Abstimmungsergebnis zur Challenge "Auf der Mauer stand mit Kreide"

Ronnie: Endzeit

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Ergebnis 31 bis 44 von 44
  1. #31
    Ronnie ist offline Mitglied
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    Hallo Geschichtenwerker,

    mir ist gerade aufgefallen, dass ich noch etwas vergessen habe: Die Szenerie ist sonst gut beschrieben und ich konnte sie mir gut vorstellen.
    Das freut mich.


    Hallo Achillus,

    Gerade bei der Beschreibung von Aktivitäten, die Schlüsselbedeutungen im Text haben, finde ich Genauigkeit wichtig. Ich ärgere mich beispielsweise immer, wenn der Autor eines Krimis den Unterschied zwischen Pistole und Revolver nicht kennt. Im Fall Deiner Geschichte ist es so, dass viele Details der Survivalhandlungen entweder nicht stimmen oder zu ungenau beschrieben sind:
    Ja - das ist möglich. Andererseits ging es mir um Literatur und nicht um das Schreiben eines Survivalhandbuches. Die meisten Leser haben vermutlich, gleich mir, keine detaillierten Kenntnisse darüber. Wenn ich es als Autor schaffe, eine Atmosphäre zu erzeugen, die so einen Zustand zumindest andeutet, reicht das für eine Geschichte mMn.

    Noch wichtiger ist aber, dass die Geschichte keine Spannung aufbaut, weil es keine Konflikte gibt. Die Gruppe steht nicht vor konkreten Schwierigkeiten, die der Leser als Quest auffassen könnte. Alles plätschert so dahin. Du kannst Konflikte innerhalb der Gruppe oder auch im Kampf mit der Natur entwickeln. Im Idealfall – und das ist eigentlich der Standard in Survival-Geschichten – sollten die Konflikte in beiden Bereichen entstehen.
    Das mit der fehlenden Spannung weiß ich - mir ging es mehr um die Atmosphäre.

    Danke für deine Mühe und deine Tipps.

    Gruß, Ronnie
    Geändert von Ronnie (08.12.2016 um 15:58 Uhr)

  2. #32
    Ronnie ist offline Mitglied
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    Hallo,

    die letzen Kommentare haben jetzt doch noch etwas bewirkt. Ich habe die Geschichte um einen Spannungsteil erweitert - und am Ende eine überraschende Wendung eingebaut (hoffe ich)
    So hatte ich die Geschichte ursprünglich geschrieben.

    Gruß, Ronnie

    P.S.
    Der Anfang der Erweiterung ist markiert - ein fett gedruckter Satz zu Anfang.

  3. #33
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    Aktuelles Buch: Thomas Mann, Doktor Faustus

    Hallo @Ronnie,

    aus meiner Sicht hat es sich gelohnt, dass du uns den zweiten Teil deiner Geschichte nachgeliefert hast. Jetzt wird natürlich klar, dass es sich um ein Spiel handelt. Solche Touristikunternehmen mit Ausflügen in vergangene oder zukünftige "Anderwelten" habe ich schon gelesen, bzw. im Film gesehen. Es ist ja auch ein reizvolles Thema, das bestimmt auch @Eisenmann gefällt, z.B. in seiner Geschichte "Traumurlaub".

    Die Ungereimtheiten mit der zeitlichen und örtlichen Platzierung sind jetzt keine mehr, dein Prot Boran als Anbieter von Endzeitevents kann natürlich gestalten, wie er will.

    Du hast jetzt auch ein kritisches Element eingebaut, nämlich die Frage: wieviel Horror darf wegen des Nervenkitzels geliefert werden?

    Leon sagte: "Ich habe das auch für echt gehalten ... obwohl es eigentlich gar nicht sein könnte. In so einem Moment beherrschen einen anscheinend nur die Gefühle."

    Das ist für mich die Kernaussage des Textes. Postfaktisches, sozusagen.

    Gute Geschichte jetzt. Feinarbeiten sind immer möglich

    Gruß wieselmaus

  4. #34
    Ronnie ist offline Mitglied
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    Hallo wieselmaus,

    aus meiner Sicht hat es sich gelohnt, dass du uns den zweiten Teil deiner Geschichte nachgeliefert hast. Jetzt wird natürlich klar, dass es sich um ein Spiel handelt. Solche Touristikunternehmen mit Ausflügen in vergangene oder zukünftige "Anderwelten" habe ich schon gelesen, bzw. im Film gesehen. Es ist ja auch ein reizvolles Thema, das bestimmt auch @Eisenmann gefällt, z.B. in seiner Geschichte "Traumurlaub".
    Das freut mich und beruhigt mich gleichzeitig. Immerhin wird die Geschichte damit in einen anderen Kontext gesetzt - wobei ich mir nicht sicher war, wie das aufgefasst wird.

    Die Ungereimtheiten mit der zeitlichen und örtlichen Platzierung sind jetzt keine mehr, dein Prot Boran als Anbieter von Endzeitevents kann natürlich gestalten, wie er will.
    Jo - da ist was dran.

    Gute Geschichte jetzt. Feinarbeiten sind immer möglich
    Stimmt! Schlussendlich hat mich die Hartnäckigkeit der Kommentatoren dazu gebracht, mich noch etwas mehr anzustrengen. Also danke dafür.

    Gruß, Ronnie

  5. #35
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    Hallo Ronnie,

    die Überarbeitungen der vielen Challenge-Geschichten zu verfolgen, ist zwar eigentlich überhaupt nicht machbar, aber ich habe mir aus Neugier dann doch dein hinzugefügtes Ende angeschaut und muss sagen, das hättest du von vornherein nie weglassen sollen.

    Das löst fast alle Logikprobleme, die die vorhergehende Version hatte. Ein paar neue tun sich auf (wenn ich weiß, dass ich zu einer Art Survivaltraining/Abenteuerurlaub aufbreche, zieh ich nicht ausgerechnet einen Rock und eine Strumpfhose an), aber die sind viel weniger gravierend.

    Verbesserungspotenzial gibt es auch bei dieser Version noch, aber ich hab noch zuviele unkommentierte Texte vor mir, also greife ich nur ein Beispiel raus:

    Und Kent meinte, dass das tatsächlich zu hart gewesen sei; zumal ein Kind dabei gewesen wäre.
    Diese Reaktionen würden als wörtliche Rede viel besser funktionieren, es ist schade, dass da bloß so eine emotionslose Zusammenfassung kommt. Da verschenkst du wieder eine Menge Gelegenheiten, um den Charakter deiner Figuren zu zeigen (ist Kent z.B. eher geschockt oder eher wütend?)

    Alles in allem ist die Geschichte ein Beispiel dafür, dass man sich solche Überlegungen

    Ich habe ihn auf diese Länge gekürzt, um bei der Challenge mitzumachen. Du bist ja auch schon eine Weile hier drin und weißt vermutlich, dass die Länge eines Textes eine ziemliche Rolle spielt, ob er gelesen wird.
    besser abgewöhnt.

    Klar sollte jede Geschichte nur so lang sein, wie es nötig ist, um sie zu erzählen, und nicht künstlich aufgebläht. Aber sie sollte auch nicht so kurz sein, dass entscheidende Elemente fehlen.

    Also quasi das Ende zu amputieren, in der Hoffnung, dass dann mehr Leute den Text lesen ... das steht dir natürlich frei, aber ich finde das ist keine gute Idee.

    Die Challenges sind eigentlich eine sehr gute Gelegenheit, lange Texte zu veröffentlichen, weil zum einen viele der beteiligten Autoren versuchen, alle anderen Wettbewerbstexte zu kommentieren, und sich zum anderen auch viele der Leser das vornehmen. Und selbst wenn nicht alle von denen tatsächlich Kommentare abgeben - gelesen werden muss der Text in jedem Fall, damit man abstimmen kann. Du hast automatisch ein größeres Publikum, als du normalerweise erreichen würdest.

    Und auch außerhalb von so einer Challenge ist die Textlänge nur ein Faktor unter vielen, die dazu beitragen, wie häufig ein Text gelesen und kommentiert wird. Viel ausschlaggebender ist glaube ich der "Bekanntheitsgrad" eines Autors - wenn ich weiß, da ist jemand lange im Forum aktiv und liefert ziemlich verlässlich guten Lesestoff, dann freue ich mich eher, wenn der richtig viel geschrieben hat, als dass mich das abschreckt. Und wer selbst aktiv andere Autoren kommentiert, muss normalerweise auch nicht befürchten, dass seine Geschichten ungelesen in der Ecke verstauben, auch wenn es lange Texte sind.

    Grüße von Perdita

  6. #36
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    Aktuelles Buch: Colin Macinnes - Blutige Anfänger

    Hallo Ronnie

    Trotz zwischenzeitlicher Krise, soweit ich das mitbekommen habe, hast du dich nochmal an den Text gesetzt und ihn überarbeitet. Cool. Mir geht es oft so, dass ich denke, verdammt, jetzt ist aber genug, lasst den Text in Ruhe und dann braucht es einige Überwindung, sich den Text nochmal vorzuknöpfen. Und, da hast du ganz recht, manchmal kann man es auch einfach mal ruhen oder ganz sein lassen und zum nächsten Text übergehen.

    Ich werde daher nur eine ganz kurze Einschätzung geben und dann anhand des ersten Abschnitts zeigen, worauf du bei weiteren Texten achten könntest.

    Kürzlich war ich als Begleitperson mit einer Schulklasse im Pfahlbaumuseum am Bodensee. Da gab's so eine Führung durch die Hütten und uns wurde der Alltag der Pfahlbauer erläutert, das Werkzeug gezeigt etc. Daran hat mich deine Geschichte zu Beginn erinnert. Versteh mich nicht falsch, ich fand die Führung nämlich interessant. Aber auch mir fehlte der Konflikt, entweder mit der Natur oder untereinander. Bei einigen Szenen könntest du präziser sein, z.B. sagen, dass das Kaninchen ausgenommen wird, bevor man es über das Feuer hängt. (Hat glaub auch schon jemand angemerkt).
    Der Überfall kommt dann etwas plötzlich, aber da geht was, da hast du Action drin, und die Auflösung am Ende erklärt dann einiges. Also, ich habe das nicht ungern gelesen.

    Nun noch der genannte Tipp: Der Anfang wurde ja als etwas berichtend eingeschätzt und es wurde geraten, Konflikte einzubauen. Das ist sicher der wichtigste Kniff, um die Sache lebendiger zu gestalten.
    Ein zweiter Kniff wäre, Beschreibungen in Handlungen einzubetten, die Beschreibung somit en passant einfliessen zu lassen. Ich zeige mal anhand des ersten Abschnitts, was ich meine:

    Boran lief der Gruppe voran. Hinter ihm gingen Lora und Kent. Boran hatte einen Bogen in der Hand und einen Köcher prall gefüllt mit Pfeilen dabei. Wachsam behielt er die Umgebung im Auge. Der Rock, den er trug, bestand aus Fell; die Schuhe waren ebenfalls aus Fell. Seine Jacke bestand aus einem Stück Wildleder und hatte keine Ärmel. Seine Haare waren lang, buschig und zu einem Pferdeschwanz gebunden.
    Leon, Ruda und der kleine Bula, ein zehnjähriger Junge liefen ebenfalls hinter ihm. Sie konnten mit seinem Tempo nur bedingt Schritt halten, so dass Boran immer wieder stehen bleiben und auf sie warten musste. Kent hatte die Ärmel seines Hemdes hoch gekrempelt, so dass die Tätowierungen an seinen Unterarmen sichtbar waren.
    Die fettmarkierten Sätze sind reine Beschreibungen. Wenn sich das häuft, dann, so denke ich, bekommt das etwas Statisches, als ob man ein Bild beschreiben würde. Ich denke, an einigen Stellen liesse sich das so gestalten, dass Handlungen daraus werden, dass etwas geschieht:

    Statt: "Kent hatte die Ärmel hochgekrempelt ..." - "Kent krempelte die Ärmel hoch, an seinen Unterarmen wurden Tätowierungen sichtbar."

    Statt: "Der Rock, den er trug, bestand aus Fell" - "Ab und zu drehte er sich um und zupfte nervös am Fell, das er als Rock trug."

    Statt: "Seine Jacke bestand aus einem Stück Wildleder und hatte keine Ärmel. Seine Haare waren lang, buschig und zu einem Pferdeschwanz gebunden." - "Es wurde wärmer. Boran zog die ärmellose Wildlerderjacke aus und band seine langen buschigen Haare zu einem Pferdeschwanz."

    Das liest sich m.E. dynamischer, ohne dass Information verloren geht.

    Vielleicht bringt dir das was für weitere Geschichten.

    Lieber Gruss
    Peeperkorn
    Geändert von Peeperkorn (12.12.2016 um 11:41 Uhr)

  7. #37
    Ronnie ist offline Mitglied
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    Hallo Perdita,

    die Überarbeitungen der vielen Challenge-Geschichten zu verfolgen, ist zwar eigentlich überhaupt nicht machbar, aber ich habe mir aus Neugier dann doch dein hinzugefügtes Ende angeschaut und muss sagen, das hättest du von vornherein nie weglassen sollen.
    Freut mich, dass du dir nochmal die Mühe gemacht hast - und dass es sich gelohnt hat, den Rest noch hinzuzufügen.

    Diese Reaktionen würden als wörtliche Rede viel besser funktionieren, es ist schade, dass da bloß so eine emotionslose Zusammenfassung kommt. Da verschenkst du wieder eine Menge Gelegenheiten, um den Charakter deiner Figuren zu zeigen (ist Kent z.B. eher geschockt oder eher wütend?)
    Sehe ich mir nochmal an.

    Die Challenges sind eigentlich eine sehr gute Gelegenheit, lange Texte zu veröffentlichen, weil zum einen viele der beteiligten Autoren versuchen, alle anderen Wettbewerbstexte zu kommentieren, und sich zum anderen auch viele der Leser das vornehmen. Und selbst wenn nicht alle von denen tatsächlich Kommentare abgeben - gelesen werden muss der Text in jedem Fall, damit man abstimmen kann. Du hast automatisch ein größeres Publikum, als du normalerweise erreichen würdest.
    Jo - das habe ich inzwischen (dank der Kommentatoren) verstanden.
    Danke, wie gesagt, dass du dir den Text nochmal vorgenommen hast.

    Gruß, Ronnie



    Hallo Peeperkorn,

    Kürzlich war ich als Begleitperson mit einer Schulklasse im Pfahlbaumuseum am Bodensee. Da gab's so eine Führung durch die Hütten und uns wurde der Alltag der Pfahlbauer erläutert, das Werkzeug gezeigt etc. Daran hat mich deine Geschichte zu Beginn erinnert. Versteh mich nicht falsch, ich fand die Führung nämlich interessant. Aber auch mir fehlte der Konflikt, entweder mit der Natur oder untereinander. Bei einigen Szenen könntest du präziser sein, z.B. sagen, dass das Kaninchen ausgenommen wird, bevor man es über das Feuer hängt. (Hat glaub auch schon jemand angemerkt).
    Der Überfall kommt dann etwas plötzlich, aber da geht was, da hast du Action drin, und die Auflösung am Ende erklärt dann einiges. Also, ich habe das nicht ungern gelesen.
    Also, wenn ich die doppelte Verneinung richtig deute, hast du den Text gern gelesen.
    Das mit dem Ausnehmen des Kaninchens habe ich inzwischen eingefügt.

    Die fettmarkierten Sätze sind reine Beschreibungen. Wenn sich das häuft, dann, so denke ich, bekommt das etwas Statisches, als ob man ein Bild beschreiben würde. Ich denke, an einigen Stellen liesse sich das so gestalten, dass Handlungen daraus werden, dass etwas geschieht:

    Statt: "Kent hatte die Ärmel hochgekrempelt ..." - "Kent krempelte die Ärmel hoch, an seinen Unterarmen wurden Tätowierungen sichtbar."

    Statt: "Der Rock, den er trug, bestand aus Fell" - "Ab und zu drehte er sich um und zupfte nervös am Fell, das er als Rock trug."

    Statt: "Seine Jacke bestand aus einem Stück Wildleder und hatte keine Ärmel. Seine Haare waren lang, buschig und zu einem Pferdeschwanz gebunden." - "Es wurde wärmer. Boran zog die ärmellose Wildlerderjacke aus und band seine langen buschigen Haare zu einem Pferdeschwanz."

    Das liest sich m.E. dynamischer, ohne dass Information verloren geht.
    Das sind gute Tipps - danke dafür. Habe schon ein bisschen rumprobiert, die Beschreibung am Anfang auf die Art dynamischer zu gestalten. Hat mich gefreut, dass du meinen Text gelesen und kommentiert hast.

    Gruß, Ronnie
    Geändert von Ronnie (12.12.2016 um 17:30 Uhr)

  8. #38
    Isegrims ist offline Moderator
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    Aktuelles Buch: Donna Tartt "Der Distelfink"

    Hi @Ronnie,

    gar nicht so einfach zu der Geschichte was zu sagen. Die Idee ist an sich gut und eine gewisse Spannung entsteht. Das überraschende Ende ist gelungen. Da du jedoch einen realistisch vorstellbaren Text daraus machen möchtest, stolpere ich doch über einige Ungereimtheiten, die – vom Ende her betrachtet, nachdem sich alles als Abenteuerausflug entpuppt hat, besser verständlich sind, mich doch aber beim Lesen ärgern. Wie kann ich mir eine unverseuchte Gegend vorszellen inmitten von kontaminiertem Gebiet? Was ist mit Boran, woher hat er sein angebliches Wissen? Na ja, und warum essen sie keine Würmer? Und schließlich das erbärmliche Frauenbild. Da frage ich mich tatsächlich, ob irgendeine Frau an einem solchen Ausflug teilnähme, der sie zum Beerensammeln und Wassserholen verurteilt.

    Sprachlich finde ich manche Stellen verbesserungswürdig. Aber wie gesagt, die Idee der Geschichte mag ich.

    Stellen aus dem Text:

    Der Rock, den er trug, bestand aus Fell; die Schuhe waren ebenfalls aus Fell. Seine Jacke bestand aus einem Stück Wildleder und hatte keine Ärmel.
    Die Strumpfhose wies mehr kaputte Nähte auf, als ein unregulierter Fluss Seitenarme.
    gutes Bild

    Das typische Sirren war zu vernehmen, wenn ein Pfeil von der Sehne schnellt.
    beschreib doch lieber das sirrende Geräusch, das reicht schon, hat jeder mal gehört.

    dem er gleich die Federn ausrupfte und ebenfalls auf den Grill legte.
    ich dachte das wird auf einen Spieß gesteckt? Warum Grill?

    Im nächsten Moment meldete sich Kent, der draußen Wache hielt, dass er langsam auch Hunger habe, ob ihn jemand ablöse.
    klingt zu kompliziert; warum nicht: Kent rief und bat abgelöst zu werden, weil er Hunger hatte.

    . Als nächstes wies Boran die Frauen an, auch für diesen Tag wieder Beeren zu pflücken, Wasser zu holen und große Blätter abzureißen,
    iss klar: das machen Frauen eben so

    auf den Grill steckt.
    siehe oben

    Die Frauen holten Wasser und pflückten Beeren.
    jaja, klar

    wie die Steinzeitmenschen es taten, er malte ein Auto. Lora stand hinter ihm und sah ihm zu.
    ein Haus mit Kamin und gefülltem Kühlschrank wäre auch cool

    „Da können wir froh sein“, brach Kent schließlich die Stille, „dass wir auf einem Stück Land leben, auf dem es noch etwas gibt und das nicht verseucht ist.“
    das ist halt ziemlich unglaubwürdig

    Beste Grüße
    Isegrims

  9. #39
    Ronnie ist offline Mitglied
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    Hallo Isegrims,

    gar nicht so einfach zu der Geschichte was zu sagen. Die Idee ist an sich gut und eine gewisse Spannung entsteht. Das überraschende Ende ist gelungen. Da du jedoch einen realistisch vorstellbaren Text daraus machen möchtest, stolpere ich doch über einige Ungereimtheiten, die – vom Ende her betrachtet, nachdem sich alles als Abenteuerausflug entpuppt hat, besser verständlich sind, mich doch aber beim Lesen ärgern. Wie kann ich mir eine unverseuchte Gegend vorszellen inmitten von kontaminiertem Gebiet? Was ist mit Boran, woher hat er sein angebliches Wissen? Na ja, und warum essen sie keine Würmer? Und schließlich das erbärmliche Frauenbild. Da frage ich mich tatsächlich, ob irgendeine Frau an einem solchen Ausflug teilnähme, der sie zum Beerensammeln und Wassserholen verurteilt.
    Ich weiß nicht, wie du auf Abenteuerausflug kommst. Dafür ist diese Endzeit-Tour dann doch ein bisschen zu mühsam und zu nervenaufreibend. Es soll ein Vorgeschmack auf die Zukunft der Menschheit sein, wenn sie so weiter macht. Die Firma Endzeit bietet besagten Vorgeschmack geschäftsmäßig für Interessierte an.

    Der Rock, den er trug, bestand aus Fell; die Schuhe waren ebenfalls aus Fell. Seine Jacke bestand aus einem Stück Wildleder und hatte keine Ärmel.
    Die Strumpfhose wies mehr kaputte Nähte auf, als ein unregulierter Fluss Seitenarme.
    gutes Bild


    Das typische Sirren war zu vernehmen, wenn ein Pfeil von der Sehne schnellt.
    beschreib doch lieber das sirrende Geräusch, das reicht schon, hat jeder mal gehört.
    Ich wollte an der Stelle die Jagd auf das Kaninchen beschreiben und mich nicht in solchen Details verstricken.

    dem er gleich die Federn ausrupfte und ebenfalls auf den Grill legte.
    ich dachte das wird auf einen Spieß gesteckt? Warum Grill?
    Das Ganze, Gestell und aufgelegter Spieß, wird an der Stelle als Grill bezeichnet.

    Im nächsten Moment meldete sich Kent, der draußen Wache hielt, dass er langsam auch Hunger habe, ob ihn jemand ablöse.
    klingt zu kompliziert; warum nicht: Kent rief und bat abgelöst zu werden, weil er Hunger hatte.
    Kommst du mit dem Konjunktiv (indirekte Rede) nicht klar? Verstehe nicht so ganz, was daran kompliziert sein soll.

    Als nächstes wies Boran die Frauen an, auch für diesen Tag wieder Beeren zu pflücken, Wasser zu holen und große Blätter abzureißen,
    iss klar: das machen Frauen eben so
    Also umgekehrt: Frauen jagen und Männer pflücken Beeren?

    wie die Steinzeitmenschen es taten, er malte ein Auto. Lora stand hinter ihm und sah ihm zu.
    ein Haus mit Kamin und gefülltem Kühlschrank wäre auch cool
    Hi, hi - davon träumt er vielleicht an dieser Stelle.

    „Da können wir froh sein“, brach Kent schließlich die Stille, „dass wir auf einem Stück Land leben, auf dem es noch etwas gibt und das nicht verseucht ist.“
    das ist halt ziemlich unglaubwürdig
    Es ist ja nicht wirklich so:
    Man könnte zuvor die Bedingungen so fest gelegt haben für diese Endzeit-Tour.

    Danke für deinen Kommentar und deine Sicht der Dinge.

    Gruß, Ronnie
    Geändert von Ronnie (14.12.2016 um 14:21 Uhr)

  10. #40
    lakita ist offline Moderatorin
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    Aktuelles Buch: Walter Kempowski Echolot

    Hallo Ronnie,

    du hast es bei diesem Genre leider bei mir nicht einfach, mich zu überzeugen, denn ich bin eigentlich kein Freund des SF-Bereichs.

    Gelungen und somit gut finde ich das Ende, weil es überraschend ist und ich natürlich damit gar nicht gerechnet habe. Überraschen lass ich mich sehr gern!

    Insgesamt ist der Stoff auch gut lesbar, wenngleich ich anfangs mich fragte, wieso du sechs Personen vorstellst und ich schon bei den ersten Zeilen drüber stolperte, wer nun wer ist und nochmals lesen musste. Es gibt ja keine Regeln, wieviele Personen man innerhalb einer Kurzgeschichte verkraften kann, aber natürlich lässt schon die Menge an Text erahnen, dass man nicht unendlich viele Personen ins Geschehen laufen lassen kann. Es ist ja kein Tausendseitenroman.
    Vielleicht magst du dich von zwei Personen trennen, sind denn wirklich alle sechs unerlässlich für deine Geschichte? Das frage ich mich.

    Die Schilderung all dessen, was die Gruppe tut, liest sich, wie schon erwähnt, gut und flüssig.
    Nur entstand zwischendrin bei mir die Frage, was du bezweckst. Um ein reiner Abenteuer- und somit Unterhaltungstext zu sein, ist mir der Plot zu platt und wenn du in dem Text eine Aussage untergebracht hat, quasi eine Botschaft, dann habe ich sie nicht zu entschlüsseln vermocht.

    Das ist, ehrlich gesagt, für mich das Hauptproblem deiner Geschichte. Dass ich eben nicht so recht weiß, was ich damit anfangen soll. Ich gehe immer davon aus, dass Geschichten für den Leser geschrieben werden. Was möchte ein Leser? Gut unterhalten werden. Er möchte einsteigen in eine fremde Welt, die ihn fesselt, entführt und umhüllt. Oder er möchte seine Sorgen und Nöte wiederfinden in den Figuren, die das auch alles durchmachen müssen, oder er möchte etwas lernen, neue Eindrücke gewinnen, oder einfach zum Lachen oder zum Weinen oder zum Nachdenken gebracht werden.
    Klar weiß ich, dass ich hohe Anforderungen stelle.
    Aber wir sind hier ja nicht bei den Wortkriegern, um uns gegenseitig einzulullen mit freundlichen Allgemeinplätzen.
    Mir fehlt also bei deiner Geschichte das, was ich oben aufgezählt habe. Natürlich würde mir ein einziger Zustand meiner Aufzählung durchaus ausreichen.

    Ein bisschen hab ich noch an Textkram anzubieten:

    Lora, seine Freundin, lief neben ihm. Ihr Rock war halblang, dreckig und an manchen Stellen löchrig. Die Strumpfhose wies mehr kaputte Nähte auf, als ein unregulierter Fluss Seitenarme. Die Weste, die sie trug, glich eher einem Putzlappen als einem Kleidungsstück. Ruda strich ihren Rock hin und wieder glatt. Aber er sah danach nicht besser aus; die Kleidung der Männer und die des Jungen ließen genauso zu wünschen übrig.
    Hier hat mich der Vergleich mit den kaputten Nähten und den unregulierten Flussseitenarmen gestört.
    An sich ein toller Vergleich, aber er muss doch auch passen und das wirkt in diesem Kontext sehr aufgesetzt. Man spürt als Leser richtig, wie sich der Autor auf die Schulter klopft und diesen Vergleich lobt.
    Der nächste Punkt ist, dass es unverständlich wird, wenn du zunächst Lora beschreibst und eben sagst du noch, dass ihre Weste wie ein Putzlappen wirkt, um dann plötzlich Ruda anzuschließen. Da fehlt ein gehöriger Absatz dazwischen oder eine Überleitung, z.B. Während sich Ruda ....wirkte Loras Weste...

    An ziemlich naher Stelle taucht zweimal
    sich ruhig zu verhalten
    auf, ich würde eines davon umformulieren.

    Die Art wie du die Jagd beschreibst, ließ bei mir die Vermutung aufkeimen, dass ein relativ großes Tier erledigt wurde, z.B. ein Wildschwein, Reh oder so. Statt dessen wird ein Kaninchen erlegt. Ich fand das verwunderlich. Auch macht das Tierchen Verrenkungen, die ich eher einem großen Tier zutrauen würde.
    Ich habe natürlich noch nie live gesehen, wie das aussieht, wenn ein Kaninchen erschossen wird.
    Aber mein Gefühl stand deiner Entscheidung entgegen und dadurch wirkte die Beschreibung nicht rund.


    Boran brachte noch ein Rebhuhn mit, dem er gleich die Federn ausrupfte und ebenfalls auf den Grill legte.
    Hier hätte ich es besser gefunden, wenn du geschrieben hättest:

    Boran bracht noch ein Rebhuhn mit, dem er gleich die Federn ausrupfte und das er dann auf den Grill legte.

    Es gab die Beeren dazu, als das Fleisch gar war, die die Frauen gepflückt und an der Quelle gewaschen hatten.
    Auch hier ein seltsam verdrehter Satz. Ich dachte, man kann nur uns Juristen vorwerfen, immer so seltsam beziehungslos die Sätze zu schrauben.
    Ich hätte geschrieben: Es gab die Beeren dazu, die die Frauen gepflückt und an der Quelle gewaschen hatten. Dass mit dem Fleisch würde ich glatt weglassen.

    Der Titel passt recht gut zum Text. Das Thema des Challenges ist dagegen nur angehaucht getroffen worden. Klar, es soll wohl die Zeichnung in der Höhle sein, die hier dem Thema geschuldet ist. Aber der Hauptaspekt der Geschichte liegt da durchaus nicht.


    Lieben Gruß

    lakita

  11. #41
    Ronnie ist offline Mitglied
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    Hallo lakita,

    du hast es bei diesem Genre leider bei mir nicht einfach, mich zu überzeugen, denn ich bin eigentlich kein Freund des SF-Bereichs.
    Nachtigall - ick hör dir trapsen ...

    Gelungen und somit gut finde ich das Ende, weil es überraschend ist und ich natürlich damit gar nicht gerechnet habe. Überraschen lass ich mich sehr gern!
    Immerhin!

    Insgesamt ist der Stoff auch gut lesbar, wenngleich ich anfangs mich fragte, wieso du sechs Personen vorstellst und ich schon bei den ersten Zeilen drüber stolperte, wer nun wer ist und nochmals lesen musste. Es gibt ja keine Regeln, wieviele Personen man innerhalb einer Kurzgeschichte verkraften kann, aber natürlich lässt schon die Menge an Text erahnen, dass man nicht unendlich viele Personen ins Geschehen laufen lassen kann. Es ist ja kein Tausendseitenroman.
    Vielleicht magst du dich von zwei Personen trennen, sind denn wirklich alle sechs unerlässlich für deine Geschichte? Das frage ich mich.
    Ne - ich will die alle haben. Trenne mich ungern von meinen Lieblingen.

    Die Schilderung all dessen, was die Gruppe tut, liest sich, wie schon erwähnt, gut und flüssig.
    Noch ein Pluspunkt.

    Das ist, ehrlich gesagt, für mich das Hauptproblem deiner Geschichte. Dass ich eben nicht so recht weiß, was ich damit anfangen soll. Ich gehe immer davon aus, dass Geschichten für den Leser geschrieben werden. Was möchte ein Leser? Gut unterhalten werden. Er möchte einsteigen in eine fremde Welt, die ihn fesselt, entführt und umhüllt. Oder er möchte seine Sorgen und Nöte wiederfinden in den Figuren, die das auch alles durchmachen müssen, oder er möchte etwas lernen, neue Eindrücke gewinnen, oder einfach zum Lachen oder zum Weinen oder zum Nachdenken gebracht werden.
    Klar weiß ich, dass ich hohe Anforderungen stelle. Aber wir sind hier ja nicht bei den Wortkriegern, um uns gegenseitig einzulullen mit freundlichen Allgemeinplätzen.
    Mir fehlt also bei deiner Geschichte das, was ich oben aufgezählt habe. Natürlich würde mir ein einziger Zustand meiner Aufzählung durchaus ausreichen.
    Aha - hier wird also der Totalverriss nach gereicht: Kein Zweck vorhanden; so wie z.B. eine Anleitung zur Benutzung eines Feuerlöscher einen praktischen Zweck erfüllen würde (??) Ich hoffe mal, dass du das nicht allzu ernst gemeint hast. Zumal du auch mit dem Genre (nach eigenen Angaben) nicht viel anfangen kannst.

    Hier hat mich der Vergleich mit den kaputten Nähten und den unregulierten Flussseitenarmen gestört.
    An sich ein toller Vergleich, aber er muss doch auch passen und das wirkt in diesem Kontext sehr aufgesetzt. Man spürt als Leser richtig, wie sich der Autor auf die Schulter klopft und diesen Vergleich lobt.
    Ja, das tut er. Und von daher bleibt diese Metapher auch im Text.

    Der nächste Punkt ist, dass es unverständlich wird, wenn du zunächst Lora beschreibst und eben sagst du noch, dass ihre Weste wie ein Putzlappen wirkt, um dann plötzlich Ruda anzuschließen. Da fehlt ein gehöriger Absatz dazwischen oder eine Überleitung, z.B. Während sich Ruda ....wirkte Loras Weste...
    Guck ich nochmal nach ...

    Die Art wie du die Jagd beschreibst, ließ bei mir die Vermutung aufkeimen, dass ein relativ großes Tier erledigt wurde, z.B. ein Wildschwein, Reh oder so. Statt dessen wird ein Kaninchen erlegt. Ich fand das verwunderlich. Auch macht das Tierchen Verrenkungen, die ich eher einem großen Tier zutrauen würde.
    Ich habe natürlich noch nie live gesehen, wie das aussieht, wenn ein Kaninchen erschossen wird.
    Aber mein Gefühl stand deiner Entscheidung entgegen und dadurch wirkte die Beschreibung nicht rund.
    Das Wildschwein soll später, in einer Fallgrube, gefangen werden.

    Der Titel passt recht gut zum Text. Das Thema des Challenges ist dagegen nur angehaucht getroffen worden. Klar, es soll wohl die Zeichnung in der Höhle sein, die hier dem Thema geschuldet ist. Aber der Hauptaspekt der Geschichte liegt da durchaus nicht.
    Freut mich, dass ich den Titel gut gewählt habe. Ansonsten habe ich die Vorgaben so verstanden, dass man frei ist in der Gestaltung und im Genre und ein kurzer Bezug zum Titel ausreicht. Von Hauptaspekt habe ich nirgends etwas gelesen.

    Danke für deine Mühe und deinen Kommentar.

    Gruß, Ronnie
    Geändert von Ronnie (15.12.2016 um 20:59 Uhr)

  12. #42
    lakita ist offline Moderatorin
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    08.01.2002
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    Aktuelles Buch: Walter Kempowski Echolot

    @Ronnie,

    eigentlich habe ich keine Zeit, wenn ich alle Geschichten kritisieren will, mich nach meiner Kritik noch mit der Antwort des Autors zusätzlich auseinander zu setzen, allerdings sprichst du hier etwas für mich Hochwichtiges an, weshalb ich dir hier nochmals antworte. Du schreibst:

    Aha - hier wird also der Totalverriss nach gereicht: Kein Zweck vorhanden; so wie z.B. eine Anleitung zur Benutzung eines Feuerlöscher einen praktischen Zweck erfüllen würde (??) Ich hoffe mal, dass du das nicht allzu ernst gemeint hast. Zumal du auch mit dem Genre (nach eigenen Angaben) nicht viel anfangen kannst.
    Wenn es ein Totalverriss gewesen wäre, hätte ich dir das auch deutlicher gesagt. Du erinnerst dich vielleicht daran, dass ich einiges an deinem Text gelobt hab, nicht wahr?
    Dass ich mit dem Genre nicht viel anfangen kann, bedeutet für dich grundsätzlich nicht automatisch etwas Negatives. Ich habe bereits einige SF-Romane gelesen und fand darunter hochspannende und mich absolut zufriedenstellende Exemplare. Es hätte dir folglich zur Ehre gereichen können, gerade mich, die solche Themen eher nicht so arg gerne liest, perfekt zu unterhalten. Insoweit ging hier mein Daumen tatsächlich runter.


    Wichtig ist mir aber dasjenige, was ich zu meinen Anforderungen an eine Geschichte geschrieben habe. Das meine ich exakt so wie ich es dir dargestellt habe. Ich schrieb:

    Ich gehe immer davon aus, dass Geschichten für den Leser geschrieben werden. Was möchte ein Leser? Gut unterhalten werden. Er möchte einsteigen in eine fremde Welt, die ihn fesselt, entführt und umhüllt. Oder er möchte seine Sorgen und Nöte wiederfinden in den Figuren, die das auch alles durchmachen müssen, oder er möchte etwas lernen, neue Eindrücke gewinnen, oder einfach zum Lachen oder zum Weinen oder zum Nachdenken gebracht werden.
    Klar weiß ich, dass ich hohe Anforderungen stelle. Aber wir sind hier ja nicht bei den Wortkriegern, um uns gegenseitig einzulullen mit freundlichen Allgemeinplätzen.

    Lieben Gruß

    lakita

  13. #43
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    Aktuelles Buch: Der Distelfink, Donna Tartt

    Hallo @Ronnie,

    lange hab ich überlegt, ob ich überhaupt noch mal Anlauf nehmen soll. Aber Versprechen muss man halten…

    Deine Geschichte hab ich nun ein zweites Mal gelesen und ich denke, es war eine gute Entscheidung, den Schluss wieder „anzuschrauben“. Mir gefällt sie so besser.
    Wir haben es mit zwei grundverschiedenen KGs zu tun, was die Aussage anbelangt. In der ersten Variante müssen Menschen mit den katastrophalen Folgen der Unvernunft ihrer eigenen Rasse leben lernen. Eine Gruppe Menschen wird quasi in die Urzeit katapultiert, und in der zweiten Version begibt sie sich freiwillig in diese Wildnis (Abenteuerlust oder Überdruss), das ist dann das Überraschungsmoment für den Leser, sozusagen die April-April-Variante.

    Plot und Plausibilität klammer ich mal aus, dazu wurde schon viel geschrieben. Mir ist was ganz anderes aufgefallen …
    Die Strumpfhose wies mehr kaputte Nähte auf, als ein unregulierter Fluss Seitenarme.
    Ich weiß, hierzu wurden noch mehr Worte verloren, aber ich will mal flink die Fachfrau raushängen lassen. Eine Damenstrumpfhose hat nur am Rumpf Nähte (Naht ist immer eine Verbindungsstelle). Das Zerrissene, das du meinst, sind ganz einfache Laufmaschen.
    Vielleicht magst du ja die Begriffe austauschen. Und ich glaube, das Komma hat hier nichts verloren.

    Ja, und in meinem ersten Komm, der vom vorigen Jahr , da hatte ich ähnlich wie Peeperkorn am Beispiel des ersten Absatzes meine Vorschläge festgemacht, wie man das Aussehen der Gruppenmitglieder mit originelleren Formulierungen beschreiben könnte.
    Der Einstieg war/ist mir zu nahe am Schulaufsatz. Muss ich nun nicht wiederholen, ist bereits bei dir angekommen, zumal ich das sowieso nicht so pädagogisch wertvoll übermittelt hätte.

    Ach ja, und das Thema der Challenge hast du mit der Idee der Höhlenmalerei super integriert, wollt ich noch anmerken.

    Alle guten Dinge sind drei, damit will ich es auch gut sein lassen.

    Ein gesundes und kreatives restliches 2017 wünscht dir
    peregrina

  14. #44
    Ronnie ist offline Mitglied
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    Hallo peregrina,

    lange hab ich überlegt, ob ich überhaupt noch mal Anlauf nehmen soll. Aber Versprechen muss man halten…
    ... da ist was dran.

    Deine Geschichte hab ich nun ein zweites Mal gelesen und ich denke, es war eine gute Entscheidung, den Schluss wieder „anzuschrauben“. Mir gefällt sie so besser.
    Freut mich - ich habe authentisch von Hand geschraubt und keinen Akku-Schrauber benutzt.

    Wir haben es mit zwei grundverschiedenen KGs zu tun, was die Aussage anbelangt. In der ersten Variante müssen Menschen mit den katastrophalen Folgen der Unvernunft ihrer eigenen Rasse leben lernen. Eine Gruppe Menschen wird quasi in die Urzeit katapultiert, und in der zweiten Version begibt sie sich freiwillig in diese Wildnis (Abenteuerlust oder Überdruss), das ist dann das Überraschungsmoment für den Leser, sozusagen die April-April-Variante.
    Jo - kann man durchaus so sehen. Und ursprünglich (erste Fassung) wollte ich, dass diese katastrophalen Folgen echt sind. Aber es war zu wenig Substanz vorhanden; was ich später einsehen musste.

    Ich weiß, hierzu wurden noch mehr Worte verloren, aber ich will mal flink die Fachfrau raushängen lassen. Eine Damenstrumpfhose hat nur am Rumpf Nähte (Naht ist immer eine Verbindungsstelle). Das Zerrissene, das du meinst, sind ganz einfache Laufmaschen.
    Vielleicht magst du ja die Begriffe austauschen. Und ich glaube, das Komma hat hier nichts verloren.
    ... und ihre Strumpfhose hatte mehr Laufmaschen als ein unregulierter Fluss Nebenarme.
    Besser?

    Ja, und in meinem ersten Komm, der vom vorigen Jahr , da hatte ich ähnlich wie Peeperkorn am Beispiel des ersten Absatzes meine Vorschläge festgemacht, wie man das Aussehen der Gruppenmitglieder mit originelleren Formulierungen beschreiben könnte.
    Der Einstieg war/ist mir zu nahe am Schulaufsatz. Muss ich nun nicht wiederholen, ist bereits bei dir angekommen, zumal ich das sowieso nicht so pädagogisch wertvoll übermittelt hätte.
    Nach Peeperkorns Kommentar habe ich versucht, seinen Vorschlag zum Anfang umzusetzen. Aber wenn es sich immer noch wie ein Aufsatz liest (ich weiß eigentlich gar nicht mehr, wie sich so einer liest - ist schon etwas her mit der Schule), dann scheint er immer noch suboptimal daher zu kommen. Folglich werde ich mir denselben nochmal zur Brust nehmen, bei Gelegenheit.


    Ach ja, und das Thema der Challenge hast du mit der Idee der Höhlenmalerei super integriert, wollt ich noch anmerken.
    Oh danke - das freut mich natürlich. Habe mir mit dieser Szene besondere Mühe gegeben.

    Alle guten Dinge sind drei, damit will ich es auch gut sein lassen.
    Ein gesundes und kreatives restliches 2017 wünscht dir
    Danke, dass du dir die Arbeit nochmal gemacht hast. Hat mich gefreut.
    Auch dir ein kreatives, restliches 017 - ist ja Gott sei Dank noch n ziemlicher Rest übrig.

    Gruß, Ronnie
    Geändert von Ronnie (11.01.2017 um 00:51 Uhr)

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