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Wie das Leben so spielt

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09.10.2016
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Wie das Leben so spielt

„Hi Schatz.“ Grace begrüßte ihre Freundin immer mit drei Küssen: auf die Stirn, die Nase und den auf Mund. Lucy fand das süß, so wie alles was Grace tat. Sie waren wirklich vernarrt ineinander. Lucy war gerade von der Arbeit gekommen, als Grace die Tür reinkam. „Du weißt noch, dass meine Schwestern nächste Woche vorbeikommen? Bist du dir sicher, dass es dir auch Recht ist, ich kann ihnen auch noch absagen.“ Die jungen Frauen lebten in einer winzigen Wohnung in London, 2 Zimmer, Küche, Bad. Sehr klein, aber für die beiden ausreichend. Die Küche bestand aus nicht mehr als einem Herd, einem Kühlschrank und einer kleinen Arbeitsplatte. Sie hatten natürlich auch Schränke an der Wand und einen kleinen Esstisch, an dem die beiden fast jede Mahlzeit zusammen aßen. Ein Wohnzimmer hatte die Wohnung nicht, dafür hatten die beiden einen Fernseher im Schlafzimmer. Das zweite Zimmer war das Fotostudio von Grace. Lucy war sofort damit einverstanden, dass ihre Freundin den größten Raum nur ihrem Beruf diente und sie ihn sich nicht teilten. Sie war Fotografin, die vorwiegend professionelle Models ablichtete, aber ab und zu war auch mal eine normale Frau dabei, die sich zusammen mit ihrem Mann oder ihren Kindern fotografieren lassen wollte. Lucy war das komplette Gegenteil. Sie war Angestellte in einem Hotel. Sie war dort ein Mädchen für alles. Was man ihr sagte, tat sie auch. Dafür brachte sie aber auch mehr Geld mit nach Hause als Grace. Die beiden hatten in einigen Wochen ihren fünften Jahrestag. Sie wechselten sich jedes Jahr mit der Planung ab. Lucy hatte schon alles durchgeplant: Sie wollte Grace am Vormittag Frühstück machen, am Mittag wollte sie mit ihr in ein Museum, am Abend wollte sie ihr Dinner kochen. Anschließend würde sie ihre Partnerin fragen ob sie sie heiraten würde. Wenn sie ihr Angebot annahm, würden sie wohl den Rest der Nacht im Bett verbringen. Grace war eine große aber dennoch kurvenreiche Schottin mit rotbraunen Haaren und graugrünen Augen. Lucy wiederum hatte blaue Augen. Sie waren so blau, dass es fast wehtat hinein zu sehen. Sie war auch groß, aber nicht ganz so groß wie Grace. Gerade so, dass sie ihr noch verliebte Blicke zuwerfen konnte. Das hatte sie sich immer gewünscht. Einen Freund oder eine Freundin zu haben, zu der sie aufblicken konnte. Anfangs war es Grace nicht sehr geheuer, dass Lucy nicht nur auf Frauen stand, doch mittlerweile hatte sie sich damit abgefunden, dass das Risiko betrogen zu werden, doppelt so hoch war, wie bei ihr. Grace vertraute Lucy. Und Lucy vertraute Grace. Sie waren ein perfektes Paar. Und alle die die beiden jungen Frauen kannten mussten sie einfach lieben. Sie ergänzten sich total. Man hätte sie nicht besser backen können. Lucy war fröhlich und immer gut gelaunt, Grace war eher nachdenklich und vorsichtig aber dennoch sehr spontan. Die Nachdenklichkeit lag in ihrer Vergangenheit. „Aber nein!“ Lucy lächelte bis die Grübchen in ihrem Gesicht aufblitzten, die Grace so sehr an ihr liebte. „Du weißt, dass ich deine Schwestern liebe.“ Wenn sie einmal lächelte, konnte man sie nicht davon abhalten es weiter zu tun. Als es an der Tür klingelte, stand Lucy langsam auf und küsste Grace. Diese sah Lucy hinterher, als sie zur Tür eilte. Lucy verschwand im Flur und Grace hörte, wie sie den Hörer der Sprechanlage abnahm. „Ja in Ordnung. Ihr könnt hochkommen. Wir sind beide da.“ Grace ging langsam auf Lucy zu. „Wer war das?“, fragte sie. „Nur meine Eltern. Können wir uns nachher unterhalten? Also wenn sie wieder weg sind.“ Das Lächeln auf ihrem Gesicht war immer noch da. Die beiden Frauen gingen beide zur Tür als es klopfte.
Grace wurde von Lucys Mutter nicht sehr gemocht. Vielleicht, weil sie die lesbische Geliebte war und die ziemlich konservativen Eltern sich lieber einen Freund statt einer Freundin gewünscht hätten. Lucy war sich dessen bestimmt nicht bewusst, doch Grace spürte jedes Mal die leichte Feindseligkeit und Verachtung in der Stimme von Mrs. Flynt. Grace war das egal. Sie war gewohnt, dass man sie komisch ansah, wenn sie mit ihrer Feundin Händchen haltend durch die Fußgängerzone schlenderte. Als Grace sich vor ihrem Vater outete, schlug er sie halb tot. Danach lag sie vier Tage im Koma. Seitdem hatte sie es nur ihren Schwestern erzählt. Sie hätte es ihrer Mutter erzählt, doch als sie starb war Grace 12 und da wusste sie es noch nicht. Ihr wurde es erst klar, als sie mit 19 von einem Mädchen in einer Bar angequatscht wurde. Bei Lucy war es anders. Sie hatte sich als Teenager ausgetobt und experimentiert. „Wie geht es euch?“ Lucys Mom nahm sie fest in den Arm und zögerte als Grace mit offenen Armen auf sie zutrat. „Mom!“ Lucy trat entsetzt auf ihre Mutter zu. Sie konnte nicht glauben, was sie sah. Erst jetzt, jetzt als sie den Gesichtsausdruck ihrer Mutter sah, wurde es ihr klar. Sie erinnerte sich an die Reaktion von ihr , als Lucy ihnen Grace vorstellte. Ihr Vater war begeistert von ihr. Er wollte sofort alles über sie wissen. So oft hatte er Grace Grüße ausrichten lassen. So oft hatte er übertieben betont, dass sie das Gleiche von Mom ausrichten lassen sollte. Alles passte jetzt zusammen. „Ja Schatz?“ sie sah so unschuldig aus, mit dem aufgestzten Lächeln, das sie immer trug um die Verachtung gegenüber den beiden Frauen zu verstecken. Die Verachtung, für die sie sich so sehr hasste.Es handelte sich immerhin um ihre eigene Tochter und deren Freundin. „Mom kann ich dich kurz sprechen?“ Wenn Lucy sauer war, wurde sie immer höflich, zuindest wenn Unbeteiligte im Raum waren. Das wurde ihr von ihrer Mutter eingebleut bekommen „Wollen wir kurz ins Schlafzimmer gehen? Ich glaube wir müssen uns unterhalten.“ Sie setzte das gleiche Lächeln wie ihre Mutter auf. Sie sah aus wie sie, auch wenn Lucy adoptiert war. Man konnte die lautstarken Vorwürfe von Lucy bis in die Küche hören. „Sag mal hast du sie noch alle? Bist du jetzt völlig durchgeknallt? Du weißt doch ganz genau wie viel sie mir bedeutet!“ Grace blickte beschämt auf den Boden, denn was sollte sie dazu Lucys Vater sagen? „Lucy Flynt! Wie redest du mit mir? Sie ist eine Frau! Sie ist doch nur eine deiner Affären! Ihr seid kein echtes Paar. Das was ihr hier tut ist lächerlich!“ Grace spürte wie ihr die Tränen in die Augen schossen. „Sie ist nicht irgendeine Affäre. Sie ist meine große Liebe! Wir sind seit fünf Jahren zusammen und ich will sie verdammt nochmal heiraten!“ Grace spürte wie ihr Blickgeistesabwesend vom Boden zu ihrem allen Anschein nach zukünftigen Schwiegervater wanderte, der genau so verdutzt schien, wie Grace selbst. „Lucy! Was redest du denn da? Sie ist eine Frau! Du kannst sie doch nicht einfach…“ „Oh doch das kann ich und ich brauche sicherlich nicht deine Erlaubnis dazu.“ Grace kannte Lucy so gut, dass sie genau wusste welchen Gesichtsausdruck sie gerade aufsetzte. Sie kniff die Augen zusammen und schob die Unterlippe nach vorne, wie ein schmollendes Kind. Grace musste immer grinsen, wenn Lucy sie so ansah. Sie hasste es, wenn Grace mitten im Streit anfing zu lächeln. Dieses Lächeln dem sie nicht wiederstehen konnte. „Du bist nicht meine Mutter!“ Grace sah Lucys Vater an, dass er soeben einen Stich im Herz gespürt hatte. Mrs Flynt stürmte aus dem Schlafzimmer und schnappte sich ihre Jacke von der Arbeitsplatte. „Martin! Komm wir gehen! Und du junge Dame…“Sie sah Lucy an, die sich neben Grace gestellt hatte. „Du wirst schon noch sehen, dass ich Recht hatte!“ Mrs Flynt eilte aus der Wohnung und ihr Ehemann hastete ihr nach, nicht bevor er die zwei Frauen umarmt hatte. „Ihr habt meinen Segen.“, raunte er den Frauen zu und küsste seiner Tochter eine Träne von der Wange, wie er es immer getan hatte als Lucy noch ein kleines Mädchen war. „Passt auf euch auf! Ich hab dich lieb. Bis bald.“ Er küsste Lucy auf die Stirn und umarmte Grace. Er war glücklich, dass die Frauen vor den Altar treten wollten, das sah man ihm an. Erst jetzt wurde Lucy klar, dass die beiden in der Küche alles gehört hatten. „Du weißt dass ich es ernst gemeint hab oder?“ Lucy sah Grace besorgt an, besorgt wegen der Unkenntnis über die Antwort. „Ja das weiß ich.“, sagte Grace und sah auf den Boden. „Und ja ich will dich heiraten.“ Lucy atmete laut auf. Ihr Gesicht sah so glücklich aus, so glücklich hatte Grace es noch nie gesehen. Auch wenn sie an diesem Tag, nur diesen einen Grund zum Lächeln hatte.
„Du wolltest doch mit mir reden.“, Grace liebt es wenn sich Lucy abends in ihren Arm kuschelte. „Ja. Heute ist der 18., Grace. Der 18. Mai. Weißt du nicht mehr was vor 4 Jahren passiert ist?“ Doch Grace wusste es. Grace wusste es genau. Lucy hatte eine Cousine, sie war an Leberversagen gestorben. Ansonsten lebten alle ihre näheren Verwandten noch. Darum beneidete Grace. Lucys Cousine hieß Ruby, sie war eine verlogene Trinkerin. Das dachte Grace. Sie fand, dass sie den Tod verdient hatte. Natürlich sagte sie das Lucy nicht. Sie würde schreien sich immer weiter in Rage versetzen, wenn Grace das sagen würde. Sie würde anfangen zu weinen und sich im Bad einsperren. Sie würde Grace alle ihre Fehler vorhalten. Daraufhin würde Grace mit Lucys Fehlern kontern. Das würde solange andauern bis eine von den beiden Frauen erneut in Tränen ausbrechen und sich entschuldigen würde. Danach würden die beiden im Bett landen. So war es immer. Doch Grace wusste, wie naiv Lucy sein konnte und dass sie ihr diese Bemerkung nie verzeihen würde. Also schwieg sie und sagte nichts außer: „Doch. Ich weiß was vor vier Jahren passiert, Lucy. Es tut mir wirklich leid. Glaub mir ich weiß wie du dich fühlst.“ Grace strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht. Ihre Haare sahen dunkler aus als sonst. Deine Mutter. Wann ist sie gestorben?“ Lucy merkte wie Grace sich ihre Tränen runterschluckte. Sie war so eine starke Persönlichkeit. Sie ließ sich ihren Kummer nicht anmerken. Nur Lucy merkte es, wenn sie traurig war. Lucy war anders. Sie konnte ihre Gefühle nicht verstecken. Sie war wie ein offenes Buch. „25. August. Sie ist am 25. August 2003 erschossen worden, weil sie bei einem Banküberfall ihre Kette nicht hergeben wollte. Die Kette war ein Geschenk von meinem Vater. Ich weiß welcher Tag heute ist. Ruby ist jetzt seit vier Jahren tot. Lucy, ich weiß doch noch wie traurig du wochenlang warst. Das ist natürlich auch verständlich, aber du kannst mir nicht unterstellen, dass ich das je vergessen könnte.“ Lucy sah schuldbewusst auf ihre Füße. Das tat sie seit sie ein kleines Kind war. Immer wenn sie eine Standpauke von ihrem Vater erhielt, sah sie auf ihre kleinen Zehen. Bis heute tat sie das immer, wenn sie sich schuldig fühlte. Das war etwas an Lucy, das Grace nicht mochte. Sie fand das feige. Grace sah dem der ihr Vorwürfe machte immer direkt in die Augen. Sie konfrontierte ihr Gegenüber mit ihrem klaren Blick. Den Blick hatte sie gut drauf, auch wenn sie ihn schon lange nicht mehr benutzt hatte. Lucy hasste ihn. Immer wenn sie den Blick sah, versuchte sie ihn auch und standhaft zu bleiben. Doch wenn sie Grace nur lange genug so ansah, schossen Lucy die Tränen in die Augen. Das war schon immer so auch bei ihrem Vater. Nur musste sie bei ihrem Vater immer anfangen zu lachen, denn er blickte immer so übertrieben streng drein, sodass man ihn nicht ernst nehmen konnte. Doch Grace wollte nicht lustig sein. Sie meinte es ernst, wenn sie einen so anschaute, dann wusste man, dass alle Entschuldigungen nutzlos waren. Diesmal sah sie Lucy nicht so an. Lucy hätte sich aber gerne selbst mit diesem Blick bestraft. „Grace. Es tut mir leid. Ich… wir sollten nicht streiten. Ich meine wir haben uns heute verlobt oder?“ Grace musste grinsen bei dem Gedanken an eine Hochzeit. „Nur mal so. Eine Frage: Bekomm ich noch ein Ring? Weil… ohne Ring werde ich dich nicht heiraten.“ Grace musste so sehr grinsen, dass ihr das Gesicht weh tat. Sie konnte immer noch nicht glauben, dass Lucy sie heiraten wollte. Grace hatte schon oft darüber nachgedacht, doch traute sich nie Lucy einen Antrag zu machen, weil sie Angst vor Zurückweisung hatte. Doch sie wusste genau, dass sie mit Lucy den Rest ihres Lebens verbringen wollte. „Warte noch ein bisschen, dann bekommst du deinen Ring.“ Sie küsste Grace und rollte sich wieder an ihre Seite. Grace streichelte ihr übers Haar bis Lucys Atem langsam und gleichmäßig wurde. Grace wusste auf einmal, dass Lucy das Beste in ihrem Leben war, seit ihre Mutter tot war. Seit diesem Tag wurde Grace von einem Schatten verfolgt. Doch als sie den Fernseher abstellte verschwand der Schatten. Natürlich hätte sie sich Gedanken über Lucys Mutter und ihre Vorurteile machen können, oder Ruby, die nuttige Trinkerin, die heute vor vier Jahren in einem Krankenhausbett allein gestorben war ohne ihre Eltern oder einen Freund. Es war traurig, doch Grace fand, jeder Alkoholiker oder Junkie hätte den Tod verdient. Aber sie dachte nicht über Ruby oder Mrs Flynt nach. Sie dachte an den nächsten Tag, an die Andeutung, die Lucy hatte fallen lassen. Sie dachte auch über die fünf Jahre nach, die sie jetzt schon zusammen waren und an die Hochzeit, die sie feiern werden. Sie dachte noch an einiges mehr und irgendwann schlief sie, mit dem Gedanken an Lucy im Brautkleid, ein.
Als Grace und Lucy wie immer sonntags im Bett frühstückten, klingelte es an der Tür. „Ich geh schon. Lass mir noch ein Brötchen übrig.“ Lucy streichelte Grace die Wange, während diese das Gesicht an Lucys Hand schmiegte. Lucy stand auf und ging zur Tür. Grace folgte ihr, als sie wenige Augenblicke später eine fremde Stimme hörte. „Lebt hier eine Grace Walker?“, als Grace näher an die Tür trat, verschränkte sie die Arme vor der Brust, als sie zwei Polizisten sah. Sie wusste was passiert war, sie wusste es genau. Sie kannte den Blick so gut, den der eine Polizist aufsetzte. Diesen Blick gab es nur einmal. Man konnte ihn nicht fälschen und Grace hatte ihn schon zu oft gesehen. „Das bin ich. Was ist denn passiert?“ Sie sah den Jüngeren an, er hatte Tränen in den Augen. Nach einem auffordernden Blick seines Kollegen, machte er einen Schritt nach vorne. „Mein Name ist Josh Harris und das ist Mason Evans. Es wäre wohl besser, wenn wir reingehen und uns setzten würden.“ Lucy öffnete die Tür weiter, als Erlaubnis für die beiden Herren in die Wohnung zu treten. „Natürlich, kommen sie.“ Sie führte die beiden Männer in die Küche und schloss nebenbei die Tür zum Schlafzimmer, wo immer noch das Tablett auf dem Bett lag. Grace setzte sich an den Tisch und deutete den Polizisten einen Platz mit den Händen. „Wer ist gestorben? Sagen sie es mir einfach. Rosie oder Emily?“ Der Jüngere sah erst Grace und dann seinen Kollegen verdutzt an. „Wie? Woher wissen sie das?“, stammelte er. „Den Blick, den ihr Kollege die ganze Zeit auf dem Gesicht hat, den kenn ich schon. Den setzt man nur auf, wenn jemand tot ist. Den habe ich schon oft genug gesehen.“ Der Jüngere schaute in die Tasse Tee, den Lucy ihm vorgesetzt hatte. Der Andere berührte Grace am Arm. „Ihre Schwester Rosie wurde angefahren. Sie liegt im Koma.“ Lucy sah die Tränen von Grace in ihren Augen. Sie konnte sie nicht zurückhalten. „Es tut mir sehr leid.“ Der Polizist hatte seine Hand immer noch auf Grace‘ Arm. „Hat der Fahrer überlebt?“ Grace wischte sich eine Träne von der Wange. Lucy hatte sich die ganze Zeit an die Küchenzeile gelehnt und das Gespräch verfolgt. Sie stellte sich hinter den Stuhl, auf dem ihre Freundin saß und legte ihre Hand auf die Schulter von Grace. „Ja er hat sich das Bein gebrochen, doch sonst ist er ok. Ich weiß, dass sie sich wahrscheinlich wünschten, dass er tot wäre.“ Grace sah auf ihre Fingernägel. Sie hatte sie sich erst neuen Nagellack draufgemacht. „Hatten sie viel Kontakt mit ihrer Schwester?“ Mason zog einen Notizblock aus der Jacke. „Ja. Wir haben fast jeden Tag telefoniert. Weiß es Emily denn schon?“ Sie hoffte es so sehr. Sie hatte ihr schon sagen müssen, dass ihr Vater tot ist. Das würde sie nicht noch einmal durchstehen. Sie wollte nicht, dass ihrer kleinen Schwester Leid wiederfährt. Das wollte sie auch nicht für Rosie. Die beiden hätten nicht mal wissen sollen, dass Leid existiert. „Nein. Sie weiß es nicht. Wir dachten, es wäre vielleicht gut, wenn Sie es ihr sagen. Ihre Tante Charlotte haben wir schon informiert.“ Grace legte die Hand an die Stirn und atmete tief durch. „Ich habe ihr schon sagen müssen, dass unser Vater tot ist. Ich kann das nicht noch mal. Aber wenn ich mich zusammenreiße, geht das schon.“ Lucy bezweifelte die Stärke, die in Grace‘ Stimme lag, doch sie sagte nichts. Sie streichelte nur immer weiter ihren Arm. „Es ist wahrscheinlich einfacher für Emily, wenn ich es ihr sage.“ Grace drehte sich um und sah Lucy an. Diese erwiderte den Blick und strich mit dem Handrücken über das Gesicht von Grace. „Wir müssen nach Bristol. Bitte ich muss Rosie sehen. Und wir müssen zu Emily.“ Sie wendete den Blick wieder zu den Polizisten. „Sie wohnt auch hier in London. Ich werde sie gleich anrufen.“ Grace stand auf und rann ins Schlafzimmer um ihr Handy zu holen. „Wir fahren am besten mit dem Zug nach Bristol. Aber es wäre sehr nett von ihnen, wenn sie uns zu Emily fahren würden. Ihre Wohnung ist nicht weit von hier, doch die Verbindung ist schlecht. Man braucht mit dem Bus fast zwei Stunden.“ Lucy versuchte zu lächeln. „Natürlich Ms Flynt. Wir bräuchten aber die Adresse.“ Sie stand auf und nahm einen Zettel von dem Notizbrett, das in der Küche hing. „Hier ist sie. 45th Georgia Street. Warten Sie einen Moment bitte.“ Lucy ging aus der Küche, um nach Grace zu sehen, die nun schon verdächtig lange im Schlafzimmer war. Grace saß auf dem Bett und Lucy sah eine Träne die Wange runterrollen. Sie setzte sich neben sie und schlang ihren Arm um ihre Freundin. „Ich habe die Polizisten gebeten uns zu Emily zu fahren. Wir können dann gleich nach Bristol mit dem Zug. Und dann ins Krankenhaus. Ich glaube sie liegt im St. Andrews.“ Grace sah Lucy mit tränengefüllten Augen an. „Was ist, wenn sie es nicht schafft? Wenn sie für immer im Koma liegt. Sie ist meine kleine Schwester! Lucy. Ich pack das nicht.“ Lucy drehte sich zu Grace und sah ihr direkt in die Augen. „O doch! Du wirst das schaffen. Und Rosie schafft das auch. Ich weiß du glaubst nicht an Wunder, aber ich glaube für uns beide. Sie wird wieder aufwachen. Ganz bestimmt. Sie hat noch eine Chance. Ruby hatte die nicht! Ich weiß wie du dich fühlst, ich habe mich auch so gefühlt. Aber du wirst nicht die Fassung verlieren wie ich. Nicht jetzt. Für Emily. Ich…“ Grace unterbrach sie abrupt. „Ich glaube nicht. Nicht an Gott, nicht an irgendein Schicksal, nicht daran, dass alles aus einem bestimmten Grund passiert. Ich glaube auch nicht, dass Rosie wieder aufwacht. Nach allem was uns passiert ist, glaube ich nicht an das Gute.“ Sie sah Lucy lange in die Augen, bevor sie aufstand und eine Schublade am Wandschrank aufzog. „Ich zieh mich kurz um. Wir können in fünf Minuten los.“ Sie nahm sich ein paar Klamotten aus der Schublade und wischte sich nochmal mit dem Handrücken über die Augen, bevor sie im Gang verschwand. Lucy wartete, bis sie die Badezimmer hörte und stand danach langsam auf. Sie ging an das Fenster und sah hinaus. Sie sah sich gerne London im Regen an. Ihre Wohnung lag gerade so, dass man die Themse sah. Es war jedoch eins der vielen Viertel, in dem sich eher selten Touristen verirrten. Doch heute schien die Sonne. Als wollte sie Grace vergebens Hoffnung schenken. Die Strahlen reichten bis ans Ufer. Lucy ging vom Fenster zurück und lief in die Küche. „Ich muss sie bitten, noch etwas länger zu warten. Grace zieht nur kurz um und dann können wir los. Nochmals danke, dass sie uns zu Emily fahren.“ Lucy zwang sich zu lächeln, doch sie schaffte es nicht.
Als Grace mit Emily und Lucy nach der furchtbaren Zugfahrt vordem St. Andrews Hospital in Bristol stand, wollte sie am liebsten weglaufen. Sie wollte so weit weg sein, wie nur irgend möglich. Doch sie blieb. Sie blieb stehen, für Emily. Und für Rosie. Grace drehte sich zu ihrer kleinen Schwester um. „Das ist alles meine Schuld. Ich hätte besser auf euch aufpassen sollen. Ich habe mich nicht richtig um euch gekümmert. Ich weiß, dass ich mich falsch verhalten habe. Es tut mir so sehr leid. Ich hätte es besser machen können. Ich bin schuld.“ Grace sprach eher mit sich selbst, als mit Emily. „Nein. Grace, nein! Du hast nichts falsch gemacht. Alles was du für uns getan hast, hat uns stärker und lebendiger gemacht. Ich kenne niemand, der das geschafft hätte. Alles was passiert ist, ist nicht deine Schuld! Du kannst nichts dafür, dass Rosie jetzt da oben ist oder, dass Dad all das gemacht hat, was er getan hat.“ Keine der drei Schwestern, redete gern über ihre Vergangenheit. „Du musst immer daran glauben, dass du es nicht hättest besser machen können. Du hast alles getan, was du tun konntest. Glaub mir, ich weiß es. Nicht mal Mum, hätte das geschafft.“ Grace wusste, dass Emily Recht hatte. Trotzdem machte sie sich Vorwürfe, dass sie noch mehr hätte tun können. Es war ihr einfach zu teuer gewesen, ihre Schwestern bei sich aufzunehmen. Das würde sie wohl den Rest ihres Lebens verfolgen. Sie nahm ihre kleine Schwester in den Arm und murmelte etwas, das nur Emily verstehen konnte. Lucy fragte sich Jahre später, was Grace ihr gesagt hatte, denn als die Schwestern sich wieder losließen, fing Emily an zu weinen. „Lasst uns reingehen.“ Grace wartete das Nicken von Emily ab, bevor sie zügig und mit erhobenem Kopf auf das Krankenhaus zuschritt. Grace hatte immer eine gute Haltung, doch wenn sie vor etwas Angst hatte, lief sie noch aufrechter. Und vor dem Krankenhaus in Bristol hatte sie große Angst. Sie mochte Krankenhäuser noch nie. Sie wollte einmal ihre Schwestern zum Arzt bringen, weil ihr Vater sie zusammengeschlagen hatte, doch sie wurden abgewiesen, weil die Ärzte ihr nicht glaubten. Ihr wurde gesagt, dass sie doch mit einem Elternteil wiederkommen sollte. Erst als sie tagelang im Koma lag, schenkte man ihr Glauben. Lucy musste fast rennen, um mit Grace Schritt zu halten. Sie blieb erst vor dem Empfang stehen, als sie nach der Zimmernummer fragte. „Hallo, mein Name ist Grace Walker. Meine kleine Schwester ist hier. Sie hatte einen Autounfall. Man hat mir gesagt, dass sie im Koma liegt.“ Die Empfangsdame beschäftigte sich mit ihrem Computer, doch als sie von dem Unfall hörte, sah sie Grace an. „Das tut mir leid. Wenn sie mir den Namen sagen, kann ich einen Arzt rufen, der mit ihnen redet.“ Grace verzog die Mundwinkel zu einem Lächeln und murmelte den Namen ihrer jüngsten Schwester. Grace linste auf das Namenschild, während die Frau namens Christine in ihren Computer starrte und hastig etwas auf der Tastatur tippte. „Es wird gleich eine Schwester kommen, die sie zu dem Zimmer bringt.“ Grace bemerkte, wie Lucy an den Empfangsschalter trat. Sie hatte den Arm um Emily gelegt, die offensichtlich ihre Tränen verbergen wollte, sie schaffte es nur kläglich. „Sind sie Grace?“ Grace drehte sich abrupt um, als die junge Frau sie ansprach. „Ja das bin ich.“ Lucy schob Emily neben Grace und stellte sich selbst neben die beiden Schwestern. „Mein Name ist Erica. Darf ich Sie Grace nennen?“ Grace nickte und zeigte auf Emily und Lucy. „Das sind meine Schwester Emily und meine Verlobte Lucy.“ Grace musste schmunzeln, als sie den verdutzten Blick von Emily bemerkte. „Ich geh mal davon aus, dass ich euch auch mit Vornamen ansprechen darf.“ Sie nahm das lächelnde Nicken der beiden jungen Frauen als Ja. „In Ordnung. Wir werden jetzt zu Rosie gehen, wenn ihr bereit seid.“ Grace sah Emily an, sie wartete ihr Nicken ab und atmete tief durch. Sie griff nach Lucys Hand und nickte ihr zu. „Ja wir sind soweit.“ Erica wollte sie darauf vorbereiten, wie sie Rosie antreffen würde. Dass sie mit ihr reden und sie berühren konnten und dass ein Arzt gleich mit ihnen reden würde. Während sie im Aufzug waren, hörte Grace ihr noch zu, doch als sie auf der Etage angekommen waren und die Türen sich öffneten, konnte man durch die Glaswand in das Zimmer sehen, wo Rosie in einem Bett lag mit einem Schlauch im Hals. Grace wurde schlagartig schlecht. Sie setzte sich auf einen der Stühle, die an der Wand standen. „Schatz was ist denn?“ Lucy ging vor Grace in die Hocke und streichelte ihren Arm. „Da in dem Zimmer. Da ist sie. Rosie liegt in dem Zimmer.“ Sie zeigte in eine ungenaue Richtung, da sie sich nicht traute noch einmal hinüberzusehen. Sie sah nur im Augenwinkel, wie Emily mit Erica zu dem Zimmer hinüberging. Grace atmete tief durch und sah mit ihren verweinten Augen Lucy an. „Komm wir gehen zu Rosie.“ Lucy hatte etwas in ihrer Stimme, dem man nicht wiederstehen konnte. Sie konnte jeden überzeugen, genau das zu tun, was sie von einem verlangte. Grace stand von dem Stuhl auf und sah zu Emily rüber, die gerade durch die Tür ging. „Ja lass uns zu Rosie gehen.“ Sie liefen durch den breiten Flur, der an den vielen Krankenzimmern entlangführte. Man konnte durch die Glastüren in die einzelnen Zimmer sehen. Fast in jedem war ein Bett von Angehörigen umkreist, die entweder weinten oder miteinander und den Patienten redeten. Nur in wenigen Betten lagen die Menschen im Koma oder waren allein im Zimmer. Grace war fast an dem Zimmer angekommen, in dem man Rosie liegen sah. Lucy merkte, wie sich die Schritte ihrer Partnerin verlangsamten. „Du schaffst das“, raunte sie ihr zu. „Wir machen das zusammen. Du musst das nicht alleine machen. Ich bin für dich da.“ Grace drehte sich abrupt zu ihr um. „Ich weiß, dass du immer für mich da bist, aber das muss ich alleine machen. So leid es mir tut. Aber hier kannst du mir nicht helfen. Da muss ich allein durch.“
Rosie fühlte sich allein. So allein. Als sie aufwachte, waren viele Menschen in dem Zimmer. Es kam ihr so vor, als würde sie kaum Luft bekommen, weil so viele Menschen in dem kleinen Krankenhauszimmer. In dem Zimmer waren jedoch nur die zwei Frauen und ein Arzt, der gespannt auf einen Monitor starrte. „Oh mein Gott, Rosie! Oh Gott. Oh Gott sei Dank.“ Der Arzt sah Rosie erschrocken an, als er Emilys Rufe hörte. Ein Lächeln machte sich auf seinem Gesicht breit. Er merkte jedoch schnell, dass sie sich gegen die Intubation wehrte. Er entfernte den Schlauch in aller Ruhe und begrüßte Rosie: „Willkommen zurück Miss Walker. Wir hatten noch nicht das Vergnügen. Ich bin Dr. Burton.“ Rosie sah sich in dem Zimmer um und merkte gar nicht, dass ihr die Tränen liefen, als sie die beiden Schwestern sah. „Oh Rosie. Hast du mir vielleichteinen Schrecken eingejagt. Mach das nicht noch mal verstanden?“ Rosie drehte ihr verweintes Gesicht zu dem Arzt und stammelte etwas, das die Beiden schaudern ließ. „Bitte, schicken sie sie weg. Die sollen weggehen. Ich kenne die Frauen nicht!“ Rosie drehte ihr Gesicht in Gesicht in das Kissen, auf dem ihr Kopf lag. Bevor Emily sich recht versah, wurde sie schon von dem Arzt aus dem kleinen Zimmer geschoben. Es wurde ihnen geraten, Rosie sich erstmal ausruhen zu lassen und einen Kaffee zu trinken. Als sie in der Cafeteria saßen, bemerkte Emily das erste Mal, dass eine der Frauen fehlte. „Wo ist eigentlich Lucy?“ Grace sah nicht einmal auf. Sie wollte ihrer Schwester nicht sagen müssen, dass sie sich von Lucy schon innerlich getrennt hatte. Die vielen Streitigkeiten der beiden Frauen hatten dazu geführt, dass Grace die Nase voll hatte. Lucy warf ihr seit Wochen vor, zu viel Geld auszugeben. Sie hatten zwar ein gemeinsames Konto, auf das beide ihren Lohn einzahlten, der bei Lucy jedoch höher ausfiel, da sie eine feste Anstellung hatte und nicht, wie Grace, selbständig war. „Sie ist wieder heimgefahren. Sie hätte hier nichts tun können. Wie läuft es eigentlich bei dir? Geht es dir gut?“ Emily nickte. Sie und Rosie hatten es besser verkraftet, dass ihr Vater sie geschlagen hatte. Grace hatte oft mit ihnen darüber gesprochen und es kam ihr so vor, als würden sich die beiden kaum daran erinnern. „Das ist doch jetzt egal oder?“ Emily nuschelte. Sie hatte eigentlich eine klare Stimme, doch jetzt verstand man sie kaum. „Mir ist es nicht egal. Was ist? Ist es Nate?“ Emily sah auf ihre Füße. Grace fühlte einen Stich im Herzen. Genau so sah Lucy aus, wenn sie etwas nicht sagen wollte. „Ja. Ich kann dir alles sagen oder?“ Grace berührte ihren Arm. „Ja. Was ist denn?“ Und dann erzählte Emily. Sie redete über Gott und die Welt, bis sie zum Schluss kam, dass Nate sie geschlagen hatte, sie sich von ihm trennte und schwanger war.
Grace fiel erschöpft in ihr Bett sie hatte eine harte Woche hinter sich. Sie musste ihr Fotostudio früher als geplant wieder öffnen, da es am Monatsende etwas knapp zu werden schien. Dazu hatte sie Rosie bei sich aufgenommen und Emily schlief auch fast jede Nacht bei ihnen. Grace hatte ihnen eine Matratze ins Studio gelegt, auf der sie schliefen. Rosie ging es wieder einigermaßen gut. Sie hatte noch oft Kopfschmerzen, doch sie erinnerte sich wieder. Es waren nur die Nebenwirkungen der Narkose, so wie der Arzt gesagt hatte. Er meinte auch, dass Rosie sich eventuell depressiv verhalten würde, doch das tat sie nicht. Im Gegenteil, sie war glücklich und aufgeweckt. Sie lachte fast die ganze Zeit mit Emily oder mit Grace. Lucy hatte sich ein Zimmer im Stadtzentrum gemietet. Sie hatte Grace kurz nach dem Autounfall von Rosie erklärt, dass es wohl das Beste für alle sei, wenn sich die beiden eine Auszeit nehmen würden. Emily ging wieder arbeiten, damit es für die drei Frauen reichte. Rosie hatte angeboten sich einen Job zu suchen, doch dieser Vorschlag wurde einstimmig und sofort abgelehnt. Grace war froh darüber, dass beide ihrer Schwestern bei ihr waren und es ihnen gut ging. Ihr Fotostudio lief gut, doch das tat es immer und am Ende war es ständig knapp am Monatsende. Emily war mittlerweile bei ihrer Ärztin gewesen und hatte erfahren, dass sie schon in der 18. Woche war. Als sie auf dem Behandlungsstuhl saß, wurde sie gefragt, ob sie das Geschlecht wissen wollte. Sie verneinte aber sie bat die Gynäkologin es auf einen Zettel zu schreiben. Emily wollte Nate eigentlich nicht sagen, dass sie ein Kind erwartete, da sie Angst hatte, dass er sie erneut schlagen würde. Anders als ihr Vater, brauchte ihr Ex-Freund keinen Alkohol um so etwas zu tun. Nate war groß und kräftig gebaut. Er hatte große Hände. Emily hatte sie immer fasziniert beobachtet, bis sie das erste Mal in ihrem Gesicht landeten. Er hatte sie über Monate hinweg geschlagen. Ins Gesicht und in den Bauch. An schlimmen Tagen musste sie sich übergeben. Nate hatte ihr gedroht sie zu verfolgen, wenn sie ihn verließe. Emily hatte sich nicht getraut zu Grace zu gehen oder sich im Krankenhaus Hilfe zu suchen. Sie hatte sich geschämt, dass sie sich nicht dagegen wehren konnte, dass ihr Freund, der sie eigentlich lieben sollte, sie so erniedrigt hatte. Sie lief nicht nach Hause zu Grace und Rosie, sondern zu Nate. Sie nahm all ihren Mut zusammen und klopfte bei Nate an. Zu Emilys Überraschung, öffnete eine junge Frau die Tür. „Kann ich ihnen helfen?“ Emily war im ersten Moment zu verdutzt um etwas zu sagen. „Ich bin Emily ich bin Nates Freundin. Eher gesagt Ex-Freundin. Ist er zuhause?“ Die junge Frau bat Emily herein und stellte sich als Jessica vor. Als Emily Nate sah lief ihr ein Schauer über den Rücken. „Hi“, hauchte sie. „Ich dachte wir hätten Schluss gemacht. Was willst du hier?“, fragte er offensichtlich genervt von der Störung der jungen Frau. „Ich muss mit dir reden. Es ist wichtig. Ich will aber nicht alleine mit dir sein. Kann deine Neue vielleicht kurz dableiben?“ Emily warf einen fragenden Blick in Jessicas Richtung. Sie warte ihr Nicken ab, bis sie anfing zu reden: „Ich bin in der18. Woche schwanger. Ich weiß das Geschlecht nicht aber es steht hier auf dem Zettel. Es wäre mir egal, wenn es dich nicht interessiert. Ich werde dich auf jeden Fall nicht in seine Nähe lassen, wenn niemand sonst dabei ist. Das war’s auch schon. Ich lass euch jetzt allein.“ Sie drückte Nate den Zettel in die Hand uns ging aus der Tür.“
Als Grace gerade aus der Wohnung gehen wollte, sah sie Lucy auf der Treppe sitzen. „Was machst du denn hier?“, fragte sie mit einem besorgten Unterton. Die beiden Frauen hatten sich seit drei Wochen nicht gesehen. „Ich wollte dir nur sagen, dass ich dich vermisse. Ich kann nicht mehr ohne dich leben. Lucy stand mittlerweile vor Grace. „Ich brauche dich. Ich… Ich meine es ernst. Ich liebe dich immer noch. Wenn du mich auch noch liebst…?“ Grace sah Lucy lange an. „Ich würde dich herein bitten, aber ich muss einkaufen. Willst du mit?“ Grace spielte mit ihren Ohrringen, als sie auf dem Weg zum Supermarkt im Bus saßen. Das tat sie nur, wenn sie nervös war. Lucy wusste das und beobachtete sie fasziniert, während Grace das ihr richtigerscheinende Mehl heraus zu suchen. „Willst du backen?“. Grace murmelte etwas und legte eine Backmischung in den Einkaufswagen. „wir nehmen doch immer die andere oder?“. Lucy erschrak, als Grace herumfuhr. „Wir machen gar nichts! Das hier ist die Billigversion. Weißt du warum wir die Billigversion nehmen? Weil wir kein Geld mehr haben. Mein Gewinn vom Fotostudio und Emilys Mindestlohn reicht nicht für drei Personen. Ich muss mich nicht mehr nur um mich kümmern. Ich habe die Verantwortung für zwei andere Menschen. Ich liebe sie natürlich, aber es ist anstrengend. Es ist im Moment alles scheiße.“ Grace drehte sich weg, damit Lucy nicht sah, dass sie weinte. „Komm her. Ich weiß. Ich weiß wie es dir geht.“ Lucy nahm ihre weinende Freundin in den Arm. Grace war froh, dass Lucy wieder da war. Sie hatte sie wirklich vermisst.
„Wart ihr heute draußen?“ Die vier Frauen saßen an dem viel zu kleinen Küchentisch. „Ich war heute beim Arzt.“ Emily starrte in ihren Teller, aus Angst, dass die ganze Wahrheit ausdiskutiert werden würde. „Ist alles in Ordnung?“ Rosie hatte Angst vor der Antwort, wegen der verlegenen Blicke, die Emily mit Grace austauschte. „Ja. Also Nein… Ich bin schwanger.“ Rosie und Lucy überschlugen sich vor Überraschung und Glückwünsche. Ihnen wurde erst nach und nach klar, dass der Vater des Kindes aus Emilys Leben verschwunden war. „Wirst du es Nate sagen?“ Grace saß ihrer Schwester gegenüber und berührte ihren Arm. „ich will nicht lügen… Ich war schon dort.“ Grace war entsetzt. „Allein?! Du hättest mit mir gehen können. Hat er dir etwas getan?“ Emily legte die Hand auf ihren Unterleib und schüttelte den Kopf. „Nein. Aber er hat eine Neue. Sie ist nett… Er hat Glück mit ihr. Sie aber nicht. Naja was soll man sagen.“ Sie zuckte die Schultern und sah wieder in ihren Teller. Rosie blickte erstaunt in die Runde. „Was ist denn passiert? Ihr solltet ihr mir doch nichts verheimlichen. Mensch Leute… Wisst ihr wie scheiße es ist die jüngste zu sein?“ Emily hatte den gleichen klaren Blick wie Grace. Lucy lief ein kalter Schauer über den Rücken, weil sie genauso aussah wie ihre Schwester. „Er hat mich geschlagen, Rosie. Monatelang hat er mich verprügelt. Aber heute nicht. Heute war seine Neue dabei.“
Grace wurde von dem Piepsen des Rauchmelders in der Küche geweckt. Sie sprang hastig auf und rannte in die Küche. Da stand Lucy auf einem der vier Stühle, die normalerweise um den kleinen Tisch herumstanden. Sie versuchte mit ihren Händen den Rauchmelder abzustellen. Grace musste fast lachen, als sie die verzweifelten Versuche Lucys sah, auf den Aus- und Einschaltknopf des Rauchmelders rumzudrücken. „Warte, lass mich Schatz.“ Lucy erschrak, denn bei dem Lärm, den der Rauchmelder machte, hatte sie Grace nicht kommen gehört. „Ja tut mir leid ich wollte uns Omelette machen aber es ist etwas Teig auf die Herdplatte getropft und dann hat es gedampft und dann ist der Alarm angegangen.“ Grace stieg von dem Stuhl runter, mit dem Rauchmelder in der Hand. „Jetzt ist er aus. Die große Fünf! Noch ein Versuch.“ Die beiden Frauen umarmten sich, wie sie es früher jeden Morgen getan hatten. „Was hast du für heute eigentlich geplant.“ Grace wollte eigentlich nach dem Ring fragen, doch hatte allmählich Zweifel an einer Ehe und so ließ sie es. Lucy küsste Grace auf die Wange. Sie musste ihren Kopf nach oben recken, um ihr Gesicht zu erreichen. „Eigentlich wollte ich dich mit Frühstück im Bett überraschen, aber das hat wohl eher nicht geklappt.“ Lucy zog den einen Mundwinkel zur Seite, so wie sie es immer tat, wenn ihr Etwas unangenehm war. „Ist doch alles in Ordnung. Weißt du was? Ich leg mich nochmal ins Bett, du machst das hier fertig und du bringst es ins Schlafzimmer. Ich spiel auch überrascht.“ Grace küsste Lucy und verschwand ins Schlafzimmer. Lucy sah ihr verträumt hinterher, bis sie in ihren Wollsocken aus der Küchentür tapste. Grace schob die Decke zur Seite, setzte sich aufs Bett und kramte ihr Handy vom Nachtisch. Sie hatte es gerade in der Hand, als es anfing zu klingeln. Schnell nahm sie ab und warf ihre Haare nach hinten, wie sie es immer tat, bevor sie das Telefon an ihr Ohr legte. „Grace Walker. Wer ist dran?“ Lucy fand ihr Gesicht immer sehr amüsant, wenn sie telefonierte. Grace verzog immer ihre Lippen zur Seite und spielte dabei an einer ihrer Locken. Sie war etwas nervös, denn Lucy konnte ja jeden Moment zur Tür hereinkommen und dann musste Grace so tun, als ob sie schliefe. Trotzdem antwortete sie dem Anrufer, in der Hoffnung, dass es ein Kunde für ihr Fotostudio sei in dem es in letzter Zeit eher schlecht als recht lief. „Ja wir können gerne einen Termin festlegen, aber das Studio ist noch bis Ende nächster Woche geschlossen, wie wäre es, wenn ich Sie Morgen Mittag zurückrufe um einen Termin auszumachen. Heute ist es schlecht, ich habe viel zu tun. Ja in Ordnung. Ich rufe Sie morgen um drei an. Bis dann.“ Grace legte ihr Handy wieder auf den Nachttisch, der neben dem Bett stand. Sie kuschelte sich unter die Decke und schloss die Augen. Genau rechtzeitig, denn Lucy öffnete in dem Moment die Tür, als Grace sich auf die Seite drehen wollte. „Ich dachte wir lassen unsere Handys heute aus?“ Grace vergaß immer wieder, wie dünn die Wände in ihrer Wohnung waren und dass man jedes Gespräch in anderen Räumen hörte. „Ja ich habe das Gespräch auch auf morgen verschoben.“ „Das habe ich auch gehört. Ich finde auch, dass du heute sehr beschäftigt sein wirst.“ Lucy stellte das Tablet auf das Tischchen an der Wand ab und stieg zu Grace ins Bett. Sie küsste Grace auf den Mund. „Guten Morgen erstmal. Wir haben uns ja heute noch gar nicht gesehen, nicht wahr?“ Lucy schaute Grace verschwörerisch in die Augen, um ihr zu vermitteln, sie solle mitspielen auch wenn beide der Frauen die Wahrheit kannten. „Oh ja. Und schon gar nicht in der Küche.“ Die Frauen mussten anfangen zu lachen. Nachdem sie Grace geküsst hatte, stand Lucy auf um das Frühstückstablett auf das Bett zu legen. Zwischen sich und ihre fast Verlobte, damit sie essen konnten als es klingelte. Lucy stand auf und ging aus dem Schlafzimmer. Grace steckte sich noch einen Löffel der Vorspeise in den Mund, als sie Lucy an der Haustür mit dem Postboten reden hörte. „Miss Flynt. Hier ist ein Päckchen für ihre Mitbewohnerin Grace. Wenn sie kurz hier unterschreiben würden. Darf ich ihnen sagen, dass sie heute ganz besonders schön aussehen?“ Lucy musste schmunzeln, während sie auf dem kleinen Touchpad unterschrieb. „Nun ja. Sagen wir es so: Meine Verlobte, die gerade an unserem Tisch mit ihrem schärfsten Kleid sitzt und auf mich wartet, weil wir heute Jahrestag haben, würde es sicher nicht sehr begrüßen, wenn sie so etwas sagen dürften.“ Grace zuckte zusammen, als sie durch die dünnen Wände Lucy reden hörte, die gerade das Wort ‘Verlobte‘ benutzt hatte. Sie hatte wie immer die Tür aufstehen lassen, sodass Grace den Flur bis zur Haustür sehen konnte. Nach ein paar pei nlichen Abschiedsworten seitens des Postboten stand Lucy im Gang und sah auf ein kleines Paket, das mit Geschenkpapier eingewickelt war. Grace stand verdutzt auf und ging zu Lucy, um sie zu fragen, von wem sie ein Geschenk bekommen hatten. „Für dich oder für mich?“ Wortlos reichte Lucy das Päckchen an Grace. Sie blickte auf den Absendernamen und sah Lucy erschrocken an. „Liebling? Wer ist diese Maggie Humphrey?“ Den Namen hatte Grace schon lange nicht mehr gehört. „Maggie ist eine alte Freundin von mir. Sie hat mir früher geholfen, meine Schwestern zu beschützen.“ Lucy verstand nicht, was Grace damit sagen wollte. „Ich versteh nicht ganz, womit hat sie dir geholfen?“ Grace verzog die Lippen. „Wir haben öfter mal Gras geraucht. Das hat mir geholfen nicht von zuhause wegzulaufen und meine Schwestern allein zu lassen. Das hat Maggie gemacht. Bis sie dann weggezogen ist.“ Lucy schaute nur noch verwirrter drein. „Lucy du hast keine Ahnung, was bei mir daheim los war, wenn mein Dad betrunken war. Das willst du dir nicht vorstellen. Hätte ich Maggie nicht gehabt, hätte ich es nicht geschafft Henry abzuhalten, Emily und Rosie zu verprügeln.“ Grace nannte ihren Vater fast immer beim Vornamen, wenn sie über ihn sprach. „Ich wäre weggelaufen. Ich war 12, als Henry angefangen hat uns zu schlagen. Er hat am Anfang nur mich verschlagen, doch irgendwann war ich bei Maggie und als ich nach Hause kam hatte Emily sich im Bad eingeschlossen. Ich hab sie nur noch weinen gehör und wusste was passiert war.“ Lucy konnte es nicht fassen. „Ich habe auch irgendwie meine Eltern verloren. Und nehme keine Drogen.“ Grace sprach ganz leise. „Ich war mit 13 die Erwachsene daheim. Du durftest bis 25 warten. Das ist ein Unterschied.“ Sie machte eine Pause, um es bei Lucy sacken zu lassen. Sie nickte nur und holte tief Luft. „Und ich dachte, wir versuchen es noch einmal. Aber wenn du das alles so siehst“ Sie machte ausladende Gesten „kann und will einfach nicht mehr.“ Sie drehte sich um und lief aus der Wohnung. Grace rannte ihr nach. „Lucy, wenn du jetzt gehst, gehst du für immer.“ Lucy blieb abrupt auf der Treppe stehen. „Ich weiß“, sagte sie und ging.

 

Hallo autormaus,

dein Text lässt sich verdammt schwer lesen, was nicht nur an den fehlenden Absätzen liegt (aber auch sehr stark!), sondern auch an deinen ständigen Zeitsprüngen und Wechseln der Erzählperspektive. Letzteres ist natürlich gerade dann anstrengend für den Leser, wenn ein Zeitsprung oder ein Erzählerwechsel stattfindet, ohne dass es vorher von einem Absatz angekündigt wurde.
Darüber hinaus sind da noch viele Fehler drin, wobei ich denke, dass es sich da nicht mal primär um Rechtschreibfehler handelt, sondern um falsche Formulierungen, falsch gebildete Zeiten und Sätze, die nicht so enden, wie sie anfangen. Solche Dinge können vorkommen, aber dafür liest man einen Text ja nochmal Korrektur nach dem Schreiben, dann sollte das eigentlich direkt ins Auge springen.

Inhaltlich muss ich sagen, dass ich da wirklich mehrmals mit dem Kopf schütteln musste, was da so passiert. Zum einen fängst du sehr viele Handlungsstränge an, die dann irgendwo ins nichts führen. Manchmal sind es auch nur Kleinigkeiten, wo ich mich dann nach dem Lesen frage, warum musste ich das jetzt wissen? Zum Beispiel gegen Ende der Anruf, den Grace bekommt, im Bett. Der bringt die Handlung nicht voran, sondern zieht sie in die Länge.
Auch der Gedächtnisverlust von Rosie nach dem Unfall ist total unnötig, bauscht die Geschichte nur übermäßig auf, denn ein paar Tage später erinnert sie sich ja doch wieder, es hat also gar keine Konsequenz, dass sie sich am Anfang nicht erinnert. Ergo kann das auch einfach rausfliegen.
Insgesamt solltest du dich besser auf eine Haupthandlung konzentrieren, wenn du eine Kurzgeschichte schreiben willst, und die ganzen Nebenhandlungen weglassen. Den Stoff, den du hier aufgreifst, könntest du problemlos in einen Roman verbauen. Eine Kurzgeschichte ist aber keine Kurzfassung eines Romans, sondern eben eine kurze Geschichte, sie muss also mit reduzierten Handlungssträngen auskommen und konzentriert sich in der Regel auf einen einzigen.
Du hast hier die Beziehung von Grace und Lucy, den Unfall von Rosie, die Beziehung von Emily und jeweils noch mehr oder weniger umfassende Rückblenden in Lucys und Graces Vergangenheit in eine einzige Kurzgeschichte geknallt. Das ist viel zu viel.

Nimm dir lieber die Zeit, einen einzigen Handlungsstrang zu erzählen, den dann aber auch wirklich ausführlich und detailliert, anstatt fünf Handlungsstränge, die dann alle zu kurz kommen.

So, zurück zum Inhalt.

Sehr viele Aktionen deiner Figuren erscheinen äußerst unmotiviert. Du beginnst deine Geschichte, indem du die sehr innige Beziehung zwischen Grace und Lucy beschreibst. Sie halten immer zueinander, lieben sich abgöttisch, wollen heiraten, zögern auch keine Sekunde beim Annehmen des Heiratsantrags.
So, und dann sind sie im Krankenhaus, und plötzlich ist Grace wie aus dem nichts heraus total unzufrieden mit der Beziehung? Warum denn das? Wenn das so ist, dann musst du das vorher schon kenntlich machen. Sowas bahnt sich ja über lange Zeit an, da komm ich mir als Leser veräppelt vor, wenn ich erst ne lange Zeit darüber lese, wie perfekt die Beziehung ist, und dann erfahre ich, dass die eine so unzufrieden ist, dass sie sich trennen will.

Das Ende ist genauso unmotiviert, die haben sich wiedergefunden, sollten eigentlich glücklich sein, und dann erfährt die eine, dass die andere in ihrer Jugend mal Gras geraucht hat. Das ist jetzt eigentlich nicht weiter dramatisch, daraus wird nur ein Drama, weil beide total überzogen reagieren auf so eine nichtige Kleinigkeit. Und da frage ich mich, ob der Autor nicht einfach nur einen dramatischen Abgang inszenieren wollte und ihm halt nichts besseres eingefallen ist.

So, ich könnte den jetzt noch viel detaillierter zerpflücken, dafür ist er mir aber zu lang und zu unübersichtlich, um den nochmal durchzugehen. Daher muss das jetzt erstmal reichen.

Liebe Grüße,
Sommerdieb.

 

Puhhh, liebe autormaus, das war nicht leicht zu lesen. Ich sehe an deinem Text, dass es wirklich wichtig ist, Absätze rein zu bringen. Das ist kaum zusammenhängend zu lesen so wie es da steht. Man verrutscht in der Zeile und dann ist man raus, zumal die Handlung mehr als durcheinander ist.
Meine hauptsächlichen Kritikpunkte sind:
- Ich kann immer noch nicht wirklich sagen, worum es geht. Ist es die Beziehung von Grace und Lucy? Die Familiengeschichte von Grace? Was genau willst du wirklich erzählen?
- Ich finde, es sind viel zu viele Fehler und unschöne Formulierungen drin.
- Ich komme den Personen nicht wirklich nahe. Du schreibst ständig '...so wie sie es immer tat wenn...', aber es erreicht mich nicht, ich fühle nicht mit den Personen, egal was passiert. Alles ist so plakativ, so als ob du zusammenschreibst, was du schon so in der Art in Büchern gelesen oder in Filmen gesehen hast... Ich weiß nicht, vielleicht hast du auch etwas davon selbst erlebt und möchtest es in dieser Geschichte verarbeiten...?! Dann fehlt der Geschichte aber meiner Meinung nach das Ziel, der Kern, das Herz muss ich fast sagen...
- Was sollte der Telefonanruf als Grace im Bett liegt??
- Warum denkt Lucy (oder war es Grace?) urplötzlich aber schon lange über Trennung nach, wo doch die beiden einen Absatz vorher das perfekte Paar waren?? Ich hab den Kopf geschüttelt und ein paar Zeilen weiter oben nochmal gelesen, weil ich dachte, ich hab was ausgelassen...
- Welche Bedeutung hat der Unfall für das Geschehen? Warum ist er passiert und warum kann Rosie(?) sich an nichts erinnern, wenn sie sich kurz drauf doch an alles erinnert? Und was hat das alles mit den beiden Protagonistinnen zu tun?
Ich höre hier auf, das ist leider lange nicht alles, was mir aufgefallen ist. Ich hoffe, du nimmst es nicht übel, ich will dir nur ganz offen spiegeln, wie deine Geschichte auf mich gewirkt hat und da muss ich leider zusammenfassend sagen, dass ich froh war, als ich durch war. Aber immerhin wollte ich wissen, wie es endet ;-) Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg. Bis zum nächsten Mal, liebe Grüße, Siina

 

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