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Über die Wahrheit einer modernen Beziehung

Yva

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18.01.2001
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83

Über die Wahrheit einer modernen Beziehung

"Hör mal, ich glaub, der Stefan fand Dich gestern Abend ganz toll."
"Wieso?"
"Na, er wurde immer so nervös, wenn Du in seiner Nähe warst. Ich hab das beobachtet."
"Wirklich?"
"Ja, die Blicke galten eindeutig Dir. Er hat ganz schön mit den Blicken geflirtet."
"Okay, ich geb's zu. Ich hab's ja genossen."
"Und bin ich Dir noch wichtig?"
"Ja, natürlich. Du bist mir sogar viel wichtiger. So einen Flirt braucht man halt ab und zu. Außerdem war die Sache mit Dir und Sandra auch nicht ganz ohne. Es sah ganz so aus als himmele sie Dich an, und als Du ihr dann auch noch die Blume aus der Tischvase geschenkt hast..."
"Aber Du, Du hast dich ja auch prima bei Stefan an gekuschelt."

Stille kehrt zwischen dem Paar ein.

"Ich muss Dir was gestehen."
"Ich Dir auch."
"Du zuerst!"
"Gut... ich bin lesbisch."
"Ha, das glaub ich nicht. Ich bin schwul!"
"Tja, deswegen liebe ich Dich ja."
"Ja, deswegen liebe ich Dich auch."

 

Tagchen,

ich möchte nicht zu grob klingen, aber was willst du uns mit dem Textchen sagen? Dass man von heute auf morgen ganz plötzlich schwul wird? Und über die Wahrheit einer modernen Beziehung hast du auch kein Wort verloren. Nichts für ungut, aber das war wohl nichts.

Gruß,
Poncher

 

das finde ich eigentlich auch. Aber ein Freund hat mich überredet, es trotzdem einmal zu versuchen, nur um zu sehen, was für Reaktionen kommen...

tut mir leid...

 

Ich kann mich Poncher absolut nicht anschließen.

Ich finde die Geschichte hat was.
Etwas spezielles, was ich nicht beschreiben kann.
Ein Stück Wahrheit, gemischt mit dem Gefühl von "Ja! Das ist es!".
Sehr interessant und mit einer exzellenten Pointe.

 

Etwas spezielles, was ich nicht beschreiben kann.
Ein Stück Wahrheit, gemischt mit dem Gefühl von "Ja! Das ist es!".
Was du suchst, muß lauten: Nichts!

Sehr interessant und mit einer exzellenten Pointe.
Pointe? Wo? Meinst du die letzten zwei Zeilen?

 

Hallo Yva!

Wahrlich etwas seltsam, Dein Dialog. ;)
Es scheint sich bei dem Paar wohl um eine platonische Liebe zu handeln? Lieben sich die beiden, weil keiner etwas vom anderen erwartet und sie sich dadurch vertrauen können? Dann sind sie wohl weniger ein richtiges Paar, als vielmehr sehr gute Freunde?

Alles liebe,
Susi

 

Hallo Yva!

Deine Geschichte hat mir nicht schlecht gefallen, aber die Pointe fand ich (negativ) überraschend.
Ich hätte eher erwartet, dass die beiden Gesprächspartner lesbische Frauen sind und dass du eben ausdrücken willst, dass auch "anormale" Beziehungen als normal angesehen werden. Weiß nicht wieso, hat sich für mich irgendwie so angehört. Das hätte ich auch beim Titel erwartet. Denn ich halte es für etwas unrealistisch, dass ein/e Homosexuelle/r sich ins andere Geschlecht verliebt, es sei denn, er wäre bi. Von daher verstehe ich deinen Schluss nicht so ganz.
Oder wie stellst du dir das vor?

Mfg
xka

 

Jaaa, das war so eine Sache, als ich diesen Dialog vor langer Zeit geschrieben hatte. Ich fands witzig, dass man sich die Rollen zuerst umgekehrt denkt (also meint, die Frau wäre der Mann und umgekehrt), weil man sie ja auch nicht sprechen hört.
Zu der "Pointe": naja, ich weiß, dass sich homosexuelle bestimmt kaum in das andere Geschlecht verlieben. Hatte damals nicht darüber nachgedacht. Was ich eigentlich damit sagen wollte, ist, dass sich die Frau so männlich und der Mann so weiblich verhalten, dass sie sich wieder umgekehrt ineinander verlieben... oder so... :shy: ... ich weiß es ja selbst nicht mehr so genau.
Ist halt hoffentlich nur ein Ausrutscher...

 
Zuletzt bearbeitet:

Nichts für Ungut, aber die gehört nach Humor.
"Du, ich bin lesbisch."
"Sach bloß! Ich bin schwul."
"Ich liebe dich!"
"Jahaaa!"
:lol:

Naja, so ungefähr wars doch. :D

tut mir leid...

Na gut... :susp:

Das erste Mal, dass sich jemand für seine geistigen Ergüsse entschuldigt.

 

Servus Yva!

Was mir sehr gut gefiel an dem was du versucht hast ist, dass man erst nach dem zweiten Teil die richtigen Personen den Aussagen des ersten Teils zuordnen kann. Die Beiden müssen jedoch durch die vorangegangene Beobachtung bereits voneinander wissen, sonst geht ja die Rechnung nicht auf und somit ist der zweite Absatz ein wenig zu "aufklärend".

Was mich aber noch interessiert, was um alles in der Welt tut dir leid? Dass eine Idee an dich herangetragen wurde und du sie nach deinen Vorstellungen umgesetzt hast? Hier braucht doch keiner irgendwessen Ansprüche zu erfüllen. Das was du machst ist deines und somit doch in jedem Fall wertvoll.

Lieben Gruß an dich - Eva

 

Vielen Dank für die doch noch teilweise ganz netten Kritiken...

@Eva
Danke, für das kleine Lob. Aber an Deiner Aussage habe ich etwas nicht verstanden:

Die Beiden müssen jedoch durch die vorangegangene Beobachtung bereits voneinander wissen, sonst geht ja die Rechnung nicht auf und somit ist der zweite Absatz ein wenig zu "aufklärend".

was müssen die beiden bereits voneinander wissen? Dass sie homosexuell sind, oder was meinst Du?

Ja, warum es mir leid tut. Ich habe wirklich sehr lange mit mir gehardert, ob ich diese 'Geschichte' wirklich hier bringen soll. Ich möchte ja auch nichts all zu schlechtest von mir geben. Und nach der harten Bewertung von Poncher war ich natürlich sofort wieder verunsichert...
aber naja, es gibt ja immerhin noch ein paar, die auch etwas positives und sogar lustiges daran sehen können...

libbe Jrüße an alle...:D

 
Zuletzt bearbeitet:

Hi Yva,
Wenn man Dein jetziges Alter bedenkt (ich möchte jetzt aber nicht als altklug gelten, so ist das nicht gemeint) und Du den Text "vor langer Zeit" geschrieben hast, wird ein wenig klar, warum Dein Text so ist, wie er ist. Für mich irgendwie ein typisches Beispiel für die Umbruchzeit von der Spätpubertät (das dauernde Beobachten wer-mit-wem) in die Nestbauphase (erste wirklich ernste Geständnisse).

Einen echt guten Gag hätte ich gefunden, wenn sich (jeweils mit einem Augenzwinkern) der Mann als "lesbisch" und die Frau als "schwul" bezeichnet hätten.

 

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