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Das fremde Schlafzimmer
Irgendetwas war anders. Ich schaute auf die Uhr. In digitalen Ziffern leuchtete da in der Dunkelheit: „21:28“. Wo blieb der Kerl bloß?
Ich blickte wieder rüber zu dem Penthouse. Immer noch alles dunkel. Normalerweise hatte er um diese Uhrzeit schon längst eine Prostituierte auf seinem Bett liegen. Also, wo zum Teufel blieb der Kerl? Fand er diesmal nicht die Richtige für seine perversen Spielchen?
Ich musste unweigerlich wieder an die Bilder denken, die mir der dicke und reiche Typ aus dem Penthouse auf der anderen Seite der Häuserschlucht Abend für Abend lieferte und spürte, wie in mir die Lust aufstieg. Ich war versucht, mich diesem Gefühl bereits jetzt hinzugeben. Nein! Ich wollte warten, bis der Dicke zuverlässig wie immer eine Prostituierte mitbrachte, sie zuerst grob zwang, sein bestes Stück zu bearbeiten, um sie mitten drin aufs Bett zu werfen, wo er sie festband und stundenlang immer wieder über sie herfiel.
Doch in letzter Zeit schien er immer unzufriedener. Er schlug die Prostituierten häufiger als sonst und schien auch immer länger zu brauchen, bis er endlich befriedigt war. Das letzte Mal hat er die junge Nutte sogar wütend davon gejagt.
Aber dennoch war er immer pünktlich gewesen. Zwischen zwanzig und zwanzig Uhr dreißig tauchte er zuverlässig auf. Aber diesmal war etwas anders. Vielleicht war ihm etwas dazwischen gekommen?
Plötzlich tat sich etwas gegenüber. Das Licht ging zuerst im Wohnraum und dann im Schlafzimmer an.. Er trug ein Kind auf dem Arm. Was war denn nun los?
Er setzte das Kind auf die Bettkante und befahl dem jungen Mädchen offensichtlich, sich auszuziehen.
Mein Gott! Sie war bestimmt erst acht oder neun Jahre alt!
Das Mädchen begann zu weinen, zog sich aber dennoch langsam aus. Und wie immer stellte sich der dicke Kerl mit heruntergelassener Hose vor sie hin und drückte ihren Kopf in Richtung seiner Genitalien.
Ich traute meinen Augen kaum. Was hatte diese Perverse nur mit dem Mädchen vor? Aber irgendwie konnte ich auch die Erregung, die ich dabei empfand, nicht unterdrücken. Der Dicke schien erregt zu stöhnen und ließ seinen Kopf in den Nacken fallen, während sich seine Hände immer noch in den Haaren des kleinen Mädchens verkrallt hatten.
Ich konnte nicht anders. Ich musste mich unweigerlich selbst berühren.
Im nächsten Moment warf der Dicke die Kleine aufs Bett. Sie weinte wieder und schien sich nun auch zu wehren. Doch der Kerl schlug auf sie ein, bis sie sich nicht mehr regte. Dann band er sie am Bett fest.
Ob sie tot war? Was, wenn er sie umgebracht hatte?
Gerade als sich der Dicke an ihr vergehen wollte, regte sich das Mädchen wieder. Diesmal schrie und wandte sie sich.
Ich konnte ihre Schreie ganz leise hören.
Der Dicke hatte nun sichtlich Probleme und wurde wütend. Er packte sie am Hals und rüttelte sie. Doch sie hörte nicht auf, sich zu wehren. Da setzte er sich auf und presste sie durch den Druck auf den Hals tief ins Bett.
Erschrocken starrte ich in das fremde Schlafzimmer. Er bringt sie um!
Erst nach fünf Minuten lockerte er seinen Griff und machte sich nun an der kleinen leblosen Gestalt zu schaffen.
Entsetzt riss ich den Vorhang zu. Zögerlich ging ich zum Telefon und berührte den Hörer.
Eine ganze Weile verging.
Vielleicht war das kein Kind gewesen. Vielleicht war das nur eine Prostituierte, die sehr jung aussah, dachte ich mir. Und dann würde ich mich lächerlich machen. Was würde dann mein Chef über mich denken, wenn heraus kam, dass ich gespannt hatte?
Ob noch frischer Käse da war? Ich hatte Hunger bekommen. Gerade eben knurrte mein Magen. Ich verließ das Schlafzimmer und schloss die Tür hinter mir.