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ManekiNeko

Es wäre so leicht

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von am 03.01.2017 um 16:08 (46 Hits)
Es tut mir leid, ich kann scheinbar kein Interesse mehr heucheln, an den substanzlosen Kleinigkeiten von denen sie sprechen. Ich kann es nicht mehr hören - man sagt das Zeiten sich ändern, aber ich sehe mich als jung gestorben. Ich will fliegen, doch sehe zu wie der Goldkäfig sich um mich wölbt. Als wanderte man durch ein Tal und jemand flüsterte, "Entkomme!", nur ist die Wand unerklimmbar. Das Ziel? Wohl ein freies Leben. Die Zukunft? Vielfältig, jede Möglichkeit gebunden an den Käfig. In einer Welt voller iPads wo kein Kind mehr draußen spielt. Was bleibt mir wohl im Alter - die Glotze? Jeder Sender nur ein Rauschen. Meine Gedanken ? Gefangen in einem Handgemenge von tausend konkurrierenden Ichs die in meinen Kopf wüten.

Im Bad hängt ein Spiegel, schlag ihn in Stücke. Kann mir ja auch gleich den Kopf hier zerbrechen wenn Scherben Glück bringen. Steige nachts aufs Geländer, Piss von der Brücke und denke:

Es wäre so leicht
Dann wär es vorbei
Der Gedanke gibt halt
Lass mich fallen
Und es wäre so leicht
Dann wär es vorbei
Der Gedanke gibt halt
Lass mich..

Doch ich habe keine Todessehnsucht im Leben, die Möglichkeit zu gehen macht es sogesehen erst erträglich, in einer Welt wo es statt Hoffnung täglich nur mehr Probleme gibt und sollte Hoffnung aufkeimen, dann die der Hoffnung auf weniger Probleme. Wird ein gerechter Gott uns diesen Notausgang je in Serie geben? Diese Kreation könnte einmal was richtig machen - und was mich in diesen Tagen noch hält? Die Liebe, halt sie im Arm während sie schläft, während ich mir wieder nur die Frage stelle - "Ey ob sie mich wohl bald aufgibt?", schließlich tat ich es doch selbst - immer wieder.

Grüß mir die Eitelkeit und den Zorn, ich schreie, schlage, trete, blute - liebe ihn doch, meinen schmerzvollen Galgenhumor. Jemand sagte mir mal, "Wage den Absprung vergrößer den Vorsprung - unserer Zeit weit voraus haben sie uns genommen um Zenit zu buchstabieren. Sind weder getrieben noch akzeptieren wir als Rädchen dem einen jenen zu dienen, nur für das stetige funktionieren einer höheren Ordnung - Nein. Wir sind Funktionen höherer Ordnung"

Die mit einer Dimension zu viel intus und 3 Euro zu wenig für den Döner am Morgen danach - das sind wir, das bin ich. Steige in die Bahn und lache.

Wenn alles schwarz ist
Dann lach

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Aktualisiert: 04.01.2017 um 01:12 von ManekiNeko

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