Abstimmungsergebnis zur Challenge "Auf der Mauer stand mit Kreide"

Ergebnis 1 bis 3 von 3
  1. #1
    Suffade ist offline Mitglied
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    Aktuelles Buch: Cameron West, Erste Person Plural


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    Eisenwein - oder - Das Leben des Franz Fink

    Eisenwein
    oder
    Das Leben des Franz Fink


    Kurzbeschreibung

    Franz Fink wächst in armen Verhältnissen in einer Stadt im steirischen Industriegebiet auf. Sein Vater trinkt, seine Mutter versucht die Familie zusammenzuhalten und zu ernähren. Franz, noch halb Kind, bricht aus, läuft davon und versucht sich in verschiedenen Berufen. Seine erste große Liebe zerbricht an einem Joint. Zuletzt wird er Mosaikverleger, wegen seiner Liebe zum Gestalten. Bilder möchte er erschaffen und kreativ sein. Der Beruf gefällt ihm. Nachdem er für den Militärdienst untauglich ist, verlässt er endgültig seine Heimat in Richtung Salzburg. Er ist vorerst erfolgreich, verfällt dann dem Alkohol und landet als Obdachloser auf der Straße. Wenn im Rotlichtmilieu das Blaulicht überhand nimmt, wird es gefährlich. Dann folgt Finsternis. Er findet sich wieder hinter Gefängnismaueren, erlebte und überlebte Suizide lassen ihn weiter hoffen. Familiengründung als Ausstieg aus der Gosse funktioniert vorerst nicht. Verzweifelt versucht Franz Fink der Abwärtsspirale zu entkommen, doch sein Stolz lässt nicht zu, sich helfen zu lassen. Zwanzig Jahre nach dem ersten Schluck vom Eisenwein ist es ein simpler Telefonanruf, der alles ändert.
    Ein Entwicklungsroman mit allen Facetten eines außergewöhnlichen Lebens eines intelligenten Romantikers, geprägt vom Aufwachsen in der Nachkriegszeit in Österreich. Der Roman endet in den achtziger Jahren.

    Protagonisten

    Franz Fink ist die Hauptfigur in diesem Roman. Viele Weggefährten und Weggefährtinnen tauchen nur kurz auf und verschwinden wieder. Das liegt am Leben des Franz Fink, welcher einen Roman lang auf der Suche ist. Die Prägung durch den Vater, einem ehemaligen Unternehmer, holt ihn immer wieder ein. Somit ist der autoritäre Vater Ferdinand Fink, auch wenn er hauptsächlich durch Gedanken oder Handlungen des Franz Fink auftaucht, der zweite Hauptdarsteller.


    Erzählstil

    Der Ich-Erzähler Franz Fink erzählt in Gegenwart seine Entwicklung vom Gassenjungen bis zum erwachsenen Alkoholiker. Durch diese Form (er)leben die LeserInnen das Leben des Franz Fink, von der Kindheit in der Steiermark bis auf die Straßen von Salzburg als Obdachloser, sozusagen in Echtzeit. Schonungslos, durch den szenischen Fokus auf vorerst scheinbar unwichtige Details, legt der Autor den Finger in die Wunde.

    Zum Autor

    Ferdinand P. ist 1946 im steirischen Industriegebiet geboren, in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen und die Affinität zur Hauptfigur ist unübersehbar. In späteren Jahren war er jahrzehntelang erfolgreicher Unternehmer in Salzburg. Heute lebt und schreibt er in Wels, Oberösterreich und sein Entwicklungsroman soll, wie er selbst sagt, den Leserinnen einen Einblick in eine Welt geben, welche für viele Menschen unvorstellbar ist und surreal erscheint. Ohne erhobenen Zeigefinger, aber in einer deutlicher Sprache.
    Geändert von GoMusic (18.11.2016 um 21:37 Uhr)

  2. #2
    GoMusic ist offline Moderator
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    Aktuelles Buch: G.R.R. Martin, G. Dozois: Königin im Exil

    So. Auf die Schnelle, dachte ich, mache ich ein Expose und komme drauf, dass das gar nicht so einfach ist. Ist mir x-mal gesagt worden, dass es schwierig ist. Aber es ist wie immer bei mir, ich muss selber draufkommen … Okay, ich hab´s kapiert. Trotzdem habe ich eine halbwegse Übersicht geschafft, glaube ich. Also, ich bin gespannt auf eure Anmerkungen, und nur zu mit Kritik, mittlerweile weiß ich damit umzugehen.
    Solche Kommentare, die nicht zum Exposé gehören, bitte im Extrapost. Danke.

  3. #3
    Asterix ist offline Moderator
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    Aktuelles Buch: Kommissar Grantinger und das vierte Reich von Wolf Hamm

    Hallo Suffade!

    Toller Nick übrigens! Ja, wer schreibt, der bleibt nicht nur, sondern hat auch keine Zeit mehr zum Trinken.

    Nun zur Kurzbeschreibung. Die verändert meinen Eindruck aus dem ersten Kapitel gewaltig. Dort hatte ich eher den Eindruck, es gehe um einen wesentlich kürzeren Zeitraum und die Hauptpersonen
    seien Ferdl, Mizzi und Jim, während Franzl eher als Beobachter auftritt. Auch das es sich um einen Entwicklungsroman (vielleicht auch einen Bildungsroman oder einer fiktionalen Autobiographie) handelt, wird jetzt erst deutlich.
    Aus dem neugewonnenen Blickwinkel ist das erste Kapitel nicht verkehrt, doch zeigt diese Erfahrung wieder ein mal, wie wichtig ein Exposé ist, um ein Manuskript richtig beurteilen zu können.

    Ohne erhobenen Zeigefinger, aber in einer deutlicher Sprache.
    Ein guter Grundsatz. Also wird eher in einem neutralen Ton berichtet? Dazu müsste ich mir das erste Kapitel noch ein mal gezielt anschauen. Gerade bei fiktionalen Erzählungen, die zu einem nicht unbedeutenden Teil aus persönlichen Erfahrungen gewebt sind, kann es Streckenweise zu Abweichungen in der Stilhaltung kommen. Der Erzähler pendelt irgendwo zwischen den Extremen Pathos und Ironie (hier Anteilnahme und Distanz).

    Zur Romanform. Entwicklungsroman (vielleicht auch Bildungsroman) kann man sagen. Ich würde es aber derzeit eher als fiktionale Autobiographie einordnen.
    Erzählt wird in in Prosa / Behandelt wird eine, in diesem Fall nicht individuelle sondern fiktionale, Lebensgeschichte / Erzähler (nicht Autor) und Hauptfigur sind identisch / Erzählperspektive ist rückblickend(*).
    Das wird man nach einigen Kapiteln genauer definieren können. Hängt halt an der Ausarbeitung.
    Ich meine, daran hängt auch die Frage nach einer Prämisse.

    (*)Unter „Erzählstil“ steht hier: „Der Ich-Erzähler Franz Fink erzählt in Gegenwart seine Entwicklung ...“
    Das erste Kapitel ist jedoch in der Vergangenheitsform geschrieben.

    Neben dem Ende der Geschichte fehlt hier noch Einiges, um das Exposé verlagstauglich zu machen. Vorausgesetzt, dass das dein Ziel ist, schau doch mal hier rein.

    Er findet sich wieder hinter Gefängnismaueren,
    Gefängnismauern

    Lieben Gruß

    Asterix

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