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Amtsgeschichten

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11.05.2002
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Amtsgeschichten

Diese Story spielt in einer Behörde. Ja, in so einem Amt, wie es in unserem Lande Tausende dieser Art gibt. Die haben die unterschiedlichsten Funktionen: Amt für Verkehrswesen, Fremdenverkehr, Kultur, Naturschutz, Forsten, Kindergartenverwaltung etc. doch sie gleichen sich doch alle auf geheimnisvoller Weise. Da gibt es die langen, nach Bohnerwachs riechenden Gängen mit diesen wunderschönen verwaschenen Farbtönen, wie zum Beispiel helles OP-Grün, ocker mit apartem grauem Staubrand oder ein verblichenes Gelb, das die Wirkung hat, auf dem Absatz kehrt zu machen und dieses Haus auf dem schnellsten Wege wieder zu verlassen. Auch die Zimmer ähneln sich von Amt zu Amt. Da steht dieser veraltete Computer, da befand sich sogar noch eine echte Schreibmaschine auf dem Schreibtisch und die verkalkte Kaffeemaschine röchelt auf dem Fensterbrett. Im Eck staubt der unvermeidliche Gummibaum vor sich hin. Bei den jüngeren Jahrgängen der Papiertiger läuft stattdessen der Ficus Benjamini dem guten alten Gummibaum den Rang ab. Zumal man diesen an Weihnachten mit einer Lichterkette schmücken kann. Oh, sind wird doch zielsicher in unserem Geschmack!

Die Crew gleicht sich auch von Amt zu Amt. Ihr müsst nur genau hinsehen. Da ist zum Beispiel der kleine Beamte, eine Brille "Modell Krankenkassengestell" auf der Nase, seine Hosen schlottern an Hosenträgern herum. Er zählt seine Tage bis zur Pensionierung. Da ist das Grüppchen Frauen, die sich immer an der Ecke Kaffeeküche treffen um die Ereignisse des Wochenendes und Fehltritte und Missgeschicke einiger Kollegen durchzuhecheln. Ja, da ist noch die leicht frustrierte Aktenbotin, die größte Klatschbase von allen, genannt "das Tageblatt". Und da ist, um endlich zu unserer Hauptperson zu kommen: Yvonne, eine junge Frau Ende zwanzig. Sie ist blass und wirkt ein bisschen verhuscht. Eine hellbraune Lockenmähne, nicht richtig durchgekämmt, fällt auf ihre eckigen Schultern, die in einem selbstgestrickten Pullover stecken. Sie ist noch neu in diesem Hause. Arbeitsbedingt, ein paar Sachgebiete fielen weg, musste sie die Behörde wechseln. Ja, etwas trauerte sie noch ihren alten Arbeitskollegen nach. Da war alles so vertraut, sie kannte deren Vorlieben, Macken und sie hatte einige Freundinnen, die mit ihr auf der selben Wellenlänge lagen. Das waren auch Singlefrauen, die das Leben genossen. Yvonne war ungeschminkt, unkompliziert, liebte die Natur, Tiere und vor allem Pferde. Reiten war ihr Hobby.

Bei ihren neuen Arbeitskollegen kam das nicht so gut an. Die waren die Reihe durch, ob sie Beamte, Angestellte oder Aktenbote waren, die absoluten Familienmenschen. Thema Nummer eins waren die Kinder. Dann kam der Ehemann und seine ganzen fiesen Eigenschaften. Auf Yvonne schauten sie herab. Nicht dass Ihr jetzt denkt, liebe Leser, diese Yvonne wäre ein einsamer Single. Nein, das war sie keinesfalls. Sie hatte letztes Jahr auf La Gomera ihren absoluten Traummann und Seelenverwandten kennengelernt. Leider wohnte dieser am anderen Ende Deutschlands, in Görlitz, genauer gesagt. Martin war beim Regierungspräsidium beschäftigt und Beamter auf Lebenszeit. Sie telefonierten fast täglich von Amt zu Amt miteinander. Aber die vielen Bahnkilometer waren ein Hinderungsgrund, sich so oft zu sehen, wie es die beiden gerne hätten. Deswegen verbrachten sie jeden Urlaub gemeinsam. Ansonsten planten sie so gut wie jedes zweite Wochenende für einen gegenseitigen Besuch ein.
Nein, dies war keine Beziehung, meinten ihre Arbeitskollegen, diese Familienmenschen, das waren nur gemeinsam verbrachte Urlaube. Yvonne war egoistisch, denn sie lebte nur die Sonnenseiten einer Partnerschaft aus. Außerdem hatte sie keine Kinder. Jede Frau um die 30 müsste doch allmählich mal an das Thema Schwangerschaft denken.
Anfänglich hatten ihre Kollegen sie noch zum gemeinsamen Kantinengang mitgenommen und in ihre Gespräche miteinbezogen. Zwei nette, etwas jüngere Jahrgänge von Bürofrauen, hatten ihr sogar das 'du' angeboten. Aber das änderte sich, als ihre zukünftige Zimmerkollegin, die Clarissa, aus dem Urlaub zurück kam. Clarissa war die Queen. Wie einen Hofstaat versammelte sie ihren Kollegenkreis um sich. Sie hatte etwas von Cindy Crawford, zumindest was ihre Mähne betraf. Im Gegensatz zu Yvonnes Zotteln waren die richtig tolle, durchgestylte Locken. Ja, tipptopp war sie immer auf der Reihe. Ungeschminkt ging sie nicht mal zum Lebensmittelladen um die Ecke. Ihre erste Begegnung mit Yvonne verlief eiskalt. "Was ist denn das für eine?", schien ihr Gesichtsausdruck zu sagen, als sie Yvonne zum ersten Mal sah. Seitdem war Yvonne nur noch für Clarissa: "Die, mit dem Pferdetick". Leider war sie das auch für den Rest ihrer Arbeitskollegen. Clarissas Meinung war immer richtungsweisend.

Yvonne zog ihren Anorak über den Strickpulli. Dann vertiefte sie sich wieder in ihren Genehmigungsbescheid. Saukalt war es im Zimmer. Clarissa hatte alle Fenster aufgerissen, weil Yvonne nach Pferdestall stank. Clarissa war allergisch. Sie bekam asthmatische Anfälle, wenn sie nur das Wort 'Pferd' hörte.

Nein, so toll war es auf ihrer neuen Dienststelle nicht. Zudem wurde sie in letzter Zeit von ihrem neuen Chef so misstrauisch angesehen. Dann stellte er noch neugierige Fragen zu ihrem Privatleben, das ihn allerdings überhaupt nichts anging. Hinter ihrem Rücken hieß es dann: "Die ist so verschlossen und einsilbig, die passt überhaupt nicht zu uns." Musste man denn vor den neuen Kollegen mit jeder Einzelheit aus dem Privatleben herausrücken, um nicht als verstockt zu gelten. Ein lockeres Plaudern mit den Kollegen ist ja ganz okay. Über Dinge zu reden, die sie berührten und die tiefer gingen als der übliche Smalltalk, dafür war eigentlich ihr engerer, privater Freundeskreis vorgesehen.

Yvonne sehnte sich das verlängerte Wochenende mit Martin herbei. Donnerstag, Freitag und dann noch der Montag frei, yippy yeah!!! Fröhlich füllte sie ihre Urlaubskarte aus und reichte sie Clarissa zur Unterschrift weiter. Diese verzog ihre knallrot geschminkte Schnute und fragte: "Was, jetzt wollen Sie Urlaub nehmen, mitten in der Woche und dann noch im November?"
"Es muss sein, ich fahre nach Görlitz. Die Schwester meines Freundes heiratet und ich bin zur Hochzeit eingeladen."
Das war zuviel für Clarissa, die erst kürzlich von ihrem letzten Lover verlassen wurde. Clarissa war zwar verheiratet. Sie hatte sich einen, wen wundert es, nicht all zu armen Ehemann geangelt. Aber dieser war andauernd auf Dienstreise und für gewisse eheliche Verpflichtungen meistens zu müde.
"Nein, zu diesem Zeitpunkt muss ich selbst Urlaub nehmen. Ich bekomme vor dem Winter eine neue Heizung eingebaut."
Ein Zimmer weiter, bei Fräulein Mayer, hatte sie Erfolg mit ihrer Urlaubsvertretung. Das Fräulein Mayer sah man kurz an und vergaß es wieder. Ihr Alter war auch nicht zu bestimmen. Klein, mollig, mit einer unsäglichen Dauerwellenfrisur, die ihr stumpfes Haar wie elektrisiert vom Kopf abstehen ließ, saß sie hinter ihrem Schreibtisch. Sie war wie Yvonne, Single. Aber das war sie schon seit Urzeiten - keiner wusste wie lange sie überhaupt schon in dieser Behörde arbeitete. Deswegen nahm niemand von diesen Familienmenschen Anstoß daran. Beachtete wurde sie aber auch nicht sonderlich - sie hatte kaum Freunde in der Behörde - mit Ausnahme der Aktenbotin "das Tageblatt" - aber darauf kommen wir später noch.

Nachdem sie die Urlaubsvertretung "in der Tasche hatte" ging sie fröhlich zum Personalchef, um ihm die Urlaubskarte vorzulegen. Dieser grinste: "Eine etwas ungewöhnliche Zeit um Urlaub zu nehmen, meinen Sie nicht auch? Sie besuchen bestimmt Ihren Schatz." Sie wurde knallrot im Gesicht. Woher wusste er das? Sie hatte höchstens mal mit den beiden Kolleginnen mit denen sie sich duzte, etwas Smalltalk gehabt, bei dem sie Martin beiläufig erwähnt hatte.

Yvonne, voller Vorfreude auf ihren Urlaub, ging wieder an die Tabelle mit "den genehmigungsbedürftigen Tagesstätten im Stadtrandbezirk". Aber sie konnte sich nicht sonderlich darauf konzentrieren. Ihre Gedanken waren schon bei der Wochenendplanung. Da klingelte das Telefon. Martin war dran. Er teilte Yvonne mit, dass er Karten für den "Wintergarten" in Berlin ergattert hatte. Das wäre am Samstag, der Tag nach der Hochzeit. Yvonne freute sich riesig, rief: "Danke, das ist ja super!" noch in das Telefon, dann war die Leitung tot. "Hallo,... hallo...", rief sie erschrocken in den Hörer, aber da war nur Stille. Sie legte den Hörer auf und wollte nochmals wählen, aber das Telefon blieb stumm. Sie warf einen Blick zu Clarissa herüber. Sie kam gerade unter ihrem Schreibtisch hervor, klopfte sich den Staub von ihrem Tweedrock. Clarissa hatte den Telefonstecker herausgezogen!
"Dies war eine Notmaßnahme", erläuterte sie mit schneidender Stimme. " Bei Ihren fortwährenden Telefonaten den ganzen Tag über kann ich mich nicht auf meine Planstellenakten konzentrieren."
"Kann man denn nicht vorher fragen", rief Yvonne mit vor Empörung gerötetem Gesicht. "Ich hatte schließlich ein wichtiges Gespräch mit meinem Freund geführt."
"Ja, Frau Bauer, dies war wieder mal so ein Privatgespräch. Unser Chef hat sich ganz schön beschwert, weil die privaten Telefonate in letzter Zeit überhandnehmen. Frau Bauer, es wäre nett, wenn Sie in Zukunft für diese Gespräche Ihr Handy nehmen."

Ein Handy besaß Yvonne nicht. Aber dafür eine rasende Wut auf Clarissa. Blöderweise fehlten ihr in diesem Augenblick die Worte und Argumente. "Dumme Kuh!" Schrie sie noch, als sie aus dem Zimmer stürmte und die Tür mit einem lauten Knall hinter sich zuwarf. Draußen suchte sie eine Telefonzelle, um ihr Gespräch fortzusetzen. Die Leuchtreklame der Geschäfte spiegelte sich in den Pfützen und die kalte Regenluft kühlte ihre heißen Wangen. Als ihr Puls sich wieder um einige Schläge beruhigt hatte, rief sie Martin an und teilte ihm mit, dass durch einen technischen Defekt alle Leitungen im Amt abgestürzt wären und sie sich natürlich auf das Wochenende freute.

Der Rest der Woche war so eisig, dass Yvonne in Gedanken drei Kreuze schlug, als das Wochenende nahte. Clarissa sprach nicht mehr mit ihr. Sie hatte zwar auch vorher nur das Allernötigste mit ihr gesprochen, nun wurde sie noch nicht einmal von ihr gegrüßt. Der Einzige, der ihr einen schönen Urlaub und viel Spaß wünschte, war der alte Beamte mit dem Krankenkassen-Brillengestell, der die Tage bis zu seiner Pensionierung zählte.

Dieses verlängerte Wochenende ging leider viel zu schnell vorbei. Yvonne befasste sich schon mit dem Gedanken, alle Brücken hinter sich abzubrechen und in Görlitz einen Neuanfang zu wagen. Aber dann verwarf sie das Ganze wieder. In Ostdeutschland ist die Arbeitslosenzahl immer noch sehr hoch - leider war es auch mit Arbeitsplätzen im Öffentlichen Dienst ziemlich schlecht bestellt. Und dann war da noch "Frodo", ihr Trakehner-Wallach. Sie hatte das Glück, ihn bei ihrem Onkel auf dem Bauernhof unterstellen zu können. Der verlangte auch nur einen sehr geringen Anteil an Stallmiete. Was mit "Frodo" nach ihrem Weggang wird, da hatte sie keinen Plan. Trennen wollte sie sich von ihrem Pferd auf gar keinen Fall, da war sie sich sicher.

Yvonne betrat mit einer bösen Vorahnung das Dienstgebäude. Das Gefühl hatte sie nicht getäuscht, in großen Umzugskartons waren alle ihre Habseligkeiten verstaut. Die Aktenbotin, genannt "das Tageblatt", parkte ihren Aktenwagen beim Kopierer, steckte ihre vorwitzige Nase ins Zimmer und raunte Yvonne zu: "Mir ist zu Ohren gekommen, dass der Chef es besser findet, Sie in ein anderes Zimmer zu verpflanzen. Sie sollen ja ganz schöne Probleme mit Ihrer 'Zellengenossin' haben."

Ihr neues Zimmer war ein Einzelzimmer in ruhiger Lage; sprich am Ende eines langen Flures und drei Stockwerke höher über ihrer ursprünglichen Abteilung. Sie hatte jetzt einen kilometerlangen Weg bis zu ihrem Dezernat und zum Aktenbahnhof.
"An für sich hat das auch etwas, so alleine zu sitzen. Da muss ich mir wenigstens nicht mehr dieses blöde Gesabber vom 'Hungerhaken' anhören."
Dieser 'Hungerhaken', die ursprünglich Uschi oder so hieß war Clarissas beste Freundin und eine Nervensäge ohnegleichen. Von fern betrachtet war sie der Männertraum in Person: Sehr groß, schmal, langbeinig und langmähnig. Von Nahem gesehen, sah ihr Gesicht mit der harten Kieferpartie und den schmalen Lippen, hager aus. Aber sie hatte diese klassisch-schönen Gesichtszüge, die das wieder ausbügelten. Auf ihre Figur war sie stolz wie Oskar. Ihre Taille, die schlechthin eine Wespentaille war, betonte sie auch noch in dieser kühleren Jahreszeit mit kurzen Pullis und Tops, die ihren flachen Bauch mit dem funkelnden Nabelpiercing frei ließen. Hüftschwingend, sich und ihrer Schönheit voll bewusst, wippte sie durch die Flure. Ihr denkt wohl, die geht in dieser Aufmachung zur Arbeit und kriegt keinen Ärger? Nein, dies hier ist eine Behörde, da gelten andere Gesetze. Man hat auch schon mal im Sommer vereinzelt Beamte, gekleidet in Hawaiihemd und Shorts, hinter dem Schreibtisch gesichtet. So gönnt doch Uschi ihre "Luder-Klamotten".

Man soll ja Menschen nicht nur nach dem Äußeren beurteilen. Aber wie gesagt, wenn dieser 'Hungerhaken' den Mund aufmachte, bekam Yvonne das kalte Grausen. Tja, diese Uschi war mit einem Top-Manager liiert, der sie und ihr Kind auf Händen trug. Seit sie mit ihrem Lebensabschnittsgefährten zusammen war, wurde ihr erst bewusst, wie entbehrungsreich ihr Leben als alleinerziehende Mutter vorher gewesen war. Jetzt war jeder Tag, an dem sie sich sahen, ein Festtag. Aber wehe, dieser 'Hungerhaken' war wieder einmal eifersüchtig, weil ihr reicher Managertyp auf eine seiner Geschäftsreisen musste, da erlauschte Yvonne ganz andere Töne. Ein längerer Businesstrip war nicht mal so schlimm. Kritisch wurde es erst dann, wenn er wieder mal in die Nähe des Wohnortes seiner 'ehemaligen Bekannten' musste. Da spuckte der 'Hungerhaken' Gift und Galle und ließ kein gutes Haar mehr an ihrem Lebensabschnittspartner.

Yvonne räumte gerade ihren Schreibtisch ein, erleichtert diese lästige Nervensäge weit weg zu wissen, da schaute Uschis blasse, spitze Nasenspitze hinter dem Türrahmen hervor und dann stand auch schon der ganze 'Hungerhaken' bei ihr ihm Zimmer. Sie strich sich eine Strähne ihres dicken, schwarzen Haares hinters Ohr: "Na, schon eingelebt?"
"Was soll die Frage?", dachte Yvonne und antwortete dann: "Ja, so gut es eben geht."
"Tja, Ihr Arbeitsplatz ist ja ein bisschen weit weg vom Schuss. Da haben Sie ja jeden Tag eine ganz schöne Wegstrecke zurückzulegen." Uschi schaute Yvonnes etwas mollige Hüften an: "Schaden tut es Ihrer Figur jedenfalls nicht."
Yvonne lief puterrot an und schrie zu Uschi 'Hungerhaken': "Denken Sie vielleicht, ich wollte jemals so aussehen wie Sie! Ich bin zum Glück nicht mit Ihrem Heini liiert, der nur auf Girls à la Kate Moss abfährt!"
Da tauchte der Chef am Türrahmen der Registratur auf. Er hatte die Auseinandersetzung mitbekommen. Sodann nahm er Yvonne zur Seite und wechselte ein paar sehr ernste Worte mit ihr. Von nun ab war das Zwischenarchiv der Registratur ihr neuer Arbeitsplatz. Das befand sich im Keller. Anstatt bequem an einem Schreibtisch zu sitzen und am PC zu arbeiten, musste sie jetzt alte Akten aussortieren und in eine große Wanne werfen. Den Aktenstaub bekam sie gar nicht mehr von ihren Händen ab. Außerdem war es hier eklig klamm und kalt. Es existierte zwar eine Heizung, die zog aber nicht richtig. Sie sah auf ihren Kalender, noch eine Woche bis zur Weihnachtsfeier im Büro. Ihr graute es davor. Leider hatte sie keinen Urlaub mehr übrig.

Glücklich, dem Büro entronnen zu sein, sattelte sie ihren "Frodo" und ritt mit ihm durch das Gelände. Schöne klare Winterluft, weite unbebaute Wiesen und Waldhaine und dies nur ein paar Kilometer hinter München! In ihrer Euphorie beachtete sie nicht, dass die Wege ab und zu eine tückische Eisschicht hatten. "Frodo" kam ins Schlittern, strauchelte und Yvonne wurde seitlich aus dem Sattel geworfen. Der Schmerz in ihrem rechten Arm war ein diffuser Druck- und ein heftiger Berührungsschmerz. Der Unfallarzt stellte einen komplizierten Armbruch fest. Jetzt war sie für ein Vierteljahr krankgeschrieben. Unglücklich war sie alleine darüber, dass sie die Ausritte mit "Frodo" in der nächsten Zeit vergessen konnte. Das Büro und die Arbeitskollegen waren für einige Zeit in weite Ferne gerückt. Und oh Wunder, sie bekam sogar eine Genesungskarte zugeschickt! Sie konnte zwar die Unterschriften noch nicht so gut den einzelnen Kollegen zuordnen, aber sah, dass Clarissas Unterschrift fehlte. Uschi 'Hungerhakens' Unterschrift ebenso. Aber auf die beiden Damen konnte sie mit Handkuss verzichten.

Der Arzt hatte inzwischen den Gipsverband entfernt und Yvonne musste wieder zurück in die harte Arbeitswelt. Sie drehte die Heizung im Zwischenarchiv bis zum Anschlag auf, in der Hoffnung, dass ihre klammen Finger endlich auftauten. Die Tür ging auf, das Fräulein Mayer und die Aktenbotin, genannt "das Tageblatt" standen vor ihrer Tür. Überschwänglich wurde sie begrüßt. Ja, die beiden freuten sich ja so, dass Yvonne wieder fit war. Am Rosenmontag soll eine große Faschingsfete in der Behörde steigen. Schön, dass Yvonne mit dabei sein konnte. "Fastnacht ist bei uns immer eine Riesengaudi", sagte 'das Tageblatt', "alle verkleiden sich und gearbeitet wird an diesem Tag so gut wie nichts." 'Das Tageblatt' und das Fräulein Mayer tauschten untereinander einen Blick aus, den Yvonne nicht so ganz zu deuten vermochte.

"Ja," lispelte das Fräulein Mayer hastig "verkleiden müssen sich an diesem Tag alle. Wer nicht verkleidet ist, wird schief angesehen, ha, ha, ha!"

Verkleiden ja, aber bitte nicht in diesen unsäglichen Klamotten, wie man sie in den Kaufhäusern sah. Etwas Hippie wäre ganz okay. Yvonne suchte ihre uralte Jeans mit den ausgefransten Löchern hervor. Die schwarzen Cowboy-Stiefeln dazu wären nicht schlecht. Mist, die hatte sie letztes Wochenende bei Martin vergessen. Da blieben ihr nur noch die heruntergelatschten schwarzen Schuhe mit den Nietenbeschlägen. Aber es war schließlich Fastnacht. Auf den Kopf kam eine üppige schwarze Lockenperücke. Ihre uralte, zerknitterte Rüschenbluse sah mit den fünf übereinandergetragenen Halsketten peppiger aus. Eine runde Nickelbrille - ohne Gläser - zierte ihre Nase. Jetzt sah sie aus wie Janet Joplin. Yvonnes Magen knurrte, sie freute sich auf das Essen. Das 'Tageblatt' hatte ihr zugeraunt, zwei Kollegen, die einen Grund zum Feiern hätten, würden das Fastnachtsbüfett spendieren.
"Ich bin mal gespannt, wer von diesen Leuten hier die Spendierhosen an hat", dachte Yvonne als sie die Tür zum Sitzungssaal, wo die Fete stattfinden soll, öffnete. Sie war noch viel zu früh. Die ersten beiden Leute, eifrig in ein Gespräch vertieft, waren bedauernswerter Weise Clarissa und der 'Hungerhaken'. Mit Schreck stellte sie fest, dass sich die zwei in ihre schicksten Klamotten geworfen hatten. Der 'Uschi-Hungerhaken' hatte sogar die dicken, schwarzen Haare, die ansonsten immer so herabhingen, in eine kunstvolle Hochsteckfrisur verwandelt. "... und da hat diese Katze meine Vögel aufgefressen - alle beide", beklagte sich gerade 'Uschi-Hungerhaken' bei ihrer Freundin Clarissa. Aha, deshalb hatten sich die beiden heute nicht kostümiert, aus Trauer um die Piepmätze. Als sie Yvonne Gewahr wurden, verstummte ihr Gespräch und beide warfen ihr einen Blick zu, der in etwa bedeutete: "Los, verzieh dich!" Sehnsuchtsvoll erwartete Yvonne, dass noch ein paar Leute dazukämen, aber bitte schön maskiert! Sie sah auf ihre Armbanduhr. Okay, in ungefähr einer Dreiviertelstunde würden Martin und drei seiner Freunde aus Görlitz bei ihr vorbeikommen und sie abholen. Dann würde es endlich lustig.

Der Saal füllte sich und zu ihrem Entsetzen bemerkte sie: Sie war die Einzige im Faschingskostüm! Gerade kam das Fräulein Mayer albern kichernd, Arm in Arm mit der Aktenbotin, herein. Auch sie war nicht kostümiert, obwohl ihre Kleider aus dem vorherigen Jahrhundert, noch als Faschingsklamotten durchgehen konnten. Die Aktenbotin war sogar, ganz gegen ihre Angewohnheit, mit einem eleganten Hosenanzug aus gutem Stoff gekleidet. In ihre schwarzen Igelhaare hatte sie viel Haargehl hineingeknetet und ihre Ohren zierten zwei große Zuchtperlenohrringe.
"Was geht hier eigentlich ab?", fragte Yvonne das Fräulein Mayer. "Ich hatte gedacht, wir verkleiden uns alle und feiern eine große Faschingsfete."
Das Fräulein Mayer grinste, bis die Aktenbotin ihr einen Schubs mit dem Ellenbogen gab.
"Nein, mit Fasching ist heute nichts", sagte das Fräulein Mayer "unsere Uschi gibt einen auf ihre Verlobung aus und der Herr Amtsrat Becker feiert seine Beförderung zum Oberamtsrat. Zu diesem Anlass hat niemand die Absicht gehabt, sich zu verkleiden."
"Warum sondern Sie sich immer aus?" Wollte die Aktenbotin 'das Tageblatt' wissen. "Wir hatten uns doch gestern in Uschis Zimmer getroffen und alles ausführlich besprochen. Sie scheinen kein Interesse an unserer Gemeinschaft zu haben" fuhr sie mit ärgerlicher Stimme fort. Yvonne wusste nichts von diesem Zusammentreffen. Sie wusste weder von Uschis Verlobung mit ihrem Top-Manager etwas, noch von einer Beförderung des Beamten. Wie sollte sie das auch, zwei Kilometer von dem Geschehen entfernt!

"Nein das ist mir alles zu dumm", dachte sie und nahm einen großen Schluck Sekt. "Der Martin soll früher vorbeikommen und mich abholen."

Inzwischen hatte die Belegschaft ihre Teller genommen und war bereit zu einem Sturmangriff auf das kalte Büfett, das beim näheren Hinsehen alles andere als üppig war. Uschi-'Hungerhaken' warf Yvonne einen vernichtenden Blick zu, als sie sich zwei Garnelen in Aioli auf ihren Teller legte.
"Die Feinkostsalate sind von 'Dallmeier'. Die waren nicht ganz so billig, wie sie aussehen."
Dadurch gehemmt, nahm auch der Rest der Bürobelegschaft nur Miniportionen auf den Teller. Als Nachtisch stand noch ein Korb Kreppel, gestiftet vom aufgestiegenen Oberamtsrat, auf dem Büfett. Aber in seiner männertypischen Art von Einkaufsplanung hatte er sich gründlich verrechnet. Wollte jeder etwas von dieser duftenden, puderzuckerbestäubten Köstlichkeit probieren, müsste er sich mit einem halben Krapfen begnügen. Yvonnes Magen musste weiterknurren.

Uschi-'Hungerhaken' schaute auf ihre Armbanduhr: "Mein Verlobter wird gleich auf einen Schluck Sekt vorbeikommen." Ja Sekt war das Einzige, was auf dieser seltsamen Faschingsfete genug vorhanden war. Yvonne konsumierte reichlich davon. Dann hatte sie einen biestigen Einfall: Dieser 'Hungerhaken' schimpft doch immer so über die Ex-Freundin ihres jetzigen Verlobten. Schlüpfen wir doch einfach mal in die Haut dieser äußerst unbeliebten Person. Die eiligen Schritte eines verspäteten Gastes näherten sich dem Ort der 'rauschenden Fete'. Fluchs war sie an der Tür. Ja, dies könnte der Verlobte des 'Hungerhakens' sein: Groß, hübsch, schlank, in einem eleganten schwarzen Anzug, bewaffnet mit einem Blumenstrauß, stand er vor der Tür.
"Ach, hallo Alter! Wir haben uns seit einer Ewigkeit nicht mehr gesehen. Erinnerst du dich wirklich nicht mehr an mich?"
Doch das tat er. Er guckte aus der Wäsche, wie eine Katze, wenn es donnert. Irgendwie schien er in dieser wild geschminkten Frau mit der riesigen schwarzen Lockenperücke, seine frühere Bekannte wiederzuerkennen. Der Mund blieb ihm offen stehen. Er drehte sich auf dem Absatz um und verließ mit langen Schritten das Haus. "Trick 17 hat geklappt. Ha, ha, ha, Hungerhaken, Pech gehabt."

Yvonne ging in ein Nebenzimmer, um Martin anzurufen. Er wollte mit seinen Kumpels in ein paar Minuten da sein. "Bin mal gespannt," dachte Yvonne "wie er und seine Freunde sich verkleidet haben." Es sollte eine Überraschung sein.

Die Stimmung im Saal, um das leckere aber wenig üppig ausgestattete Büfett, war angespannt. Niemand traute sich, noch etwas Nachschub auf den Teller zu legen.

Hinter der Info-Theke im Erdgeschoss köpfte der alte Pförtner seine nunmehr vierte Weinflasche. An einem Rosenmontag kam doch niemand auf den Gedanken, eine Behörde aufzusuchen. Fröhlich gab er sich seinem Suff hin. Da ging die Tür auf und vier Männer, alle in schwarzen Anzügen, schwarzen Hüten und dunklen Sonnenbrillen standen davor. Das waren Martin und seine Freunde, verkleidet als "die Bluesbrothers".

"Mitarbeiter aus dem Ministerium, ... nein die Mafia ...!" ging es durch des Pförtners angesäuselte Birne. Bei dem hastigen Versuch, Flasche und Weinglas unter dem Pult verschwinden zu lassen, kam er versehentlich an den Hebel für "Feueralarm".
"Ringggggggg", surrte die Alarmglocke schrill los. Die Bürobelegschaft verzog sich ins Freie.

Yvonne, Martin und seine Freunde erfreuten sich am Büfett, wo die besten Bissen noch vorhanden waren.

Ein aktuelles Stellenangebot wurde an das Schwarze Brett beim Regierungspräsidium in Görlitz gehefetet: Ab April 2003 wird ein Mitarbeiter für einen Mischarbeitsplatz im Bereich der Bürokommunikation gesucht. Nichts wie hin!

 

hi leia,

ich habe es geschafft, ich habe deine geschichte bis zum ende gelesen. ich bin stolz auf mich, denn das war kein zuckerschlecken. diese geschichte ist nicht nur unglaublich lang, sie ist auch noch stellenweise sehr schwierig zu lesen. dein stil ist katastrophal und es sind viel zu viele fehler drin.
ich sage es mal ganz ehrlich - du hast wahrscheinlich ein talent, geschichten zu erzählen, aber keines falls geschichten zu schreiben (bezugnehmend auf deine anfangsgeschichte und auf diese jetzt). du schreibst nämlich so, als würdest du gerade im vollrausch eine geschichte erfinden und sie zeitgleich erzählen.
das schreiben von geschichten unterscheidet sich aber von der blanken erzählung. eine gute, geschriebene geschichte ist in sich rund. es werden in ihr keine informationen nachgeworfen, sie ist fehlerfrei und hat nur eine einzige erzählzeit.
du trumpfst manchmal mit deiner erzählweise - aber das nur manchmal, und das wird auch noch durch deine durchgänglich klischeehaften ausdrücke in den hintergrund gedrückt.
auch der inhalt birgt durchaus spannung - aber diese spannung wird nicht mit einem guten ende belohnt. im gegenteil - das ende ist absoluter käse. offen und unbefriedigend. keine moral, keine überraschende pointe - einfach nichts!
hier mal ein paar textbezüge zu meinen ausführungen:

Diese Story spielt in einer Behörde. Ja, in so einem Amt, wie es in unserem Lande Tausende dieser Art gibt.

"Story" ist englisch
gibst du der geschichte eine einleitung zur einleitung?
"Lande" das ist eine poetische Form.
ich halte das für einen unglücklichen start!


wie zum Beispiel helles OP-Grün, ocker mit apartem grauem Staubrand oder ein verblichenes Gelb, das die Wirkung hat, auf dem Absatz kehrt zu machen und dieses Haus auf dem schnellsten Wege wieder zu verlassen.

das die Wirkung hat, auf dem Absatz kehrt machen und dieses Haus verlasssen zu wollen. "Wollen" ist wichtig, denn man verlässt das gebäude ja nicht vorzeitig.

Da steht dieser veraltete Computer, da befand sich sogar noch eine echte Schreibmaschine auf dem Schreibtisch und die verkalkte Kaffeemaschine röchelt auf dem Fensterbrett.

du wechselst dauernd die zeiten - durchgehend durch die geschichte.

Bei den jüngeren Jahrgängen der Papiertiger läuft stattdessen der Ficus Benjamini dem guten alten Gummibaum den Rang ab.

was?

Ja, etwas trauerte sie noch ihren alten Arbeitskollegen nach.

"alten" oder "ehemaligen"?

Jede Frau um die 30 müsste doch allmählich mal an das Thema Schwangerschaft denken.

schreibe zahlen weitmöglichst aus *smile*

Seitdem war Yvonne nur noch für Clarissa: "Die, mit dem Pferdetick". Leider war sie das auch für den Rest ihrer Arbeitskollegen. Clarissas Meinung war immer richtungsweisend.

Das war zuviel für Clarissa, die erst kürzlich von ihrem letzten Lover verlassen wurde. Clarissa war zwar verheiratet. Sie hatte sich einen, wen wundert es, nicht all zu armen Ehemann geangelt. Aber dieser war andauernd auf Dienstreise und für gewisse eheliche Verpflichtungen meistens zu müde.

diese beiden zitate sind paradebeispiele für wirklich schlechten erzählstil. sie ermüden den leser.
im ersten zu viel wortwiederholung. hier wäre es schön, wenn man aus drei sätzen einen macht.
im zweiten zitat - das ist nun wirklich eine typische schwäche von dir. du konfrontierst den leser mit korrekturen. du gibst ihm im nachhinein informationen, die er braucht, um die geschichte zu verstehen. dass clarissa verheiratet ist, das sollte geschickterweise schon zur einführung der person erwähnt werden.
du schreibst wirklich so, wie du sprichst - von oben nach unten, so wie es dir gerade einfällst.

Sie war wie Yvonne, Single. Aber das war sie schon seit Urzeiten - keiner wusste wie lange sie überhaupt schon in dieser Behörde arbeitete.

was? das verstehe ich jetzt nicht. ich denke, yvonne hat einen freund in görtz?!

Deswegen nahm niemand von diesen Familienmenschen Anstoß daran.

woran?

mit Ausnahme der Aktenbotin "das Tageblatt" - aber darauf kommen wir später noch.
HILFE

Das wäre am Samstag, der Tag nach der Hochzeit. Yvonne freute sich riesig, rief: "Danke, das ist ja super!" noch in das Telefon, dann war die Leitung tot. "Hallo,... hallo...", rief sie erschrocken in den Hörer, aber da war nur Stille.

"rief" ist doppelt
"noch" wäre besser direkt hinter das "erste "rief2 AUFGEHOBEN

du wechselst dauernd die zeiten

"Ja, Frau Bauer, dies war wieder mal so ein Privatgespräch.

das ist nicht gut - mitten in der geschichte rückst du mit dem nachnamen raus?? wieso nicht schon ganz zu anfang, so dass der leser einen bezug zur prota bekommt?

die kalte Regenluft kühlte ihre heißen Wangen.

schön wäre es gewesen, wenn es einen hinweis über die jahreszeit am anfang der geschichte gegeben hätte

Auf ihre Figur war sie stolz wie Oskar.

du verwendest dauernd
solche klischeeausdrücke! fallen dir keine eigenen ein?

Ihr denkt wohl, die geht in dieser Aufmachung zur Arbeit und kriegt keinen Ärger?

also denken wir richtig? da stimmt etwas nicht in diesem satz


Man soll ja Menschen nicht nur nach dem Äußeren beurteilen. Aber wie gesagt, wenn dieser 'Hungerhaken' den Mund aufmachte, bekam Yvonne das kalte Grausen. Tja, diese Uschi war mit einem Top-Manager liiert, der sie und ihr Kind auf Händen trug. Seit sie mit ihrem Lebensabschnittsgefährten zusammen war, wurde ihr erst bewusst, wie entbehrungsreich ihr Leben als alleinerziehende Mutter vorher gewesen war. Jetzt war jeder Tag, an dem sie sich sahen, ein Festtag. Aber wehe, dieser 'Hungerhaken' war wieder einmal eifersüchtig, weil ihr reicher Managertyp auf eine seiner Geschäftsreisen musste, da erlauschte Yvonne ganz andere Töne. Ein längerer Businesstrip war nicht mal so schlimm. Kritisch wurde es erst dann, wenn er wieder mal in die Nähe des Wohnortes seiner 'ehemaligen Bekannten' musste. Da spuckte der 'Hungerhaken' Gift und Galle und ließ kein gutes Haar mehr an ihrem Lebensabschnittspartner.

dieser ganze absatz ist meienr ansicht nach zu viel. um wen geht es in dieser geschichte?

da schaute Uschis blasse, spitze Nasenspitze hinter dem Türrahmen hervor und dann stand auch schon der ganze 'Hungerhaken' bei ihr ihm Zimmer.

an dieser stelle der geschichte hat der leser den ausdruck "hungerhaken" nun oft genug gehört.

Yvonne lief puterrot an und schrie zu Uschi 'Hungerhaken': "Denken Sie vielleicht, ich wollte jemals so aussehen wie Sie! Ich bin zum Glück nicht mit Ihrem Heini liiert, der nur auf Girls à la Kate Moss abfährt!"

schon wieder "hungerhaken"?
"puterrot" was ist das?

Dreiviertelstunde würden Martin und drei seiner Freunde aus Görlitz bei ihr vorbeikommen und sie abholen. Dann würde es endlich lustig.

wo ist zu dieser information die einführung? du konfrontierst deine leser mit unfertigen dingen


Dann hatte sie einen biestigen Einfall: Dieser 'Hungerhaken' schimpft doch immer so über die Ex-Freundin ihres jetzigen Verlobten. Schlüpfen wir doch einfach mal in die Haut dieser äußerst unbeliebten Person. Die eiligen Schritte eines verspäteten Gastes näherten sich dem Ort der 'rauschenden Fete'. Fluchs war sie an der Tür. Ja, dies könnte der Verlobte des 'Hungerhakens' sein: Groß, hübsch, schlank, in einem eleganten schwarzen Anzug, bewaffnet mit einem Blumenstrauß, stand er vor der Tür.
"Ach, hallo Alter! Wir haben uns seit einer Ewigkeit nicht mehr gesehen. Erinnerst du dich wirklich nicht mehr an mich?"
Doch das tat er. Er guckte aus der Wäsche, wie eine Katze, wenn es donnert. Irgendwie schien er in dieser wild geschminkten Frau mit der riesigen schwarzen Lockenperücke, seine frühere Bekannte wiederzuerkennen. Der Mund blieb ihm offen stehen. Er drehte sich auf dem Absatz um und verließ mit langen Schritten das Haus. "Trick 17 hat geklappt. Ha, ha, ha, Hungerhaken, Pech gehabt."

schrecklich! das ist ja unglaublich schlecht zusammengezimmert. nicht nachvollziehbar!

Bei dem hastigen Versuch, Flasche und Weinglas unter dem Pult verschwinden zu lassen, kam er versehentlich an den Hebel für "Feueralarm".
"Ringggggggg", surrte die Alarmglocke schrill los. Die Bürobelegschaft verzog sich ins Freie.
wirklich schlecht - absoluter murks


fazit: diese geschichte wirkt lieblos und zu schnell dahergeschrieben. die überarbeitung wäre so gewaltig, dass man genauso gut die geschichte neu schreiben könnte.
es tut mir leid, aber das war nichts. bitte nimnm es mir nicht übel und denke daran, dass es sich hierbeit ja nur um meine eigene meinung handelt.

bis dann

barde

anhang:

Die haben die unterschiedlichsten Funktionen: Amt für Verkehrswesen, Fremdenverkehr, Kultur, Naturschutz, Forsten, Kindergartenverwaltung etc. doch sie gleichen sich doch alle auf geheimnisvoller Weise.

"etc" >> "und so weiter"
vor "doch" ein semikolon.

wie zum Beispiel helles OP-Grün, ocker mit apartem grauem Staubrand oder ein verblichenes Gelb, das die Wirkung hat, auf dem Absatz kehrt zu machen und dieses Haus auf dem schnellsten Wege wieder zu verlassen.

kleine oder grosse farben? da du "helles" vor "op-grün" verwendest, sind alle farben in diesem satz nomen und somit gross.

Oh, sind wird doch zielsicher in unserem Geschmack!

"wird" >> "wir

Da ist das Grüppchen Frauen, die sich immer an der Ecke Kaffeeküche treffen um die Ereignisse des Wochenendes und Fehltritte und Missgeschicke einiger Kollegen durchzuhecheln.

"Ecke Kaffeeküche" ? so als cafe-name? oder fehlt zwischen den wörtern ein "der"?
vor "um" ein komma

Ja, da ist noch die leicht frustrierte Aktenbotin, die größte Klatschbase von allen, genannt "das Tageblatt".

vielleicht "Tagesblatt"?

Und da ist, um endlich zu unserer Hauptperson zu kommen: Yvonne, eine junge Frau Ende zwanzig.

anstatt dem doppelpunkt ein ordinäres komma *smile*

Sie hatte letztes Jahr auf La Gomera ihren absoluten Traummann und Seelenverwandten kennengelernt.

"kennengelernt" auseinander


Im Gegensatz zu Yvonnes Zotteln waren die richtig tolle, durchgestylte Locken.

"die" >> "es" oder "das"


Musste man denn vor den neuen Kollegen mit jeder Einzelheit aus dem Privatleben herausrücken, um nicht als verstockt zu gelten.

ist das eine frage?


Nachdem sie die Urlaubsvertretung "in der Tasche hatte" ging sie fröhlich zum Personalchef, um ihm die Urlaubskarte vorzulegen.

vor "ging" ein komma

"Eine etwas ungewöhnliche Zeit um Urlaub zu nehmen,

vor "um" ein komma

Aber sie hatte diese klassisch-schönen Gesichtszüge, die das wieder ausbügelten.

ohne gedankenstrich


Von nun ab war das Zwischenarchiv der Registratur ihr neuer Arbeitsplatz.
"ab" >> "an"

 

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