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Das andere Leben

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05.05.2003
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Das andere Leben

Als Zoe im Krankenhaus aufwachte, konnte sie sich nicht erinnern, wie sie dort hingekommen war, und an ihrem Bett saßen Leute, die sie noch nie zuvor gesehen hatte. Ihre ersten Worte waren: „What has happen? And what is this for a place?“ Die Frau an ihrem Bett sprang sofort auf. „Jenny, wir sind es! Warum sprichst du denn Englisch?“ Zoe war verwirrt. Warum sprachen diese Menschen deutsch? Befand sie sich denn nicht mehr zu Hause? „Wer sind sie? Und warum nennen sie mich Jenny? Das ist nicht mein Name. Ich bin Zoe Norfolk und lebe in Sydney. Wo ist meine Tante?“, brachte sie schließlich heraus. Die Menschen an ihrem Bett wirkten geschockt. Anscheinend hielten sie sie für jemand anderes. Nun ergriff der Mann das Wort: „Aber Jenny, wir sind deine Eltern, du bist hier im Krankenhaus in Strausberg, weil du einen Ball an den Kopf bekommen hast.“ Die nächsten Sekunden herrschte Ruhe. Zoe begann wieder: „Das Letzte, woran ich mich erinnere, sind die Dreharbeiten. Claudia kam zu mir und wir sprachen die nächste Szene durch. Dann reißt der Film bei mir.“ Wieder Stille. Das kleine Mädchen sagte nun auch etwas: „Ich denke, du lebst in Australien, warum sprichst du Deutsch?“ Zoe antwortete etwas geistesabwesend: „Meine Mum war Deutsche, sie zog aber nach Sydney und lernte dort meinen Vater kennen. Bis zu ihrem Tod hat sie mit mir oft deutsch geredet, und jetzt haben wir das als Wahlfach in der Schule.“ Der Mann erhob sich und sagte, er wolle einen Arzt von draußen holen, dann verließ er das Zimmer. Fünf Minuten später kam er wieder, hinter ihm ein kleiner zierlicher Mann mit einen runden Nickelbrille. Das Namensschild, das an seiner Brusttasche hing, wies ihn als Dr. Hentschel aus. Er leuchtete Zoe mit einer kleinen Stablampe in die Augen und fragte sie nach ihrem Befinden. Er wandte sich an die Frau und an den Mann: „Sie hält sich für eine andere Person, sagte sie? Also, so einen schweren Fall von Gehirnerschütterung hätte ich wirklich nicht erwartet. Ich muss sie zur Beobachtung noch einige Tage hier behalten. Sind sie damit einverstanden, einen Kollegen aus der psychiatrischen Abteilung hinzuzuziehen? Vielleicht kann er herausfinden, wie es dazu kam, und Jennys eigene Persönlichkeit wieder hervorbringen.“ Zoes 'Eltern' nickten nur, verabschiedeten sich und verließen zusammen mit dem Arzt den Raum.
Etwa 3 Stunden später kam eine Frau herein. Zoe musste kurz eingeschlafen sein, durch das Geräusch, das die Tür verursachte, wachte sie auf. „Hi“, sagte sie müde. „Hallo, Jenny!“ Die Frau lächelte freundlich. „Ich bin Claudia Wagner. Dr. Hentschel hat mich zu dir geschickt, weil du eine Gehirnerschütterung hattest.“ Zoe wurde traurig. Sie musste an Claudia Black, eine ihrer besten Freundinnen, denken. Dieser Frau schien das aufzufallen. „Was ist?“, fragte sie besorgt. Zoe schüttelte den Kopf. „Ach nichts. Ich kenne nur jemanden mit dem Namen Claudia, der mir sehr viel bedeutet.“ Nach einer kurzen Pause fuhr sie fort: „Sie sind Psychiater, oder? Ich habe gehört, wie dieser Arzt das zu den Menschen, die glauben, meine Eltern zu sein, sagte.“ „Du glaubst also nicht, dass das deine Eltern sind? Erzähl mir mal was über deine richtigen Eltern!“ Zoe musste nicht lange nachdenken. Sie hatte ihre Eltern über alles geliebt. „Sie sind beide tot. Meine Mum Sarah war Deutsche, mit 20 ging sie nach Australien, dort lernte sie Richard Norfolk, meinen Vater, kennen. Naja, so entstand ich. Als ich 10 war, also vor 5 Jahren, starben sie bei einem Autounfall, von da an lebte ich bei meiner Tante Deedee.“ Nach kurzem Überlegen fragte die Psychologin, ob Zoe ihre Tante mögen würde. „Ja, sie lässt mir viele Freiheiten, zum Beispiel die 'Farscape'-Dreharbeiten. Sie sagt, solange mein Notendurchschnitt unter 3 liegt, ist alles klar.“ „Jenny...“, begann Claudia wieder, doch Zoe unterbrach sie: „Verdammt, mein Name ist nicht Jenny, sondern Zoe Norfolk, ich wohne in Sydney bei meiner Tante und bin eine relativ gute Schülerin! Ich bin 15 Jahre alt und spiele bei meiner Lieblingsserie eine wiederkehrende Gastrolle. Und da bin ich mir nun mal wirklich sicher!“ Zoe war den Tränen nahe, blinzelte dann aber kurz, da sie weinen für ein Zeichen von Schwäche hielt. Die Psychiaterin gab noch nicht auf: „Ich werde versuchen, etwas über dich herauszufinden. Wie war gleich noch mal der Name der Serie?“ Zoe war nun wieder etwas ruhiger. „'Farscape'. Eine australische Science Fiction-Serie. Und... Danke!“ Claudia lächelte nur und ging.
Claudia hatte Freunde in der australischen Einwanderungsbehörde, die ihr noch einen Gefallen schuldig waren. Sie bat diese, etwas über eine Sarah Norfolk bzw. deren Tochter Zoe herauszufinden. Außerdem suchte sie selbst im Internet nach dieser Serie 'Farscape'. Einige Stunden später riefen ihre Freunde wieder an. Eine Sarah Norfolk, die vor 5 Jahren gestorben sein soll, hatte nie in Sydney gelebt, genausowenig wie Zoe. Das würde Jenny/Zoe hart treffen. Aber zuerst sprach Claudia mit den Eltern des Mädchens. „Jenny hält sich wirklich für diese Zoe. Ich weiß nicht, was zu diesem Extremfall einer eigentlich normalen Gehirnerschütterung führte. Wollen sie, dass ich den Fall weiterhin übernnehme...? Ich werde alles versuchen, um Jennys Persönlichkeit wieder hervorzubringen, aber vielleicht sollten sie noch einmal mit ihr reden, ihr etwas über ihr Leben erzählen. Wie wäre es mit übermorgen? Ach, eins noch: Versuchen sie bitte nicht sie zu drängen, sich zu erinnern!“ Claudia fuhr wieder zum Krankenhaus. Sie wusste nicht, wie sie es Jenny/Zoe erklären sollte, ohne einen Schock zu verursachen. Als sie das Zimmer betrat, atmete sie tief durch und zog sich einen Stuhl heran. Im Auto hatte Claudia sich die Worte genau zurechtgelegt, doch jetzt war alles wie weggeblasen. Also sagte sie es einfach geradeaus, dieses Mädchen schien eine starke Persönlichkeit zu sein, sie würde es schon irgendwie durchstehen. „Zoe... Jenny, ich habe nachgeforscht. Es existiert keine 15jährige Zoe Norfolk in Sydney, und auch bei 'Farscape' spielt niemand in deinem Alter mit. Ich habe mich etwas über diese Serie informiert. Wie ist der Name deines Charakters?“ „Julie. Ich bin eine Konochine und ziehe als Kopfgeldjägerin durch den Weltraum.“ Claudia schüttelte den Kopf. „Es gibt dort keine Julie.“ Zoe wusste nicht, wie sie reagieren sollte. Ihr war unglaublich mies zumute. Dabei war sie sich doch so sicher gewesen. Langsam fing alles an zu bröckeln, obwohl sie versuchte, stark zu bleiben. Schließlich sagte sie, gegen die Tränen ankämpfend: „Vielleicht haben sie sogar Recht. Aber verdammt, ich liebe mein Leben, auch wenn meine Eltern tot sind. Und ich weiß nicht, ob ich hier wirklich glücklich wäre, ob ich mein altes Leben so einfach vergessen könnte.“ Ihr liefen wirklich einige Tränen über die Wangen, und Claudia redete ihr mit beruhigender Stimme zu: „Hey, das wird schon. Aber irgendwie musst du dich in dieses Leben einfinden. Wenn du willst, helfe ich dir dabei.“ Zoe sah Claudia dankbar an. Dann nickte sie.
Am nächsten Tag begannen sie mit der Therapie. Zoe sollte einfach alles über ihr Leben erzählen, und Claudia würde versuchen, Parallelen zu ihrem richtigen Leben herzustellen. So könnten sie sich Stück für Stück rantasten. Claudia begann mit der Frage, wie denn ein ganz normaler Tag in Zoes Leben aussehen würde. „Ich stehe so gegen 7 Uhr morgens auf und gehe zur Schule. Dort treffe ich Denise und rede mit ihr über die letzte Star Trek-Folge oder so etwas. Der Unterricht beginnt. Ich bin eigentlich eine ziemlich gute Schülerin, außer in Latein, den Lehrer Mr. Fish kann ich nicht leiden, und er scheint mich auch nicht sonderlich zu mögen. Nach der Schule fährt mich Deedee zum Filmgelände. Ich gehe in die Maske, Sandra, die Maskenbildnerin, braucht bei mir nur etwa eine viertel Stunde, nicht so wie bei Anthony, also, der spielt den D'Argo. Dann gehe ich auf das Set, Claudia kommt und begrüßt mich, wir sprechen noch mal die Szenen durch, mit ihr hab ich ja die meisten.“ Zoe stoppte kurz und lächelte, fuhr aber wieder fort, „Das ist auch gut so, da zwischen uns die Chemie wirklich stimmt. Mit Anthony habe ich Probleme - und da bin ich nicht die Einzige! - was aber eigentlich auch gut ist, da sich unsere Rollen ja sowieso nicht mögen. Nach etwa 3 bis 4 Stunden holt mich Deedee wieder ab, oder Claudia bringt mich heim“, Zoe musste wieder lächeln, redete aber weiter, „Dann halten wir aber meistens am 'Night Café', trinken einen Cappuchino und reden über alles mögliche. Mit ihr kann man sich einfach wunderbar unterhalten, weshalb sie auch einer meiner engsten Freunde ist. Ihr kann man einfach total vertrauen. Naja, zu Hause schaue ich meist noch etwas fern, lese ein Buch oder lerne meinen Text. Ich gehe schlafen, und am nächsten Morgen geht das wieder von vorn los. Wenn keine Dreharbeiten sind, unternehme ich oft was mit Freunden. Es ist einfach ein wunderschönes Leben!“ Zoe wirkte verträumt. Claudia ließ sie noch einen Moment so sitzen, dann stellte sie ihre nächste Frage: „Kannst du mir etwas über deinen Seriencharakter erzählen?“ Zoe hatte eigentlich schon gehofft, dass diese Frage kam. Sie sprach gern über 'Farscape' und die Personen daraus. „Also, Julie ist eine Konochine. Ihre ganze Familie wurde von einer Gruppe Luxaner getötet, weshalb sie auch nicht so gut auf D'Argo zu sprechen ist. Nach dem Tod ihrer Eltern irrte sie einige Wochen planlos durch den Weltraum, bis sie von einem Peacekeeperschiff, das Aeryn kommandierte, aufgesammelt wurde. Diese hat Julie sozusagen adoptiert, doch Julie musste sich ja unbedingt mit Crais anlegen. Also hat sie sich ein Schiff geschnappt und zieht nun als Kopfgeldjägerin durch die Gegend. Sie ist zufällig auf die Moya getroffen und hat so nach 2 Jahren endlich Aeryn mal wieder gesehen. Nun kommt sie immer mal alle paar Wochen, bleibt etwas und fliegt wieder los. Wie schon gesagt, sie versteht sich nicht besonders mit D'Argo, Rygel findet sie 'knuddelig', und mit John kommt sie gut zurecht. Was gibt es noch über sie zu sagen? Sie hat ein ziemlich entflammbares Temperament, und in Streßsituationen entwickelt sie hin und wieder telekinetische Fähigkeiten, Cracker versucht, diese zu verstärken.“ „Wer ist Cracker?“ „Oh, tut mir leid, das ist der Mann, der Julie immer die Aufträge beschafft, wenn sie z.B. jemanden finden soll, und außerdem hilft er ihr, die Luxaner, die ihre Familie getötet haben, ausfindig zu machen“, antwortete Zoe entschuldigend. Claudia blätterte noch mal kurz in ihren Aufzeichnungen, dann sagte sie, dass bei der nächsten Sitzung Zoes 'Mutter' mit anwesend wäre. Diese würde etwas über Jennys normalen Tagesablauf erzählen. Allzu glücklich war Zoe darüber jedoch nicht, sie ließ sich aber nichts anmerken.
Bevor Claudia und Zoes angebliche Mutter den Raum betraten, warnte die Psychologin noch einmal: „Sie ist nicht die Person, die sie kennen! Wundern sie sich nicht, wenn Jenny Dinge sagt, die sie nie vorher von ihr gehört haben.“ Zoes 'Mutter' atmete tief durch und drückte die Klinke herunter. Als sie ihre Tochter sah, lächelte sie tapfer. „Hey, wie geht's dir?“ Auch Zoe war sehr nervös. „Hallo. Mrs...?“ „Kepler. Mein Name ist Jessika Kepler.“ Es herrschte ein drückendes Schweigen, bis Claudia Jessika aufforderte, einen ganz normalen Tag aus Jennys Leben zu beschreiben. „Du stehst 6 Uhr morgens auf, frühstückst, fährst mit dem Bus zur Schule und plauderst dort mit deinen Freunden. Die Lehrer sagen, du wärst keine allzu gute Schülerin, außer in Englisch, da bist du ein Naturtalent. Aber sonst... einfach zu verträumt. Dann fährst du wieder heim, schaust dir deine Serien im Fernsehen an und machst Hausaufgaben. Hin und wieder telefonierst du mit deinen Freunden, meistens gehst du erst spät nachts ins Bett. Und am nächsten Tag geht das Ganze von vorn los.“ Jessika sah ihre Tochter erwartungsvoll an, vermutlich wartete sie auf eine Reaktion. „Hört sich irgendwie total langweilig an.“ Jessika schluckte merklich. Claudia warf den beiden nervöse Blicke zu. Es wusste keiner so recht, was er sagen sollte. Man konnte die Spannung förmlich fühlen. Schließlich fragte Zoe etwas unbeholfen, ob sie denn viele Freunde hätte. „Naja, du sprichst nicht oft über deinen Freundeskreis, aber ich kenne jedenfalls Tina, deine beste Freundin, sie hat gestern übrigens angerufen und gefragt, wie es dir geht, dann wären da noch Tessa und Sandra, aber ich denke mal, in der Schule verstehst du dich auch noch mit anderen Kindern gut... Wieso?“ Zoe schien immer trauriger zu werden. „Was ist?“, fragte Claudia besorgt. „Ach, nur.. dieses Leben hier, nach alledem, was sie mir hier erzählt haben, in Sydney ist alles einfach viel besser. Ich habe dort so viele Freunde, die immer für mich da sind, Denise, Claudia, Jacob, Alyssa, Ben, Deedee, Anna... Ich glaube nicht, dass Jenny je wirklich glücklich war.“ Um die Situation zu entkrampfen, schlug Claudia vor, dass Jessika vielleicht erst einmal gehen sollte. Diese stand wortlos auf und verließ mit hängenden Schultern den Raum. Zoe machte ein schuldbewußtes Gesicht. „Ich wollte sie nicht kränken oder irgendwie verletzen, aber...“, beteuerte sie. Claudia schüttelte den Kopf. „Nein, ist schon gut. Du kannst nichts dafür. Aber mir ist eine Idee gekommen, was zu deinem völligen Persönlichkeitsverlust geführt haben könnte. Du hast selbst gesagt, dass du hier nicht glücklich wärst. Ich denke, das warst du auch nicht. Deine Lehrer meinten, du bist zu verträumt. Meine Vermutung ist nun, dass du dir eine Phantasiewelt geschaffen hast, in der du glücklich sein kannst. Und als dich der Ball an den Kopf traf...“ „...hingen meine Gedanken auch in dieser Phantasiewelt!“ beendete Zoe selbst den Satz. „Das ist wirklich eine interessante Theorie, obwohl sie zugeben müssen, dass sich das auch ziemlich verrückt anhört“, fügte sie dann noch hinzu. Claudia war ziemlich aufgeregt: „Ich werde mal mit ein paar Kollegen telefonieren und sie nach ihrer Meinung fragen. Wir sehen uns morgen!“ Das erinnerte Zoe an Denise, sie war auch manchmal so euphorisch , wenn sie eine gute Idee hatte. Nachdem sie noch einige Augenblicke so dasaß, legte sie sich schlafen. In den letzten Tagen war sie oft sehr müde, musste wohl an der Gehirnerschütterung liegen.
„Doktor, sie wacht auf!“ Zoe öffnete langsam die Augen. Warum hatte diese Person auf einmal wieder Englisch gesprochen? War sie etwa wirklich daheim? Das Licht blendete, aber nach kurzem Blinzeln konnte sie ihre Umgebung erkennen: Es war ein Krankenhauszimmer, ja, aber es war anders eingerichtet als das in Strausberg. Und als sie die Gesichter der Personen um sich herum erkennen konnte - Claudia, Deedee, Denise und noch ein Arzt, den sie nicht kannte - fühlte sie ein unbeschreibliches Glücksgefühl. „Ich bin wieder zu Hause“, flüsterte sie kaum hörbar, aber Claudia schien es zu verstehen. Nachdem der Arzt wieder gegangen war, brach Zoe in Freudentränen aus, und all die Menschen, die ihr soviel bedeuteten, fielen ihr in die Arme. Es war eine wunderschöne Szene. Alle beruhigten sich langsam wieder, aber Deedee liefen immer noch Tränen über die Wangen. „Als du auf einmal ins Koma gefallen bist... das war so schrecklich. Ich bin so glücklich, dass du wieder wach bist!“ Doch Zoe spürte auf einmal wieder so ein Schwindelgefühl, und sie fühlte, dass sie irgendwie wieder in diese andere Welt gezogen wurde. Die anderen sahen sie entsetzt an. „Zoe, was ist mit dir?“, rief Denise. Claudia sprang auf: „Ich werde einen Arzt holen!“ Doch Zoe hielt sie fest: „Du darfst mich jetzt nicht allein lassen!“ Dann fiel sie in ein tiefes schwarzes Loch, und auf einmal wachte sie wieder in dem Krankenhaus in Deutschland auf. Sie begann zu schluchzen: „Nein, verdammt, ich will wieder nach Hause! Das hier ist nicht meine Welt!“ Nachdem sie noch eine Weile so geweint hatte, wurde sie wieder ruhiger. Sie musste rational denken, wenn sie von hier weg wollte. Zoe fühlte sich schon wie ein Häftling, als sie ihre Fluchtpläne schmiedete. Aber in gewisser Weise war sie das ja auch, ein Gefangener im falschen Leben. Am nächsten Morgen würde sie von hier abhauen.
Zoe wachte gegen 6 Uhr morgens auf. Ein Glück, dass ihre 'Mutter' ihr normale Kleidung mitgebracht hatte, in diesem Krankenhausnachthemd konnte sie schließlich nicht auf der Straße rumlaufen. Aus dem Krankenhaus kam sie ohne Probleme raus, Visite stand heute nicht an, und Claudia würde erst in 4 Stunden aufkreuzen, also könnte sie schon weit weg sein, vorausgesetzt, sie fand nette Autofahrer, die sie mitnahmen. Ihr war egal, wohin, hauptsache weg, wenn sie schon nicht ihr eigenes Leben leben konnte, das hier wollte sie ganz bestimmt nicht.
Zoe hatte jedoch nicht damit gerechnet, dass Claudia schon früher erschien, und mit dem Trampen hatte sie auch kein Glück. Als Claudia das Verschwinden bemerkte, alarmierte sie sofort die Polizei, die das Mädchen einige Stunden später in Berlin aufgriff und zurückbrachte.
Zoe erwartete, dass Claudia ihr Vorwürfe machen und ihre 'Eltern' informieren würde. Aber weit gefehlt: Claudia verlor kein Wort darüber. Sie wollte einfach mit der Therapie weitermachen, doch Zoe fing von ganz allein damit an: „Ich will endlich aufwachen! Ich bin mir inzwischen wieder ganz sich, dass das hier nicht mein Leben ist, sondern eine Art Traum.“ Claudia war nicht sonderlich überrascht, sie wollte nur wissen, wieso Zoe wieder an ihrer Traumwelt festhielt. „Weil ich in Sydney aufgewacht bin, im Krankenhaus. Die Ärzte sagten, dass ich im Koma gelegen habe. Aber irgendwie bin ich doch wieder in diese Welt gefallen. Ich bin mir ganz sicher, dass ich es schaffe, wieder heim zu kommen.“ „Und deshalb bist du abgehauen?“, fragte Claudia. Mit einem trotzigen Blick antwortete Zoe, dass sie nur erstmal von dem Krankenhaus weg wollte, weil hier andauernd irgendwelche Leute versuchen würden, sie dazu zu bringen, ihre wahre Identität zu verleugnen. Claudia seufzte. „Bist du dir sicher, dass das in Sydney nicht der Traum war? Naja, vergessen wir das. Ich hab mich mal informiert. Vor drei Jahren gab es in Dresden mal einen ähnlichen Fall: Ein Junge hielt sich für den Sohn eines bekannten Fußballers, da sein Vater tot war. Sein Therapeut konnte ihn nicht völlig von diesen Wahnvorstellungen befreien, aber nun lebt der Junge wieder ein einigermaßen normales Leben.“ Zoe dachte kurz nach, dann sagte sie: „Ich will ihn kennenlernen.“ Claudia fragte etwas überrumpelt, wieso. „Ich weiß nicht genau. Nur so ein Gefühl. Vielleicht kann ich mit ihm irgendwelche Erfahrungen austauschen.“ Sie besann sich auf einen Trick: „Und vielleicht kann er mich davon überzeugen, mich nicht mehr so gegen dieses Leben zu wehren.“ Claudia hatte das natürlich durchschaut, aber sie nickte. „Ich muss aber erst noch mal mit deinen Eltern reden und zu meinem Dresdner Kollegen Kontakt aufnehmen. Das könnte aber noch einige Tage dauern. Wollen wir in der Zwischenzeit die Therapie fortführen?“ Zoe schüttelte energisch den Kopf. „Erst, wenn ich mit dem Jungen gesprochen habe.“ Claudia schlug vor, dass sie vielleicht auch mal mit ihm telefonieren könnte.
Das mit dem Telefonieren wurde jedoch nichts, aber nach 1½ Wochen fuhren Zoe und Claudia tatsächlich nach Dresden. Zoe durfte zuerst einmal mit dem Jungen allein sprechen. „Wie heißt du?“, fragte sie ihn. „Peter Baumann.“ Er wirkte schüchtern. „Sagen das die Anderen, oder glaubst du das selbst?“ Jetzt schien er neues Selbstbewußtsein zu fassen. „Mein wahrer Name ist Bradley Beckham. Aber das glaubt mir hier keiner.“ Zoe lächelte und streckte ihm die Hand entgegen. „Ich bin Zoe Norfolk, aber alle Anderen hier versuchen mir einzureden, ich würde Jenny heißen.“ Bradley wirkte verblüfft: „Dachte ich es mir doch, dass ich dich irgendwoher kenne! Bist du nicht Julie aus 'Farscape'?“ Zoe wusste erst mal nicht, was sie sagen sollte, dann brachte sie heraus: „Was? Woher weißt du das? Hier in dieser komischen Welt existiert Julie doch gar nicht!“ Bradley hatte sich wieder etwas beruhigt: „Ich träume noch jede Nacht von meinem wahren Leben. 'Farscape' ist meine Lieblingsserie. Aber hier... ist es nicht mal halb so gut.“ Jetzt war Zoe wirklich platt. „Wow, das hätte ich wirklich als Letztes erwartet!“ Und nach einer kurzen Pause: “Sag mal, werde ich denn auch von meinem wahren Zuhause träumen?“ Bradley zuckte mit den Schultern. „Ich hab keine Ahnung. Aber ich hoffe es für dich. Weißt du, bei mir ist das so: Ich lege mich schlafen, und im nächsten Moment wache ich in meinem Bett in London auf, und wenn ich dort einschlafe, wache ich wieder hier auf.“ „So etwas ähnliches ist mir vor einigen Tagen auch passiert. Ich schlief ein und wachte im Krankenhaus in Sydney auf, alle sagten, ich hätte im Koma gelegen. Doch irgendwas zog mich wieder zurück.“ Zoe zögerte kurz, dann sagte sie: „Warum versuchst du eigentlich nicht, über einen längeren Zeitraum wach zu bleiben, wenn du in London bist?“ Bradley schüttelte den Kopf. „Hab ich schon probiert. Aber irgendwann bin ich doch eingeschlafen.“ Die nächste Minute herrschte Schweigen. Zoe fragte: „Was gibst du mir für einen Rat? Soll ich mich einfach diesem Leben hingeben?“ Bradley dachte kurz nach. „Nach außen hin vielleicht. Aber im Innern solltest du deiner wahren Identität immer treu bleiben. Ich habe einmal versucht, das zu vergessen, dann hörten die Träume plötzlich auf, und ich fühlte mich in dieser Zeit total leer.“ Es klopfte, und Claudia steckte ihren Kopf zur Tür herein: „Seid ihr fertig? Wäret ihr vielleicht mit einer gemeinsamen Sitzung einverstanden?“ Zoe und Bradley sahen sich kurz an, nickten, und schon war Claudia wieder weg. Zoe fragte: „Sollen wir ihr davon erzählen?“ Bradley schüttelte energisch den Kopf. „Ich habe diese Gehirnwäsche, die sie Therapie nennen, gehaßt. Und wenn die mitkriegen, dass ich immer noch von meinem alten Leben überzeugt bin...“ Zoe gab ihm Recht und versprach, kein Wort darüber zu verlieren, dann machten sie sich auf den Weg.
Zoe und Claudia blieben noch ein paar Tage in Dresden, Zoe und Bradley tauschten noch die Telefonnummern - auch die ihrer richtigen Leben - aus, schließlich ging es zurück nach Strausberg. Nach einer weiteren Woche hatte Zoe wirklich wieder einen 'Traum' von ihrem richtigen Leben. Sie wachte in diesem Krankenhaus auf, doch diesmal war nur Claudia da. Sie schien zu schlafen, und Zoe versuchte vorsichtig, sie aufzuwecken. Diese konnte es erst gar nicht glauben, dann liefen ihr Freudentränen über die Wangen und sie umarmte ihre Freundin. „Ich bin so glücklich, dass du aufgewacht bist“, schluchzte sie, „Ich muss nur noch kurz deine Tante anrufen, wir haben uns mit der 'Wache' hier abgewechselt.“ Sie verließ kurz den Raum, nach 2 Minuten kam sie wieder. „In 20 Minuten ist Deedee hier.“ Nach kurzem Schweigen fuhr sie fort: „Du bist vor etwa zwei Wochen aufgewacht, und wir alle dachten, dass wir dich wiederhaben, doch dann warst du irgendwie wieder weg.“ „Ich weiß. Es war schrecklich. Vielleicht sollte ich dir einfach die ganze Geschichte erzählen, obwohl du mir vermutlich nicht glauben wirst. Also, ich bin auf einmal in einem Krankenhaus aufgewacht, dort waren Leute, die sagten, mein Name wäre Jenny, und durch eine Gehirnerschütterung hätte ich mein Gedächtnis verloren. So eine Therapeutin hat versucht, mir dieses 'zurückzugeben'. Ein paar Wochen später lernte ich einen Jungen kennen, Bradley Beckham, ihm ist das Selbe wie mir passiert. Ich muss ihn demnächst noch anrufen.“ Zoe senkte traurig den Blick. „Was hast du?“, fragte Claudia besorgt. „Ach, es ist nur... wenn ich heute abend einschlafe, werde ich kurz darauf wieder in Deutschland aufwachen.“ „Kommst du zurück?“ Zoe fasste neuen Mut: „Ja. Ich wechsle sozusagen immer zwischen den Leben hin und her.“ Sie lächelte. „Das hört sich alles so komisch an. Total unglaubwürdig. Am besten, du vergisst ganz schnell wieder, was ich gesagt habe.“ Claudia schüttelte den Kopf: „Nein. Ich glaube, dass du wirklich glaubst, dass es wahr ist. Ich habe schon viele Berichte ehemaliger Komapatienten gelesen. Die Welt ist voller Wunder.“ In diesem Moment stürmte Deedee herein, umarmte Zoe und brach wieder in Tränen aus: „Ich hab mir solche Sorgen gemacht! Jage mir ja nie wieder so einen Schrecken ein!“ Die drei redeten noch eine Weile über das, was in Zoes 'Abwesenheit' passiert war, aber sie erwähnte mit keinem Mal dieses andere Leben. Als Deedee schon mal zum Auto gegangen war, fragte Claudia, warum Zoe ihrer Tante nichts davon erzählt hatte. „Ach, ich will einfach nicht darüber reden.“ Sie wechselte das Thema: „Weißt du zufällig, wann ich hier wieder raus komme?“ Claudias Antwort, sie bräuchte hier nur noch ein-zwei Wochen zur Beobachtung zu bleiben, machte Zoe wieder glücklich. Die beiden umarmten sich noch ein letztes Mal und Claudia verließ den Raum.
Zoe hatte Angst vor dem Einschlafen. Sie kämpfte mit alle Kraft dagegen an, doch so gegen drei Uhr morgens wurde sie von der Müdigkeit übermannt, und sie schlief ein. Es geschah genau das, was sie befürchtet hatte: Sie wachte in Strausberg auf. Die Sonne schien durch das Krankenhausfenster, die Uhr zeigte 11.29 Uhr an. Eine Minute später klopfte es und Claudia trat ein. „Guten Morgen! Schläfst du immer so lange?“ Auf ihrem Gesicht lag ein fröhliches Lächeln. „Hin und wieder, wenn ich gut schlafe.“ „Wann können wir mit der Therapie weitermachen?“, fragte Claudia, jetzt etwas ernster. Darauf Zoe: „Ich glaube, es hat keinen Sinn, wenn ich weiter an diesem anderen Leben festhalte. Sie haben mich überzeugt, ich brauche also keine Therapien mehr.“ Das hatte Claudia nun wirklich als Letztes erwartet, woher kam auf einmal der Sinneswandel des Mädchens? Sie war glücklich darüber, aber irgendwie traute sie dem Frieden doch nicht. Zoe schien zu merken, dass Claudia mißtrauisch war. „Hey, sie versuchen seit Wochen, mich zu überzeugen, und dann, wenn es endlich soweit ist, glauben sie mir nicht. Was wollen sie eigentlich?“ Claudia seufzte und zuckte mit den Schultern.„Okay. Natürlich müssen wir noch ein paar Abschlußtests machen, und auch in Zukunft werden dir ein paar Therapien nicht erspart bleiben. Ich rufe jetzt deine Eltern an. Sie sollen dabei sein, und wenn alles gut läuft, können sie dich heute abend schon mit nach Hause nehmen.“ Und nach einer kurzen Pause fügte sie hinzu: „Leider werde ich jetzt eine Patientin weniger haben.“
Nach all diesen Tests fuhr Zoe mit ihren 'Eltern' 'nach Hause'. Sie konnte es kaum erwarten, endlich ins Bett zu gehen und einzuschlafen.
Zoe wachte in einem Krankenhaus auf und sah sich um. Ja, sie war wieder in Sydney. Wie spät war es eigentlich? Sie sah auf die Uhr, die auf dem Schrank stand: 6 Uhr morgens. Am liebsten würde sie jetzt Claudia anrufen, aber sie hatte sicher in letzter Zeit viele schlaflose Nächte gehabt, da wollte sie ihr das bisschen Schlaf gönnen. Sie dachte an Bradley. Wie viele Zeitzonen lagen eigentlich zwischen London und Sydney? Nach Zoes Schätzungen müssten es zehn sein, also war es dort jetzt 20 Uhr. Versuchen konnte sie es. Sie verließ ihr Zimmer, ging zur Rezeption und fragte, wo sich hier ein Telefon befand. Dann blieb sie jedoch stehen: Sie hatte nur wenig Kleingeld, und das würde wohl kaum reichen, um nach London zu telefonieren. Also ging sie wieder in ihr Zimmer. Musste sie es eben zu Hause versuchen.
Vormittags schauten Deedee und Claudia noch für einige Zeit vorbei, und nachmittags kamen Denise und ein paar andere ihrer Schulfreunde. Der Tag verging recht schnell, ebenso wie die folgenden anderthalb Wochen, dann durfte Zoe endlich wieder nach Hause. Sie freute sich so richtig darauf, und auch auf die Schule am nächsten Tag, ja sogar auf den Lateinunterricht. Denise hatte ihr zwar ein paar Schulaufgaben vorbei gebracht, Zoe musste trotzdem eine ganze Menge nachholen. Aber was soll's, sie war wieder zu Hause. Sie 'befand' sich die Nächte über wieder in Deutschland, aber das machte ihr nach einiger Zeit auch nichts mehr aus, im Gegenteil, sie fand sogar langsam gefallen daran, zwei Leben zu leben. Seit diesem Unfall, bei dem sie übrigens einen Scheinwerfer an den Kopf bekam, hatte sich ihr Leben verändert, Zoe war nun ein viel glücklicherer Mensch.

 

Hallo oxygen,

Deine Geschichte finde ich von der Idee her nicht schlecht, aber die Umsetzung hat ziemliche Schwächen.

Erst mal rein formal. Ich würde unbedingt mehr Absätze machen. Vor allem immer für die wörtliche Rede einrücken, das fördert den Lesenfluss ungemein.
Auch gibt es einige Fehler in der Kontinuität, z.B. ist Claudia mal Psychiaterin, mal Psychologin. Psychiaterin ist in diesem Fall die korrekte Bezeichnung.
An anderen Stellen machst Du es Dir als Erzähler etwas zu leicht, und die Glaubwürdikeit geht leider flöten.

z.B.:

Claudia hatte Freunde in der australischen Einwanderungsbehörde, die ihr noch einen Gefallen schuldig waren.

Das ist einfach ein zu großer Zufall. Besser Du lässt diese plumpe Erklärung einfach weg, und sagst einfach "Nach intensiven Nachforschungen, stellte sich heraus, dass..." oder so.

Auch Fremdsprachen sollten korrekt wiedergegeben werden:

„What has happen? And what is this for a place?“

What happened? And what kind of place is this? wäre richtig.

So, jetzt mal abgesehen von diesen stilistischen Aspekten, fand ich, wie gesagt die Idee ganz witzig, in zwei Welten gleichzeitig zu leben. Es fehlt aber noch ein wenig an der thematischen Stringenz. Was genau soll der Leser von dieser Geschichte wegnehmen? Das ist hier nicht ganz klar, und bei einer philosphischen Geschichte sollte eben ein thematischer Konflikt im Vordergrund stehen.
Natürlich gibt es immer verschiedene Interpretationsweisen, aber hier fehlen mehr Anhaltspunkte. Die Konflikte Krankheit/Gesellschaft, Phyisis/Erscheinung, Objekt/Subjekt, oder selbst ein kulturkritischer Aspekt: deutsche Jugentliche/Sehnsucht zur englischsprachigen Welt - wären alles Möglichkeiten, aber dem Text fehlt einfach eine Richtung. Stattdessen gibt es eine Menge unwichtiges Geschwafel über Ausserirdische in einer TV Serie.

Nunja, was nicht ist, kann ja noch werden! ;)

Gruss,

I3en

 

Hi oxygen,

insgesamt schließe ich mich l3ens Meinung an.

Aber mir macht noch etwas anderes zu schaffen, und das ist die Gegensätzlichkeit der beiden Laben:
In Deutschland ist es trist, langweilig, tägliches Einerlei. Sie führt ein relativ zurückgezogenes Leben, unternimmt wenig, ist eine mäßige Schülerin.

In Australien dagegen ist sie recht gut in der Schule, hat Unmengen Freunde, dazu noch eine Filmrolle in ihrer Lieblingsserie - aber wenn die Rede auf ihren normalen Tagesablauf kommt, findet sich kein Wort, dass sie auch mal für die Schule lernt. Nein, ihre Eltern sind zwar tot - was sie gut weggesteckt zu haben scheint -, aber dafür hat sie diese Tante, die auch mehr nach einer Wunschbezugsperson aussieht, als nach einem realen Menschen.

Das ganze Leben in Sidney klingt nach einer Traumwelt, wie es sich die meisten Jugendlichen vorstellen würden, während das Leben in Deutschand desillusionierte Realität ist.

Unter dieser Diskrepanz leidet in meinen Augen die Glaubwürdigkeit der Geschichte, macht auch den philosophischen Ansatz zunichte.

Ich denke, daraus könntest Du noch mehr machen!

 

okay okay... ;-) dazu wollt ich noch sagen, die story hab ich geschrieben, als ich 14 war... ;-) trotzdem danke für die kritik

 

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