Abstimmungsergebnis zur Challenge "Auf der Mauer stand mit Kreide"

Ergebnis 1 bis 10 von 10
  1. #1
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    Die Geschichte vom armen Mann

    Die Geschichte vom armen Mann


    Es war einmal ein armer Mann, der sehr alleine war und nichts besaß als seine Arbeit und seine Träume. Es war nicht viel, doch glaubte er glücklich zu sein. Tag ein Tag aus verrichtete er seine Arbeit und hing seinen Träumen nach.

    Seine Träume waren Träume, die für andere Menschen normal waren. So träumte er von einem schönen Zuhause oder einmal noch Kanada besuchen zu können. Doch sein größter Wunsch war, eine einfache liebe Frau zu finden, die ihn liebt - egal was er besaß und wie er aussah.

    Er wünschte sich die Frau, die ihm zuhörte, ihn in den Arm nahm wenn es ihm nicht gut ging, ihm Ratschläge oder einfach nur ihren Standpunkt nahe bringen konnte. Die ihm auch mal sagen würde, wo er falsch liegen könnte.
    Eine Frau, die sich auch ihm anvertrauen kann und mit ihm all die Probleme und Sorgen des Alltags besprechen würde. Die Frau, die auch Gefühle entwickeln und vermitteln konnte, wo er spüren könne, ja so fühlt sich wahre Liebe an.

    Im Himmel gab es drei gute Engel, die diese Träume hörten, da der arme Mann sie wie
    ein Gebet zum Himmel schickte und somit die Aufmerksamkeit der drei Engel auf sich
    zog.

    Einer der guten Engel sagte ernst, doch bestimmt: „Wir sollten dem armen Mann
    helfen und Ich weiß auch schon wie ...
    Lasst uns ausschwärmen und die Frau finden, die der Arme Mann sich wünscht.
    Vielleicht erfüllen sich dann seine anderen Träume von selbst.

    So machten sie sich auf die Suche nach der einfachen und lieben Frau. Doch selbst die Engel mussten genau hinsehen um die Richtige zu finden.

    Nach harter Arbeit und einer gewissen Zeit hatten sie diese Frau gefunden.
    Die drei Engel beschlossen, dass der arme Mann glauben sollte, es sei ein
    Wunder geschehen und Sie einigten sich, dass sich die beiden über das Internet
    kennenlernen sollten um sich ohne Vorurteile und Angst näher kommen zu können. Immer wieder schrieben sie sich beflügelte Worte und Sätze und telefonierten bis die Leitung glühte. Umso mehr sie sich erzählten und schrieben, desto mehr kamen sie der Überzeugung nahe, sie hätten sich schon immer gekannt. Und so folgte ein Stein auf den anderen.
    Die Engel beobachteten die beiden mit prüfenden Blicken und waren der festen Überzeugung alles gut gemacht zu haben.

    Nun ja, Engel machen keine Fehler!

    Tage und Wochen vergingen und die beiden hatten sich richtig und innig ineinander verliebt. So sehr, dass der arme Mann all das aufgab, was ihm zuvor wichtig war und richtig schien.

    Er verließ seine Firma und auch noch seine langjährige Heimat.
    Er war so überzeugt davon, im richtigen Moment das Richtige getan zu haben.
    Es sollte ausgeschlossen sein, dass einer von beiden sich irrte und schon gar nicht die Engel.

    Als die beiden sich entschlossen hatten, sich ein eigenes Nest zu bauen, wussten die
    Engel, dass sie ihre Aufgabe erfüllt hatten und schwebten stolz und zufrieden dem Himmel entgegen. Nur haben die beiden einen großen Fehler gemacht. Sie ließen sich vom Stress und der Hektik herunterziehen. Sie vergaßen was sie zusammen geführt hat, nämlich ihr Vertrauen zueinander und ihre Liebe. Doch einer der Engel bemerkte diese gefährliche Stimmung und sagte mahnend: “Ich glaube wir haben etwas übersehen.“

    „Was meinst du mit übersehen? Du weißt ja, Engel machen keine Fehler.“

    „Umso schlimmer ist es ja auch. Ich habe nachgeschaut und wir haben die Vergangenheit der beiden komplett außer Acht gelassen. Wir hätten sie darauf vorbereiten sollen, dass die irdischen Laster sie entzweien können, wenn sie nicht stark genug sind und auch nicht genug Vertrauen haben, ihrer beiden Vergangenheit Herr zu werden. Der Engel sprach besorgt ,,Lasst uns umkehren um zu retten was zu retten ist.“

    Als sie den Blick auf die beiden hatten, sahen und hörten sie, was total falsch lief und waren sehr erschrocken darüber.

    Die Engel beschlossen sich um das Problem zu kümmern. Sie sahen, dass vor allem der arme Mann grosse Probleme hatte dieses neue Glück anzunehmen. Er war nicht soweit, dieses große und einmalige Glück, das ihm geschenkt wurde und wofür er alles aufgab, anzunehmen. In allem sah er nur eines, seine grausame Vergangenheit. Dieses Verhalten ließ ihm stumm wie ein Fisch werden und seine große Liebe verstand sein Verhalten nicht und bohrte noch mehr. Doch er verhielt sich wie ein verletztes Raubtier, fauchend und Zähne fletschend.
    Die Engel steckten Ihre Köpfe zusammen und berieten, wie Sie helfen könnten.

    Da sagte einer der Engel: „Ich glaube, ich habe die Lösung gefunden! Wir machen den armen Mann reich.“ Die anderen murrten: „Warum willst du ihn reich machen? Wir haben doch extra diese Frau für ihn ausgesucht, weil Sie keinen Reichtum braucht!“
    Sprach der Engel: „Nicht in diesem Sinne. Sondern Reich an Glaube an sich selbst, Zuversicht, Hoffnung, Liebe und Vertrauen, Stolz und Selbstbewusstsein.
    Der arme Mann hat ja alles irgendwo verloren, genau diesen Reichtum soll er wieder bekommen''.

    Doch dafür muss er nochmals in eine spezielle Schule gehen, in der er all diese Erfahrungen wieder neu erlernen kann. Wir müssen es so hin bekommen, dass dieser Entschluss von ihm selbst kommt! Er soll spüren und wissen, dass er von dieser Schule nur Gutes lernen kann und es ihm hilft, seine Vergangenheit als Erfahrung zu sehen und nicht als Last. Er soll lernen, wie sich Vertrauen und Glücklichsein anfühlt. Er soll lernen, dass man mit der richtigen Frau an seiner Seite an Problemen auch wachsen wird.
    Er soll lernen, dass die Vergangenheit nur ein Fundament ist, jedoch keine tragende Säule.
    So wird er auch verstehen lernen, was man mit Glauben an sich selbst alles erreichen kann und wie man seinem Leben diese Fülle geben kann, die man braucht um ein glücklicher, zufriedener und stolzer Mann sein zu können.
    Wenn der arme Mann gelernt hat, wie man von guten Lehrern und Mitschülern lernen kann, so wird er ein guter, reicher und stolzer Mann werden.

    Der arme Mann besuchte diese spezielle Schule und es wurde ihm Angst und Bange, doch beschlich ihn auch Neugierde und sein berühmter Forschergeist. Er wollte wissen was sich hinter diesen alten und dicken Betonhaufen verbarg.War es Frust, war es Angst vor Neuem oder die Scham, nach soviel harter Arbeit, doch wieder als armer Mann da zu stehen?
    Man konnte fühlen, wie sein männliches Ego in ihm arbeitete und ihm keine Ruhe ließ. Er arbeitete verbissen an dem neuen und schöneren Leben, doch irgendwas zerstörte permanent seine Hoffnung, es einmal doch schaffen zu können und zu erleben.
    Es waren immer nur Kleinigkeiten, die ihn aus der Bahn schossen.

    Durch das Vertrauen in seine Mitschüler und Lehrer sowie in seine liebevolle Frau, konnte er sich immer wieder motivieren. Nun, es war eine Schule der kleinen Schritte und wer Geduld mit sich selbst und Vertrauen ins System hatte, hatte gute Voraussetzungen, die Schule vorzeitig beenden zu können.

    So ist diese Geschichte eine Hommage an einen Menschen der alles verlor, aber sich auch alles wiederholte und vielleicht wird er einmal ein glücklicher, zufriedener und stolzer Mann sein. Es soll uns sagen, dass nicht die materiellen Reichtümer wichtig sind, sondern die, die man nicht kaufen kann.

    Einen besonderen Dank an meine liebevolle Frau, die Mitschüler und Lehrer.

    Ja, ich will, ein guter, reicher und stolzer Mann werden!





    Dazu passend:

    Wer glaubt, alles erreicht und getan zu haben, hat aufgehört, etwas zu werden!

    Socrates

  2. #2
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    Aktuelles Buch: Sudoku

    Hallo, Herr Meilenstein,

    herzlich willkommen hier!


    Ernst gesagt, ich fand diese Geschichte "unglaublich" (Satire auf Kirche) lustig. Dann ging ich wiederholt zu "Unterthemen" und fand nur "Philosophisches, Seltsam, Sonstiges" vor.

    Deine inhaltlichen Fehler, Schwachpunkt: der Erzähler oder auf der Sprache der Narrotologie die Erzählerinstanz!!!!!


    In dieser Geschichte berichtet er von einem Mann, der glücklich ist und Träume hat, z.B. ein Traum von einer Frau, mit der er über seine Probleme sprechen kann, also über sein unglückliches Dasein. Also, der arme Mann ist doch unglücklich! War das absichtlich so?

    Der Erzähler berichtet vom armen Mann in der dritten Person und zum Schluß stellte sich heraus, dass diese Person, von der der Erzäher in der dritten Person berichtet hatte, der Erzähler selbst ist. Hat der Erzähler/der arme Mann einer Persönlichkeitsspaltung? War das absichtlich so?

    Wenn man diese und weitere Momente so nimmt, wie sie sind, so könnte man es als eine super "bescheuerte" GEschichte verstehen, in guten Sinne des Wortes.

    Ansonst klingt es mehr nach einer schlechten Predigt eines unaufmerksamen Priester am späten Sonntag irgendwann in einer späten Augustwoche...

    Trotzdem diese Kalauer gerne gelesen...

    PS Ach ja, mein Nachtrag zum Titel der KG. Man hätte diese Geschichte auch "Die Geschichte des armen Mannes" nennen können, laut der letzten Zeilen der KG...
    Geändert von Herr Schuster (10.01.2017 um 17:46 Uhr)

  3. #3
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    Aktuelles Buch: Perverse Peitschenexzesse blutjunger Nonnenschülerinnen :D

    Hallo und Herzlich Willkommen im Kreise der Wortkrieger, Meilenstein!

    Ein Blick in dein Profil verrät mir, dass du hier bist, ich zitiere: " Weil ich gut und gerne schreibe wie Kurzgeschichten und Gedichte."
    Nun ja, dass du gerne schreibst, ist eine Motivationsfrage, die ich gar nicht anzweifeln möchte.
    Dass du gut schreibst, stellt allerdings eine qualitative Beurteilung dar, die man vielleicht nicht unbedingt über sich selbst treffen, sondern eher unvoreingenommenen Dritten überlassen sollte - es sei denn, man ist schon sehr von sich selbst überzeugt.

    Kommen wir daher mal zu deiner Geschichte.
    In sprachlicher Hinsicht ist deine Wortwahl relativ eintönig. Du wiederholst dich auch sehr häufig in deinen Formulierungen. In den ersten vier Zeilen kommt beispielsweise fünf mal (!) der Begriff Träume/träumte vor.
    Wenn deine Geschichte von einem Mann, einer Frau und drei Engeln handelt, musst du nicht wirklich jedes Mal der "arme" Mann schreiben. Das klingt irgendwann ja fast schon wie eine Persiflage.

    In dem Text tauchen leider immer mal wieder so kleine Stolpersteine auf, die für meinen Geschmack recht skurril wirken. Wieder ein Beispiel:
    Der arme Mann besuchte diese spezielle Schule und es wurde ihm Angst und Bange, doch beschlich ihn auch Neugierde und sein berühmter Forschergeist. Er wollte wissen was sich hinter diesen alten und dicken Betonhaufen verbarg.War es Frust, war es Angst vor Neuem oder die Scham, nach soviel harter Arbeit, doch wieder als armer Mann da zu stehen?
    Man konnte fühlen, wie sein männliches Ego in ihm arbeitete und ihm keine Ruhe ließ.
    Wieso "berühmter" Forschergeist? Du hast nirgends seinen Forschergeist erwähnt. Das klingt so, als würde ich über meine Person schreiben: "Wie ihr ja alle wisst, trinke ich gerne Apfelsaft." Nee, das wisst ihr eben nicht - weil ich es euch vorher nicht gesagt habe!
    Was für ein "dicker und alter Betonhaufen"? Meinst du damit das Schulgebäude? Und was sich "dahinter" verbirgt? Im Zweifel eine Straße und ein Parkplatz. Ich weiß (glaube ich), was du meinst - aber dennoch passt diese Formulierung nicht.
    Bezieht sich sein "männliches" Ego auf seinen Ehrgeiz? Ich glaube (hoffe!) nicht, dass du damit andeuten willst, dass man schon ein männliches Ego braucht, um sein Wissen zu erweitern und zu lernen. Mit dieser Formulierung stigmatisierst du jedenfalls (gewiss ungewollt!) gleichzeitig Männer und Frauen - auch ne Leistung!

    Ok - das ist jetzt nur ein kleiner Exkurs in die sprachlichen Gefilde. Von der Handlung her wirkt deine Story - obgleich sie ja eine sehr positive und optimistische Nachricht transportiert - leider weniger wie ein philosophischer oder seltsamer Text, sondern eher wie ein Märchen, dass sich nicht entscheiden kann, für welche Altersgruppe es gedacht ist.

    Auch die Quintessenz am Ende liest sich wie die Weisheit aus einem Abreiss-Kalender oder etwas, dass man in ein Poesiealbum schreiben würde. Das ist ja nichts schlechtes - nur wirkt es unterm Strich wie eine recht naive Binsenweisheit. Verstärkt wird dieser Eindruck zusätzlich durch das Zitat am Ende.

    Einen besonderen Dank an meine liebevolle Frau, die Mitschüler und Lehrer.

    Ja, ich will, ein guter, reicher und stolzer Mann werden!
    Ist das jetzt noch Teil der Geschichte? In dem Fall irritiert mich der Wechsel der Erzählperspektive. Falls es eine persönliche Widmung sein soll, gehört die in einen separaten Post und nicht in den Geschichtstext hinein.

    So, Meilenstein - das war jetzt meine Kritik zu deinem Erstlingswerk hier. Die war nicht besonders positiv. Ich überlasse es deinem Urteil, ob du sie als Verisss abtust, als konstruktive Anmerkung bewertest und wie du mit ihr umgehst.

    In jedem Fall kann ich als Resümee für mich persönlich feststellen, dass deine Geschichte eine gute Seele hat, die Schale jedoch nicht ganz so überzeugend ist.

    In diesem Sinne viele Grüße
    EISENMANN


    @Herr Schuster

    Es überrascht mich sehr, dass diese KG noch nicht "zu Tode" kritisiert wurde.
    Hast du das denn immer noch nicht begriffen, wie dieses Forum hier funktioniert? Ganz sicher werde ich mir nicht (mehr) die Mühe machen, es dir zu erklären!
    Geändert von Eisenmann (10.01.2017 um 18:57 Uhr)

  4. #4
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    Hallo Herr Schuster,

    ich danke Ihnen recht herzlich, für Ihre konstruktive Zensur meiner Gesichte, die erste aber nicht die letzte. Den ersten Teil Ihrer Meinung fand ich durchaus für positiv, die zweite Nachricht eher für unpersönlich und Verständnislos, einen neuen Mitglied gegenüber.

    Ich wünsche Ihnen trotzdem alles Gute für die Zukunft.

    Mit freundlichen Gruß

    Meilenstein

  5. #5
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    Hallo @Meilenstein,

    als ebenfalls recht neues Mitglied von mir erst ein herzliches Willkommen und dann als Anmerkung zu

    Den ersten Teil Ihrer Meinung fand ich durchaus für positiv, die zweite Nachricht eher für unpersönlich und Verständnislos, einen neuen Mitglied gegenüber
    dessen zweiter Teil sich offensichtlich auf den Kommentar von @Eisenmann bezog nur das Folgende: Eine "gute" Kritik ist nicht automatisch eine gute Kritik und ich glaube, dass es für die eigene Entwicklung sinnvoll ist, jemanden sehr genau zuzuhören, der einen auf Schwachpunkte hinweist, noch dazu, wenn dies so vorsichtig und freundlich formuliert ist wie im vorliegenden Fall. Zur Geschichte selbst sage ich erst einmal nichts, da Eisenmann schon eine Menge wertvoller Tipps gegeben hat und ich erst sehen möchte, ob die Motivation vorhanden ist, die Geschichte zu überarbeiten.

    Gruß

    Geschichtenwerker
    Geändert von Geschichtenwerker (12.01.2017 um 09:54 Uhr)

  6. #6
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    Aktuelles Buch: Sudoku

    Juten Tach, Meilenstein,

    Vielen Dank für Ihre Rückmeldung zu meinem Kommentar!

    Ich möchte Sie jetzt dazu auffordern, das Verständnislose und Unpersönliche in meinem Kommentar zu überhören.

    Wenn es für Sie nichts ausmachen, so würde Sie bitten, mir kurz mitzuteilen, was genau Sie unpersönlich und verständnislos fanden, damit ich mich dazu äußern kann.

    Auf jeden Fall handelte es sich nicht um eine Absicht, einen "Anfänger", der ich hier auch bin, "anzugreifen", sondern eher um einen Versucht, meinen ziemlich spontanen Eindruck über die Geschichte knapp zusammenzufassen.

    mit solidarischen Grüßen,
    Hr. Schuster

  7. #7
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    Aktuelles Buch: Perverse Peitschenexzesse blutjunger Nonnenschülerinnen :D

    Hallo!

    Auch ich vermute, dass sich die Antwort von Meilenstein in Hinblick auf die "unpersönliche" und "verständnislose" zweite Nachricht auf meinen Kommentar bezieht und nicht auf Herrn Schusters Anmerkungen.

    So oder so aber etwas noch etwas Grundsätzliches als Nachtrag, Meilenstein:

    Anhand deines Sprachgebrauchs gehe ich davon aus, dass Deutsch nicht deine Muttersprache ist. Diese Vermutung habe ich übrigens erst aufgrund deiner Antwort. In deiner Geschichte merkt man das nicht so ohne Weiteres. Hier wurden sprachlich und inhaltlich schon erheblich schlechtere Geschichten von deutschen Muttersprachlern eingestellt.

    Wenn dem also so sein sollte, ist das eine sehr anerkennenswerte Leistung, eine Geschichte in einem Literaturforum zu posten, dass ein so hohes Niveau hat wie dieses hier.

    Was jedoch deinen Umgang mit Kritik angeht, so hat dies nichts mit Sprachkenntnissen zu tun, sondern das ist eine Frage der Persönlichkeit.

    Vielleicht hast du die Absicht meiner Kritik oder einige Dinge nicht richtig verstanden. Ich kann dir in diesem Fall meine Anmerkungen deutlicher und klarer sagen.

    Wenn du jedoch ein Problem damit hast, dass Kritiker deine Geschichte ganz einfach nur nicht gut finden, wirst du in diesem Forum nicht sehr glücklich werden.
    Hier herrscht ein ehrlicher Umgang miteinander, auch gegenüber Neulingen und Anfängern.

    Mein Rat:
    Wenn du Sprach-Probleme hast, dann schreib dies in dein Profil oder gib einen Hinweis unter deine Geschichte. Das vermeidet Missverständnisse und unnötigen Ärger.
    Wenn du Kritik-Probleme hast, such dir besser ein anderes Forum. Das vermeidet Missverständnisse und unnötigen Ärger.

    Viele Grüße
    EISENMANN

  8. #8
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    Guten Tag Eisenmann,

    nun, ich habe feststellen müssen, das Ihre Kritik mich am falschen Fuß erwischt hat, warum ? Diese Geschichte habe ich für meine Frau geschrieben, da ich zur Zeit, Probleme habe, meine Vergangenheit zu akzeptieren. Punkt um, ich hätte sie hier nicht reinstellen dürfen, sondern vorher für die Öffentlichkeit ändern sollen, was ich auch vor habe.
    Es tut mir leid, das ich mit meiner Antwort, den falschen Text und Mann traff. Vielleicht könnten Sie mir Tips und Hilfestellungen geben, die Geschichte ins richtige Licht zu stellen. Ich persönlich finde sie gut, bis auf ein paar ,,Hoppalas''. Sollten Sie Möglichkeiten sehen, wäre ich Ihnen sehr Dankbar.

    Mit freundlichen Gruß

    Meilenstein

  9. #9
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    Hallo Herr Schuster,

    tut mir leid das ich Sie anschrieb und nicht Herrn Eisenmann von dem die zweite Nachricht kamm. Da ich neu hier bin, habe ich noch ein paar Orientierungs - Probleme.
    Nein, ich fand Ihre Kritik für sehr angebracht und konstruktiv. Ich hoffe, Sie können noch mal ein Auge zudrücken bei einem Neuling.

    Mit freundlichen Gruß

    Meilenstein

  10. #10
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    Aktuelles Buch: Michael Turner: Das Gedicht des Pornographen

    Hallo Meilenstein,

    ich mochte deine Geschichte nicht. Sie trieft vor Selbstmitleid und vermeintlicher Selbsterkenntnis. Sie hüllt sich in das Kleid eines Märchens (z.B. "Es war einmal" und die guten Feen), löst aber die Struktur eines Märchens nicht ein.
    In einem Märchen wird dem Held eine Aufgabe gestellt, die er im Verlauf der Geschichte lösen muss. Das gelingt auch immer.
    Welches ist die Aufgabe (Konflikt) des Helden in deiner Geschichte und wie löst er sie?
    Was genau ist die Moral von der Geschicht?

    Du hast diese Geschichte für deine Frau geschrieben, lese ich in einem vorherigen Kommentar. Das rückt den Text in ein anderes Licht. Ich nehme an, du willst ihr zeigen, dass du dir Gedanken gemacht hast, an dir arbeitest und an deinen Wünschen / Zielen hängst. Ohne dir zu nahe treten zu wollen, vermute ich, dass der Text hier dem Bedürfnis einer psychologischen Verarbeitung entspringt und du eventuell an der Form des Erzählens gar nicht so großes Interesse hast, aber ich kann mich auch irren.

    Zwei Stellen, auf die ich dich aufmerksam machen möchte:

    Doch dafür muss er nochmals in eine spezielle Schule gehen, in der er all diese Erfahrungen wieder neu erlernen kann. Wir müssen es so hin bekommen, dass dieser Entschluss von ihm selbst kommt! Er soll spüren und wissen, dass er von dieser Schule nur Gutes lernen kann und es ihm hilft, seine Vergangenheit als Erfahrung zu sehen und nicht als Last. Er soll lernen, wie sich Vertrauen und Glücklichsein anfühlt. Er soll lernen, dass man mit der richtigen Frau an seiner Seite an Problemen auch wachsen wird.
    Er soll lernen, dass die Vergangenheit nur ein Fundament ist, jedoch keine tragende Säule.
    So wird er auch verstehen lernen, was man mit Glauben an sich selbst alles erreichen kann und wie man seinem Leben diese Fülle geben kann, die man braucht um ein glücklicher, zufriedener und stolzer Mann sein zu können.
    Ist dieser Absatz als direkte Rede gedacht und so ist es geschrieben, sollte er in Anführungszeichen stehen.
    Ist er als indirekte Rede gedacht, müsstest du den Text umformulieren: z.B. Die Engel beschlossen, ihn auf eine spezielle Schule gehen zu lassen. Oder: Doch dafür sollte er eine spezielle Schule besuchen, ...
    Es ist eine Frage der Erzählperspektive.

    Der arme Mann besuchte diese spezielle Schule und es wurde ihm Angst und Bange, doch beschlich ihn auch Neugierde und sein berühmter Forschergeist. Er wollte wissen was sich hinter diesen alten und dicken Betonhaufen verbarg.War es Frust, war es Angst vor Neuem oder die Scham, nach soviel harter Arbeit, doch wieder als armer Mann da zu stehen?
    Man konnte fühlen, wie sein männliches Ego in ihm arbeitete und ihm keine Ruhe ließ. Er arbeitete verbissen an dem neuen und schöneren Leben, doch irgendwas zerstörte permanent seine Hoffnung, es einmal doch schaffen zu können und zu erleben.
    Es waren immer nur Kleinigkeiten, die ihn aus der Bahn schossen.
    Sorry, aber du sprichst in Rätseln. Das alles ist nicht konkret, teilweise phrasenhaft, und ruft keine Bilder in mir hervor. Was ist das für eine Schule hinter Betonmauern? Ein Art Gefängnis womöglich?
    "Berühmter Forschergeist" – Ist der Mann ein Forscher gewesen? Was für harte Arbeit? Was für Kleinigkeiten, die ihn aus der Bann schossen? Was darf ich mir darunter vorstellen?
    Du kennst ja deine Figur sehr gut, aber leider schaffst du es nicht, mir diese so zu vermitteln, dass ich mit ihr fühlen kann oder sie zumindest vor mir sehe. Lass deinen Mann aktiver werden! Lass ihn handeln. Kleide seine Ängste / Erfolge in konkrete Bilder und Situationen.

    Ich finde die Idee mit dem Märchen gut. Lies doch mal wieder z.B. "Das tapfere Schneiderlein" oder "Der Eisenhans", um zu sehen, wie die Figuren ihren Weg bewältigen. Ich könnte mir auch eine moderne Adaption für deinen Inhalt sehr gut vorstellen und bin gespannt, wie sich dein Text entwickeln wird.

    Ein Märchen endet meist mit dem pathetischen Satz: "Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute." Alles Gute und willkommen bei den Wortkriegern!

    Beste Grüße
    Bea
    Geändert von Bea Milana (13.01.2017 um 10:43 Uhr)

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