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Bewegungslos
Geschockt von einem Traum, der nicht zu enden schien, und als ich mich schon damit abgefunden
hatte, dass es nicht so ein Traum war, der endete bevor es am Schlimmsten wurde, wachte ich auf.
Es war noch dunkel, wohl mitten in der Nacht. Ich wollte mich umdrehen doch mein Körper gehorchte
nicht, er tat nichts.
Kein Arm erhob sich kein Bein ließ sich bewegen, nichts. Erschrocken versuchte ich es nochmals.
Es konnte doch nicht sein! Nein das war nicht möglich!
Ich musste wohl ungünstig gelegen haben. Sicher war nur irgendein Nerv eingeklemmt. Ich wartete
unruhig. Aber es tat sich nichts - auf den Rücken gefesselt, nur ohne Stricke und Knoten.
Panik! Schweiß.
Was sollte ich tun? Schreien?
Nein wenn das nur Einbildung war und ich würde schreien und jemand eilte zur Hilfe
wie könnte ich dann diesen Irrtum erläutern? Nein das ging nicht. Es musste irgendwann
wieder gehen, irgendwann würde sich dieser Krampf oder Schwächeanfall verflüchtigen. Ich spürte
die Beine ja noch, ich fühlte wie die Decke auf mir lag. Sie lag leicht auf meinem Körper, dennoch
konnte ich sie nicht heben.
Kein Entfliehen.
Bewegungslos.
Nur ein leichter Luftzug strich mir um die Füße. Ich konnte nichts von mir bewegen trotzdem
fühlte ich alles, wie ging das? Eine Täuschung oder etwa doch Stricke - Fesseln die man nicht
fühlt. Ich nahm alle Kraft zusammen und stemmte mich gegen diese Bandagen.
Nichts passierte.
Angestrengt fiel ich zurück. Hatte ich mich etwa doch ein kleines Stück gerührt? Auch
wenn es nur das aller kleinste Stückchen war, so war es ein Anfang. Nun wollte ich ganz
genau darauf achten, ob sich was tat. Wieder stemmte ich mich gegen die unsichtbare Barriere.
Nichts tat sich.
Nichts.
Kein Bisschen.
Kein Zucken.
Kein langsames Fortkommen.
Ich konnte nichts ausrichten - hilflos. Ich gab auf, denn diese Anstrengung hatte mich viel gekostet.
Und so blieb ich liegen. Doch warum sollte ich mich nicht rühren können?
Es half nichts. Ich gab auf und versuchte nun wieder einzuschlafen, denn wenn ich wieder einschlafen
würde, würde sich das von alleine lösen. Doch leider kann ich den Schlaf nicht zwingen. Er kommt oder
er bleibt aus. Und desto mehr ich mich bemühte, desto weiter schien er zu fliehen. Also versuchte ich
aufzuwachen, um den Schlaf anzulocken und um, falls ich bereits schlief, zu erwachen, mich aufzusetzen
und den bösen Traum aus den Augen zureiben.