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Aaliyah

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Aaliyah

2. Überarbeitung auf der zweiten Seite

Aaliyah


Was immer gestört hatte, waren die Nebengeräusche. Sie verschluckten in großen Stücken. Daraus war mein Lärm entsprungen. Lauter musste ich das Hauptprogramm drehen, damit es die Nebengeräusche so übertönte, das ich genießen konnte.

Ich lasse das Blatt mechanisch sinken, schaue ins Freie und nehme zittrig meine Lesebrille ab. Die Bilanz eines langen, gottlosen Lebens. Immer noch ziehe ich den Schlussstrich. Weder das Zwitschern der Vögel noch die Kraft der Felsen haben mir jemals zugeflüstert; es war ja nicht einmal kurze Werbeunterbrechung, sondern Nebenprogramm. Nicht mehr, weil ich es so, wie die grobe Masse richtet, eingerichtet hatte. Fast living, hard dying. Ich schnalze mit der Zunge und schüttle den Kopf.

Da sitzt sie. Ich habe sie nicht kommen sehen, obwohl sie bestimmt dagestanden und überlegt hatte, ob meine Anwesenheit in Kauf zu nehmen war. Ob ihr Grad der Versunkenheit Werte erreichte, so dass meine Blicke nicht mehr belästigten. Aber vielleicht war es nicht so gewesen; vielleicht war sie, ohne ihren winzigen Kopf zu heben, zur Bank gelaufen. Die Turnschuhe auf dieser, ihr rundes Kinn auf den Knien und ihre Arme gekreuzt um die Beine geschlungen. So sitzt sie da und schaut ins Leere. Unberührt schön und berührt von allem und jedem. Die Hilflosigkeit, die mich angesichts dessen übermannt, ist bedrückend.

Ihre Art zu leben, steht konträr zu meiner damaligen. Und auch ihre äußerliche Ruhe bildet einen Schwarzweißkontrast zu meinem früheren Verhalten. Age ain´t nothing but a number las ich unlängst in der Zeitung; ich weiß nicht mehr in welchem Zusammenhang.

Heute weiß ich mein Leben richtig zu beurteilen. Die Last, die mich gebückt durch mein greises Leben gehen lassen sollte, erdrückt mich innerlich. Es gibt ja keine Hoffnung mehr. Trotzdem pocht mein altes Herz nach Wiedergutmachung. Ich hatte die Dinge falsch bezeichnet. Als Nebengeräusche oder Nebenprogramme in eine Klasse mit schlechtem Namen abgeschoben, hatte ich das Wesentliche erstickt, um selbst daran zu ersticken. Ich ersticke, ja. Noch sind es zu zügelnde Asthmaanfälle. Zwischendurch erreicht mich wieder Sauerstoff. Doch die Agonie hat begonnen und der Ausgang ist vorbestimmt.

Damals als ich Aaliyah kennenlernte, war sie äußerlich auffallend, aber letztlich eine von vielen. Ihre jugendliche Arroganz lernte ich jedoch auf mich zu nehmen. – Sie sitzt immer noch gequält auf der Bank und lebt in Gedanken. – Es war ein wunderschöner Tag, der etwas besonderes an sich hatte. Süßliche Luft geschnitten von gelegentlicher Frische. Ein Klima, das mich in den Süden versetzte. Ich war ehrlich beeindruckt und kindlich erfreut. Und suchte es zum Ausdruck zu bringen, brachte es aber nur plump zustande. Keinen Moment lang hatte ich die Absicht, Small Talk vom Zaun zu brechen, wie man es von Menschen meines Alters gewohnt war. Sofort spürte ich, dass sie nicht die Besonderheit nachfühlen konnte, denn sie war ja nicht einmal offen dafür. Ich roch ihren frischen Schweiß. Aaliyah hob ihren Blick, schaute kurz in die Sonne und antwortete mit einem langen Ja und einem kurzen Lächeln.

Und das ist nur eine der zahlreichen Erlebnisse, die mein jetziges Leben bestimmen, ihr Leben streifen. Bislang bin ich erfolglos. Sie ist zugesperrt.

Aaliyah. Wenn ich sie so dasitzen sehe, völlig in sich gekehrt und einsam, wünsche ich mir, ihr nahe zu sein. Ganz egal, ob als Bruder, Vater, Großvater oder als ihr Mann. Abhängig von der jeweiligen Situation würde ich verschieden auf sie wirken. Vielleicht auch nur als alter, an der weiblichen Jugend erfreuter Greis eine Parabel zum Besten geben. Ich bin niemals jemand gewesen, der behauptet, genau zu wissen, was eine Frau braucht. Über solche Dinge dachte ich nie nach. Bei Aaliyah ist es neu. Ich habe das Gefühl durch ihr Verhalten, durch ihre nicht allzu gefestigte Fassade hindurchsehen zu können. Was sie denkt, steht mir auf den Lippen geschrieben; jedoch spreche ich es nicht aus, da ihre Apathie mich jedes Mal wieder schwächt. Aaliyah schenkte mir den Mut, den ich nie zuvor hatte; und sie nimmt ihn, wann immer sie will.

Nur ein einziges Mal hatte ich sie ausgelassen und sorgenfrei gesehen. Eine stille Zufriedenheit, keine große Freude umgab sie damals. Im „Multimedia“-Raum saß sie, und ich beobachtete sie unbemerkt. Eine junge Sängerin – mit langem, wild-braunen Haar – stand auf der Bühne und sang aus voller Kehle ihren Schmerz über eine gescheiterte Beziehung hinaus. Aaliyah sang mit halblauter Stimme Wort für Wort in einem klaren, makellosen Englisch mit. Halblaut bedeutete hier, dass sie die Lautstärke der Sängerin erreichte. Es war ein inspirierendes Duett. Die eigene Stimme der Lady on Stage im Einklang mit Aaliyahs Worten, die nicht den Akzent der Künstlerin zu imitieren suchten. Ich verliebte mich in dieses Bild. Bei aller Ernsthaftigkeit und anklagender Brutalität dieses Liedes war Aaliyah entspannt und zu einem gewissen Grad verspielt. Sie beobachtete singend die Künstlerin und ließ sich besonders von ihren öffnend-schließenden Nüstern einlullen. Nach dem Lied bedankte sich die Kanadierin mit einem „Thank you – Danke.“ und Aaliyah quiekte und sprach zu sich selbst: „Wie ein Pilot über Lautsprecher, der den Passagieren seine Seriosität und Professionalität verkaufen möchte!“ Es war dieses eine Mal, dass wir zusammen lachten; ich musste lediglich Acht geben, dass sie mich nicht bemerkte.

Sie springt lustlos von der Bank und geht auf und ab, ihre Arme mitschwingend, bis sie mich auf meinem Balkon entdeckt. Ich lächele sie an; sie reagiert etwas verlegen, lächelt aber erzwungen zurück. Aha – heute könnte sie mich also in der Luft zerfetzen. So beschließe ich meinen Mantel und meine Zigaretten zu packen, um ihr einen Spaziergang anzubieten.

Mit zwei Kaffees nähere ich mich vorsichtig. Sie läuft nun ziemlich schnell auf und ab; dann bemerkt Aaliyah mich, mustert mich von oben bis unten und bleibt schweigend stehen. Sie schaut entnervt weg und zieht die frische Luft hinein, als ob diese ihr die nötige Geduld liefern könnte. Die kühle Frische hat ihr eine königliche Blässe ins Gesicht gezaubert, die umrahmt von der Dunkelheit ihrer Garderobe besonders leuchtet. Ihre Nase ist rot angehaucht. Sie liebt Kaffee und kann ihn sichtlich gut gebrauchen. So gehe ich bestimmt auf sie zu, halte ihr den Kaffee unter die Nase – ach, wie genüsslich sie einmal den Duft einatmete, als er aus der Küche lugte – und sage so harmonisch wie möglich: „Ein Kaffee im Tausch gegen einen kleinen Spaziergang, Madame?“ Kurz flammt ein Lächeln auf; mit der linken Hand durch ihr Gesicht streichend versucht sie es zu verbergen. Dann lächelt sie den Kopf leicht schüttelnd wieder, und scheinbar unterdrückt sie sogar ein Lachen. Sie zieht mir den Kaffee aus der Hand und marschiert in schnellem Gang voraus. Ich folge ihr mit einem kleinen Abstand. Sie nippt vorsichtig am heißen Getränk und spielt mit dem Gestrüpp der Büsche. Aaliyah macht nicht gerne die Betreuerin; viel zu anstrengend ist es für sie mit den alten Herrschaften Gespräche zu führen, da sie noch nicht einmal privat viel aus sich heraus geht. Ich habe ihr klar gesagt, dass ich sie nicht als Gesellschafterin brauche. Sie fühlt sich in meiner Gegenwart nicht dazu verpflichtet, irgendetwas daherzuplappern.

Sie summt die Humoreske Dvoraks, schlürft und atmet tief ein. Dabei bewegt sie ihren Kopf im Rhythmus. Die Humoreske erinnere sie an Kafka. Ein heiteres Musikstück soll an diese Person erinnern; ich kann es nicht nachvollziehen, aber ich habe auch keinen Draht zu Kafka.
„Damals trug ich die weiße Seidenbluse ...“, sie dreht sich um und lächelt gedankenverloren. „Kennst du das? Man sieht ein Bild, welches gleich das Wort Schönheit als Assoziation hervorruft. Ich .. ähm.. in meiner frühen Jugend wollte ich sodann immer das entscheidende Attribut besitzen. Es war ein schwarzer, beschmückter Mann mit einem weißen ... Seidenhemd.“ Dabei verlangsamte sie ihre Sprechgeschwindigkeit stetig. Sie lächelt, greift nach einem sattgrünen Blatt, um es liebevoll zu streicheln. „Die Glätte und auch die Kühle dieses Gewebes verschlucken das Weiche ... beim Tragen. So fasst man es gerne an.“ Sie taucht ihr Gesicht in das buschige Meer von Blättern. „Aber wenn man es trägt ...“ Sie taucht wieder auf und lässt ihre Hände durch die Wellen gleiten. „ ...dann geht das Schönste verloren.“ Sie schaut mich grübelnd an, dann fragend: „Worauf wollte ich nur hinaus? Moment ...“ Leicht erhebt sie ihren Arm, ein Moment des Findens und sie atmet wieder aus. „Na ja, früher wollte ich alles, was mir gefiel, kopieren ... wollte genauso schön sein ... griff leider nur nach einzelnen Komponenten .. und war dann enttäuscht, wenn ich dann nicht die komplette Schönheit erreichte .. oder hatte.“ Ich habe kaum Gelegenheit mich dazu zu äußern. „Das Gesamtbild war schön und ich griff immer nur einen Teil heraus ... hm.“ Sie wirft den halbvollen Becher in einen Müllbehälter und schlägt vor: „Lass uns zum See laufen!“

Das tut sie jedes Mal. Zunächst bietet sie Eintritt in ihre Gedankenwelt und lässt mich dann stehen. Ok, wie du willst, wir gehen zum See. Es ist nicht schlimm, wenn sie von sich erzählt, auch nicht schlimm, wenn sie mich als Spiegel benutzt. Doch habe ich genug von dieser statischen Passivität. In unserer Beziehung ist sie die Herrin. Und sonst ist sie still und verschlossen; nahezu misstrauisch. Thea sieht sie nicht mehr, da sie sich davor fürchtet, den ersten Schritt zur Versöhnung zu gehen. Einfach so abgebrochen, eine jahrelange Freundschaft.

Eine kühle Brise weht durch die Pflanzeninseln dieses Sees. Aaliyah nähert sich diesem, erspäht eine in einer Wasserpfütze stehende Bank und setzt sich prompt. Zig Male habe ich überlegt, wie ich zu ihr durchkommen könnte. Zig Male es dabei belassen. Nun, da wir schon einmal hier sind. Ein Handy besitzt sie nicht. Das Seeufer befindet sich einige Fußschritte vor mir. Ich simuliere einen Herzanfall und lasse mich so authentisch wie mir möglich fallen. Unerwartet und schnell. Kurz darauf sterbe ich und liege wie ein Hund auf Kommando tot da. Erst sieht es so aus, als ob Aaliyah mir helfen möchte. Jedoch bleibt sie stehen und beobachtet mich. Nach noch bescheidener Bedenkzeit schreitet sie näher, mustert mich von oben und beugt sich endlich zu mir nieder. „Es ist keiner da; wie soll ich dir helfen?“ Kein Schock, kein Schrecken und nicht einmal Aufregung. Sie schaut auf den See und stimmt Verdis Requiem an; ich spüre meine ewige Beerdigung auf mich heruntertröpfeln.

 

Wow. Beeindruckend geschrieben! Etwas irritiert hat mich der Name Aaliyah, weil ich irgendwie immer erwartet habe, daß der Text von der gleichnamigen verstorbenen Sängerin handelt. Oder tut er es, und ich hab was verpaßt? *grübel*
Alanis Morissette kann man ja schließlich auch in Deinem Text finden... :)

Wirklich, wundervoll geschrieben und sehr anrührend (nicht im sentimental-kitschigen Sinn gemeint!). Gerade die Verbindung zur Musik, die immer wieder auftaucht, hat mir sehr gut gefallen!
Lieben Gruß,

chaosqueen :queen:

 

Nun, es geht nicht um die Sängerin Aaliyah. Doch im Zusammenhang mit ihrem Tod hatte ich die Idee zu dieser Geschichte, daher die Namens- und Titelwahl.
Woran hast Du genau Alanis ausgemacht (das ist nämlich richtig)? Das würde mich interessieren...

 

Hi Zaza!

Alanis auszumachen, fand ich recht einfach: Eine junge Sängerin mit langen, dunklen Haaren, die einen Song über eine verlorene Liebe singt und dazu noch aus Kanada kommt - das konnte nur Alanis Morissette sein! :)
Lieben Gruß,

chaosqueen :queen:

 

da kann ich nur eins sagen: schöööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööön! :shy: :engel: :sad:

 

Hm, ist ja durchaus erfreulich, dass Dir die Geschichte gefällt. Darf ich auch wissen, was "schön" ist?

 

naja alles halt. liest sich gut, man denkt drüber nach, man kann das mitfühlen, is halt schön im sinne von schnulz (schnulz is nichts negatives!)!
haba auch keine ecken gefunden an denen ich gehangen hab und so.
ohne punktabzüge!

 

Ich finde die Geschichte auch sehr schnulzig. Aber nicht negativ-schnulzig, eher auf eine postive, erhabene Weise süß-schnulzig. :D

[Beitrag editiert von: Batch Bota am 08.03.2002 um 00:48]

 

Hi Zaza :)


Aaaaaalso dann schauen wir mal.

Zum Inhalt:

Ein alter Mann (das lyrische Ich), im Sterben begriffen, liebt ein junges Mädchen. Er erkennt in ihr eine Lebensweise, die seiner eigenen entgegengesetzt zu sein scheint.("Ihre Art zu leben, steht konträr zu meiner damaligen. Und auch ihre äußerliche Ruhe bildet einen Schwarzweißkontrast zu meinem früheren Verhalten"). Durch das Mädchen - ihr Name ist Aaliyah - hofft der sterbende Greis Vergebung und damit Erlösung für vergangene Taten zu erlangen. Aaliyah ist ein sehr introvertiertes Mädchen, das nur wenige Gedanken mit dem lyrischen Ich teilt. Nur bei einer einzigen Gelegenheit, hat es erlebt wie Aliyah aus sich herausgegangen ist, nämlich bei einem "inspirierende[n] Duett" mit einer kanadischen Sängerin. Bei einem Spaziergang erklärt das Mädchen dem Greis, dass Schönheit nur in der Komposition bestehe. Einzelne Elemente, aus dem Zusammhang gegriffen hingegen, führten nur zu Entäuschung. Um Aaliyah dazu zu bewegen aus sich herauszugehen, täuscht der Greis einen Herzinfarkt vor. Das Mädchen aber lässt sich kaum aus der Ruhe bringen, sieht es die Situation doch als hoffnungslos an. Angesichts dessen stirbt das lyrische Ich.

Interpretation:

Die Beziehung zwischen Hoffnung und Leben ist das Hauptmotiv dieser Geschichte. Das lyrische Ich stirbt, weil es die Hoffnung aufgibt. Der Todeskampf endet mit "Verdis Requiem", das von Aaliyah für den Greis gesungen wird. Sie singt es deshalb, weil auch sie die Hoffnung aufgegeben hat. Im Angesicht der Ohnmacht, dass sie nämlich nichts tun kann um dem Greis zu helfen, ergibt sie sich dem Schicksal. Diese stoische Haltung und Handlung wiederum führt zur Erkenntnis des Greises, dass er keine Erlösung finden kann, weil ihm die Perspektive des Mädchen für immer verschlossen bleiben wird. Die Entäuschung darüber bringt sein Leben zum Erliegen.
Die Beziehung zwischen den einzigen zwei Figuren der Kurzgeschichte ist durch eine starke Asymmetrie gekenntzeichnet ("In unserer Beziehung ist sie die Herrin. Und sonst ist sie still und verschlossen; nahezu misstrauisch."). Ist der Greis für das Mädchen nur eine Begleitung (wobei es im Unklaren bleibt wie angenehm oder unangenehm die Präzens des Alten für das Mädchen ist) so stellt Aaliyah für den Protagonisten die einzige Möglichkeit dar, Erlösung zu erlangen. Was aber hat das lyrische ich getan, dass es erlöst werden muß? Die Antwort lautet, dass es in seinem Leben falsche Prioritäten gesetzt hat ("Als Nebengeräusche oder Nebenprogramme in eine Klasse mit schlechtem Namen abgeschoben, hatte ich das Wesentliche erstickt, um selbst daran zu ersticken"). Außerdem bedauert der Ich-Erzähler die Art seiner Beziehungen zu Frauen und betont die Andersartigkeit seines Bezuges zu Aaliyah (" Ich bin niemals jemand gewesen, der behauptet, genau zu wissen, was eine Frau braucht. Über solche Dinge dachte ich nie nach. Bei Aaliyah ist es neu."). Er hofft durch ein Verständnis für die Perspektive des Mädchens zu dem Menschen zu werden, der er gerne wäre um sein Leben erfüllt beenden zu können. Er übersieht jedoch die Tatsache, dass Schönheit, gehen wir einen Schritt weiter, dass die Seele der Dinge in der Komposition liegt und nicht in den einzelnen Teilen ("Na ja, früher wollte ich alles, was mir gefiel, kopieren ... wollte genauso schön sein ... griff leider nur nach einzelnen Komponenten .. und war dann enttäuscht, wenn ich dann nicht die komplette Schönheit erreichte .. oder hatte"). Darin liegt die wahre Hoffnungslosigkeit des lyrischen Ichs, denn Erlösung findet sich nur in einem selbst.
Was ist das für eine Liebe, die das lyrische Ich dem Mädchen entgegenbringt ? Selbstlose Liebe ist es keine. Ist sie romantisch oder platonisch ? Diese Unterscheidung lässt sich kaum treffen ("[...]wünsche ich mir, ihr nahe zu sein. Ganz egal, ob als Bruder, Vater, Großvater oder als ihr Mann. ").

So Zaza, mein letzter Satz klingt ein bisschen unfertig. Ich würde so normalerweise keine Interpretation beenden (aber ich habe jetzt weder Zeit noch Lust das weiterzumachen). Vielleicht schreibe ich aber noch was dazu, v.a. zum Stil. Es ist auf jeden Fall eine schöne Geschichte.

Grüsse,

Batch

 

Hallo Zaza.

Schöne Geschichte mit irritierend-offenem Ende. :) :)

Es gab da aber ein paar Dinge, die in mir Fragen aufwerfen.

Die formulierung des ersten Absatzes, ist das bewußt gewähltes stilistisches Mittel?

wie: <Lauter mußte ich...>
statt:<Ich mußte das Hauptprogramm...>?

Abs.zwei: Mit was schnalzt Die Person ?
Mit der Zunge, einem Gummi, einem Lineal auf dem Tisch ?

Abs.drei:
Wäre >Die Turnschuhe auf der Sitzfläche...<nicht etwas flüssiger, oder stimmiger?

Abs.vier:hast Du beim Zitieren des Textes die Anführungszeichen bewusst weggelassen ?

Abs.fünf: wäre "greises Leben" nicht besser als "greisig", ääh, ich geb zu, ich weiß nicht mal ob es "greisig" offiziell überhaupt giebt ?? :D

abs.sechs:
Mir persönlich würde "Ich war ehrlich beeindruckt, und EMPFAND EINE KINDLICHE FREUDE" irgentwie besser gefallen als "kindlich erfreut"

Abs.sieben:
da würde ich auch nochmal mdrüber nachdenken, und zumindest ein>zu<
bei; "Ihr Leben streifen" einsetzen.

Abs.elf:
Heißt es nicht "zwei Kaffee ?"
und:
"..sie zieht die Frische luft hörbar in sich hinein..."

Den Satz versteh ich leider auch nicht, so wie er dasteht:
"ach, wie genüsslich sie den Duft einatmete, als er aus der Küche lugte...."

Wer lugte aus der Küche, der Protagonist beim Kaffeekochen, oder der Duft ?? :D :D

Abs.zwölf:
Durch welche Wellen lässt sie ihre Hände gleiten ?
Durch die des Sees, oder die Wellen der Blätter an dem Busch ??

Oh Mann, ich weiß, ich kann ein ganz schöner Nervbolzen sein, also nimm´s bitte nicht persönlich..

Ich find Deine Geschichte nämlich echt schön, und frage mich außerdem, ob das in irgenteiner Form von Therapeutischer Einrichtung spielt, von wegen "Multimediaraum" und so...

Gruß vom Lord ;) :)

 

Absatz eins ist absichtlich so geschrieben.

Ich dachte an Zunge, aber ist das so wichtig?

Was meinst Du bei Absatz vier genau? "Age ain´t nothing but a number" war ursprünglich in Kursivschrift geschrieben, was hier natürlich nicht mit reinkam. Also, entweder kursiv oder in Anführungsstriche.

Ich habe das mal nachgeguckt und korrigiert. "Greises" ist wohl richtig.

Absatz sieben ist so in Ordnung. "Zu" würde keinen Sinn ergeben, höchstens "und" könnte man einsetzen. Das jedoch würde den Gegensatz nicht so verdeutlichen. Sein Leben bestimmt es, ihres aber streift es nur!

Ich denke, "Kaffees" geht klar.

Der Duft lugte aus der Küche.

Durch die Wellen der Blätter der Büsche.

Was denn persönlich nehmen? Ich freue mich, wenn jemand solches Interesse für meine Geschichten zeigt. Mach nur weiter so, Lord!
Und danke übrigens für Deine Glückwünsche!

[Beitrag editiert von: Zaza am 27.03.2002 um 23:17]

 
Zuletzt bearbeitet:

1. Überarbeitung:

Aaliyah


Schon immer hatten mich die Nebengeräusche gestört. Denn sie verschlangen den Top-Film der Woche pflichtgetreu wie summende Bienen. Daraus war mein Lärm entsprungen. So musste ich das Hauptprogramm lauter drehen, damit es die Nebengeräusche übertönte. So laut, dass ich genießen konnte.

Ich lasse das Blatt mechanisch sinken, schaue ins Freie und nehme zittrig meine Lesebrille ab. Die Bilanz eines langen, gottlosen Lebens. Das war vor zehn Jahren. Immer noch ziehe ich den Schlussstrich. Weder das Zwitschern der Vögel noch die Kraft der Felsen haben mir jemals zugeflüstert; es war ja nicht einmal kurze Werbeunterbrechung, sondern pures Sendeschlusspanorama. Nicht mehr, weil ich es so, wie die grobe Masse richtet, eingerichtet hatte. Fast living, hard dying. Ich schnalze mit der Zunge und schüttle meinen Kopf.

Da sitzt sie. Ich habe sie nicht kommen sehen, obwohl sie bestimmt dagestanden und überlegt hatte, ob sie meine Anwesenheit in Kauf nehmen sollte. Ob ihr Grad der Versunkenheit hoch genug war, um sich nicht an meinen Blicken zu stören. Aber vielleicht war es nicht so gewesen; vielleicht war sie, ohne ihren winzigen Kopf zu heben, zur Bank gelaufen. Die Turnschuhe auf dieser, ihr rundes Kinn auf den Knien und ihre Arme gekreuzt um die Beine geschlungen. So sitzt sie da und schaut ins Leere. Unberührt schön und berührt von allem. Die Hilflosigkeit, die mich angesichts dessen übermannt, ist bedrückend. Immer wieder.

Ihre Art zu leben, steht konträr zu meiner Damaligen. Und auch ihre äußerliche Ruhe bildet einen Schwarzweißkontrast zu meinem früheren Verhalten. Age ain´t nothing but a number las ich unlängst in der Zeitung; ich weiß nicht mehr in welchem Zusammenhang.

Heute weiß ich mein Leben richtig zu beurteilen. Die Last, die mich gebückt durch mein greises Leben gehen lassen sollte, erdrückt mich innerlich. Es gibt ja keine Hoffnung mehr. Trotzdem pocht mein altes Herz nach Wiedergutmachung. Ich hatte die Dinge falsch getauft. Als Hintergrundmelodie oder Statistenrolle in eine Klasse mit schlechtem Namen abgeschoben, hatte ich das Wesentliche erstickt, um nun selbst daran zu ersticken. Ich ersticke, ja. Noch sind es zu zügelnde Asthmaanfälle. Zwischendurch erreicht mich wieder Sauerstoff. Doch die Agonie hat begonnen, und der Ausgang ist vorbestimmt.

Damals, als ich Aaliyah kennenlernte, war sie äußerlich auffallend, aber letztlich eine von vielen. Ihre jugendliche Arroganz lernte ich jedoch auf mich zu nehmen. – Sie sitzt immer noch gequält auf der Bank und lebt in Gedanken. – Es war ein wunderschöner Tag, der etwas besonderes an sich hatte. Süßliche Luft geschnitten von gelegentlicher Frische. Ein Klima, das mich in den Süden versetzte. Ich war ehrlich beeindruckt und kindlich erfreut. Ich suchte es zum Ausdruck zu bringen, brachte es aber nur plump zustande. Keinen Moment lang hatte ich die Absicht, Small Talk vom Zaun zu brechen, wie man es von Menschen meines Alters gewöhnt war. Sofort spürte ich, dass sie nicht die Besonderheit nachfühlen konnte, denn sie war ja nicht einmal offen dafür. Ich roch ihren frischen Schweiß. Aaliyah hob ihren Blick, schaute kurz in die Sonne und antwortete mit einem langgezogenen „Ja“ und einem kurzen Lächeln.

Und das ist nur eines der zahlreichen Erlebnisse, die mein jetziges Leben bestimmen, ihr Leben streifen. Bislang bin ich erfolglos. Sie ist zugesperrt.

Aaliyah. Wenn ich sie so dasitzen sehe, völlig in sich gekehrt und einsam, wünsche ich mir, ihr nahe zu sein. Ganz egal, ob als Bruder, Vater, Großvater oder als ihr Mann. Abhängig von der jeweiligen Situation würde ich verschieden auf sie wirken. Vielleicht auch nur als alter, an der weiblichen Jugend erfreuter Greis eine Parabel zum Besten geben. Ich bin niemals jemand gewesen, der behauptet, genau zu wissen, was eine Frau braucht. Über solche Dinge dachte ich nie nach. Bei Aaliyah ist es neu. Ich habe das Gefühl durch ihr Verhalten, durch ihre nicht allzu gefestigte Fassade hindurchsehen zu können. Was sie denkt, steht mir auf den Lippen geschrieben; jedoch spreche ich es nicht aus, da ihre Apathie mich jedes Mal wieder schwächt. Aaliyah schenkte mir den Mut, den ich nie zuvor hatte; und sie nimmt ihn, wann immer sie will. Wann immer sie ist.

Nur einmal hatte ich sie ausgelassen und unbekümmert gesehen. Eine stille Zufriedenheit, keine große Freude umgab sie damals. An der Tür zum Multimedia-Raum beobachtete ich sie unbemerkt. Eine junge Sängerin – mit langem, wild-braunen Haar – stand auf der Bühne und sang aus voller Kehle ihren Schmerz über eine gescheiterte Beziehung hinaus. Aaliyah sang mit halblauter Stimme Wort für Wort in einem klaren, makellosen Englisch mit. Halblaut bedeutete hier, dass sie die Lautstärke der Sängerin erreichte. Sie war total in die Vorstellung versunken. Es war ein inspirierendes Duett. Die eigene Stimme der Lady on Stage im Einklang mit Aaliyahs Worten, die nicht den Akzent der Künstlerin zu imitieren suchten. Ich verliebte mich in dieses Bild. Bei aller Ernsthaftigkeit und anklagender Brutalität dieses Liedes war Aaliyah entspannt und zu einem gewissen Grad verspielt. Sie beobachtete singend die Künstlerin und ließ sich besonders von ihren öffnend-schließenden Nüstern einlullen. Dabei spielte sie selbst mit ihrer Nase. Es war das einzige Mal, dass ich sie so erlebte: Sie genoss ohne Vorsicht und lebenshungrig. Nach dem Lied bedankte sich die Kanadierin mit einem „Thank you – Danke.“ und Aaliyah quiekte und sprach zu sich selbst: „Wie ein Pilot über Lautsprecher, der den Passagieren seine Seriosität und Professionalität verkaufen möchte!“ Es war das einzige Mal, dass wir zusammen lachten; ich musste lediglich Acht geben, dass sie mich nicht bemerkte.

Sie springt lustlos von der Bank und geht auf und ab, ihre Arme mitschwingend, bis sie mich auf meinem Balkon entdeckt. Ich lächele sie an; sie reagiert etwas verlegen, lächelt aber erzwungen zurück. Aha – heute könnte sie mich also in der Luft zerfetzen. So beschließe ich meinen Mantel und meine Zigaretten zu packen, um ihr einen Spaziergang anzubieten.

Mit zwei Kaffees nähere ich mich vorsichtig. Sie läuft nun ziemlich schnell auf und ab; dann bemerkt Aaliyah mich, mustert mich von oben bis unten und bleibt schweigend stehen. Sie schaut entnervt weg und zieht die frische Luft hinein, als ob diese ihr die nötige Geduld liefern könnte. Die kühle Frische hat ihr eine königliche Blässe ins Gesicht gezaubert, die umrahmt von der Dunkelheit ihrer Garderobe besonders leuchtet. Ihre Nase ist rot angehaucht. Sie liebt Kaffee und kann ihn sichtlich gut gebrauchen. So gehe ich bestimmt auf sie zu, halte ihr den Kaffee unter die Nase – ach, wie genüsslich sie einmal den Duft einatmete, als er aus der Küche lugte – und sage so harmonisch wie möglich: „Ein Kaffee im Tausch gegen einen kleinen Spaziergang, Madame?“ Kurz flammt ein Lächeln auf; mit der linken Hand durch ihr Gesicht streichend versucht sie es zu verbergen. Dann lächelt sie den Kopf leicht schüttelnd wieder, und scheinbar unterdrückt sie sogar ein Lachen. Sie schnappt sich bestimmt einen Kaffee und marschiert in schnellem Gang voraus. Ich folge ihr mit einem kleinen Abstand. Sie nippt vorsichtig am Kaffee und spielt mit dem Gestrüpp der Büsche. Aaliyah spielt nicht gerne die Betreuerin; viel zu anstrengend ist es für sie mit den alten Herrschaften Gespräche zu führen, da sie noch nicht einmal privat viel aus sich heraus geht. Ich habe ihr klar gesagt, dass ich sie nicht als Gesellschafterin brauche. Sie fühlt sich in meiner Gegenwart nicht dazu verpflichtet, irgendetwas daherzuplappern.

Sie summt die Humoreske Dvoraks, schlürft und atmet tief ein. Dabei bewegt sie ihren Kopf im Rhythmus. Die Humoreske erinnere sie an Kafka. Ein heiteres Musikstück soll an diese Person erinnern; ich kann es nicht nachvollziehen, aber ich habe auch keinen Draht zu Kafka.
„Damals trug ich die weiße Seidenbluse ...“, sie dreht sich um und lächelt gedankenverloren. „Kennst du das? Man sieht ein Bild, welches gleich das Wort Schönheit als Assoziation hervorruft. Ich .. ähm.. in meiner frühen Jugend wollte ich sodann immer das entscheidende Attribut besitzen. Es war ein schwarzer, herausgeputzter Mann mit einem weißen ... Seidenhemd.“ Dabei verlangsamte sie ihre Sprechgeschwindigkeit stetig. Sie lächelt, greift nach einem sattgrünen Blatt, um es liebevoll zu streicheln. „Die Glätte und auch die Kühle dieses Gewebes verschlucken das Weiche ... beim Tragen. So fasst man es gerne an.“ Sie taucht ihr Gesicht in das buschige Meer von Blättern. „Aber wenn man es trägt ...“ Sie taucht wieder auf und lässt ihre Hände durch die Wellen gleiten. „ ...dann geht das Schönste verloren.“ Sie schaut mich grübelnd an, dann fragend: „Worauf wollte ich nur hinaus? Moment ...“ Leicht erhebt sie ihren Arm, ein Moment des Findens und sie atmet wieder aus. „Na ja, früher wollte ich alles, was mir gefiel, kopieren ... wollte genauso schön sein ... griff leider nur nach einzelnen Komponenten .. und war dann enttäuscht, wenn ich dann nicht die komplette Schönheit erreichte .. oder hatte.“ Ich habe kaum Gelegenheit mich dazu zu äußern. „Das Gesamtbild war schön und ich griff immer nur einen Teil heraus ... hm.“ Sie wirft den halbvollen Becher in einen Müllbehälter und schlägt vor: „Lass uns zum See laufen!“

Das tut sie jedes Mal. Zunächst bietet sie Eintritt in ihre Gedankenwelt und lässt mich dann stehen. Ok, wie du willst, wir gehen zum See. Es ist nicht schlimm, wenn sie von sich erzählt, auch nicht schlimm, wenn sie mich als Spiegel benutzt. Doch habe ich genug von dieser statischen Passivität. In unserer Beziehung ist sie die Herrin. Und sonst ist sie still und verschlossen; nahezu misstrauisch. Thea sieht sie nicht mehr, da sie sich davor fürchtet, den ersten Schritt zur Versöhnung zu gehen. Einfach so abgebrochen, eine jahrelange Freundschaft.

Eine kühle Brise weht durch die Pflanzeninseln dieses Sees. Aaliyah nähert sich diesem, erspäht eine in einer Wasserpfütze stehende Bank und setzt sich prompt. Zig Male habe ich überlegt, wie ich zu ihr durchkommen könnte. Zig Male es dabei belassen. Nun, da wir schon einmal hier sind. Ein Handy besitzt sie nicht. Das Seeufer befindet sich einige Fußschritte vor mir. Ich simuliere einen Herzanfall und lasse mich so authentisch wie mir möglich fallen. Unerwartet und schnell. Kurz darauf sterbe ich und liege wie ein Hund auf Kommando tot da. Erst sieht es so aus, als ob Aaliyah mir helfen möchte. Jedoch bleibt sie stehen und beobachtet mich. Nach noch bescheidener Bedenkzeit schreitet sie näher, mustert mich von oben und beugt sich endlich zu mir nieder. „Es ist keiner da; wie soll ich dir helfen?“ Kein Schock, kein Schrecken und nicht einmal Aufregung. Sie schaut auf den See und stimmt Verdis Requiem an; ich spüre meine ewige Beerdigung auf mich heruntertröpfeln.

 
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Ok,
da du diesen Text für eine Bewerbung verwenden willst,
bin ich mal etwas schonungslos ehrlicher als sonst(hehe, als in der letzten Zeit ) und spar mir auch übliche Platitüden, sondern lege direkt los:
Ich weiss ja nicht, ob es an mir liegt, aber nachdem ich mir die Kurzgeschichte ausgedruckt und den Bleistift zur Hand genommen habe, füllte sich dein Text so langsam aber stetig mit Fragezeichen. Ein paar dieser Satzzeichen konnte ich nach nochmaligem Lesen wieder( unsicher, aber wenigstens sinnhaft ) entfernen, ein paar blieben stehen.
Die immer wieder auftauchende Tempi-wechsel machen es dem Leser auch nicht immer einfach,
z.B kann ich nicht verstehen, warum hier

Es war ein schwarzer, herausgeputzter Mann mit einem weißen ... Seidenhemd.“ Dabei verlangsamte sie ihre Sprechgeschwindigkeit stetig.

plötzlich wieder Präteritum steht.

Ich weiss nicht, wie oft ich die ersten beide Absätze jetzt schon durchgelesen habe; jedes Mal wenn ich glaube, eine eindeutige Verbindung zu dem weiteren Text erkannt zu haben, entdecke ich weitere, mögliche Interpretationen.
Andererseits habe ich mir einmal vorgestellt, den Text ohne den ersten Abschnitt zu lesen. Es jetzt natürlich schwierig zu sagen, aber ich glaube, für mich hätte sich der Text nicht wirklich großartig verändert.
Aber sie sind interessant, nur schwer zu entschlüsseln.

Im dritten Abschnitt halte ich die Formulierung

Ob ihr Grad der Versunkenheit hoch genug war,
für nicht besonders gelungen. Klingt mir etwas zu aufgesetzt.

Und hei diesem Satz im nächsten Abschnitt

Ihre Art zu leben, steht konträr zu meiner Damaligen
glaube ich sogar, dass dir ein kleiner Fehler unterlaufen ist.
Wenn du Damaligen groß schreibst, so dachte ich zuerst an seiner damaligen Frau bzw. Freundin oder sowas.
Aber ich vermute, du meinst "damaligen Art" und auch wenn "Art" nicht mehr explizit hinter damaligen steht, so muss "damaligen" klein geschrieben werden.

Sie beobachtete singend die Künstlerin und ließ sich besonders von ihren öffnend-schließenden Nüstern einlullen.

Hmmm. Hat sich Alanis so verausgabt, dass ihr Atmen pferdegleich erscheint? ;)
Ne, ich kenn mich da nicht so aus, habe jedenfalls etwas gestutzt, als ich das las.

Und noch eine letzte Formulierung fiel mir gleich beim ersten Mal lesen auf:

Man sieht ein Bild, welches gleich das Wort Schönheit als Assoziation hervorruft. Ich .. ähm.. in meiner frühen Jugend wollte ich sodann immer das entscheidende Attribut besitzen.

Zumindest den ersten Satz würde ich wirklich umschreiben. Warum so umständlich formulieren, wenn es viel leichter geht?

Scusa, dass ich dir so auf die Schnelle nichts mehr Brauchbares sagen kann, aber die Uhr tickt so langsam gegen Mitternacht. Außerdem gibt es an der Geschichte auch nicht so wirklich viel zu kritisieren( im negativen Sinne ).
Nun, morgen nehme ich mir den Text noch einmal vor. Das war halt mein erster Eindruck.

Achso, die 1.Überarbeitung ist wirklich besser als die Urform.

 

Muss mich für Mathe mit Schachbrettern rumschlagen:

Ein Springer ist von einem Feld des Schachbretts aus gestartet, hat eine gewisse Anzahl von Zügen gemacht und ist zu seinem Ausgangsfeld zurückgekehrt. Warum ist die Anzahl seiner Züge eine gerade Zahl?

Jetzt muss man eine intelligent-mathematisch-klingende Antwort finden. Und irgendwie muss es ja auch zur Vorlesung passen, denke ich mir jedenfalls (habe nur keine Lust in die Vorl. zu gucken...

Nun ja, ich setze mich heute Nacht an die Geschichte. Der dauernde Zeitenwechsel ist auch mir unangenehm aufgefallen. Wenn da noch Fehler sind oder Du Vorschläge hast, dann her damit!

Und sonst werde ich versuchen herauszuarbeiten, was der Anfang mit dem Schluss zu tun hat. Denn der Anfang ist schon wichtig. Jedenfalls in meinen Schachbrett-geblendeten Augen. Naja, wenigstens hat jetzt mein bei Ebay ersteigertes Schachbrett endlich Verwendung gefunden...

Und die Fehler verbessere ich dann auch heute Nacht. Irgendwann heute Nacht...

 

Setze heute nicht mehr noch eine Version rein, schaffe ich nicht. Aber morgen dann. Der Anfang muss unbedingt nochmal umgeschrieben werden.

 

Die Schachfiguren sind wie Drucklettern, die Gedanken in eine Form bringen; und obwohl diese Gedanken einen visuellen Eindruck auf dem Schachbrett hinterlassen, äußert sich ihre Schönheit abstrakt, wie in einem Gedicht.

Marcel Duchamp


Mein Beitrag erstmal zu Deinem Schachproblem. :)

Aaliyah hab ich nun schon mal gelesen (schöne Geschichte...). Da es aber nicht so einfach ist, Deine gewohnt anspruchsvollen Texte zu bewerten (bräuchte wahrscheinlich ne gute Stunde dazu), verschieb ich das mal noch bis morgen. Jetzt muss ich erstmal schlafen gehn. :sleep:

bis dann

 
Zuletzt bearbeitet:

2. Überarbeitung:

Aaliyah


Auf WDR lief heute eine Sendung über einen kanadischen Pianisten. Es wurde von einem penetranten Rauschen übertönt. Meine Nerven tanzten wild zu den Nebengeräuschen, die dem eigentlichen Programm die Show stahlen. Mein unterdrückter, innerer Lärm wurde hochgepeitscht. Kein Lauterdrehen half. Der Fernseher war schon alt. Er lamentierte mit mir gemeinsam über die Nebenwirkungen.

Ich lasse das Blatt mechanisch sinken, schaue ins Freie und nehme zittrig meine Lesebrille ab. Die Bilanz eines langen, gottlosen Lebens. Vor zwanzig Jahren trieb mich die Unruhe, die sich in mir einnistete, zum Tagebuch schreiben. Aber nur auf losen Blättern. Ich wollte mich nicht binden und halten lassen. Verstreut in alle vier Winde. Der Ausdruck gewann zunehmend eine andere Bedeutung.

Zu Anfang schuf es einen Ausgleich. Irgendwann ließ die Wirkung nach. Dann, als mein Körper den blinden Aktivismus nicht mehr mitmachte. Seit fünf Jahren versinke ich in Lethargie. Und ziehe dabei wieder und wieder einen Schlussstrich. Weder das Zwitschern der Vögel noch die Kraft der Felsen haben mir jemals zugeflüstert; weder das Zischen meiner vertrockneten Zimmerpflanze noch die Wärme eines kalten Winterabends brachten mich zum Anhalten. Ich hatte es so wie die große Masse eingerichtet: Fast living, hard dying. Ich schnalze mit der Zunge und schüttle meinen Kopf.

Da sitzt sie. Ich habe sie nicht kommen sehen, obwohl sie bestimmt dagestanden und überlegt hatte, ob sie meine Anwesenheit in Kauf nehmen sollte. Ob sie so sehr mit sich selbst beschäftigt war, um sich nicht an meinen Blicken zu stören. Aber vielleicht war es nicht so gewesen; vielleicht war sie, ohne ihren winzigen Kopf zu heben, zur Bank gelaufen. Die Turnschuhe auf der Sitzfläche, ihr rundes Kinn auf den Knien und ihre Arme gekreuzt um die Beine geschlungen. So sitzt sie da und schaut ins Leere. Unberührt schön und berührt von allem. Die Hilflosigkeit, die mich angesichts dessen übermannt, ist bedrückend. Immer wieder.

Ihre Art zu leben, steht konträr zu meiner damaligen. Und auch ihre äußerliche Ruhe bildet einen Schwarzweißkontrast zu meinem früheren Verhalten. Age ain´t nothing but a number las ich unlängst in der Zeitung; ich weiß nicht mehr in welchem Zusammenhang.

Heute weiß ich mein Leben richtig zu beurteilen. Schnell hatte ich zu nehmen gewusst. Die Last, die mich gebückt durch mein greises Leben gehen lassen sollte, erdrückt mich innerlich. Es gibt ja keine Hoffnung mehr. Trotzdem pocht mein altes Herz nach Wiedergutmachung. Ich hatte die Dinge falsch getauft. Als Hintergrundmelodie in eine Klasse mit schlechtem Namen abgeschoben, hatte ich das Wesentliche erstickt, um nun selbst daran zu ersticken. Ich ersticke, ja. Noch sind es zu zügelnde Asthmaanfälle. Zwischendurch erreicht mich wieder Sauerstoff. Doch die Agonie hat begonnen, und der Ausgang ist vorbestimmt.

Damals, als ich Aaliyah kennenlernte, war sie äußerlich auffallend, aber letztlich eine von vielen. Ihre jugendliche Arroganz lernte ich verständnisvoll auf mich zu nehmen. – Sie sitzt immer noch gequält auf der Bank und lebt in Gedanken. – Es war ein wunderschöner Tag, der etwas besonderes an sich hatte. Süßliche Luft geschnitten von gelegentlicher Frische. Ein Klima, das mich in den Süden versetzte. Ich war ehrlich beeindruckt und kindlich erfreut. Ich suchte es zum Ausdruck zu bringen, brachte es aber nur plump zustande. Keinen Moment lang hatte ich die Absicht, Small Talk vom Zaun zu brechen, wie man es von Menschen meines Alters gewöhnt war. Sofort spürte ich, dass sie nicht die Besonderheit nachfühlen konnte, denn sie war ja nicht einmal offen dafür. Ich roch ihren frischen Schweiß. Aaliyah hob ihren Blick, schaute kurz in die Sonne und antwortete mit einem langgezogenen „Ja“ und einem kurzen Lächeln.

Und das ist nur eine der zahlreichen Erlebnisse, die mein jetziges Leben bestimmen und ihr Leben streifen. Bislang bin ich erfolglos. Sie ist zugesperrt.

Aaliyah. Wenn ich sie so dasitzen sehe, völlig in sich gekehrt und einsam, wünsche ich mir, ihr nahe zu sein. Ganz egal, ob als Bruder, Vater, Großvater oder als ihr Mann. Abhängig von der jeweiligen Situation würde ich verschieden auf sie wirken. Vielleicht auch nur als alter, an der weiblichen Jugend erfreuter Greis eine Parabel zum Besten geben. Ich bin niemals jemand gewesen, der behauptet, genau zu wissen, was eine Frau braucht. Über solche Dinge dachte ich nie nach. Bei Aaliyah ist es neu. Jetzt kann ich mich frei machen für den Lauf meiner Kopfgeburten; ich bin offen. Ich habe das Gefühl durch ihr Verhalten, durch ihre nicht allzu gefestigte Fassade hindurchsehen zu können. Was sie denkt, steht mir auf den Lippen geschrieben; jedoch spreche ich es nicht aus, da ihre Apathie mich jedes Mal wieder schwächt. Aaliyah schenkte mir den Mut, den ich nie zuvor hatte; und sie nimmt ihn, wann immer sie will. Nein, wann immer sie ist.

Nur einmal hatte ich sie ausgelassen und unbekümmert gesehen. Eine stille Zufriedenheit, keine große Freude umgab sie damals. An der Tür zum Multimedia-Raum beobachtete ich sie unbemerkt. Eine junge Sängerin – mit langem, wild-braunen Haar – stand auf der Bühne und sang aus voller Kehle ihren Schmerz über eine gescheiterte Beziehung hinaus. Aaliyah sang mit halblauter Stimme Wort für Wort in einem klaren, makellosen Englisch mit. Halblaut bedeutete hier, dass sie die Lautstärke der Sängerin erreichte. Sie war total in die Vorstellung versunken. Es war ein inspirierendes Duett. Die eigene Stimme der Lady on Stage im Einklang mit Aaliyahs Worten, die nicht den Akzent der Künstlerin zu imitieren suchten. Ich verliebte mich in dieses Bild. Bei aller Ernsthaftigkeit und anklagender Brutalität dieses Liedes war Aaliyah entspannt und verspielt. Sie beobachtete singend die Künstlerin und ließ sich besonders von ihren öffnend-schließenden Nüstern einlullen. Dabei spielte sie selbst mit ihrer Nase. Es war das einzige Mal, dass ich sie so erlebte: Sie genoss ohne Vorsicht und lebenshungrig. Sie war offen für Außenreize. Nach dem Lied bedankte sich die Kanadierin mit einem „Thank you – Danke.“ und Aaliyah quiekte und sprach zu sich selbst: „Wie ein Pilot über Lautsprecher, der den Passagieren Seriosität und Professionalität verkaufen möchte!“ Es war das einzige Mal, dass wir zusammen lachten; ich musste lediglich Acht geben, dass sie mich nicht bemerkte.

Sie springt lustlos von der Bank und geht auf und ab, ihre Arme mitschwingend, bis sie mich auf meinem Balkon entdeckt. Ich lächele sie an; sie reagiert etwas verlegen, lächelt aber gezwungen zurück. Aha – heute könnte sie mich also in der Luft zerfetzen. So beschließe ich meinen Mantel und meine Zigaretten zu packen, um ihr einen Spaziergang anzubieten.

Mit zwei Kaffees nähere ich mich vorsichtig. Sie läuft nun ziemlich schnell auf und ab; dann bemerkt Aaliyah mich, mustert mich von oben bis unten und bleibt schweigend stehen. Sie schaut entnervt weg und zieht die frische Luft hinein, als ob diese ihr die nötige Geduld liefern könnte. Die kühle Frische hat ihr eine königliche Blässe ins Gesicht gezaubert, die umrahmt von der Dunkelheit ihrer Garderobe besonders leuchtet. Ihre Nase ist rot angehaucht. Sie liebt Kaffee und kann ihn sichtlich gut gebrauchen. So gehe ich bestimmt auf sie zu, halte ihr den Kaffee unter die Nase – ach, wie genüsslich sie einmal den Duft einatmete, als er aus der Küche lugte – und sage so harmonisch wie möglich: „Ein Kaffee im Tausch gegen einen kleinen Spaziergang, Madame?“ Kurz flammt ein Lächeln auf; mit der linken Hand durch ihr Gesicht streichend versucht sie es zu verbergen. Dann lächelt sie den Kopf leicht schüttelnd wieder, und scheinbar unterdrückt sie sogar ein Lachen. Sie schnappt sich bestimmt einen Kaffee und marschiert in schnellem Gang voraus. Ich folge ihr mit einem kleinen Abstand. Sie nippt vorsichtig am Kaffee und spielt mit dem Gestrüpp der Büsche. Aaliyah spielt nicht gerne die Betreuerin; viel zu anstrengend ist es für sie mit den alten Herrschaften Gespräche zu führen, da sie noch nicht einmal privat viel aus sich heraus geht. Ich habe ihr klar gesagt, dass ich sie nicht als Gesellschafterin brauche. Sie fühlt sich in meiner Gegenwart nicht dazu verpflichtet, irgendetwas daherzuplappern.

Sie summt die Humoreske Dvoraks, schlürft und atmet tief ein. Dabei bewegt sie ihren Kopf im Rhythmus. Die Humoreske erinnere sie an Kafka. Ein heiteres Musikstück soll an diese Person erinnern; ich kann es nicht nachvollziehen, aber ich habe auch keinen Draht zu Kafka.
„Damals trug ich die weiße Seidenbluse ...“, sie dreht sich um und lächelt gedankenverloren. „Kennst du das? Man sieht ein Bild, von dessen Schönheit du gleich überwältigt bist. Ich .. ähm.. früher wollte ich sodann immer das entscheidende Attribut besitzen. Es war ein schwarzer, herausgeputzter Mann mit einem weißen ... Seidenhemd.“ Dabei verlangsamt sie ihre Sprechgeschwindigkeit stetig. Sie lächelt, greift nach einem sattgrünen Blatt, um es liebevoll zu streicheln. „Die Glätte und auch die Kühle dieses Gewebes verschlucken das Weiche ... beim Tragen. So fasst man es gerne an.“ Sie taucht ihr Gesicht in das buschige Meer von Blättern. „Aber wenn man es trägt ...“ Sie taucht wieder auf und lässt ihre Hände durch die Wellen gleiten. „ ...dann geht das Schönste verloren.“ Grübelnd schaut sie mich an, dann fragend: „Worauf wollte ich nur hinaus? Moment ...“ Leicht erhebt sie ihren Arm, ein Moment des Findens und sie atmet wieder aus. „Na ja, früher wollte ich alles, was mir gefiel, kopieren ... wollte genauso schön sein ... griff leider nur nach einzelnen Komponenten .. und war dann enttäuscht, wenn ich dann nicht die komplette Schönheit erreichte .. oder hatte.“ Ich habe kaum Gelegenheit mich dazu zu äußern. „Das Gesamtbild war schön und ich griff immer nur einen Teil heraus ... hm.“ Sie wirft den halbvollen Becher in einen Müllbehälter und schlägt vor: „Lass uns zum See laufen!“

Das tut sie jedes Mal. Zunächst bietet sie Eintritt in ihre Gedankenwelt und lässt mich dann stehen. Ok, wie du willst, wir gehen zum See. Es ist nicht schlimm, wenn sie von sich erzählt, auch nicht schlimm, wenn sie mich als Spiegel benutzt. Doch habe ich genug von dieser eingefrorenen Passivität. In unserer Beziehung ist sie die Herrin. Und sonst ist sie still und verschlossen; nahezu misstrauisch. Thea sieht sie nicht mehr, da sie sich davor fürchtet, den ersten Schritt zur Versöhnung zu gehen. Einfach so abgebrochen, eine jahrelange Freundschaft. So ängstlich stand sie jeglichem Tun gegenüber.

Eine kühle Brise weht durch die Pflanzeninseln dieses Sees. Aaliyah nähert sich ihm, erspäht eine in einer Wasserpfütze stehende Bank und setzt sich prompt. Zig Male habe ich überlegt, wie ich zu ihr durchkommen könnte. Wie ich sie durchschütteln könnte. Zig Male es dabei belassen. Nun, da wir schon einmal hier sind. Ein Handy besitzt sie nicht. Das Seeufer befindet sich einige Fußschritte vor mir. Ich simuliere einen Herzanfall und lasse mich so authentisch wie mir möglich fallen. Unerwartet und schnell. Kurz darauf sterbe ich und liege wie ein Hund auf Kommando tot da. Erst sieht es so aus, als ob Aaliyah mir helfen möchte. Jedoch bleibt sie stehen und beobachtet mich. Nach noch bescheidener Bedenkzeit schreitet sie näher, mustert mich von oben und beugt sich endlich zu mir nieder. „Es ist keiner da; wie soll ich dir helfen?“ Kein Schock, kein Schrecken und nicht einmal Aufregung. Sie schaut auf den See und stimmt Verdis Requiem an; ich spüre meine endgültige Beerdigung auf mich zart heruntertröpfeln.

 

„Damals trug ich die weiße Seidenbluse ...“, sie dreht sich um und lächelt gedankenverloren. „Kennst du das? Man sieht ein Bild, von dessen Schönheit du gleich umgehauen bist. Ich .. ähm.. früher wollte ich sodann immer das entscheidende Attribut besitzen. Es war ein schwarzer, herausgeputzter Mann mit einem weißen ... Seidenhemd.“ Dabei verlangsamt sie ihre Sprechgeschwindigkeit stetig. Sie lächelt, greift nach einem sattgrünen Blatt, um es liebevoll zu streicheln. „Die Glätte und auch die Kühle dieses Gewebes verschlucken das Weiche ... beim Tragen. So fasst man es gerne an.“ Sie taucht ihr Gesicht in das buschige Meer von Blättern. „Aber wenn man es trägt ...“ Sie taucht wieder auf und lässt ihre Hände durch die Wellen gleiten. „ ...dann geht das Schönste verloren.“

Schön. Viel besser als vorher.
Nur...statt "umgehauen" würde ich dir vielleicht "überwältigt" anbieten?

Wie ich den Anfang finde, sage ich dir, nachdem ich bewiesen habe, warum idempotente Ringe immer kommutativ sein müssen...

 

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