte?:(

Danke für eure Kritik, schließlich bin ich hier zum lernen !!:)

Bis zum nächsten mal.
Gruß Shimba

 

Hey Shimba, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und klar ist es noch etwas anderes, wenn dies deine erste Kurzgeschichte ist.

Hätte ich meine erste hier veröffentlicht wären die Kritiken auch vernichtend ausgefallen!!

Aber wenn es dir ernst ist mit dem Schreiben dann kanns nur besser werden :)
Musst halt fleißig weitermachen und viel Lesen, dann kommt da auch schnell was bei rum.

Christian

 

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