Das Fenster....
Ich sitze da. Sitze nur stumm vor meinem Fenster und schaue hinaus in die Dunkelheit. Es ist ein sehr warmer Samstag Abend und fast alle meine Freunde sind auf dem Weg zu irgendwelchen Feiern. Aber ich nicht, denn ich lege keinen Wert darauf mit den anderen in einer stickigen Disko zu sitzen. Ich sinne weiter darüber nach, mir kommt der Gedanke doch loszufahren, ich möchte es sogar, doch alles was ich tue ist den Fernsehr anzuschalten. Es interessiert mich nicht weiter welches Program läuft solange nur eine Stimme zu mir spricht.
Ich sehe weiter aus dem Fenster, direkt auf eine Straßenlaterne die schwach flackert. Ich fange an über den Sinn meines Dahseins nachzudenken. Das Licht der Strassenlaterne hilft mir dabei, warum? Ich weiß es nicht. Meine Gedanken wandern zu der Frage ob dieses Leben nicht nur für mich vorgespielt wird. Schon beim nächsten Gedanken verwerfe ich die Idee wieder. Es wäre zu egoistisch das zu denken. Ich fühle mich auf einmal furchtbar allein, eine Träne rinnt mein Gesicht runter. Wenn ich darüber genau nachdenke habe ich eigentlich gar keine Freunde. Das Fenster ist die einzige Tür in die Welt dort draussen. Ich gehe zur Schule und dann sitze ich vor dem Fernsehr und tue gar nichts. Was für ein Leben. Ich fasse den Beschluss dem ein Ende zu setzen, nicht das erste Mal. Ich laufe wirr in meinem Zimmer umher, weitere Tränen laufen mein Gesicht hinunter. Ich möchte nur noch schreien, aber ich verkneife mir das, meine Eltern werden sonst wach. Langsam übermannt mich die Müdigkeit, die Anstrengung den Schrei zu unterdrücken hat mich schläfrig gemacht. Ich lege mich ins Bett. Der letzte Gedanke der mir durch den Kopf geht ist:
Morgen wird alles wieder gut, Morgen geht es dir besser.
Und so ist es dann auch.
Wieder ne Mittagspausengeschichte....